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Was sind Stakeholder? Das erklären wir dir hier und im Video!

Inhaltsübersicht

Was sind Stakeholder?

Stakeholder sind alle Personen oder Gruppen, die ein Interesse an einem Unternehmen oder einem Projekt haben. Entweder werden sie davon beeinflusst oder sie können es selbst beeinflussen. Zu den Stakeholdern gehören zum Beispiel Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten oder Investoren.

In einer Bibliothek gehören beispielsweise die Mitarbeitenden — wie Bibliothekare — zu den Stakeholdern. Auch die Nutzer — etwa Schüler und Studierende — haben ein Interesse am Erfolg und Angebot der Bibliothek. Weitere Stakeholder sind die Lieferanten sowie öffentliche Förderer oder Stiftungen.

Stakeholder spielen eine zentrale Rolle für den Erfolg eines Unternehmens, denn sie gestalten es durch ihre Interessen und Erwartungen mit. Das kann Unternehmen vor Herausforderungen stellen, da die Interessen der Stakeholder oft unterschiedlich und sogar widersprüchlich sind. Hier gilt es, die Bedürfnisse der Stakeholder mit den eigenen Unternehmenszielen in Einklang zu bringen und so einen sinnvollen Kompromiss zu finden.

Stakeholder Definition

Als Stakeholder (auch Anspruchsgruppen genannt) bezeichnest du alle Personen, die an einem Projektausgang interessiert sind und die durch die Aktivitäten eines Unternehmens direkt oder indirekt betroffen sind. Sie haben folglich Interesse am oder Ansprüche an Unternehmen.

Arten von Stakeholdern

In der Wirtschaft unterscheidest du zwischen internen und externen Stakeholdern.

  • Interne Stakeholder: Das sind Personen oder Gruppen, die direkt im Unternehmen arbeiten und dessen Entwicklung stark beeinflussen. In einer Bibliothek sind das zum Beispiel Bibliothekare und Verwaltungskräfte. Sie organisieren den Betrieb und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
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Arten von Stakeholdern
  • Externe Stakeholder: Diese Gruppen gehören zwar nicht zum Unternehmen, haben aber dennoch ein großes Interesse daran. Bei unserem Beispiel gehören dazu die Nutzer, also Schüler und Studierende. Genau wie Lieferanten, die die Bibliothek mit neuen Büchern und Medien versorgen, oder Förderer und Stiftungen, die finanziell die Bibliothek unterstützen.
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Primäre und sekundäre Stakeholder

Neben der Unterteilung in interne und externe Stakeholder gibt es noch primäre und sekundäre Stakeholder.

  • Primäre Stakeholder: Einflussreiche Beteiligte, die oft einen besonders starken Einfluss haben und regelmäßig in Kontakt mit dem Unternehmen stehen. In der Bibliothek gehören dazu zum Beispiel die regelmäßigen Besucher und öffentliche Förderer, die den Betrieb finanziell sichern.
        
  • Sekundäre Stakeholder: Personen und Gruppen, die indirekt beteiligt sind und weniger Einfluss auf das Unternehmen haben. Dazu gehört beispielsweise die allgemeine Öffentlichkeit, die von den Bildungs- und Kulturangeboten der Bibliothek profitiert, auch wenn sie die Bibliothek nicht regelmäßig besucht.

Doch nicht nur die Stakeholder haben Interesse am Bestehen des Unternehmens — auch ein Unternehmen möchte seine Stakeholder halten.

Stakeholder-Ansatz

Der Stakeholder-Ansatz hilft Unternehmen, die Erwartungen und Bedürfnisse ihrer Stakeholder zu erkennen und in ihre Strategie zu integrieren. Dabei richtet das Unternehmen seine Ziele und Maßnahmen gezielt so aus, dass es die Interessen der wichtigsten Stakeholder berücksichtigt und erfüllt.

Als Unternehmer suchst du also nach Möglichkeiten, diese Ansprüche mit deinen eigenen Zielen in Einklang zu bringen und so langfristig erfolgreich zu sein.

Um diesen Ansatz umzusetzen, stellst du dir als Unternehmen gezielte Fragen, die dir helfen, die wichtigsten Stakeholder zu identifizieren und ihre Erwartungen besser zu verstehen. Hier sind Beispiele für Fragen, die du dir stellen kannst:

  • Welche Wünsche haben die Kunden, und wie kannst du diese erfüllen?
  • Was erwarten deine Mitarbeitenden, und wie schaffst du ein gutes Arbeitsumfeld?
  • Wie stehen staatliche Behörden oder Aufsichtsorgane zum Unternehmen, und welche gesetzlichen Anforderungen sind zu beachten?
  • Wie nimmst du die Sicht der Öffentlichkeit wahr, und was sagen die Menschen über dein Unternehmen?
  • Wie wirken sich deine Entscheidungen auf Lieferanten aus, und wie sicherst du zuverlässige Partnerschaften?

