Deine Charaktereigenschaften entscheiden darüber, wie weit du im Leben und auf der Karriereleiter kommst. Erfahre hier und im Video, welche Stärken in dir stecken und wie du sie im Vorstellungsgespräch optimal verkaufst!

Inhaltsübersicht

Was sind Charaktereigenschaften & warum sind sie wichtig?

Deine Charaktereigenschaften sind langanhaltende Merkmale deiner Persönlichkeit. Du kannst sie aber durch Erfahrung und Training weiterentwickeln. Charaktereigenschaften bestimmen, wie du denkst, fühlst und handelst. Bist du fleißig, arbeitest du Aufgaben konsequent ab — bist du gelassen, bleibst du auch unter Druck ruhig.

Solche Charaktereigenschaften sind vor allem im beruflichen Kontext wichtig. Gerade bei Bewerbungen achten Personaler und Recruiter darauf, ob deine Persönlichkeit zu den Anforderungen passt: Wer gewissenhaft ist, hält Deadlines zuverlässig ein. Wer teamfähig ist, hört aktiv zu und integriert andere Perspektiven.

Deshalb ist es wichtig, dass du die richtigen Eigenschaften in deinem Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch hervorhebst.

Welche positiven Charaktereigenschaften gibt es?

Oft fällt es schwer, die eigenen positiven Eigenschaften klar zu benennen, weil sie einem selbst total selbstverständlich vorkommen.

Damit du die nötige Inspiration für dein Profil findest, findest du hier eine Auswahl an positiven Charaktereigenschaften. Wir haben sie direkt mit einer kurzen Beschreibung ergänzt, damit du sie in deiner Bewerbung nicht nur als bloße Schlagworte nennst, sondern sie genauer erklären kannst.

  • Anpassungsfähig – du kannst dich schnell an neue Umstände gewöhnen
  • Aufgeweckt – du bist aufmerksam und geistig schnell
  • Bescheiden – du trittst nicht überheblich auf und stellst Teamleistung über Ego
  • Begeisterungsfähig – du kannst dich schnell für etwas motivieren und dafür kämpfen
  • Bodenständig – du bist realistisch und pragmatisch
  • Clever – du findest intelligente und effiziente Lösungen
  • Charakterstark – du stehst zu deinen Werten und Entscheidungen
  • Charmant – du gewinnst andere durch deine positive Ausstrahlung
  • Diszipliniert – du arbeitest strukturiert und konsequent
  • Diplomatisch – du löst Konflikte sachlich und respektvoll
  • Dynamisch – du bringst Energie und Tatkraft ein
  • Engagiert – du zeigst Einsatzbereitschaft über das Mindestmaß hinaus
  • Ehrlich – du kommunizierst offen und vertrauenswürdig
  • Einfallsreich – du entwickelst kreative Ideen und neue Wege
  • Fair – du behandelst andere gerecht und respektvoll
  • Fleißig – du arbeitest ausdauernd und gewissenhaft
  • Fürsorglich – du achtest auf das Wohl anderer
  • Geduldig – du bleibst bei Verzögerungen oder Herausforderungen ruhig
  • Gewissenhaft – du arbeitest sorgfältig und zuverlässig
  • Höflich – du begegnest anderen respektvoll
  • Hilfsbereit – du teilst Wissen und unterstützt andere
  • Harmonisch – du förderst ein positives Miteinander
  • Innovativ – du entwickelst neue Ansätze und Verbesserungen
  • Intelligent – du erfasst komplexe Zusammenhänge schnell
  • Integer – du handelst moralisch und verantwortungsvoll
  • Kommunikativ – du drückst Gedanken klar aus und hörst aktiv zu
  • Kreativ – du denkst originell und lösungsorientiert
  • Klug – du triffst durchdachte Entscheidungen
  • Leistungsstark – du erbringst konstant gute Ergebnisse
  • Loyal – du stehst zu Team und Unternehmen
  • Meinungsstark – du vertrittst deine Standpunkte klar und reflektiert
  • Mitfühlend – du erkennst und berücksichtigst Emotionen anderer
  • Mutig – du triffst auch unbequeme Entscheidungen
  • Nachsichtig – du verzeihst Fehler und bleibst gelassen
  • Nervenstark – du bleibst unter Druck ruhig und höflich
  • Niveauvoll – du trittst respektvoll und reflektiert auf
  • Originell – du entwickelst ungewöhnliche Ideen
  • Offen – du zeigst Interesse an Neuem und anderen Perspektiven
  • Organisiert – du strukturierst deine Aufgaben effizient
  • Positiv – du behältst eine konstruktive Grundhaltung
  • Pünktlich – du hältst Termine zuverlässig ein
  • Produktiv – du arbeitest effizient und zielgerichtet
  • Raffiniert – du findest durchdachte und geschickte Lösungen
  • Ruhig – du bleibst auch in stressigen Situationen gelassen
  • Respektvoll – du behandelst andere wertschätzend
  • Selbstbewusst – du kennst deine eigenen Stärken und trittst sicher auf
  • Sympathisch – du wirkst auf andere angenehm und vertrauenswürdig
  • Spontan – du reagierst flexibel auf neue Situationen
  • Tatkräftig – du packst Aufgaben aktiv an und zeigst Initiative
  • Tolerant – du akzeptierst unterschiedliche Meinungen
  • Teamfähig – du arbeitest kooperativ mit anderen
  • Unvoreingenommen – du bewertest Menschen und Situationen fair
  • Umsichtig – du denkst vorausschauend
  • Unkompliziert – du handelst pragmatisch und passt dich schnell an
  • Vielseitig – du kannst dich in verschiedene Aufgaben einarbeiten
  • Verständnisvoll – du zeigst Empathie
  • Vertrauenswürdig – du hältst Zusagen ein
  • Wissbegierig – du lernst gerne Neues
  • Weitblickend – du denkst strategisch und behältst die Auswirkungen im Blick
  • Zielbewusst – du verfolgst klare Ziele konsequent
  • Zuverlässig – du hältst Absprachen verbindlich ein
  • Zuversichtlich – du strahlst Optimismus aus
Wie erkennst du deine Charaktereigenschaften?

