Soldatin/Soldat für Radarelektronik
Die Radartechnik der Bundeswehr ist das unsichtbare Auge des Luftraums — und du sorgst als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik dafür, dass es funktioniert. Alles zur Ausbildung und deinen Karrierechancen erfährst du hier!
Inhaltsübersicht
Soldatin/Soldat für Radarelektronik — Übersicht
Ohne funktionierende Radarsysteme wäre die Luftraumüberwachung kaum möglich — und genau hier kommst du ins Spiel! Als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik sorgst du dafür, dass stationäre und mobile Radarsysteme jederzeit einsatzbereit sind. Ob es um die Wartung, die Fehlerbehebung oder die Konfiguration geht — dein Fachwissen ist gefragt, um die Sicherheit des deutschen Luftraums zu gewährleisten.
Dein Weg in diesen spannenden Beruf startet mit einer 3-monatigen Grundausbildung, in der du die Basics des Soldatenhandwerks lernst. Danach folgt die spezialisierte Ausbildung im Bereich Radarelektronik. Hier wirst du zum Experten für die komplexen Systeme ausgebildet, mit denen du später arbeiten wirst.
Mit Engagement und Erfahrung kannst du dann auch höhere Dienstgrade erreichen. Dabei sammelst du nicht nur neue Erfahrungen, sondern steigerst auch deine Gehaltsaussichten!
Was machst du als Soldatin/Soldat für Radarelektronik?
Ob im Inland oder im Ausland — als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik arbeitest du dort, wo Radarsysteme für die Luftraumüberwachung oder Flugsicherung gebraucht werden. Da Radare oft rund um die Uhr laufen müssen, ist Schichtbetrieb keine Seltenheit. Besonders bei großen Radarsystemen arbeitest du eng mit deiner Truppe zusammen, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen.
Welche konkreten Aufgaben du übernimmst, hängt von deiner gewählten Laufbahn ab. Bei der Bundeswehr kannst du vier verschiedene Laufbahnen einschlagen:
- Mannschaft
- Fachunteroffizier/in
- Feldwebel
- Offizier/in
Aufgaben als Teil der Mannschaft
Als Teil der Mannschaft bist du direkt an der Technik dran und sorgst dafür, dass die Radarsysteme jederzeit einwandfrei funktionieren und unterbrechungsfrei Daten liefern. Du prüfst die Systeme mit speziellen Messgeräten auf Fehler, stellst die richtigen Betriebsparameter ein und führst regelmäßige Wartungen durch.
Auch der tägliche „Radar Performance Check“ gehört zu deinen festen Aufgaben: Dabei checkst du die Qualität der Radardaten und stellst sicher, dass alles fehlerfrei abläuft. Außerdem bist du bei der Inbetriebnahme neuer Systeme von Anfang an mit dabei.
Aufgaben als Fachunteroffizierin/Fachunteroffizier
Entscheidest du dich für die Laufbahn als Fachunteroffizierin oder Fachunteroffizier, übernimmst du mehr Verantwortung. Du arbeitest an hochmodernen Anlagen aus verschiedenen Bereichen der Bundeswehr — sei es in der Luftwaffe, im Heer oder in der Marine.
Gemeinsam mit deinem Team bist du verantwortlich für Radaranlagen, Militärgeräte oder sogar Luft- und Wasserfahrzeuge. Eure Aufgabe: Alles instand halten, Fehler aufspüren und Probleme schnell lösen.
Wichtig: Während deiner Dienstzeit als Fachunteroffizier erlernst du einen zivil anerkannten Ausbildungsberuf, zum Beispiel als Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker oder IT-Systemelektroniker. Ausnahme ist, wenn du bereits eine vergleichbare Ausbildung hast.
