Hier und im Video präsentieren wir dir eine Übungsaufgabe zur Preiselastizität. Schaffst du es, sie zu lösen? Legen wir gleich los.
Inhaltsübersicht
Übungsaufgabe zur Preiselastizität
Stell dir vor, du arbeitest in einem Kiosk am Flughafen, weil du dir zu deinem Studium etwas dazuverdienen möchtest. Dein Chef hat in einer Zeitschrift gelesen, dass die Preiselastizität für den Gewinn entscheidend ist. Er bittet dich, die Preiselastizität εp und die Formel kurz anhand der Schokolade, die ihr verkauft, zu erläutern.
![Rendered by QuickLaTeX.com \[|\varepsilon_p| = |\frac{\partial Q}{\partial p} \cdot \frac{p}{Q}| = |\frac{Q_2 - Q_1}{p_2 - p_1} \cdot \frac{p_1}{Q_1}|$\]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-88c0c1025b1a7535e26d9545b388bd2f_l3.png)
Dabei gilt:
- Q1: Verkaufsmenge vor der Preisänderung
- Q2: Verkaufsmenge nach der Preisänderung
- p1: Preis vor der Preisänderung
- p2: Preis nach der Preisänderung
Übertragen auf die Schokolade drückt die Preiselastizität also aus, wie sich die nachgefragte Menge an Schokoladentafeln ändert, wenn sich der Schokoladenpreis erhöht.
Der Chef vom Kiosk möchte nun konkrete Zahlen: Wie wirkt sich eine Preissteigerung von 10 % auf die nachgefragte Menge an Schokoladentafeln bei einer Preiselastizität von 1,4 aus, wenn vorher 210 Tafeln Schokolade? Außerdem weißt du, dass die Schokolade bisher einen Euro gekostet hat. Da die Elastizität größer als eins ist, befindet sie sich im preiselastischen Bereich.
Gegeben ist also:
- εp = 1,4
- P1 = 1 €
- P2 = 1,10 €
- Q1 = 210
Du suchst noch Q2. Im Grunde musst du nur die Formel nach Q2 umstellen.
![Rendered by QuickLaTeX.com \[Q_2 = |\varepsilon_p| \cdot \frac{Q_1}{p_1} \cdot (p_2 - p_1) + Q_1\]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-8e983e339037703ec0b3fe4e8b1edc08_l3.png)
Wenn du die Werte hier einsetzt, erhältst du:
![Rendered by QuickLaTeX.com \[Q_2 = |\pm 1,4| \cdot \frac{210}{1,00} \cdot (1,10 - 1,00) + 210\]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-221f6b9b123b6ab5a35395d91e727232_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[Q_2 = |\pm 1,4| \cdot 210 \cdot 0,10 + 210\]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-655e59a97641296724765feaa7ebcf33_l3.png)
![Rendered by QuickLaTeX.com \[Q_2 = |\pm 29,4| + 210\]](https://blog.assets.studyflix.de/wp-content/ql-cache/quicklatex.com-98451f627903db3fd93b01de2c807935_l3.png)
Bei einer Preiserhöhung geht in der Regel die Nachfrage zurück. Q2 muss also kleiner sein als Q1. Deswegen ziehen wir die 29,4 von den 210 Tafeln ab:
Q2 = 210 -29,4 = 180,6
Die Lösung ist, dass die Absatzmenge auf 180,6 verkaufte Einheiten zurückgeht. Eine Preiserhöhung um 10 % hat also eine Mengenänderung von 29,4 Einheiten beziehungsweise rund 14 % weniger verkauften Schokoladentafeln zur Folge.
Preiselastizität verstehen
Die Preiselastizität gehört zur Mikroökonomie und zeigt den Zusammenhang zwischen Preis und Nachfrage. Du vergleichst in diesem Themenfeld, wie stark Käufer auf Preisänderungen reagieren und wie sich das auf die nachgefragte Menge auswirkt. So wird klar, wann ein Gut preiselastisch oder preisunelastisch ist und warum kleine Preisänderungen sehr verschiedene Folgen haben können. Im Wirtschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.
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