Um deine eigenen Charaktereigenschaften herauszufinden, kannst du dich im Alltag einmal selbst beobachten:

  • Kommunikationsstil: Achte darauf, wie du mit Mitmenschen kommunizierst oder wie du dich in eine Gruppe integrierst – bist du eher der Teamplayer oder blühst du als Einzelgänger auf
  • Verhaltensweisen: Denke an vergangene Stresssituationen und überlege, wie du unter Druck reagiert hast. Hier zeigen sich oft Kernkompetenzen wie Geduld oder Konfliktfähigkeit.
  • Feedback: Bitte zusätzlich Freunde, Familie oder Kollegen um ehrliches Feedback. Ein Abgleich zwischen Selbst- und Fremdbild hilft dir, deine Wirkung auf andere besser zu verstehen.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Warum solltest du deine Charaktereigenschaften kennen?

Wenn du deine Charaktereigenschaften kennst, hilft dir das bei deiner persönlichen Weiterentwicklung und deinem beruflichen Erfolg.

1. Du trittst authentischer und souveräner auf
Wenn du deine eigenen Stärken benennen kannst, wirkst du klarer und selbstbewusster. Statt allgemeiner Aussagen wie „Ich bin freundlich“ kannst du präziser formulieren, etwa: „Ich arbeite strukturiert, übernehme Verantwortung und bleibe auch unter Zeitdruck ruhig.“ Das wirkt reflektiert und hebt dich von Standardantworten ab, die Recruiter täglich hören.

2. Du bewirbst dich gezielter
Wenn du weißt, welche Eigenschaften dich auszeichnen, kannst du sie bewusst an die Stelle anpassen und in deiner Bewerbung ansprechen. Zum Beispiel:

  • Im Marketing sind Kreativität und Kommunikationsstärke gefragt.
  • Im Controlling eher Gewissenhaftigkeit und analytisches Denken.
  • In Führungspositionen zählen Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsstärke.