Aufgaben als Feldwebel
In der Feldwebellaufbahn erfährst du nicht nur die Wirkungsweise und den Aufbau von Radarsystemen, sondern tauchst auch tief in die Welt der Elektronik, Hochfrequenztechnik sowie Sende- und Empfangstechnik ein. Du verstehst, wie alle Systeme zusammenwirken und bist verantwortlich für die Wartung und Instandhaltung der Anlagen.
Auch die Software und Netzwerktechnik gehören zu deinem Verantwortungsbereich — du bedienst fortschrittliche Betriebssysteme und sorgst dafür, dass die IT-Komponenten der Radaranlagen reibungslos funktionieren und qualitativ brauchbare Daten liefern. Dabei arbeitest du oft auch mit internationalen Teams zusammen.
Aufgaben als Offizierin/Offizier
Als Offizier für Radarelektronik übernimmst du die höchste Verantwortungsebene — du wirst zur Führungskraft und triffst Entscheidungen, die den sicheren Betrieb der Radarsysteme ermöglichen. Vor allem strategisches Denken und Führungsstärke sind hier gefragt. Denn als Offizier bildest du die dir unterstellten Soldatinnen und Soldaten aus und arbeitest mit anderen Einheiten zusammen.
Voraussetzungen für die Ausbildung
Für eine Karriere als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik, musst du ein paar grundlegende Voraussetzungen mitbringen. Die sind für alle Anwärter bei der Bundeswehr gleich:
✓ Deutsche Staatsbürgerschaft
✓ Mindestalter 18 Jahre → mit Erlaubnis der Eltern auch schon ab 17
✓ Gesundheitliche Eignung → wird während des Bewerbungsverfahrens
geprüft
✓ Bereitschaft, dich bundesweit versetzen zu lassen
✓ Bereitschaft, an Auslandseinsätzen teilzunehmen
✓ bestimmter Schulabschluss — je nach Laufbahn:
- Mannschaft: mindestens Vollzeitschulpflicht
- Fachunteroffizier/in: mindestens Hauptschulabschluss
- Feldwebel: mindestens Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
- Offizier/in: mindestens (Fach-)Abitur oder Realschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
Gut zu wissen: Die Ausbildung zur Soldatin oder zum Soldat für Radarelektronik wird nur in 5 Bundesländern angeboten: Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Persönliche Voraussetzungen
Neben den formalen Voraussetzungen solltest du auch persönlich gut in den Beruf passen. Hilfreiche Eigenschaften sind zum Beispiel:
✓ Einsatzbereitschaft
✓ Technisches Verständnis
✓ logisches Denken
✓ Teamfähigkeit
✓ flexibel und belastbar
✓ Verantwortungsbewusstsein
Als Soldatin bzw. Soldat der Bundeswehr profitierst du von einer Vielzahl an Benefits, die deinen Alltag bereichern:
in Uniform kostenlos mit der Bahn durch ganz Deutschland reisen
der Beruf stärkt deine körperliche Fitness
mentale Stärke durch abwechslungsreiche und herausfordernde Einsätze
unentgeltliche truppenärztliche Versorgung
mehr Nettogehalt, da du keine Sozialversicherungsbeiträge zahlst
Möglichkeit eine zivil anerkannte Ausbildung oder ein Studium zu machen
Wie läuft die Ausbildung ab?
Deine Ausbildung als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik beginnt mit der dreimonatigen Grundausbildung. Hier wirst du fit gemacht für den militärischen Alltag: Du lernst, im Team zu arbeiten, bekommst Disziplin und Ausdauer beigebracht und machst dich mit Waffen, Ausrüstung und taktischem Verhalten vertraut. Auch körperliche Fitness und Schießtraining stehen auf dem Programm.
Nach der Grundausbildung folgt die fachspezifische Weiterbildung im Bereich Radarelektronik. Hier tauchst du in die Technik ein und lernst alles über den Aufbau, die Wartung und die Funktionsweise der Radarsysteme der Luftwaffe. Je nach Laufbahn bekommst du zusätzlich eine tiefgehende Ausbildung in Elektronik, Hochfrequenztechnik und IT, damit du später als Spezialist oder sogar als Führungskraft in diesem Bereich arbeiten kannst.
