Was Proteasen sind, wie du sie einteilst und mehr, erfährst du hier im Beitrag und Video dazu!
Inhaltsübersicht
Proteasen einfach erklärt
Proteasen sind Enzyme, die Proteine oder Peptide spalten. Dabei lösen sie mithilfe der Hydrolyse die Peptidbindungen zwischen den einzelnen Aminosäuren auf.
Je nachdem, wo sie das Protein oder Peptid spalten, werden die Proteasen in zwei Gruppen aufgeteilt:
- Exopeptidasen spalten am Ende der Polypeptidkette
- Endopeptidasen spalten im Inneren der Polypeptidkette
Proteasen ist nur ein Name der Enzymklasse . Synonyme sind Peptidasen, Proteinasen oder proteolytische Enzyme.
Exopeptidasen
Die Enzyme der Exopeptidasen sind nur am Ende einer Polypeptidkette aktiv. Bindungen innerhalb eines Proteins oder Peptids können sie nicht spalten.
Je nachdem, an welchem Ende der Kette sie angreifen, unterscheidest du zwei Gruppen:
- Aminopeptidasen spalten am N-Terminus eines Proteins ab
- Carboxypeptidasen spalten am C-Terminus eines Proteins ab
Proteasen können dabei einzelne Aminosäuren, Di- oder Tripeptide der Proteine abspalten.
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Endopeptidasen
Die Endopeptidasen sind dagegen für die Spaltung innerhalb der Polypeptidkette verantwortlich.
Sie werden abhängig von ihren Katalysemechanismen in vier Gruppen eingeteilt:
- Serinproteinasen: katalytisch aktiver Serinrest im aktiven Zentrum
- Aspartatproteinasen: katalytisch aktiver Aspartrest im aktiven Zentrum
- Cysteinproteinasen: katalytisch aktive Gruppe aus einem Cystein– und Histidinrest im aktiven Zentrum
- Metalloproteinasen: katalytische Aktivität abhängig von divalenten Metallionen
Proteaseinhibitoren
Die Aktivität der Proteasen kann durch spezifische, körpereigene Substanzen gehemmt werden. Sie nennst du Proteaseinhibitoren.
Einige Beispiele dafür sind:
- α1-Antitrypsin
- α1-Antichymotrypsin
- α2-Antiplasmin
- Heparin-Cofaktor II
- Plasminogen-Aktivator-Inhibitor Typ 1
- α2-Makroglobulin
Schon gewusst: Es gibt natürliche oder synthetische Proteaseinhibitoren. Sie haben alle verschiedene Funktionen.
Proteasen — häufigste Fragen
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Proteasen — häufigste Fragen
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Was sind Peptidasen?Peptidasen sind Enzyme, die Peptidbindungen in Proteinen oder Peptiden durch Hydrolyse spalten. Im Schulkontext werden Peptidasen meist als Sammelbegriff für Proteasen verwendet. Der Begriff betont nur, dass das Enzym Peptide beziehungsweise Proteinabschnitte zerlegt.
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Wofür ist Protease gut?Eine Protease zerlegt Proteine gezielt in kleinere Bestandteile. So kann der Körper Nahrungseiweiße verdauen und Proteine für weitere Schritte aktivieren oder abbauen, indem bestimmte Peptidbindungen gespalten werden. Proteasen steuern dadurch viele Abläufe über Protein-Spaltung.
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Welche Organe produzieren Proteasen?Vor allem Verdauungsorgane wie Magen, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm produzieren Proteasen, weil dort viele Proteine aus der Nahrung gespalten werden. Außerdem bilden auch viele andere Körperzellen Proteasen, zum Beispiel in Zellbereichen, in denen alte oder fehlerhafte Proteine abgebaut werden.
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Spalten Proteasen Proteine immer vollständig in einzelne Aminosäuren, oder entstehen auch kürzere Peptide?Proteasen spalten Proteine nicht immer vollständig in einzelne Aminosäuren, sondern oft zuerst in kürzere Peptide. Welche Stücke entstehen, hängt davon ab, wo die Protease schneidet. Manche spalten nur an den Enden, andere innerhalb der Kette. Durch weiteres Spalten können später auch einzelne Aminosäuren entstehen.
Hydrolyse
Peptidasen spalten Proteine und Peptide mithilfe der Hydrolyse. Wie sie abläuft und wo sie stattfindet, erfährst du in unserem Video dazu! Los geht’s!