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Verlauf einer Infektionskrankheit

Wie läuft eine Infektionskrankheit in deinem Körper ab? Wir zeigen dir hier die vier Phasen einer Infektion.

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Inhaltsübersicht

Verlauf einer Infektionskrankheit: Phasen erklärt

Eine Infektionskrankheit (z. B. Erkältung) entsteht, wenn Erreger wie Viren, Bakterien oder Pilze in deinen Körper eindringen und sich dort vermehren. Dieser Vorgang läuft immer in vier Phasen ab:

Phase Was passiert im Körper? Spürst du etwas?
Infektion Erreger dringen ein und beginnen sich zu vermehren Meist nicht
Inkubationszeit Erreger vermehren sich weiter, Immunsystem läuft an Noch kaum oder gar nicht
Erkrankungsphase Symptome treten auf und erreichen einen Höhepunkt Ja, deutlich
Gesundung Körper kontrolliert den Erreger, Gewebe erholt sich Beschwerden lassen nach

Die Reihenfolge dieser vier Phasen bleibt bei jeder Infektionskrankheit gleich. Wie lange jede Phase dauert, hängt jedoch stark von der jeweiligen Krankheit ab.

Übertragungswege von Erregern

Erreger gelangen nicht von alleine in deinen Körper — sie brauchen einen Weg dorthin. Im Folgenden siehst du die fünf häufigsten Übertragungswege mit jeweils einer typischen Beispielkrankheit: 

  • Atemwege (Tröpfchen/Aerosole) → Grippe
  • Direkter Kontakt / Schmierinfektion → Norovirus
  • Verunreinigte Lebensmittel oder Wasser → Salmonellose
  • Blut und Körperflüssigkeiten → Hepatitis B
  • Insektenstiche → Malaria
Unterschied zwischen Bakterien und Viren

Bakterien sind lebende Mikroorganismen, die Krankheiten verursachen können, zum Beispiel eine Mandelentzündung

Viren sind kleiner und brauchen Körperzellen zur Vermehrung, wie beispielsweise COVID-19 oder die Grippe.

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Die vier Phasen einer Infektion

Bei einer Infektion durchläuft dein Körper verschiedene Phasen, in denen sich die Krankheit unterschiedlich bemerkbar macht.

Die Grafik zeigt den Verlauf einer Infektionskrankheit über die Zeit. Auf der senkrechten Achse wird die Intensität der Symptome dargestellt, auf der waagerechten Achse die Zeit. Der Verlauf ist in vier Phasen unterteilt: Infektion, Inkubationszeit, Erkrankungsphase und Gesundung. Während der Inkubationszeit steigen die Symptome langsam an. In der rot markierten Erkrankungsphase erreichen die Symptome ihren Höhepunkt. Danach nehmen die Beschwerden während der Gesundung wieder kontinuierlich ab, bis sie verschwinden
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Die 4 Phasen einer Infektion

Was genau in jeder Phase in deinem Körper passiert, schauen wir uns jetzt genauer an!

Infektion: Erreger dringen ein

Alles beginnt mit dem Kontakt zu einem Erreger. Über einen Übertragungsweg gelangen diese in deinen Körper und suchen sich dort eine geeignete Zelle zum Andocken. Dann beginnt die Vermehrung: Aus wenigen Erregern werden schnell viele.

In dieser frühen Phase bemerkst du davon meist noch nichts. Das liegt daran, dass die Erregermenge noch zu gering ist, um spürbare Reaktionen auszulösen. Allenfalls treten sehr unspezifische Zeichen auf — also Anzeichen, die du kaum von einem normalen Müdigkeitsgefühl unterscheiden kannst.

Inkubationszeit: Vermehrung ohne Symptome

Zu Beginn einer Erkrankung dringen Erreger in deinen Körper ein. Diese Phase nennst du Inkubationszeit. Sie beschreibt die Spanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome.

In dieser Zeit passiert im Körper einiges:

  • Die Erreger vermehren sich weiter und werden mehr.
  • Dein Immunsystem bemerkt die Eindringlinge und beginnt zu reagieren.
  • Du selbst fühlst dich dabei jedoch häufig noch völlig gesund.

Wichtig: In der Inkubationszeit bist du bereits ansteckend. Das liegt daran, dass Erreger deinen Körper schon verlassen können, bevor du selbst Beschwerden bemerkst. 