Wichtig: Wählst du die Offizierslaufbahn, musst du neben der militärischen Ausbildung auch ein Studium absolvieren.
Was verdienst du als Soldatin/Soldat für Radarelektronik?
Dein Gehalt als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik hängt von deiner Laufbahn, deinem Dienstgrad und deiner Erfahrung ab. Grundsätzlich gilt: Je länger du dabei bist und je mehr Verantwortung du übernimmst, desto höher dein Gehalt.
In der Mannschaftslaufbahn startest du in der Erfahrungsstufe 1 mit einem Grundgehalt von etwa 2.700 € brutto pro Monat. Mit dem höchsten Dienstgrad in dieser Laufbahn, dem Oberstabsgefreiten, bekommst du schon 2.860 € (Erfahrungsstufe 2) brutto.
Während der Ausbildung zum Fachunteroffizier verdienst du als Unteroffizier-Anwärter ebenfalls 2.700 € brutto. Später als Stabsunteroffizier steigt dein Gehalt dann auf 2.860 € brutto (Erfahrungsstufe 1).
In der Feldwebellaufbahn bekommst du als Feldwebel-Anwärter schon 2.780 € brutto und als Feldwebel in Erfahrungsstufe 2 bereits 3.050 €. Wenn du es bis zum Oberstabsfeldwebel schaffst, kannst du dich auf 4.280 € brutto (Erfahrungsstufe 8) freuen.
In der Offizierslaufbahn geht es noch weiter nach oben: Als Leutnant steigst du mit 3.300 € brutto (Erfahrungsstufe 1) ein. Ein Oberst verdient 6.900 €, und wer es bis zum General bringt, kann mit 15.600 € brutto rechnen.
Gut zu wissen: Zusätzlich zum Grundgehalt gibt es bei der Bundeswehr verschiedene Zulagen — zum Beispiel Familienzuschläge, Auslandsverwendungszuschläge oder Erschwerniszulagen. So kann dein Gehalt je nach Einsatz und Lebenssituation noch weiter steigen!
Deine Karrierechancen bei der Bundeswehr
Hast du die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, stehen dir bei der Bundeswehr hervorragende Karrieremöglichkeiten offen. Mit Fleiß und Einsatzbereitschaft kannst du in höhere Dienstgrade aufsteigen — und damit auch dein Gehalt steigern.
Mit dem Beruf als Soldatin oder Soldat für Radarelektronik hast du außerdem einen zukunftssichen Job an der Angel. Denn die Luftraumüberwachung und Flugsicherung sind essenziell für die Sicherheit — sowohl im Inland als auch bei jedem Auslandseinsatz!
Zudem wirst du bei deiner beruflichen Entwicklung aktiv unterstützt. Regelmäßige Weiterbildungen halten dich immer auf dem neuesten Stand — sei es in der Radartechnik, Elektronik oder IT. Mit den richtigen Qualifikationen kannst du sogar Führungsverantwortung übernehmen und dein Fachwissen an die nächste Generation weitergeben.
Soldatin/Soldat im Flugabwehrraketendienst
Wenn du den Luftraum nicht nur überwachen, sondern ihn auch aktiv verteidigen möchtest, könnte der Beruf als Soldatin oder Soldat im Flugabwehrraketendienst genau das Richtige für dich sein! Neugierig? Dann erfahre hier mehr dazu!
Soldatin/Soldat im Flugabwehrraketendienst
Wenn du den Luftraum nicht nur überwachen, sondern ihn auch aktiv verteidigen möchtest, könnte der Beruf als Soldatin oder Soldat im Flugabwehrraketendienst genau das Richtige für dich sein! Neugierig? Dann erfahre hier mehr dazu!