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Was ist eine Amöbe? Das und alles weitere Wichtige über Amöben erfährst du hier und in unserem Video dazu!

Inhaltsübersicht

Amöbe einfach erklärt

Die Amöbe ist ein Einzeller und wird auch Wechseltierchen genannt. Der Name Amöbe ist eigentlich nur die vereinfachte Form von Amoeba proteus. Sie gehört zu den Wurzelfüßern, wissenschaftlich Rhizopoda genannt. Alle Wurzelfüßer haben Ausstülpungen, die Wurzelfüßchen.

Amöben leben in Seen oder Tümpeln. Aber auch als Krankheitserreger im menschlichen Körper lassen sie sich finden. Dabei ernähren sich Amöben durch die sogenannte Phagozytose. Das bedeutet, dass sie ihre Nahrung über die Zellmembran aufnehmen.

Übrigens: Amöben haben kein bestimmtes Aussehen, sie können nämlich ihre Gestalt ständig verändern. Deswegen werden sie auch Wechseltierchen genannt.

Amöbe Aufbau 

Die Amöbe ist durchsichtig und nur etwa 0,1 mm bis 1 mm groß. Mit bloßem Auge ist sie deshalb kaum erkennbar. Wie alle Einzeller besteht die Amöbe aus nur einer Zelle, die alle Aufgaben übernimmt. Sie besitzt dabei folgende Bestandteile:

  • Zellmembran:
    Diese äußere Hülle hält die Zelle zusammen. Sie besteht wie alle Biomembranen aus einer Doppelschicht aus Phospholipiden .
  • Pseudopodien:
    Diese Ausstülpungen der Zellmembran sind typisch für Wurzelfüßer, zu denen auch die Amöben gehören.
  • Vakuolen:
    Die Amöbe besitzt zwei Arten von Vakuolen. Die Nahrungsvakuolen sind kleine Bläschen, in denen die Verdauung der Amöbe stattfindet. Eine andere Funktion erfüllt dagegen die kontraktile Vakuole . Das ist ein Bläschen, das sich verkleinern und vergrößern kann. So kann sie entweder Wasser aus dem Cytoplasma aufnehmen oder Flüssigkeiten in das Plasma abgeben. Das ist notwendig, damit die Zelle nicht durch zu viel über Osmose aufgenommenes Wasser platzt.
  • Zellplasma:
    Das Zell- beziehungsweise Cytoplasma besteht aus zwei Bereichen: Im Inneren liegt das Endoplasma, das alle Zellorganellen enthält. Weiter außen an der Membran befindet sich das eher zähflüssige Exoplasma. Es ist für den Schutz und die Fortbewegung der Zelle zuständig und enthält keine Zellorganellen mehr.
  • Zellkern:
    Wie alle Eukaryoten besitzt auch die Amöbe einen Zellkern, der ihre Erbinformation enthält.
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Aufbau der Amöbe
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Amöbe Fortbewegung

Die Amöbe bewegt sich fort, indem sie ihre Gestalt ändert. Du sprichst dabei auch von einer amöboiden Fortbewegung.

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Amöbe Fortbewegung

Die Amöbe Fortbewegung passiert in drei Schritten:

  • Extension
    Zuerst werden die Pseudopodien verlängert, die sich in der gewünschten Bewegungsrichtung befinden. Dafür „läuft” Exoplasma in die Scheinfüßchen. Das funktioniert in etwa so, wie wenn du einen Luftballon aufpustest.
  • Adhäsion
    Grundsätzlich bezeichnet Adhäsion das Aneinanderhaften von verschiedenen Stoffen. Im Fall der Amöben kleben in diesem Schritt die ausgebildeten Pseudopodien dank solcher Adhäsionskräfte am Untergrund fest.
  • Retraktion
    Abschließend wird der Zellkörper den festgeklebten Pseudopodien nachgezogen und so fortbewegt.
Amöbe Vorkommen

Die Amöbe kommt meist in Tümpeln, Seen oder auch Pfützen vor. Besonders häufig kannst du sie aber in bakterienhaltigen Teichen finden. Denn genau das ist ihr wichtigster Nahrungsbestandteil.

Amöbe Ernährung

Das kleine Tierchen ernährt sich von Bakterien und anderen, kleineren Einzellern. Die Amöbe umschließt ihre Beute mit ihren Pseudopodien und nimmt diese in sich auf. Dieser Vorgang wird Endozytose  genannt.

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Ernährung der Amöbe

Weil die Amöbe eher feste Nahrungspartikel aufnimmt, handelt es sich um eine spezielle Form der Endozytose: die Phagozytose . Die Partikel werden hier in bestimmten Vesikeln , den Nahrungsvakuolen, eingeschlossen. Innerhalb dieser Nahrungsvakuolen wird die Beute verdaut.

