Du willst wissen, was der Absatz in der Wirtschaft ist und welche Bereiche dazugehören? Das erfährst du hier im Artikel und im Video .
Inhaltsübersicht
Was bedeutet Absatz in der Wirtschaft?
In der Wirtschaft ist der Absatz der letzte Schritt in der Wertschöpfungskette eines Produkts. Er hilft dabei, das Produkt auf dem Markt zu verkaufen. Dabei kommen verschiedene Prozesse und Methoden zum Einsatz. Das sind:
- Marketing
- Sortimentsplanung
- Vertrieb und
- Marktforschung
Durch den Absatz im Verkauf macht ein Unternehmen am Ende Gewinne oder Verluste. Wie hoch die Gewinne am Ende tatsächlich sind, hängt davon ab, wie viele Produkte es zu welchem Preis verkauft.
Übrigens: Die Wertschöpfungskette beschreibt die Fertigungsstufen, die ein Produkt durchläuft. Sie ist wie ein Kreislauf, der immer wieder von Neuem beginnt.
Absatz im Unternehmen
Der Absatz ist in Unternehmen Teil eines Kreislaufs aus Beschaffung, Produktion und Absatz.
An erster Stelle steht die Beschaffung, zum Beispiel von Rohstoffen. Danach geht es an die eigentliche Produktion. Der Absatz ist der letzte Schritt. Die Gewinne aus dem Verkauf kann das Unternehmen dann wieder für Beschaffung und Produktion neuer Produkte einsetzen. Der Kreislauf beginnt von vorne.
Ein Unternehmen muss sein Produkt am Absatzmarkt aktiv vertreiben, damit der Kunde bei der großen Auswahl das eigene Produkt kauft. Dazu stehen dem Unternehmen verschiedene Prozesse und Methoden aus den Bereichen Marketing und Marktforschung zur Verfügung.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Absatz Marketing
Die wohl wichtigste Methode, um ein Produkt erfolgreich am Markt zu platzieren, ist das Marketing. Da es einen großen Stellenwert hat, wird es in der Literatur manchmal gleichbedeutend mit dem Begriff Absatz verwendet.
Unter den Begriff Marketing fällt alles, was zur erfolgreichen Positionierung eines Produkts auf dem Markt beiträgt. Die Ziele des Marketings sind:
- Kundengewinnung: neue Kunden für das Unternehmen und seine Produkte gewinnen
- Kundenbindung: bestehende Kunden halten und ehemalige Kunden wiedergewinnen
- Marktmacht stärken: die Positionierung am Markt stärken und ausbauen
Dabei unterteilt sich das Marketing noch einmal in die Bereiche Produktpolitik (product), Preispolitik (price), Kommunikationspolitik (promotion) und Vertriebspolitik (place). Sie sind aufgrund der englischen Bezeichnung auch als 4 Ps bekannt. Ein weiterer Begriff dafür ist Marketing-Mix .
Marketing Mix und Absatz
Produktpolitik ist alles, was das Produkt an sich betrifft. Das können das Sortiment, die Verpackung und die Gestaltung eines Produkts sein. Hier ist eine gute Zusammenarbeit mit der Produktionsplanung wichtig. Sie weiß nämlich, welche Vorstellungen sich wie umsetzen lassen.
Im Bereich Preispolitik geht es darum, den Preis eines Produktes festzulegen. Er sollte mindestens die variablen Kosten der Produktion decken. Im besten Fall sollte das Produkt Gewinne machen, dabei aber nicht zu teuer sein.
Die Preisgestaltung hängt aber auch davon ab, welche Strategie das Unternehmen verfolgt. Will es sich als Luxusunternehmen oder Billiganbieter positionieren? Dann sollte sich das genauso im Produktpreis widerspiegeln.
Die Kommunikationspolitik umfasst das, was sich die meisten unter dem Begriff Marketing vorstellen. In diesen Bereich fällt die Produktwerbung. Dazu kommen Sales Promotion und Public Relations. Sales Promotion meint die Verkaufsförderung, zum Beispiel durch Rabattaktionen. Public Relations ist die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehört beispielsweise das Sponsoring.
