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Rezeptoren sind wie Antennen im Körper, die bestimmte Botschaften empfangen und weiterleiten. Hier im Beitrag und im Video zeigen wir dir, was Rezeptoren sind und warum sie für unseren Körper wichtig sind.

Inhaltsübersicht

Was sind Rezeptoren?

Rezeptoren sind Bestandteile in den Zellen deines Körpers, die bestimmte Signale oder Reize empfangen können. Sie befinden sich zum einen in den Sinneszellen der Sinnesorgane. Dort erkennen sie Reize wie zum Beispiel Berührungen, Geräusche, Licht oder Gerüche und leiten sie an das Gehirn weiter. 

Zum anderen sind Rezeptoren auch im Inneren oder auf der Oberfläche von Zellen vorhanden. Dort dienen sie als Andockstelle für Hormone, Botenstoffe, Nährstoffe und Toxine. Wird ein Reiz empfangen, leiten Rezeptoren Signale an das Gehirn weiter und lösen eine Reaktion im Körper aus.

Übrigens: Der Begriff Rezeptor kommt vom lateinischen Wort „recipere“. Das bedeutet so viel wie annehmen bzw. aufnehmen.

Rezeptoren Bedeutung

Rezeptoren haben eine sehr wichtige Rolle im menschlichen Körper. Sie ermöglichen es dem Körper, auf seine Umwelt zu reagieren. Außerdem regulieren sie viele wichtige biologische Prozesse. Beispielsweise erkennen Rezeptoren schädliche Eindringlinge und aktivieren das Immunsystem, um diese Eindringlinge zu bekämpfen.

Rezeptoren sind also für dein Überleben und Wohlbefinden unerlässlich. Nur durch sie kann dein Körper als ein gut organisiertes System funktionieren. 

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Rezeptoren Funktionsweise

Rezeptoren erkennen hauptsächlich spezifische Reize. Sie funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip: Das heißt, ein Botenstoff (Ligand) passt wie ein Schlüssel in den Rezeptor. Wenn das der Fall ist, bindet sich das Molekül an den Rezeptor. Anschließend wird ein Signal in die Zelle übertragen und löst eine Reaktion aus. Diesen Prozess bezeichnest du auch als Signalübertragung (Signaltransduktion).

Wenn du beispielsweise eine Zitrone isst, binden die sauren Moleküle an spezifische Rezeptoren auf deiner Zunge. Das sendet deinem Gehirn die Nachricht, dass das, was du isst, sauer ist. Als Reaktion auf den sauren Reiz kann es sein, dass sich dein Speichelfluss erhöht oder du dich schüttelst.

Gut zu wissen: Nicht alle Rezeptoren reagieren nur auf spezifische Reize. Einige können auch auf eine Vielzahl ähnlicher Reize reagieren. So binden Schmerzrezeptoren an verschiedene schmerzauslösende Reize wie Hitze, Kälte oder Druck. 

Rolle der Reizstärke

Die Reizstärke spielt bei der Funktionsweise von Rezeptoren eine zentrale Rolle. Einige Rezeptoren reagieren bereits auf sehr schwache Reize. Andere Rezeptoren hingegen benötigen eine stärkere Reizintensität, um aktiviert zu werden.

Beispielsweise reicht eine sehr geringe Menge an Licht aus, damit die visuellen Rezeptoren in der Netzhaut des Auges reagieren. Das ermöglicht es dir, auch bei schwachem Licht zu sehen. 

Die Reizstärke kann auch durch die Anzahl der Rezeptoren in einer Zelle beeinflusst werden. Wenn eine Zelle viele Rezeptoren für ein bestimmtes Signal hat, benötigt sie dementsprechend weniger Signale, um zu reagieren. 

Rezeptoren Arten

In der Biologie gibt es mehrere Arten von Rezeptoren. Unter anderem können sie je nach ihrer Lage in drei verschiedene Arten unterteilt werden:

  • Zelloberflächenrezeptoren:
    Diese Art von Rezeptoren befindet sich an der Oberfläche der Zellen. Sie sind meistens dafür zuständig, Signale von außerhalb der Zelle zu empfangen. Ein Beispiel hierfür sind die Rezeptoren, die Hormone wie Adrenalin binden, und so helfen, die Herzfrequenz zu regulieren.
     
  • Intrazelluläre Rezeptoren:
    Diese Rezeptoren findest du im Inneren der Zelle. Sie binden Moleküle, die die Zellmembran durchdringen können. Zum Beispiel reagieren Steroidrezeptoren auf Hormone wie Cortisol oder Östrogen und können eine Reihe von zellulären Reaktionen auslösen.
     
  • Sensorische Rezeptoren:
    Diese Art von Rezeptoren ist dafür zuständig, äußere Reize wahrzunehmen. Sie befinden sich meist in deinen Sinnesorganen wie der Haut oder der Nase. Sensorische Rezeptoren lassen sich, entsprechend der Sinnesorgane, in verschiedene Rezeptortypen unterteilen:
    • Photorezeptoren: reagieren auf Licht und ermöglichen das Sehen
    • Mechanorezeptoren: nehmen Berührungen, Druck und Vibrationen wahr
    • Chemorezeptoren: sind sensitiv für Geruchs- und Geschmacksstoffe und ermöglichen das Riechen und Schmecken
    • Thermorezeptoren: registrieren Temperaturänderungen und ermöglichen das Wärme- und Kälteempfinden

Übrigens: Rezeptoren können auch nach ihrer Funktion, nach Auslösereiz, nach Signalmolekül oder ihrer Struktur unterteilt werden.

Was sind Rezeptoren? — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Unterschied zwischen Reiz und Rezeptor?
    Ein Reiz ist die Veränderung, die auf den Körper einwirkt, zum Beispiel Licht, Druck oder ein Geruchsstoff. Ein Rezeptor ist der Empfänger in einer Sinneszelle oder auf einer Zelle, der genau diesen Reiz erkennt und ein Signal auslöst. Beispiel: Licht ist der Reiz, Fotorezeptoren im Auge sind die Rezeptoren.
  • Ist ein Rezeptor ein Protein?
    Ein Rezeptor ist in den meisten Fällen ein Protein. Dieses Protein sitzt entweder in der Zellmembran oder im Inneren der Zelle und hat eine passende Stelle, an die ein bestimmtes Molekül binden kann. Wenn das Molekül bindet, startet der Rezeptor eine Reaktion in der Zelle.
  • Was ist ein Ligand?
    Ein Ligand ist ein bindendes Signalmolekül, das an einen Rezeptor andockt. Ein Ligand kann zum Beispiel ein Hormon, ein Botenstoff oder ein Molekül aus der Nahrung sein. Wenn der Ligand zum Rezeptor passt und bindet, wird dadurch ein Signal in der Zelle ausgelöst.
  • Was sind Chemorezeptoren?
    Chemorezeptoren sind Rezeptoren, die chemische Stoffe als Reiz wahrnehmen. Chemorezeptoren nehmen beim Riechen in der Nase und beim Schmecken auf der Zunge bestimmte Duft- und Geschmacksstoffe wahr. Dadurch entsteht ein Signal, das im Gehirn als Geruch oder Geschmack verarbeitet wird.

Reiz-Reaktions-Schema

Super, du bist jetzt bestens über Rezeptoren informiert! Wie Reize im Körper weitergeleitet werden, haben wir hier schon kurz angeschnitten. Möchtest du mehr darüber erfahren, dann schau dir unser Video zum „Reiz-Reaktions-Schema“ an!

Zum Video: Reiz-Reaktions-Schema
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