Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr
Medzin + Technik + Bundeswehr = dein neuer Job! Als Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr hältst du lebenswichtige Geräte einsatzbereit — im OP und Ausland. Wie die Ausbildung läuft, was du verdienst und welche Chancen du hast, erfährst du hier.
Inhaltsübersicht
Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr — Übersicht
Als Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr stellst du sicher, dass lebenswichtige Geräte immer einsatzbereit sind. Ohne dich könnten Ärzte und Sanitäter im Ernstfall nicht optimal helfen!
Du überprüfst und reparierst Hightech-Geräte, wie Defibrillatoren oder Beatmungsgeräte, damit jede Behandlung reibungslos abläuft. Dabei kommst du mit innovativen Technologien in Kontakt und trägst aktiv zur medizinischen Versorgung der Truppe bei. Technikverständnis und Verantwortungsbewusstsein sind hier entscheidend, denn im Einsatz zählt jede Sekunde!
Deine Karriere startet mit der 3-monatigen Grundausbildung, in der du auf das Leben als Soldatin bzw. Soldat vorbereitet wirst. Du lernst, unter Druck ruhig zu bleiben und mit deinen Kameraden als Truppe zu funktionieren. Danach schlägst du die Feldwebellaufbahn ein und wirst gezielt in Medizintechnik ausgebildet.
Nach deiner Ausbildung kannst du dich auf verschiedene Medizintechnikbereiche spezialisieren, wie etwa OP-Technik oder Laborgeräte. Regelmäßige Weiterbildungen halten dich technisch auf dem neuesten Stand und mit steigender Erfahrung übernimmst du mehr Verantwortung in deinem Fachbereich. Zudem kannst du in höheren Dienstgraden aufsteigen, um deine Karriere weiter auszubauen.
Was machst du als Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr?
Als Medizintechniker oder Medizintechnikerin bei der Bundeswehr bist du dafür verantwortlich, dass medizinische Geräte funktionsfähig sind — in jeder Situation. Dafür bist du in verschiedenen Bereichen im Einsatz, von der Wartung bis zur Qualitätskontrolle. Zu deinen wichtigsten Aufgaben gehören:
Wartung und Instandhaltung von Medizingeräten
Du überprüfst und wartest hochmoderne Medizintechnik wie Röntgensysteme, Beatmungsgeräte oder OP-Technik. Mit regelmäßigen Sicherheitschecks und Kalibrierungen stellst du sicher, dass die Geräte zuverlässig funktionieren. Falls ein Gerät ausfällt, analysierst du den Fehler und führst Reparaturen durch — im Inland oft mit direktem Zugang zu Ersatzteilen, im Einsatzgebiet mit kreativen Lösungen.
Einweisung und Schulung von Personal
Nicht alle Ärzte bzw. Ärztinnen oder jeder Sanitäter bzw. jede Sanitäterin kennt sich mit jedem Gerät aus. Du schulst medizinisches Personal im Umgang mit neuer Medizintechnik und erklärst, wie verschiedene Systeme sicher und effizient genutzt werden. Als Medizintechniker oder Medizintechnikerin übernimmst du dabei auch Verantwortung und leitest dein Team an, wenn es um den reibungslosen Betrieb der Technik geht.
Einsatz in mobilen medizinischen Einheiten
Je nach Auftrag wirst du auch in Feldlazaretten oder mobilen Sanitätseinrichtungen eingesetzt. Hier ist deine Arbeit besonders herausfordernd, da du mit tragbaren Diagnosesystemen oder Notfallmonitoren arbeitest. In der Luftwaffe gibt es zudem Medizingerätetechniker für den Airbus A400M MedEvac, die sicherstellen, dass die Technik in fliegenden Lazaretten einwandfrei funktioniert.
Dein Arbeitsumfeld als Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr
Kameradschaft & Fitness: Regelmäßiges Training und verantwortungsvolles Handeln sind Teil deines Alltag.
