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Was genau ist die soziale Marktwirtschaft? Alle wichtigen Informationen findest du hier und in unserem Video !

Inhaltsübersicht

Was ist die soziale Marktwirtschaft?

Die soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung in Deutschland. Sie baut auf der freien Marktwirtschaft auf.

In der freien Marktwirtschaft bestimmen nur Angebot und Nachfrage den Preis für Waren und Dienstleistungen. Das bedeutet, dass Unternehmen das produzieren, was die Menschen kaufen wollen. Und die Menschen kaufen so viel, wie sie sich leisten können.

Bei der sozialen Marktwirtschaft beschränkt der Staat die freie Marktwirtschaft durch ein paar Regeln und Gesetze, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Zum Beispiel schreibt er einen Mindestlohn vor, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht unterbezahlt werden.

Übrigens: Die soziale Marktwirtschaft wurde von den Wirtschaftswissenschaftlern Ludwig Erhard und Alfred Müller-Armack entwickelt. 

Merkmale der sozialen Marktwirtschaft

Die soziale Marktwirtschaft ermöglicht eine gerechte und stabile Wirtschaft. Hier sind die wichtigsten Merkmale:

  • Fairer Wettbewerb:
    Der Staat sorgt für einen fairen Wettbewerb zwischen den Unternehmen auf dem Markt. Das ist wichtig, damit du als Kunde von einem vielfältigen Angebot zu guten Preisen profitieren kannst. Beispielsweise verhindert das Kartellgesetz, dass sich Unternehmen bei der Preisbildung untereinander absprechen und den Wettbewerb dadurch einschränken.
     
  • Förderung von Innovation:
    Um die Wirtschaft zu stärken, investiert der Staat in Forschung und Entwicklung. Beispielsweise kann er durch Subventionen Unternehmen dabei unterstützen, neue Produkte und Technologien zu entwickeln.
     
  • Sozialer Ausgleich:
    Der Staat hat die Aufgabe, soziale Ungleichheiten zu bekämpfen. Das macht er durch Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder die gesetzliche Rentenversicherung. Kann zum Beispiel eine Person kurzzeitig oder dauerhaft nicht arbeiten, ist sie dadurch finanziell abgesichert.
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Freie und soziale Marktwirtschaft

Auch wenn die soziale Marktwirtschaft aus der freien Marktwirtschaft hervorgegangen ist, gibt es einige Unterschiede zwischen beiden Wirtschaftssystemen. Welche das sind, siehst du hier:

  Freie Marktwirtschaft Soziale Marktwirtschaft
Rolle des Staates Staat greift nicht in die Wirtschaft ein Staat greift aktiv in Wirtschaft ein, um soziale Gerechtigkeit zu sichern
Privateigentum jeder kann Eigentum besitzen und damit machen, was er will jeder kann Eigentum besitzen, aber trägt Verantwortung dafür → gefährdet es das Wohl der Gemeinschaft, kann der Staat den Besitzer enteignen
Produktionsfreiheit Unternehmen können produzieren, was sie wollen Unternehmen können viel produzieren, aber der Staat kann die Produktion regulieren, z. B. wenn ein Produkt der Umwelt schadet
Soziale Absicherung keine staatlich garantierte Absicherung → jeder für sich selbst verantwortlich, z. B. durch private Versicherung soziale Sicherungssysteme wie Arbeitslosengeld, Rentenversicherung, Mutterschutz

Planwirtschaft

Die soziale Marktwirtschaft vereint Elemente aus der freien Marktwirtschaft mit Elementen der Planwirtschaft. Doch was ist eine Planwirtschaft überhaupt? Das erfährst du in unserem Video!

Zum Video: Planwirtschaft
Zum Video: Planwirtschaft

Soziale Marktwirtschaft — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist Marktwirtschaft?
    Marktwirtschaft bedeutet, dass Unternehmen und Verbraucher am Markt entscheiden, was produziert und gekauft wird, und dass sich Preise vor allem durch Angebot und Nachfrage bilden. Unternehmen bieten Waren und Dienstleistungen an, Kunden wählen aus und kaufen nur, was sie sich leisten können.
  • Was ist der Unterschied zwischen freier und sozialer Marktwirtschaft?
    Der entscheidende Unterschied ist die Rolle des Staates: In der freien Marktwirtschaft greift der Staat möglichst wenig in die Wirtschaft ein, in der sozialen Marktwirtschaft setzt er Regeln, um soziale Gerechtigkeit zu sichern. Außerdem gibt es in der sozialen Marktwirtschaft soziale Sicherungssysteme und mehr Möglichkeiten, Produktion zu regulieren.
  • Was macht die soziale Marktwirtschaft aus?
    Soziale Marktwirtschaft zeichnet sich dadurch aus, dass Markt und Wettbewerb grundsätzlich erlaubt sind, der Staat aber für Ausgleich und Fairness sorgt. Wichtige Merkmale sind fairer Wettbewerb (z. B. durch das Kartellgesetz), Förderung von Innovation durch Investitionen und Subventionen sowie sozialer Ausgleich durch Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Rente.
  • Wie funktioniert die soziale Marktwirtschaft?
    Die soziale Marktwirtschaft funktioniert so, dass Preise und Produktion sich am Markt nach Angebot und Nachfrage richten, der Staat aber durch Gesetze eingreift, wenn sonst Ungerechtigkeit entsteht. Konkret kann der Staat zum Beispiel einen Mindestlohn festlegen, Wettbewerb schützen oder die Produktion regulieren, wenn Produkte der Umwelt schaden. Zudem sichern Sozialleistungen Menschen ab, die nicht arbeiten können.

Wirtschaftsordnungen verstehen

Die soziale Marktwirtschaft ist eine Wirtschaftsordnung und gehört zu den Wirtschaftssystemen moderner Staaten. Du vergleichst verschiedene Wirtschaftssysteme und ordnest ein, wie Preise entstehen und wer wichtige Entscheidungen trifft. So erkennst du, was Wettbewerb bedeutet und an welchen Stellen der Staat Regeln setzt. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.