3. Du erkennst Entwicklungsfelder
Nicht nur deine Stärken sind wichtig. Auch deine Schwächen gehören zu dir. Wenn du dir aber deiner weniger hilfreichen Eigenschaften bewusst bist, kannst du gezielt daran arbeiten.

  • „Chaotisch“ kann durch bessere Planung zu „organisiert“ werden.
  • „Unsicher“ kann durch Vorbereitung zu „selbstbewusst“ wachsen
  • „Konfliktscheu“ kann durch Training zu „diplomatisch“ werden.
  • „Dickköpfig“ kann etwa zu „Durchsetzungsstärke“ werden, wenn Offenheit dazukommt.

An welchen eher negativen Eigenschaften du also arbeiten solltest, zeigen wir dir im Folgenden.

Negative Eigenschaften

Oft steckt hinter einer negativen Eigenschaft sogar ein positiver Kern: Wer etwa ungeduldig ist, treibt Projekte schnell voran, muss aber auf die nötige Sorgfalt achten. Nutze daher die folgende Liste als Inspiration, um deine Muster zu erkennen und sie später im Gespräch reflektiert zu präsentieren oder sogar mit passenden Gegenmaßnahmen weiterzuentwickeln.

  • Abweisend – du wirkst distanziert und schwer zugänglich
  • Ängstlich – du vermeidest Risiken oder Verantwortung
  • Besitzergreifend – du gibst ungern Aufgaben ab und kontrollierst stärker
  • Beeinflussbar – dir fällt es schwer, zu deinen Entscheidungen zu stehen
  • Chaotisch – du arbeitest oft durcheinander und verlierst schnell den Überblick
  • Dickköpfig – lehnt andere Perspektiven ab
  • Desinteressiert – du verlierst schnell das Interesse an Aufgaben
  • Eingebildet – du überschätzt manchmal deine Fähigkeiten
  • Einfallslos – dir fällt es schwer, neue Ideen zu entwickeln
  • Explosiv – du reagierst manchmal impulsiv und laut
  • Faul – du zeigst wenig Einsatzbereitschaft
  • Frech – du bist manchmal ungezogen gegenüber Anderen
  • Gierig – du handelst öfter eigennützig
  • Gewissenlos – du missachtest Regeln oder Verantwortung
  • Herablassend – du behandelst andere von oben herab
  • Hochnäsig – du wirkst übermäßig selbstbewusst
  • Irrational – du triffst impulsive und unlogische Entscheidungen
  • Intolerant – du kannst andere Meinungen nur schwer akzeptieren
  • Jähzornig – du verlierst schnell die Beherrschung
  • Jämmerlich – du wirkst wenig belastbar
  • Kampflustig – du suchst unnötige Auseinandersetzungen
  • Konfliktscheu – du meidest notwendige Konflikte
  • Launisch – deine Stimmung schwankt stark
  • Lügnerisch – du handelst unehrlich
  • Manipulierend – du beeinflusst andere unfair
  • Mutlos – du übernimmst ungern Verantwortung
  • Nachlässig – du arbeitest unsorgfältig
  • Negativ – du fokussierst dich stark auf Probleme
  • Oberflächlich – du gehst bei Aufgaben nicht in die Tiefe
  • Orientierungslos – du verlierst schnell den Überblick
  • Paranoid – du misstraust anderen Personen oder Meinungen
  • Perfektionistisch – du verlierst dich in Details
  • Rechthaberisch – du beharrst starr auf eigener Meinung
  • Respektlos – du überschreitest oft Grenzen
  • Schwerfällig – du reagierst langsam auf Veränderungen
  • Stur – du blockierst neue Ansätze und Ideen
  • Taktlos – du verletzt andere durch unsensible Aussagen
  • Trotzig – du reagierst kindlich auf Kritik
  • Unehrlich – du sagst nicht die Wahrheit
  • Unsicher – du zweifelst stark an dir selbst
  • Undiszipliniert – du hältst Vorgaben nicht immer konsequent ein
  • Verantwortungslos – du übernimmst keine Rechenschaft
  • Verwöhnt – du erwartest Sonderbehandlung
  • Willkürlich – du entscheidest ohne klare Kriterien
  • Willensschwach – du kannst dich nur schwer durchsetzen
  • Ziellos – du verfolgst keine klaren Ziele
  • Zögerlich – du tust dich schwer, Entscheidungen zu treffen