Vielseitige Einsatzorte: OPs, mobile Sanitätseinheiten, Schulungsräume, Labore oder Produktionshallen — du arbeitest dort, wo Medizintechnik gebraucht wird.
Sanitätsdienst der Bundeswehr: Dein Einsatz kann im Heer, in der Luftwaffe oder in der Marine stattfinden — je nach Bedarf und Spezialisierung.
Voraussetzungen für die Ausbildung
Bevor du als Medizintechniker oder Medizintechnikerin bei der Bundeswehr durchstarten kannst, musst du ein paar grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören:
✓ Deutsche Staatsbürgerschaft
✓ Mindestalter von 18 Jahren → mit Einverständnis der Eltern auch ab 17
✓ Gesundheitliche Eignung → wird im Rahmen des Bewerbungsverfahrens
bei der Bundeswehr geprüft
✓ Einsatz- und Versetzungsbereitschaft → du kannst je nach Bedarf an verschiedenen Standorten eingesetzt werden
✓ Ein passender Schulabschluss — für die Feldwebellaufbahn: mindestens Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung
✓ Eine abgeschlossene Gesellen- oder Facharbeiterausbildung mit einer ein- bis dreijährigen Berufstätigkeit in einem technischen Beruf
Persönliche Voraussetzungen
Doch nicht nur auf dem Papier solltest du geeignet sein — auch deine persönlichen Eigenschaften spielen eine Rolle. Für die Medizintechnikerin oder den Medizintechniker bei der Bundeswehr sind zum Beispiel wichtig:
✓ Leistungsbereitschaft
✓ körperliche Fitness
✓ Flexibilität
✓ Teamgeist
✓ technisches Interesse
✓ Sorgfalt und Präzision
Als Soldatin bzw. Soldat der Bundeswehr profitierst du von einer Vielzahl an Benefits, die deinen Alltag bereichern:
⭐️ in Uniform kostenlos mit der Bahn durch ganz Deutschland reisen
⭐️ der Beruf stärkt deine körperliche Fitness
⭐️ mentale Stärke durch abwechslungsreiche und herausfordernde Einsätze
⭐️ unentgeltliche truppenärztliche Versorgung
⭐️ mehr Nettogehalt, da du keine Sozialversicherungsbeiträge zahlst
⭐️ Möglichkeit, eine zivil anerkannte Ausbildung oder ein Studium zu machen
Wie läuft die Ausbildung ab?
Bevor du als Medizintechnikerin oder Medizintechniker bei der Bundeswehr durchstartest, wirst du Schritt für Schritt auf deine Aufgaben vorbereitet. Dabei erwartet dich nicht nur eine hochmoderne technische Ausbildung, sondern auch eine einzigartige Kombination aus Teamgeist und Herausforderungen, die du so in keinem zivilen Beruf findest.
Dein erster Schritt ist die Grundausbildung im Sanitätsdienst. Diese dauert drei Monate und vermittelt dir alle militärischen Grundlagen. Du trainierst deine körperliche Fitness, lernst den Umgang mit Ausrüstung und wirst auf den Alltag als Soldatin oder Soldat vorbereitet. Nach diesem Abschnitt folgt eine Eignungsübung, die dir erste Einblicke in dein zukünftiges Einsatzgebiet gibt.
Im nächsten Schritt beginnt deine praktische Fachausbildung. Hier wirst du für mehrere Monate in einer medizintechnischen Abteilung eines Bundeswehrkrankenhauses oder einer Sanitätseinrichtung eingesetzt. Während dieser Zeit machst du erste Erfahrungen im Umgang mit der Medizintechnik. Parallel dazu absolvierst du eine fünfmonatige militärische Ausbildung zum Feldwebel an der Sanitätsakademie der Bundeswehr.
Die technische Ausbildung schließt du mit einer spezialisierten Weiterbildung ab. Viele Medizintechniker oder Medizintechnikerinnen bei der Bundeswehr absolvieren eine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Medizintechnik — beispielsweise am Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Berlin. Nach dieser Qualifikation kehrst du in deinen Verband zurück und kannst durch Firmenschulungen dein Wissen über modernste Medizintechnik weiter vertiefen.
