In diesem Beitrag erfährst du, wie Mondphasen entstehen und welche acht Phasen es gibt.
Inhaltsübersicht
Wie entstehen Mondphasen?
Bei den Mondphasen spielen drei Himmelskörper eine Rolle: die Sonne, die Erde und der Mond. Der Mond leuchtet nämlich nicht selbst, sondern reflektiert das Licht der Sonne. Da die Sonne immer nur aus einer Richtung strahlt, ist immer genau eine Hälfte des Mondes beleuchtet und die andere dunkel. Und genau diese Hälfte sehen wir dann auf der Erde.
Dass wir den Mond von der Erde aus mal als Sichel und mal als Vollkreis sehen, liegt an seiner Bewegung: Der Mond kreist in etwa 28 Tagen einmal um die Erde. Je nachdem, wo er sich auf dieser Bahn befindet, schauen wir aus einem anderen Winkel auf ihn — wir sehen also unterschiedlich viel von seiner beleuchteten Hälfte. Das sind die verschiedenen Mondphasen.
Gut zu wissen: Der Mond ist eine passive Lichtquelle, weil er angeschienen wird. Die Sonne ist hingegen eine aktive Lichtquelle, da sie Licht selbst erzeugt.
Wenn du den Mond am Himmel ansiehst, blickst du immer auf genau dieselbe Seite. Das liegt an einem perfekten Timing im All, das sich gebundene Rotation nennt: Der Mond braucht für eine Drehung um die eigene Achse genauso lange wie für eine Runde um die Erde — nämlich ungefähr 28 Tage. Da sich beide Bewegungen ausgleichen, ist seine Rückseite immer verborgen.
Wie lange dauert der Mondphasenzyklus?
Ein vollständiger Zyklus dauert durchschnittlich 29,53 Tage. Er schwankt leicht — je nach Position des Mondes auf seiner Bahn.
Ein Mondzyklus beginnt bei einer Phase, zum Beispiel Neumond, und endet, wenn dieselbe Phase wieder erreicht ist. Fachleute nennen diesen Zeitraum auch den synodischen Monat.
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Welche Mondphasen gibt es wann?
Der Mond durchläuft in einem Zyklus insgesamt acht Phasen:
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Phase |
Heller Teil der Scheibe |
Typisches Sichtbarkeitsfenster |
|
Neumond |
Keine helle Fläche sichtbar |
Nicht sichtbar |
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Zunehmende Sichel |
Rechts, weniger als die Hälfte |
Kurz nach Sonnenuntergang |
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Erstes Viertel |
Rechts, genau die Hälfte |
Nachmittag bis Mitternacht |
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Zunehmender Mond |
Rechts, mehr als die Hälfte |
Später Nachmittag bis frühe Morgenstunden |
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Vollmond |
Gesamte Scheibe |
Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang |
|
Abnehmender Mond |
Links, mehr als die Hälfte |
Mitternacht bis Vormittag |
|
Letztes Viertel |
Links, genau die Hälfte |
Mitternacht bis Mittag |
|
Abnehmende Sichel |
Links, weniger als die Hälfte |
Kurz vor Sonnenaufgang |
Wie erkennst du zunehmenden oder abnehmenden Mond?
Ob du am Himmel eine zunehmende oder abnehmende Sichel siehst, lässt sich durch einen kleinen Trick schnell herausfinden: mit den Schreibschrift-Buchstaben a und z.
- Der zunehmende Mond („z“): Sieht die Mondsichel aus wie eine schließende Klammer ), lässt sie sich in der klassischen Schreibschrift zu einem kleinen z für „zunehmend“ vervollständigen.
- Der abnehmende Mond („a“): Zeigt die Sichel wie eine öffnende Klammer ( nach links, formt ihr Bogen den Bauch eines kleinen, geschriebenen a für „abnehmend“.
Warum ist der Mond auch manchmal tagsüber zu sehen?
Der Mond ist häufig auch tagsüber am Himmel zu sehen, weil er hell genug ist, um gegen das Tageslicht anzukommen. Den zunehmenden Halbmond kannst du meist von 12 Uhr bis 24 Uhr beobachten. Erkennst du also schon nachmittags eine Sichel am Himmel, ist es ein zunehmender Mond. Einen abnehmenden Halbmond siehst du hingegen von 24 Uhr bis 12 Uhr.
Wichtig: Das gilt nur für die Nordhalbkugel! Auf der Südhalbkugel, also z. B. in Australien, verhält es sich genau umgekehrt.
Wenn du dir eine schmale Mondsichel anschaust, siehst du oft auch den Rest des Mondes ganz schwach leuchten. Dieses Phänomen heißt Erdschein oder „aschgraues Mondlicht“.
Es entsteht, weil die Erde wie ein riesiger Spiegel im Weltall wirkt: Die Sonne strahlt die Tagseite der Erde an. Die Wolken und Ozeane werfen dieses Licht zurück ins All direkt auf die dunkle Seite des Mondes. Dadurch wird die eigentlich finstere Mondhälfte leicht aufgehellt und für uns auf der Erde sichtbar.
Mondphasen — häufigste Fragen
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Mondphasen — häufigste Fragen
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Wann ist zunehmender Mond?Zunehmender Mond ist die Zeit zwischen Neumond und Vollmond. In diesen Tagen wird der helle Teil, den man von der Erde aus sieht, jede Nacht größer, erst als schmale Sichel und später fast schon rund. Auf der Nordhalbkugel liegt das Helle dabei rechts.
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Wie erkennt man einen zunehmenden Mond?Einen zunehmenden Mond erkennt man daran, dass die helle Seite (auf der Nordhalbkugel) rechts liegt und die Mondsichel wie eine schließende Klammer „)“ aussieht. Als Merkregel kann man die Sichel in Schreibschrift zu einem kleinen „z“ ergänzen, wie bei „zunehmend“.
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Warum heißt es „Erstes Viertel“, obwohl man dabei eine halbe Mondscheibe sieht?„Erstes Viertel“ bezieht sich auf den Mondphasenzyklus, nicht darauf, wie viel von der Scheibe hell aussieht. In dieser Phase ist ungefähr ein „Viertel“ des Weges von Neumond bis zum nächsten Neumond geschafft, obwohl man von der beleuchteten Hälfte des Mondes etwa die Hälfte sehen kann.
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Warum dauert ein Mondphasenzyklus 29,53 Tage, obwohl der Mond in etwa 28 Tagen um die Erde kreist?Ein Mondphasenzyklus dauert länger, weil sich während der Mond die Erde umrundet, auch die Erde weiter um die Sonne wandert und sich die Richtung zur Sonne dadurch verschiebt. Der Mond muss deshalb ein Stück „extra“ weiterlaufen, bis wieder dieselbe Mondphase erreicht ist, zum Beispiel von Neumond zu Neumond. Dabei sind es
statt etwa
.
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