Charaktereigenschaften präsentieren — die STAR-Methode

Deine Eigenschaften wirken in Bewerbungen nur dann überzeugend, wenn du sie konkret belegen kannst. „Ich bin teamfähig, belastbar und zuverlässig.“ liest jeder Recruiter mehrmals am Tag. Entscheidend ist deshalb der Nachweis.

Dafür kannst du die STAR-Methode nutzen. Sie hilft dir, deine Eigenschaften in eine kurze, strukturierte Mini-Story zu verpacken. So wird aus einer Behauptung ein Beleg:

S – Situation: In welchem Kontext befandest du dich?
T – Task (Aufgabe): Welche Herausforderung lag vor?
A – Action (Handlung): Was hast du konkret getan?
R – Result (Ergebnis): Was kam dabei heraus?

➡️ Beispiel im Bewerbungsgespräch

Angenommene Eigenschaft: Belastbarkeit
„In einer besonders intensiven Projektphase kurz vor einem Produktlaunch (Situation) musste ich zusätzlich zur normalen Arbeitslast zwei ausgefallene Kollegen vertreten (Task). Ich habe die Aufgaben priorisiert, tägliche Status-Updates eingeführt und klare Zeitfenster für konzentriertes Arbeiten definiert (Action). Dadurch konnten wir den Launch planmäßig ohne Qualitätsverluste durchführen und erhielten sehr positives Kundenfeedback (Result).“

Auch im Lebenslauf kannst du deine Charaktereigenschaften konkreter beweisen, statt sie nur aufzuzählen. Das kann zum Beispiel so aussehen:

➡️ Beispiel im Lebenslauf

Angenommene Eigenschaft: Teamfähigkeit
Statt nur zu schreiben: Teamfähig
Formulierst du ergebnisorientiert: Koordination eines 6-köpfigen Projektteams zur Einführung eines neuen CRM-Systems

Die richtigen Eigenschaften auswählen

Neben der Art und Weise, wie du deine Charaktereigenschaften präsentierst, ist auch wichtig, welche du nennst. Und hierbei gilt: Weniger ist mehr. Wähle drei bis fünf Eigenschaften, die wirklich zu dir passen und die für die Stelle relevant sind.

Dabei kannst du dir die Stellenanzeige zur Hilfe ziehen oder einen Blick auf die Unternehmens-Website werfen:

  • Welche Eigenschaften werden in der Stellenanzeige ausdrücklich genannt?
  • Welche Anforderungen der Anzeige deuten indirekt auf bestimmte Charakterzüge hin? („Eigenverantwortliches Arbeiten“ steht für Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit)
  • Betont das Unternehmen Innovation? Kreativität, Offenheit
  • Legt es Wert auf Stabilität und Qualität? Gewissenhaftigkeit, Struktur

Charaktereigenschaften nach Branche

HR-Studien zeigen immer wieder ähnliche Muster: Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit zählen branchenübergreifend zu den meistgesuchten Eigenschaften.

Aber nur weil etwas häufig gefragt ist, heißt das nicht automatisch, dass es dein stärkstes Verkaufsargument ist. Was in einem Bereich als Stärke gilt, kann in einem anderen hinderlich sein. Deshalb solltest du deine Charaktereigenschaften auch nach der Branche richten. Welche Eigenschaften in typischen Branchen gern und ungern gesehen sind, findest du hier im Überblick:

Büro/ Verwaltung/ Projektmanagement

Besonders positiv Eher kritisch
  • gewissenhaft
  • organisiert
  • zuverlässig
  • analytisch
  • diskret
  • chaotisch
  • konfliktscheu
  • leicht ablenkbar
  • unflexibel