Übrigens: Die Umsetzung des Stakeholder-Ansatzes wird als Stakeholder-Management bezeichnet. Ziel davon ist es, die Interessen der Stakeholder mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen, um Konflikte zu vermeiden und den Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Risiken beim Stakeholder-Management

Wenn du als Unternehmen die Erwartungen deiner Stakeholder ignorierst, kann das gravierende Folgen haben: Kunden könnten abwandern, das Image in der Öffentlichkeit Schaden nehmen oder Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Besonders kritisch wird es, wenn rechtliche Anforderungen nicht erfüllt werden, was zu negativen Reaktionen und Vertrauensverlust führen kann.

Natürlich ist es nicht immer möglich, alle Interessen vollständig zu erfüllen, da sie oft unterschiedlich und sogar widersprüchlich sein können. Eine präzise Analyse zeigt dir jedoch, wo du potenzielle Gefahren abwenden kannst und wie du das Potenzial deines Unternehmens bestmöglich ausschöpfst.

Tipp: Eine weitere Methode, um Stakeholder effektiv zu analysieren, ist die PESTEL-Analyse. Wie du mit ihr wichtige Stakeholder identifizieren und ihre Einflüsse besser verstehen kannst, zeigen wir dir hier.

Unterschied zwischen Stakeholdern und Shareholdern

Du weißt bereits, dass Stakeholder alle Personen oder Gruppen sind, die von den Entscheidungen eines Unternehmens betroffen sind — also zum Beispiel Mitarbeitende, Kunden oder Lieferanten. Ihre Interessen gehen oft über finanzielle Aspekte hinaus und beinhalten auch soziale und ethische Erwartungen.

Shareholder hingegen sind die Aktionäre, die Anteile am Unternehmen besitzen. Ihr Fokus liegt auf finanziellen Zielen — zum Beispiel, dass das Unternehmen hohe Renditen oder Gewinne abwirft. Sie haben zudem besondere Rechte, etwa das Stimmrecht auf Hauptversammlungen, um ihre Interessen direkt in die Unternehmensplanung einzubringen. Stakeholder hingegen setzen oft auf indirektere Wege, wie Feedback oder öffentliche Meinungsäußerungen, um Einfluss zu nehmen.

Wenn du ein Unternehmen führst, ist es entscheidend, dass du sowohl die Erwartungen deiner Shareholder als auch die deiner Stakeholder berücksichtigst. Nur so schaffst du eine Balance, die langfristigen Erfolg und Zufriedenheit für beide Seiten ermöglicht.

Tipp: Für noch mehr Informationen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Shareholdern und Stakeholdern schau einfach hier vorbei!

Stakeholderanalyse

Natürlich solltest du nicht nur wissen, was die Stakeholder eines Unternehmens sind, sondern auch eine Stakeholderanalyse durchführen können. Wie das geht, zeigen wir dir hier!

Zum Video: Stakeholderanalyse
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Stakeholder — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist eine Stakeholderanalyse?
    Eine Stakeholderanalyse ist eine systematische Untersuchung, welche Personen oder Gruppen ein Interesse an einem Unternehmen oder Projekt haben und wie stark sie betroffen sind oder Einfluss nehmen können. Dafür identifiziert man die Stakeholder, ordnet ihre Erwartungen und ihren Einfluss ein und priorisiert sie für die weitere Planung.
  • Was sind externe Stakeholder?
    Externe Stakeholder sind Personen oder Gruppen, die nicht im Unternehmen arbeiten, aber trotzdem ein Interesse am Unternehmen oder Projekt haben oder davon betroffen sind. Dazu zählen zum Beispiel Kunden, Lieferanten, öffentliche Förderer oder Stiftungen, weil sie Entscheidungen mit beeinflussen können oder die Folgen mittragen.
  • Was ist der Unterschied zwischen primären und sekundären Stakeholdern?
    Primäre Stakeholder stehen meist regelmäßig in Kontakt mit dem Unternehmen und haben oft einen besonders starken Einfluss auf den Erfolg. Sekundäre Stakeholder sind eher indirekt beteiligt und haben normalerweise weniger Einfluss. Primär können zum Beispiel regelmäßige Nutzer sein, sekundär eher die allgemeine Öffentlichkeit.
  • Wer sind die wichtigsten Stakeholder?
    Die wichtigsten Stakeholder sind die Personen oder Gruppen, die den größten Einfluss auf ein Unternehmen oder Projekt haben oder am stärksten von Entscheidungen betroffen sind. Welche das sind, hängt vom konkreten Fall ab, häufig gehören Mitarbeitende, Kunden, Investoren, wichtige Lieferanten oder staatliche Stellen dazu.

Unternehmensziele verstehen

Stakeholder gehören zu den wichtigsten Themen, wenn es um Unternehmensziele geht. Wer sich mit Unternehmenszielen beschäftigt, ordnet Interessen im Unternehmen und im Umfeld und vergleicht, welche Ziele sich unterstützen oder widersprechen. So erkennst du, warum ein Unternehmen oft mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt und warum Kompromisse dabei normal sind. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.