Was verdienst du als Medzinzintechniker/in bei der Bundeswehr?
Wenn du dich für eine Karriere als Medizintechnikerin oder Medizintechniker bei der Bundeswehr entscheidest, spielt natürlich auch das Gehalt eine Rolle. Als Soldatin oder Soldat verdienst du von Anfang an ein festes Einkommen — mit steigender Erfahrung und Verantwortung steigt auch dein Gehalt.
Dein Weg in der Feldwebellaufbahn beginnt als Mannschaftssoldat. Du arbeitest dich dann über die Unteroffiziersebene bis hin zum Feldwebel vor, wo du als Führungskraft mehr Verantwortung übernimmst. Hier siehst du, was du in den verschiedenen Laufbahnen verdienen kannst:
Feldwebel übernehmen wichtige Führungsaufgaben in ihrer Einheit. Dein Einstiegsgehalt als Feldwebel beträgt 2.780 € brutto im Monat (Erfahrungsstufe 1). Nach einigen Jahren und weiteren Beförderungen, z. B. zum Hauptfeldwebel, kannst du bis zu 3.500 € brutto verdienen (Erfahrungsstufe 4).
Gut zu wissen: Dein tatsächliches Gehalt kann sich durch Zuschläge für besondere Einsätze oder Familienzulagen weiter erhöhen. Außerdem zahlst du als Soldatin oder Soldat keine Sozialversicherungsbeiträge, sodass dein Nettogehalt oft höher ausfällt als bei vergleichbaren Berufen in der zivilen Wirtschaft.
Deine Karrierechancen als Medizintechnikerin/Medizintechniker bei der Bundeswehr
Du willst nicht nur einen sicheren Job, sondern auch eine Karriere mit echten Perspektiven? Als Medizintechnikerin oder Medizintechniker bei der Bundeswehr kannst du dich kontinuierlich weiterentwickeln und Schritt für Schritt aufsteigen. Medizinische Versorgung wird immer gebraucht — deshalb ist dieser Job absolut zukunftssicher.
Die Regelverpflichtungszeit beträgt 15 Jahre, aber wenn du bereits eine verwertbare Vorausbildung hast, kann deine Verpflichtungszeit zwischen 3 und 13 Jahren liegen. In dieser Zeit profitierst du nicht nur von einem sicheren Arbeitsplatz und einem festen Gehalt, sondern hast auch Zugang zu zahlreichen Weiterbildungen. Jede Schulung bringt dich weiter, sei es in der Technik oder in spezialisierten Bereichen der Medizintechnik.
Deine Laufbahn beginnt als Feldwebel, aber das ist erst der Anfang. Mit Erfahrung und Engagement kannst du zum Hauptfeldwebel oder sogar Oberstabsfeldwebel aufsteigen. Mit jedem neuen Dienstgrad wächst deine Verantwortung.
Wenn du dir eine langfristige Zukunft bei der Bundeswehr vorstellen kannst, hast du die Chance, Berufssoldatin oder Berufssoldat zu werden. Das bedeutet, dass du über deine ursprüngliche Verpflichtungszeit hinaus im Dienst bleibst und deine Karriere bis zur Pensionierung fortsetzen kannst. Ob dieser Weg für dich infrage kommt, entscheidet sich während deiner Dienstzeit — deine Leistung, dein Engagement und der Bedarf der Bundeswehr spielen dabei eine entscheidende Rolle
Soldat/in im Flugabwehrraketendienst
Ob medizinische Geräte oder hochmoderne Abwehrsysteme — Technik spielt bei der Bundeswehr eine Schlüsselrolle. Während Medizintechnikerinnen und Medizintechniker Leben retten, sorgen Soldaten im Flugabwehrraketendienst für Sicherheit im Luftraum. Erfahre hier, wie sie das machen!
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