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Kalilauge hat die Summenformel KOH. Welche Eigenschaften die Lauge hat und wie du sie herstellst, erfährst du in diesem Beitrag. Hier geht’s zum Video !

Inhaltsübersicht

Was ist Kalilauge?

Unter Kalilauge verstehst du eine stark alkalische (basische) Lösung von Kaliumhydroxid in Wasser. Die Kalilauge-Formel in der Chemie lautet daher KOH(aq).

Es handelt sich um eine farblose Flüssigkeit, die auf deine Haut stark ätzend wirken kann. Dennoch wird die Verbindung in der Industrie oft zur Herstellung von Kaliumseifen und Farbstoffen verwendet. 

Kalilauge Eigenschaften

Wir haben dir einige physikalische und chemische Eigenschaften von Kalilauge zusammengestellt:

  • Molare Masse: Die molare Masse  von KOH  beträgt 56,11 g/mol.
  • pH-Wert : Der pH-Wert der Kalilauge variiert je nachdem, wie viel Kaliumhydroxid in Wasser gelöst ist. Bei 10 mmol/l hat die Lauge einen pH-Wert von 11,95, bei 100 mmol/l liegt der Wert schon bei 12,88. 
  • Dichte : Bei einer 50%igen Lösung und 15°C beträgt die Dichte 1,539 g/cm3.
  • Aussehen: Kalilauge ist eine farblose Flüssigkeit.
  • Löslichkeit: Die Base ist sehr gut in Wasser löslich.

Reaktionen

Lässt du KOH(aq) eine längere Zeit an der Luft stehen, nimmt sie Kohlenstoffdioxid (CO2) auf. Dadurch entsteht Kaliumcarbonat (K2CO3), welches in Wasser gelöst vorliegt. Du nennst die Lösung auch Pottaschelösung:

    \[\ce{2 KOH + CO2 -> K2CO3 + H2O}\]

Da die Kalilauge eine Base ist, geht sie mit Säuren eine Neutralisationsreaktion ein. So bilden sich bei der Reaktion mit Salzsäure (HCl) Kaliumchlorid (KCl) und Wasser:

    \[\ce{KOH + HCl -> KCl + H2O}\]

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Kalilauge herstellen

Im Labor kannst du die Lauge gewinnen, indem du Kaliumhydroxid in Wasser löst. Dabei solltest du sehr vorsichtig vorgehen, weil bei der Reaktion eine starke Wärmeentwicklung auftritt.

Eine andere Option, um Kalilauge herzustellen, ist die Reaktion von Kalium (K) mit Wasser. Dabei entsteht zunächst Kaliumhydroxid, das dann mit Wasser weiter zu Kalilauge reagiert:

    \[\ce{2 K + 2 H2O -> 2 KOH + H2}\]

Bei der Reaktion entwickeln sich weißer Rauch und Feuer!

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Kalium regiert mit Wasser

Früher wurde die Base durch Pottasche (K2CO3 in Wasser) und Calciumhydroxid (Ca(OH)2) hergestellt:

    \[\ce{K2CO3 + Ca(OH)2 -> 2 KOH + CaCO3}\]

Heutzutage enthält technische Kalilauge zu etwa 50% Kaliumhydroxid. Das wird mithilfe der Chloralkali-Elektrolyse gewonnen. 

Kalilauge Verwendung

Im Folgenden haben wir dir ein paar Beispiele aufgelistet, wofür Kalilauge verwendet wird:

  • Synthesestoff: In der chemischen Industrie wird KOH(aq) zur Herstellung von Kaliumseifen (Schmierseife) und Farbstoffen genutzt. Aber auch Kaliumsalze, wie Pottasche (Kaliumcarbonat, K2CO3), können mithilfe der Base produziert werden.
  • Abbeizmittel: Kalilauge eignet sich zum Abbeizen von Holz. Darunter verstehst du das Entfernen von z.B. Farbrückständen auf Holzmöbeln
  • Filmentwicklung: Früher wurde die Base häufig zur Entwicklung von Kamerafilmen verwendet.

Am häufigsten wird Kalilauge aber wohl zur Herstellung von Schmierseifen genutzt. Wie das genau funktioniert, erklären wir dir in unserem Video zur Verseifung!

Zum Video: Verseifung
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Kalilauge — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist KOH?
    Kaliumhydroxid (\text{KOH}) ist eine stark basische Verbindung aus Kalium, Sauerstoff und Wasserstoff. In Wasser gelöst nennt man die Lösung Kalilauge und schreibt \text{KOH}(\text{aq}).
  • Ist KOH eine Lauge?
    Kaliumhydroxid (\text{KOH}) ist Kaliumhydroxid, und als Lauge bezeichnet man normalerweise die wässrige Lösung davon, also Kalilauge. Festes Kaliumhydroxid ist eine Base, aber erst in Wasser gelöst zeigt es die typischen Laugen-Eigenschaften wie einen hohen \text{pH}-Wert.
  • Wofür verwendet man Kaliumhydroxid?
    Kaliumhydroxid (\text{KOH}) verwendet man in der Industrie vor allem zur Herstellung von Kaliumseifen (Schmierseife) und Farbstoffen. Außerdem kann es zur Produktion von Kaliumsalzen wie Pottasche (Kaliumcarbonat) dienen. Weitere Anwendungen sind Holz abbeizen und früher die Entwicklung von Kamerafilmen.
  • Welche Gefahren birgt KOH?
    Kaliumhydroxid (\text{KOH}) beziehungsweise Kalilauge ist stark ätzend und kann Haut und Augen schwer schädigen. Beim Lösen von Kaliumhydroxid in Wasser entsteht außerdem viel Wärme, wodurch es leichter zu Spritzern und Verätzungen kommen kann. Kalilauge ist dabei farblos, die Gefahr ist also nicht sofort sichtbar.

Laugen verstehen

Kalilauge gehört zu den Laugen und ist ein typisches Beispiel für eine stark basische Lösung in der Chemie. Wer sich mit Laugen beschäftigt, vergleicht ihre Eigenschaften, ihre Reaktionen mit Säuren und ihre Verwendung im Alltag und in der Industrie. So wird klar, warum basische Lösungen ätzend wirken und bei einer Neutralisation zusammen mit Säuren Salze und Wasser bilden. Im Chemiebereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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