Technik / IT

Besonders positiv Eher kritisch
  • problemlösungsorientiert
  • strukturiert
  • geduldig
  • lernbereit
  • präzise
  • unkommunikativ
  • starr
  • oberflächlich
  • zurückgezogen
  • schnell frustriert

Verkauf / Vertrieb

Besonders positiv Eher kritisch
  • kommunikativ
  • überzeugend
  • belastbar
  • empathisch
  • harmoniebedürftig
  • unsicher
  • schnell entmutigt
  • zurückhaltend

Soziales / Pflege / Pädagogik

Besonders positiv Eher kritisch
  • geduldig
  • verantwortungsbewusst
  • fürsorglich
  • respektvoll
  • belastbar
  • empfindlich/ emotional
  • schnell überfordert
  • distanziert

Wie entstehen Charaktereigenschaften?

Charaktereigenschaften fallen nicht vom Himmel. Sie entwickeln sich aus dem Zusammenspiel von Genetik und Umwelt. Bereits ca. 40–50 % deiner Neigungen und Veranlagungen sind durch deine Gene vorbestimmt. Das betrifft unter anderem die emotionale Reizbarkeit, Grundoptimismus oder Skepsis, Introversion oder Extraversion. Diese Veranlagungen bilden eine Art „Startpunkt“ für deinen Charakter, aber sie sind kein festes Schicksal.

Ein weiterer großer Anteil (etwa 30 %) entsteht in deiner frühen Kindheit. Bezugspersonen, Erziehung, soziale Erfahrungen und prägende Erlebnisse formen, wie du mit Emotionen, Verantwortung oder Konflikten umgehst. Die Charaktereigenschaften, die du als Kind erworben hast, ziehen sich deshalb oft durch dein ganzes Leben. Sie sind tief in deinem Charakter verankert und werden über Jahre hinweg geformt.

Charaktereigenschaften Entstehung_V01
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Charaktereigenschaften Entstehung_V01

Die restlichen 20–30 % deines Charakters bilden sich im Erwachsenenalter. Typische Einflussfaktoren sind berufliche Verantwortung, neue Rollen (z. B. Führungskraft, Elternschaft), Erfolgserlebnisse oder Krisen. Dabei bildet sich dein Charakter aber nicht komplett neu. Deine bestehenden Veranlagungen verschieben sich nur leicht. Wenn du zum Beispiel eher zurückhaltend bist, wirst du nicht plötzlich zum geborenen Entertainer. Du kannst aber gelernt haben, in bestimmten Situationen souveräner aufzutreten oder dich klarer zu positionieren.

Charaktereigenschaften Modell — Big Five

Um deinen Charakter besser einzuordnen, stößt du früher oder später auf das Persönlichkeitsmodell „Big Five“. Dieses Modell gehört zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Persönlichkeitskonzepten weltweit. Aus Tausenden von Eigenschaften filterten Forscher fünf übergeordnete Dimensionen heraus. Das sind:

  1. Offenheit für Erfahrungen
  2. Gewissenhaftigkeit
  3. Extraversion
  4. Verträglichkeit
  5. Neurotizismus (emotionale Labilität vs. Stabilität)

Anhand dieser 5 Dimensionen lässt sich der Charakter von jedem Menschen beschreiben — so auch deiner.

Warum sind die Big Five im Berufsleben so relevant?

Im HR-Bereich werden die Big Five häufig genutzt, um beruflichen Erfolg oder Teamfit vorherzusagen. Viele Persönlichkeitstests im Bewerbungsprozess basieren direkt oder indirekt auf diesem Modell.

Besonders relevant ist die Dimension „Gewissenhaftigkeit“. Denn sie soll am zuverlässigsten den beruflichen Erfolg einer Person vorhersagen können. Personaler achten daher auf Eigenschaften wie:

  • zuverlässig,
  • organisiert,
  • strukturiert,
  • verantwortungsbewusst,
  • diszipliniert

Wenn du die in deiner Bewerbung oder deinem Lebenslauf betonst, dann hast du in sehr vielen Jobs einen Vorteil — ganz egal, ob im Büro, in der Technik, in der Pflege oder im Management.