Die Überreste werden dann durch Exozytose wieder nach außen abgegeben. Dabei wandern die Vakuolen zur Zellmembran, haften sich an diese an und verbinden sich schließlich mit ihr. Dadurch werden die Vesikel geöffnet und nach außen entleert.

Amöbe Fortpflanzung 

Die Amöbe pflanzt sich ungeschlechtlich durch Querteilung fort. Dafür muss sie zunächst eine bestimmte Größe erreichen. Dann zieht die Zelle die Pseudopodien ein und nimmt eine kugelförmige Gestalt an. Die kontraktilen Vakuolen lösen sich auf.

Als Nächstes teilt sich der Zellkern in zwei kleinere Zellkerne. Dafür vollzieht die Amöbe eine Art Mitose . Die zwei Tochterzellkerne lagern sich an entgegengesetzte Seiten der Mutteramöbe an. Währenddessen werden auch alle anderen Zellbestandteile verdoppelt.

Abschließend schnürt sich das Wechseltierchen in zwei Teile ab. Dabei schließt sich die Zellmembran zusammen und alle Zellorganellen werden gleichmäßig auf die Tochterzellen verteilt. Aus einer Mutterzelle sind nun zwei identische Tochterzellen entstanden.

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Fortpflanzung der Amöbe

Gut zu wissen: Der ganze Teilungsvorgang kann bei normalen Temperaturen sogar nur etwa eine halbe Stunde lang dauern. Anschließend wachsen die neuen Zellen heran. Je nach Art der Amöbe kann es schon nach wenigen Tagen erneut zur Zellteilung kommen.

Amöbe als Krankheitserreger

Die Amöbe kann auch im menschlichen Körper vorkommen. Sie ist dann ein menschlicher Parasit und wird als Entamoebea bezeichnet. Der Krankheitserreger kommt meist im Zahnbelag oder im Darm vor.

Besonders häufig ist die Darmerkrankung Amöbenruhr. Du kannst dich in tropischen und subtropischen Ländern mit ihr infizieren. Dazu zählen zum Beispiel die Länder um das Mittelmeer. Die Erreger der Amöbenruhr kommen häufig im Trinkwasser vor. Daher solltest du im Urlaub am Mittelmeer eher auf das Trinken des Leitungswassers verzichten.

Amöbe — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wie gefährlich sind Amöben?
    Amöben sind für Menschen meistens nicht gefährlich, weil viele Arten frei in Gewässern leben und keine Krankheit auslösen. Gefährlich werden nur bestimmte Amöben, die als Parasiten im Körper leben können und zum Beispiel Amöbenruhr verursachen. Dann können starke Durchfälle und Entzündungen entstehen.
  • Wie merkt man, dass man Amöben hat?
    Amöben im Körper bemerkt man oft erst, wenn Symptome auftreten, zum Beispiel länger anhaltender Durchfall, Bauchschmerzen oder manchmal Blut im Stuhl. Bei manchen Infektionen gibt es auch kaum Beschwerden. Sicher feststellen lassen sich Amöben nur durch eine medizinische Untersuchung, zum Beispiel einer Stuhlprobe.
  • Was passiert, wenn man Amöben hat?
    Wenn krankmachende Amöben vorhanden sind, können sie sich im Darm ansiedeln und die Darmschleimhaut angreifen. Dadurch entstehen Durchfälle, Bauchkrämpfe und manchmal Fieber, und man verliert viel Wasser. In seltenen Fällen wandern Amöben weiter und können andere Organe, zum Beispiel die Leber, entzünden.
  • Was sind Pseudopodien?
    Pseudopodien sind bewegliche Ausstülpungen der Zellmembran, die wie Scheinfüßchen aussehen. Mit Pseudopodien kriecht die Amöbe über den Untergrund, indem sie sie nach vorn ausstreckt und den Zellkörper nachzieht. Außerdem umschließt sie damit Nahrung und nimmt sie auf.
  • Wozu braucht die Amöbe die kontraktile Vakuole?
    Die kontraktile Vakuole braucht die Amöbe, um überschüssiges Wasser aus der Zelle herauszupumpen. In Süßwasser strömt ständig Wasser durch Osmose (Wasser wandert durch die Membran) in die Zelle. Die Vakuole füllt sich, zieht sich zusammen und gibt das Wasser wieder nach außen ab.

Einzeller

Super! Jetzt kennst du dich mit den Amöben aus. Aber es gibt noch andere Arten von Einzellern. Alles Wichtige zur Fortbewegung und Fortpflanzung der Einzeller findest du in unserem Video dazu, bis gleich!

Zum Video: Einzeller
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