Erkrankungsphase: Beschwerden treten auf

Sobald die Erregermenge im Körper groß genug ist, beginnt die Erkrankungsphase. Typische Beschwerden sind zum Beispiel:

  • Fieber
  • Husten
  • Schnupfen
  • Durchfall
  • Müdigkeit

Die Symptome nehmen zunächst zu und erreichen einen Höhepunkt. Danach gewinnt dein Körper zunehmend die Kontrolle über den Erreger – und die Beschwerden klingen langsam wieder ab.

Wie stark und wie lange du leidest, ist dabei von zwei Dingen abhängig:

→ vom Erreger selbst
→ deiner persönlichen Abwehrlage

Wer ein gut trainiertes Immunsystem hat, kann die Krankheit oft schneller bekämpfen als jemand, dessen Körper gerade geschwächt ist.

Gesundung: Abwehr setzt sich durch

Die Symptome lassen nach — dein Körper hat die Oberhand gewonnen. In der Gesundungsphase passiert Folgendes:

  • Die Erregermenge sinkt, weil dein Immunsystem sie erfolgreich bekämpft.
  • Beschädigtes Gewebe regeneriert sich.
  • Deine Leistungsfähigkeit kehrt schrittweise zurück.

Dieser Prozess dauert meist einige Tage. Du kannst dich dabei schon deutlich besser fühlen, obwohl dein Körper noch nicht vollständig erholt ist.

Gut zu wissen: Dein Immunsystem „merkt“ sich den Erreger häufig. Es bildet eine spezifische Abwehr, die dich bei einem erneuten Kontakt schneller schützt. Wie lange dieser Schutz anhält, ist von der Krankheit abhängig — manchmal nur für einige Monate, manchmal sogar für den Rest deines Lebens.

Symptome bei Infektionskrankheiten: Ursachen

Viele Symptome fühlen sich unangenehm an — aber die meisten haben einen guten Grund. Dein Körper setzt sie gezielt ein, um Erreger zu bekämpfen. Andere entstehen durch direkte Schäden, die Erreger anrichten.

Hier siehst du, warum die fünf häufigsten Symptome auftreten:

  • Fieber → Botenstoffe des Immunsystems erhöhen die Körpertemperatur
  • Husten → Reinigungsreflex der Atemwege
  • Durchfall → Bakterielle Giftstoffe (Toxine) oder gereizte Darmschleimhaut 
  • Hautausschlag → Lokale Immunreaktion der Haut 

Die zwei Hauptursachen dahinter sind:

  • Immunreaktion: Fieber, Husten und Schnupfen entstehen dadurch, dass dein Immunsystem aktiv gegen die Erreger kämpft. Der Körper löst diese Reaktionen gezielt aus.
  • Toxine: Manche Bakterien geben Giftstoffe ab. Diese Toxine reizen direkt die Darmschleimhaut – das ist zum Beispiel bei Durchfall oft der Fall.

Infektionsverlauf am Beispiel einer Erkältung

Eine Erkältung ist das perfekte Beispiel, um alle vier Phasen noch einmal konkret nachzuvollziehen.

Eine typische Erkältung läuft meist so ab:

  • Tag 0 – Infektion: Du hältst dich in einem Raum mit schlechter Frischluft auf oder unterhältst dich mit jemandem, der erkältet ist. Über winzige Tröpfchen in der Luft gelangen die Erreger in deine Atemwege.
  • Tage 1–3 – Inkubationszeit: Du merkst noch nichts. Die Erreger vermehren sich, dein Immunsystem läuft an. Vorsicht: In dieser Phase kannst du andere bereits anstecken.
  • Ab Tag 3–4 – Beginn der Erkrankungsphase: Ein Kratzen im Hals kündigt die Erkältung an. Schnupfen und Husten folgen.
  • Höhepunkt: Das Krankheitsgefühl ist am stärksten. Schnupfen, Husten und Müdigkeit treffen gleichzeitig auf.
  • ab Tag 5-7 – Gesundung: Die Beschwerden klingen ab. Deine Leistungsfähigkeit kehrt schrittweise zurück.

Die echte Grippe — also Influenza — verläuft nach demselben Schema, trifft dich aber deutlich härter und dauert oft länger als eine gewöhnliche Erkältung.

Immunreaktion

Doch wie genau erkennt dein Körper Erreger und setzt die Abwehr in Gang? Welche Prozesse laufen bei einer Immunreaktion ab? Das erfährst du in unserem Beitrag dazu!

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