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Was Laugen sind, welche Eigenschaften sie haben und was sie von Basen unterscheidet, erfährst du in unserem Video oder in diesem Beitrag!

Inhaltsübersicht

Was sind Laugen?

Laugen sind alkalische, wässrige Lösungen und zählen als eine Unterkategorie der Basen. Sie haben einen pH-Wert über 7 und können mit verschiedenen Indikatorlösungen nachgewiesen werden. Bei einem Universalindikator färben sie sich beispielsweise blau.

Laugen haben verschiedene Eigenschaften und Anwendungen. So können sie zum Beispiel ätzend sein und Haut- und Augenreizungen verursachen. In der Industrie werden Laugen in verschiedenen Prozessen verwendet, wie z. B. bei der Herstellung von Seifen, Papier, Textilien und Lebensmitteln. Sie können auch zur Neutralisierung von Säuren eingesetzt werden.

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Laugen auf der pH-Wert Skala

Laugen enthalten Hydroxidionen (OH). Diese verleihen der Lösung ihre basischen Eigenschaften. Deshalb nennst du eine Lauge auch eine alkalische Lösung.

Wichtig: Laugen sind immer wässrige Lösungen. So heißt NaOH im ungelösten Zustand Natriumhydroxid und zählt noch zu den Basen. Erst wenn es in Wasser gelöst ist, bezeichnest du die Lösung als Natronlauge.

Lauge – Definition

Eine Lauge ist eine wässrige Lösung eines Hydroxids. Das bedeutet, dass ein Hydroxid in Wasser gelöst wird, wobei Hydroxid-Ionen (OH) freigesetzt werden. Laugen sind Unterkategorien von Basen und haben somit alkalische Eigenschaften. Eine bekanntes Beispiel ist Natronlauge (NaOH).

Laugen und Basen – Unterschied

Basen und Laugen sind zwei Begriffe, die in der Chemie und im Alltag oft synonym verwendet werden. Das war auch früher so:

Der Wissenschaftler Arrhenius legte 1887 erstmals den Begriff einer Base fest: Basen sind Substanzen, die in wässriger Lösung Hydroxidionen (OH⁻) freisetzen. Ein Beispiel für eine Arrhenius-Base ist Natriumhydroxid (NaOH), das sich in Wasser löst und Hydroxidionen erzeugt:

NaOH -> Na⁺ + OH⁻

Der Arrhenius-Begriff von Basen basiert also auf der Freisetzung von Hydroxidionen in einer wässrigen Lösung. Demnach definierten Basen und Laugen damals ein und denselben Begriff.

Allerdings fiel dem Wissenschaftler Brönsted auf, dass es auch Stoffe gibt, die basische Eigenschaften haben, obwohl sie selbst keine Hydroxidionen freisetzen. Dazu gehört z. B. Ammoniak:

NH3 + H+-> NH4+

Deshalb änderte Brönsted die Definition der Basen.

Er stellte fest, dass Basen chemische Verbindungen sind, die Protonen (H⁺-Ionen) aufnehmen können. Das macht sie zu Protonenakzeptoren. Sie sind charakterisiert durch einen pH-Wert  über 7. Basen können entweder in wässriger Lösung oder als feste Substanzen vorliegen. Beispiele für Basen sind Natriumhydroxid (NaOH) im festen Zustand und das gasförmige oder flüssige Ammoniak (NH3).

Laugen sind also nur eine Untergruppe der Basen und beziehen sich speziell auf wässrige Lösungen. Deshalb kannst du sagen, dass eine Lauge eine wässrige Lösung eines Hydroxids ist. Ein Beispiel für eine Lauge ist die Natronlauge, also Natriumhydroxid in Wasser gelöst.

Hydroxide in wässriger Lösung

Hydroxide sind salzähnliche Stoffe, die mit Hydroxidionen (OH) und einem Laugenmetall eine Gitterstruktur formen. Das Laugenmetall ist oft ein Alkalimetall wie Natrium oder Kalium. Wird das Hydroxid in Wasser gegeben, löst sich die Gitterstruktur und es entstehen positive Metallionen und negative Hydroxidionen. Es entsteht eine Lauge.

Fazit: Zusammenfassend kannst du sagen, dass alle Laugen eine Base, aber nicht alle Basen unbedingt eine Lauge sind.

