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Wer war Christoph Kolumbus und warum gilt er als der Entdecker Amerikas? Das erfährst du in diesem Beitrag und unserem Video!

Inhaltsübersicht

Wer war Christoph Kolumbus?

Christoph Kolumbus (ital. Cristoforo Colombo) war ein italienischer Seefahrer und gilt als der Entdecker Amerikas. Er wurde 1451 in der Hafenstadt Genua geboren. Kolumbus hatte ein großes Interesse an Reisen, Astronomie und Navigation. Er träumte von seinem eigenen großen Abenteuer und erlernte deswegen bereits in jungen Jahren das Seefahren.

Seine Entdeckungsfahrt von 1492 ging in die Geschichte ein, denn Christoph Kolumbus war völlig unbeabsichtigt auf eine unbekannte Welt gestoßen: Amerika! Mit Kolumbus‘ Entdeckung begann die Erkundung und Eroberung Amerikas durch die Europäer. 

Was wollte Kolumbus erreichen?

Im 15. Jahrhundert war für die Europäer der Handel mit Indien sehr wichtig. Die Europäer wollten vor allem Gewürze und Seide aus Asien kaufen. Allerdings war der Kontinent über den Landweg nicht mehr zu erreichen. Das Osmanische Reich versperrte diese Route.

Deshalb blieb nur der Weg über das Wasser. Viele Seefahrer versuchten, um Afrika herumzufahren. Christoph Kolumbus aber nahm an, dass eine Fahrt Richtung Westen viel schneller wäre. Kolumbus war ein erfahrener Seefahrer. Er war einer der Wenigen zu seiner Zeit, die die Erde für rund hielten, nicht für eine Scheibe. Er machte die Entdeckung eines westlichen Seeweges nach Indien zu seinem Lebensziel.

Um dieses Lebensziel erreichen zu können, musste sich Christoph Kolumbus allerdings erst Unterstützer suchen. Denn so eine Schiffsreise war sehr teuer. Nach 7 Jahren erfolgloser Suche hatte er endlich Unterstützung gefunden. Das spanische Königshaus finanzierte seine Reise.

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Die Entdeckung Amerikas

Am 3. August 1492 war es dann so weit: Christoph Kolumbus startete seine Entdeckungsfahrt mit 3 Schiffen und 90 Mann

Nach einigen Wochen auf dem Atlantik wurden aber die Vorräte immer knapper und seine Mannschaft unruhig. Nach Kolumbus‘ Berechnungen hätten sie eigentlich längst in Indien sein sollen. Die Route sollte nämlich nur 4.500 Kilometer lang sein. In Wahrheit waren es aber rund 17.000 Kilometer bis nach Indien!

Doch am 12. Oktober 1492 war es endlich so weit und es hieß: Land in Sicht!
Christoph Kolumbus glaubte, er wäre auf einer Insel vor Indien angekommen. Er taufte sie aus Dankbarkeit für die gelungene Reise „San Salvador“ (span. für heiliger Erlöser). Die Ureinwohner der Insel nannte Kolumbus Indianer — weil er dachte, in Indien zu sein. In Wirklichkeit aber waren die Seeleute gerade auf der Bahamas-Insel Guanahani angekommen. Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus war also ein Versehen.

Von der Insel aus machte sich Christoph Kolumbus auf die Suche nach Festland. Sein Weg führte ihn dabei weiter nach Kuba und zur Insel Hispaniola, auf der heute Haiti und die Dominikanische Republik liegen.

Als an Weihnachten 1492 sein größtes Schiff gegen Land stieß und kaputt ging, musste die Reise beendet werden. Kolumbus ließ dort 40 Mann mit Nahrung und Munition zurück. Der Rest machte sich mit Gold, Bernstein und einigen Indianern auf die Heimreise. Am 15. März 1493 waren sie zurück in Europa und das spanische Königspaar empfing Christoph Kolumbus begeistert. Die Menschen feierten ihn als großen Seefahrer.

Was machte Christoph Kolumbus nach seiner Entdeckung?

Christoph Kolumbus reiste noch dreimal nach Amerika und machte somit insgesamt vier Reisen.

Das Bild zeigt eine Karte mit den Routen der vier Entdeckungsreisen nach Amerika von Christoph Kolumbus.
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Kolumbus‘ Routen und Expeditionen

Bei seiner zweiten Reise gründete er auf Hispaniola die Kolonie La Isabela. Kolumbus wollte neue Länder entdecken und Gold finden. Dabei behandelte er die Ureinwohner oft sehr schlecht und unterdrückte sie.

Auf seiner dritten Reise erkundete Kolumbus die Küste Südamerikas. Weil Kolumbus sehr streng und ungerecht herrschte, rebellierten die Siedler auf Hispaniola gegen ihn. Deswegen war das spanische Königspaar mit Kolumbus unzufrieden und nahm ihm seine Macht.

Trotzdem durfte Kolumbus 1502 noch eine vierte und letzte Reise machen. Er fuhr an der Küste Mittelamerikas entlang, von Honduras bis Panama. Bei Jamaika wurden seine Schiffe jedoch beschädigt, sodass er dort bleiben musste. Erst im folgenden Jahr bekam er Hilfe und konnte nach Spanien zurückkehren.

Am 20. Mai 1506 starb Kolumbus an einer Krankheit. Bis zu seinem Tod glaubte er, er habe den Seeweg nach Indien gefunden. Er wusste nicht, dass er einen neuen Kontinent entdeckt hatte.

Entdeckungsreisen verstehen

Christoph Kolumbus gehört zu den bekanntesten Seefahrern der Geschichte und steht für die Entdeckungsreisen europäischer Seefahrer über den Atlantik. Wer sich mit Entdeckungsreisen beschäftigt, schaut auf wichtige Routen, neue Kontinente und die Ziele der Seefahrer. Dabei wird klar, wie solche Reisen das Bild der Welt veränderten und welche Folgen sie für viele Menschen hatten. Weitere Videos dazu findest du in unserem Geschichtsbereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.