Das bedeutet nicht, dass andere Faktoren unwichtig sind, sondern dass Gewissenhaftigkeit branchenübergreifend ein stabiler Erfolgsfaktor ist.

So entwickelst du neue Charaktereigenschaften — Tipps & Methoden

Möchtest du deine Charaktereigenschaften ändern oder weiterentwickeln, gibt es einige Wege dafür. Oft findet eine Persönlichkeitsentwicklung vor allem unter folgenden Umständen statt:

Neue Herausforderungen annehmen
Neue Hobbys oder Aufgaben bringen dich aus deiner Komfortzone — und genau dort entsteht Entwicklung. Wenn du z. B. teamfähiger oder durchsetzungsstärker werden willst, helfen Gruppenaktivitäten oder Mannschaftssport. Wer Führungsverantwortung üben möchte, kann im Verein oder bei der nächsten Familienfeier freiwillig die Organisation übernehmen.

Prägende Erfahrungen bewusst nutzen
Veränderung passiert oft automatisch — etwa durch veränderte Lebensbedingungen. Entscheidend ist, wie du diese Erfahrungen nutzt. Ein neuer Job zwingt dich zum Beispiel automatisch dazu, dich anzupassen: neue Prozesse, neue Kollegen, neue Erwartungen. Genau hier liegt die Chance. Löse beispielsweise Probleme zunächst eigenständig, bevor du Hilfe einholst, um deine Selbstständigkeit zu trainieren. Oder sieh die Einarbeitungsphase nicht als Stressproblem, sondern als Trainingsfeld für Struktur und Priorisierung — das erhöht deine Belastbarkeit.

Klare Ziele setzen
Charakterentwicklung passiert gezielter, wenn du weißt, wohin du willst. Wenn du eine Führungsrolle anstrebst, brauchst du z. B. Entscheidungsstärke und Kommunikationsfähigkeit. Wer im Vertrieb arbeiten möchte, sollte an Durchhaltevermögen und Überzeugungskraft arbeiten. Setze dir dafür ein Entwicklungsziel für 3 Monate (z. B. „klarer kommunizieren“). Bitte bewusst um Aufgaben, die diese Eigenschaft fördern, oder suche dir selbst passende Herausforderungen. Du könntest beispielsweise mehr Kundengespräche führen oder deine Meinung offener kommunizieren.

Feedback aktiv einholen
Deine Charaktereigenschaften zeigen sich im Verhalten und Verhalten wirkt auf andere. Deshalb ist ehrliches Feedback einer der effektivsten Wege, dich weiterzuentwickeln. Gerade im beruflichen Kontext bekommst du wertvolle Hinweise darauf, wie du wahrgenommen wirst.

Bitte zum Beispiel Kollegen oder Vorgesetzte gezielt um Rückmeldung:

  • „Wie wirke ich in stressigen Situationen?“
  • „Wo könnte ich strukturierter auftreten?“

Frage auch nach konkreten Beispielen statt nach allgemeinen Einschätzungen. Wiederhole schließlich die Rückfrage nach einigen Wochen, um deinen Fortschritt zu prüfen.

Schwächen Vorstellungsgespräch

Am schwierigsten ist es natürlich, mit deinen negativen Charaktereigenschaften und Schwächen umzugehen — und genau danach fragen Personaler im Vorstellungsgespräch. Wie du die in der Situation beschreiben kannst, zeigen wir dir hier im Video!

Zum Video: Schwächen Vorstellungsgespräch
Zum Video: Schwächen Vorstellungsgespräch

Schwächen Vorstellungsgespräch

Am schwierigsten ist es natürlich, mit deinen negativen Charaktereigenschaften und Schwächen umzugehen — und genau danach fragen Personaler im Vorstellungsgespräch. Wie du die in der Situation beschreiben kannst, zeigen wir dir hier im Video!

Zum Video: Schwächen Vorstellungsgespräch
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