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Eigenschaften

Auch wenn Laugen und Basen nicht immer das Gleiche sind, haben beide Stoffarten sehr ähnliche Eigenschaften. Diese findest du hier aufgelistet:

  1. Basizität: Laugen sind basisch und haben die Fähigkeit, Protonen (H⁺-Ionen) aufzunehmen. Sie reagieren daher mit Säuren, um Salze und Wasser zu bilden.
     
  2. pH-Wert: Eine alkalische Lösung hat einen pH-Wert größer als 7. Der Wert entsteht durch die Konzentration der Hydroxid-Ionen (OH⁻).
     
  3. Ätzendes Verhalten: Viele Laugen sind ätzend und können Haut, Augen und andere Gewebe schädigen. Beim Gebrauch ist also Vorsicht geboten!
     
  4. Seifenbildung: Laugen spielen eine wichtige Rolle in der Seifenherstellung. Durch die Reaktion mit Fettsäuren entstehen Seifenmoleküle.
     
  5. Leitfähigkeit: Da Laugen in der Regel Salze sind, können sie durch ihre Ionen in wässriger Lösung elektrischen Strom leiten.
     
  6. Löslichkeit: Viele Laugen sind gut in Wasser löslich, was ihre Verwendung in verschiedenen Anwendungen erleichtert.

Laugen — Beispiele

Hier findest du die bekanntesten Laugen, die teilweise auch im Alltag verwendet werden:

  1. Natriumhydroxid (NaOH): Das ist eine der bekanntesten und häufig verwendeten Laugen. Es wird auch als Ätznatron oder Natronlauge bezeichnet. Das findest du z. B. im Rohrreiniger, aber auch auf der Brezel.
     
  2. Kaliumhydroxid (KOH): Auch als Kalilauge bekannt, wird es oft in der industriellen Herstellung von Seifen und Reinigungsmitteln verwendet.
     
  3. Calciumhydroxid (Ca(OH)₂): Bekannt als gelöschter Kalk oder Kalkwasser, kommt es in der Bauindustrie zur Herstellung von Mörtel und Kalkfarbe zum Einsatz.
     
  4. Magnesiumhydroxid (Mg(OH)₂): Wird häufig als Antazidum verwendet, um Sodbrennen und Verdauungsstörungen zu behandeln.

Säuren

Jetzt kennst du den Unterschied zwischen Laugen und Basen. Das Gegenstück zu den beiden Stoffgruppen sind die Säuren . Schau dir jetzt unser Video zu dem Thema an, um auch hier den vollen Durchblick zu bekommen!

Zum Video: Säure
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Laugen — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Unterschied zwischen basisch und alkalisch?
    Zwischen „basisch“ und „alkalisch“ gibt es im Schulkontext meist keinen Unterschied, weil beide Wörter eine Lösung mit \text{pH}-Wert über 7 meinen. „Alkalisch“ wird oft einfach als anderes Wort für „basisch“ verwendet, besonders bei wässrigen Lösungen wie Laugen.
  • Warum ist nicht jede alkalische Lösung eine Lauge?
    Nicht jede „alkalische Lösung“ ist eine „Lauge“, weil eine „Lauge“ genauer eine wässrige Lösung eines Hydroxids ist. Eine Lösung kann also „alkalisch“ sein, obwohl die basische Wirkung nicht von einem gelösten Hydroxid stammt, sondern von einer anderen Base.
  • Was ist Lauge für Brezeln?
    „Lauge“ für Brezeln ist normalerweise „Natronlauge“, also Natriumhydroxid (\text{NaOH}) in Wasser (\text{H}_2\text{O}) gelöst. Der Brezelteig wird kurz in diese Lösung getaucht, wodurch die Brezel beim Backen ihre typische braune, glänzende Kruste und den charakteristischen Geschmack bekommt.
  • Was bewirkt Lauge im Körper?
    Eine „Lauge“ kann im Körper Gewebe stark reizen und verätzen, weil sie sehr basisch ist und Zellen angreift. Auf Haut und in den Augen kann das zu Reizungen bis zu Verätzungen führen, und beim Verschlucken können Mund, Speiseröhre und Magen geschädigt werden. Wie gefährlich das ist, hängt stark von der Konzentration ab.

Säuren und Basen verstehen

Laugen gehören zum Themenfeld Säuren und Basen und sind ein wichtiger Teil der Chemie. Du vergleichst in diesem Themenfeld saure, neutrale und basische Stoffe und ordnest sie mit dem pH-Wert ein. Dabei verstehst du, wie Stoffe in Wasser reagieren und woran du ihre Eigenschaften erkennen kannst. Im Chemiebereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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