In diesem Artikel dreht sich alles um Laplace. Von der Laplace Wahrscheinlichkeit bis hin zum Laplace Würfel wird dir alles zu Laplace Experimenten erklärt.
Du möchtest wissen: Was ist ein Laplace Experiment? In unsrem Video erfährst du bequem und einfach was genau es bedeutet, wenn einem Zufallsexperiment die Laplace Bedingung zugrunde liegt.
Laplace Experiment Definition
Ein Laplace Experiment ist ein Zufallsexperiment, bei dem alle elementaren Ergebnisse die selbe Wahrscheinlichkeit haben. Die dazugehörige Laplace Wahrscheinlichkeit wird mit der Laplace Formel berechnet, welche sich durch die Division der Anzahl des Ereignisses durch alle möglichen Ergebnisse ergibt.
Laplace Experiment Erklärung
Generell unterscheidet man in der Statistik unterscheidet verschiedene Spezialfälle von Wahrscheinlichkeiten. Einer dieser Sonderfälle ist die Laplace Wahrscheinlichkeit. Diese liegt den dazugehörigen Laplace Experimenten zugrunde und setzt voraus, dass alle elementaren Ergebnisse des Zufallsexperimentes die gleiche Wahrscheinlichkeit haben. Einfach gesagt, muss jedes mögliches Szenario gleich wahrscheinlich sein, damit von Laplace die Rede sein kann.
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Laplace Experiment Beispiele
Das gängigste Beispiel für einen Laplace Versuch ist das Werfen eines ungezinkten Würfels. Ungezinkt bedeutet, dass dieser nicht manipuliert ist und, dass alle sechs Seiten mit gleicher Wahrscheinlichkeit gewürfelt werden. Bei einem Laplace Würfel fällt die 1 also genau gleich oft wie die 6, wenn man unendlich oft würfeln würde. Weitere Beispiele sind das Werfen einer Münze oder das drehen an einem Glücksrad. Die Wahrscheinlichkeit Kopf oder Zahl zu werfen beträgt dann nämlich jeweils genau 50%. Bei dem letzteren Beispiel muss zusätzlich beachten werden, dass alle möglichen Felder gleich häufig vorkommen müssen, damit die Laplace Bedingung erfüllt ist.
Laplace Wahrscheinlichkeit
Du weist jetzt, dass jedem Laplace Experiment die Laplace Wahrscheinlichkeit zugrunde liegt. Die Bedingung, dass alle Versuchsausgänge gleich wahrscheinlich sind muss also erfüllt sein. Aber woher weiß man, ob diese Grundbedingung gegeben ist oder nicht?
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Kein Laplace Experiment?
Wenn du also die Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis bestimmen sollst, prüfe zunächst ob es sich bei dem Zufallsexperiment überhaupt um einen Laplace Versuch handelt oder nicht. Hier spricht man auch vom sogenannten Elementarereignis ω, also einem Ereignis, für das die Eintrittswahrscheinlichkeit immer gleich hoch ist. Es gilt:

ist die Menge aller möglichen Ereignisse, die eintreten können. Ein Zufallsexperiment umfasst also genau so viele Elementarereignisse und die Summe ihrer Wahrscheinlichkeiten beträgt 1.
Laplace Formel
Allgemein ist die Wahrscheinlichkeit in einem Laplace Experiment für ein Ereignis A durch die Laplace Formel wie folgt definiert:
Dabei bezeichnet
die Anzahl der Elemente des Ereignisses A, und
die Ergebnismenge
.
Laplace Würfel
Du sollst die Wahrscheinlichkeit berechnen, mit einem sechsseitigen Laplace Würfel die Zahl 3 zu würfeln. Da der Würfel nur eine Seite mit der Augenzahl 3 hat gilt
. Da der Würfel insgesamt 6 Seiten hat, enthält die Ergebnismenge sechs Elemente – es gilt also
. Wenn wir das nun in unsere Formel einsetzen erhalten wir folgendes:
Laplace Experiment Beispiel: Roulette
Etwas komplizierter wird es, wenn wir anstelle eines Würfels ein Roulette Spiel betrachten. Da auch hier jedes Ergebnis gleich wahrscheinlich ist, handelt es sich wieder um ein Laplace Experiment. Diesmal sollst du die Wahrscheinlichkeit berechnen, eine rote Zahl zu erhalten. Dazu musst du wissen, dass es beim Roulettespiel insgesamt 37 mögliche Ergebnisse gibt. Davon sind 18 Zahlen schwarz, 18 rot und die Zahl 0 ist farblos. Es gilt also
und
.
Die Wahrscheinlichkeit eine rote Zahl zu würfeln liegt also bei ungefähr 49%.
Das war auch schon alles Wichtige ! Zur Wiederholung hier nochmal die zentrale Formel:
Wahrscheinlichkeitsrechnung
Neben dem Laplace Experiment gibt es noch andere Zufallsexperimente. Wie du dann die Wahrscheinlichkeit berechnest, erfährst du hier!
Laplace Experiment — häufigste Fragen
(ausklappen)
Laplace Experiment — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Was ist ein Laplace-Versuch?Ein Laplace-Versuch ist ein Zufallsexperiment, bei dem alle möglichen Einzelergebnisse gleich wahrscheinlich sind. Beim fairen Würfel sind die Zahlen 1 bis 6 gleich wahrscheinlich, und bei einer fairen Münze sind „Kopf“ und „Zahl“ gleich wahrscheinlich.
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Was ist die Wahrscheinlichkeit von A nach dem Laplace-Prinzip?Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses A nach dem Laplace-Prinzip berechnet man mit
. Dabei ist
alle möglichen Ausgänge und
zählt, wie viele dieser Ausgänge zu A gehören, zum Beispiel „rot“ beim Roulette.
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Wie bestimmt man bei einer Laplace-Aufgabe die Anzahl der günstigen und der möglichen Ergebnisse?Die Anzahl der möglichen Ergebnisse bestimmt man, indem man alle unterschiedlichen Ausgänge des Experiments aufzählt, und die günstigen Ergebnisse sind genau die Ausgänge, die zum gesuchten Ereignis passen. Zum Beispiel beim fairen Würfel und
sind günstig
also
und möglich
also
.
-
Was ist kein Laplace-Experiment?Kein Laplace-Experiment ist ein Zufallsexperiment, bei dem nicht alle Einzelergebnisse gleich wahrscheinlich sind. Ein gezinkter Würfel ist zum Beispiel kein Laplace-Experiment, weil manche Zahlen häufiger kommen als andere, und ein Glücksrad mit unterschiedlich großen Feldern erfüllt die Bedingung ebenfalls nicht.
Wahrscheinlichkeitsrechnung verstehen
Ein Laplace Experiment ist ein typischer Fall aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Du rechnest mit Brüchen und Prozenten aus, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist. So erkennst du, welche Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind und wann eine einfache Rechnung ausreicht. Weitere Videos dazu findest du in unserem Statistikbereich.