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Du möchtest den Meldebestand anhand seiner Formel berechnen? Wir zeigen dir hier alles wichtige zu dieser Lagerkennzahl. Wenn du eher der audiovisuelle Typ bist, dann schau dir doch direkt unser Video  an.

Inhaltsübersicht

Meldebestand einfach erklärt

Beim Meldebestand, auch Bestellgrenze oder Anforderungsbestand genannt, handelt es sich um eine Lagerkennzahl , deren Erreichen (automatisch) eine neue Bestellung im Lager eines Unternehmens auslöst. Ziel ist es dabei, dass der Mindestbestand  auf Lager bis zum Eintreffen der neuen Lieferung nicht unterschritten wird und die Produktion somit ungestört weiterlaufen kann. 

Meldebestand Formel

Kommen wir nun direkt zur Meldebestand Formel, denn diese wirst du für die Berechnung des Meldebestands brauchen.

Die Formel lautet:

Meldebestand\ =\ t\ddot aglicher\ Verbrauch\ \cdot\ Lieferzeit\ +\ Mindestbestand

Meldebestand Formel, Täglicher Verbrauch, Lieferzeit, Mindestbestand
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Meldebestand Formel
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Meldebestand berechnen

Stell dir vor, dass du in unserem Beispiel Hersteller von Tischen der Holz AG bist. Du verbrauchst am Tag etwa 100 Platten Holz und weißt, dass dein Holzlieferant diese mit einer Lieferzeit von 10 Tagen beschaffen kann. Aufgrund gelegentlicher kleinerer Lieferschwierigkeiten von Holz ist es sinnvoll, 150 Platten als Mindestbestand auf Lager zu haben.

Anhand dieser Informationen kannst du nun ganz einfach deinen Meldebestand ermitteln. Dieser ist:

Meldebestand\ =\ 100\ Platten\ \cdot\ 10 \ Tage\ +\ 150\ Platten\ =\ 1150\ Platten

Du hast nun berechnet, dass für deine Holz AG ein Anforderungsbestand von 1150 Platten sinnvoll ist. Folglich wird die Bestellung der optimalen Bestellmenge beim Erreichen von 1150 Platten in deinem Lager durch das sogenannte Bestellpunktverfahren ausgelöst.

Mindestbestand Meldebestand Höchstbestand

Drei Bestand-Kennzahlen können dir in der Lagerplanung über den Weg laufen: der Mindestbestand, der Meldebestand und der Höchstbestand. Da diese drei Kennzahlen sich gegenseitig beeinflussen ist es wichtig zu wissen, wie sich diese drei Kennzahlen voneinander unterscheiden.

  • Der Mindestbestand dient als Absicherung der Produktion gegenüber möglichen Lieferverzögerungen.
  • Zum Meldebestand hast du gerade gelernt, dass er bei Erreichen seines Werts einen Bestellvorgang auslöst. Somit wird der Mindestbestand nicht unterschritten.
  • Der Höchstbestand bezeichnet die maximale Anzahl an Waren, die du in deinem Lager unterbringen solltest, um unnötige Lagerkosten- und Lagerzinsen  zu vermeiden. Er bildet das Gegenstück zum Mindestbestand.  

Zusammenfassung – Was ist ein Meldebestand?

  • Es handelt sich um eine Lagerkennzahl.
  • Der Meldebestand, wird auch Bestellgrenze, Bestellpunkt oder Anforderungsbestand genannt und ist ein wichtiger Bestandteil des Bestellpunktverfahrens
  • Die Meldebestand Formel lautet: Meldebestand\ =\ t\ddot aglicher\ Verbrauch\ \cdot\ Lieferzeit\ +\ Mindestbestand
  • Der Meldebestand sichert den Mindestbestand und der Höchstbestand bildet das Gegenstück zum Mindestbestand.

Meldebestand — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Mindestbestand?
    Der Mindestbestand ist die Menge, die im Lager als Untergrenze bleiben soll, damit die Produktion auch bei Lieferverzögerungen weiterlaufen kann. Man hält ihn als Sicherheitsreserve vor und plant so, dass der Lagerbestand diese Grenze möglichst nicht unterschreitet.
  • Was ist der Höchstbestand?
    Der Höchstbestand ist die geplante Obergrenze für den Lagerbestand, die man nicht überschreiten sollte. Er begrenzt die gelagerte Menge, um unnötige Lagerkosten und Lagerzinsen zu vermeiden und das Lager nicht mit zu viel Material zu belegen.
  • Was ist der Unterschied zwischen Meldebestand und Mindestbestand?
    Der Meldebestand ist der Lagerbestand, bei dem eine neue Bestellung ausgelöst wird. Der Mindestbestand dagegen ist die Sicherheitsreserve, die bis zum Eintreffen der Lieferung nicht unterschritten werden soll, damit die Produktion nicht stillsteht.
  • Was ist der Unterschied zwischen Mindestbestand und Höchstbestand?
    Der Mindestbestand beschreibt die Untergrenze im Lager und dient als Absicherung gegen Lieferverzögerungen. Der Höchstbestand beschreibt die Obergrenze und soll verhindern, dass zu viel Ware gelagert wird und dadurch unnötige Lagerkosten und Lagerzinsen entstehen.

Lagerkennzahlen verstehen

Der Meldebestand ist eine wichtige Lagerkennzahl in der Materialwirtschaft und gehört zur Bestandsplanung im Unternehmen. Wer sich mit Lagerkennzahlen beschäftigt, rechnet mit Verbrauch, Lieferzeit und Bestandsgrenzen und vergleicht verschiedene Bestellregeln. So erkennst du, welche Kennzahl eine Bestellung auslöst und wie der Bestand trotz Wartezeit stabil bleibt. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.

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