Vertriebspolitik oder Distributionspolitik meint die Warenverteilung. Wer vertreibt die Produkte? Das Unternehmen selbst oder ein Händler? Daraus ergeben sich weitere Fragen wie die nach einem Onlineshop oder welche Läden beliefert werden.
Absatzplanung
Die genaue Organisation und der Umfang des Absatzes sind abhängig von bestimmten Faktoren und Fragen, zum Beispiel:
- Wie ist das Unternehmen aufgebaut?
- Welche Größe hat das Unternehmen?
- Was für Produkte stellt es her?
- Wer sind die Kunden?
- Was erwartet der Kunde?
- Welche gesetzlichen Vorschriften gibt es?
- Wie sind die Produktionsvoraussetzungen?
Die Antworten auf diese Fragen liefern wertvolle Informationen für Vertriebspolitik, Preisgestaltung und Marketing.
Marktforschung
Ein weiterer wichtiger Bereich des Absatzes ist die Marktforschung . Hier sammelt das Unternehmen Daten über den Markt und das Produkt und analysiert sie.
Die Ergebnisse helfen dabei, das Produkt und das Unternehmen besser auf dem Markt zu positionieren. Zudem liefern sie Anhaltspunkte, was die Kunden an einem Produkt gut oder schlecht finden. Das hilft dem Unternehmen bei der Entscheidung, ein Produkt zu verbessern oder ganz aus dem Sortiment zu nehmen.
Relevante Daten sind zum Beispiel:
- aktuelle Wirtschaftslage
- Entwicklung der Branche/Konkurrenz
- Kaufverhalten
- Verkaufschancen des Produkts
- neue mögliche Vertriebswege
- Auswertung der Werbemaßnahmen
Bei der Analyse und Auswertung kommen verschiedene Methoden und Modelle zum Einsatz. So kann ein Unternehmen Kunden befragen, Produkttests durchführen oder Kundendaten auswerten. Die gesammelten Daten kann das Unternehmen zusätzlich in Zielgruppen unterteilen, zum Beispiel nach Alter oder Geschlecht.
Absatz berechnen
In der Kostenrechnung eines Unternehmens spielt der Absatz ebenfalls eine Rolle. Er heißt dabei auch oft Gesamtabsatz, Umsatz oder Erlös. Den Begriff Umsatz findest du dabei am häufigsten. Um ihn zu berechnen, multiplizierst du den Stückpreis des Produkts mit seiner Absatzmenge. Der Stückpreis ist der Verkaufspreis pro Stück. Die Absatzmenge meint, wie viel Stück des Produkts du verkauft hast. Die Formel für den Absatz ist:
Absatz bzw. Umsatz = Stückpreis · Absatzmenge
Den Gewinn kannst du berechnen , indem du in einem nächsten Schritt die Kosten vom Umsatz abziehst. Eine Formel dafür lautet:
Gewinn = Umsatz – Kosten
Die Kosten kannst du noch in variable Kosten und Fixkosten unterteilen. Variable Kosten fallen bei der Produktion an, zum Beispiel für Rohstoffe und Transport und können stark variieren. Fixkosten hat das Unternehmen immer, beispielsweise für Miete und Löhne. Sie bleiben relativ stabil.
Dein Unternehmen „Mayer Möbel“ produziert Schränke. Ein Schrank kostet 100 €. Das ist der Stückpreis. Du verkaufst davon 2000 Stück. Das ist deine Absatzmenge. Den Absatz bzw. Umsatz berechnest du dann so:
100 € Stückpreis · 2000 Absatzmenge = 200.000 € Absatz
Dein Absatz beträgt also 200.000 €.
Um den Gewinn zu berechnen, benötigst du die Kosten. Davon hast du mit variablen Kosten und Fixkosten insgesamt 150.000 €. Somit hast du
200.000 € Absatz – 150.000 € Kosten = 50.000 € Gewinn
Dein Gewinn sind damit 50.000 €.
Wenn das Ergebnis, wie im obigen Beispiel, größer 0 ist, macht dein Unternehmen Gewinne. Bei einem Ergebnis kleiner 0 hättest du negative Gewinne, sprich Verluste. Wäre das Ergebnis gleich 0, könntest du die Kosten mit dem Absatz gerade begleichen. Du hättest also weder Gewinne noch Verluste.
Übrigens: Nicht nur Absatz und Umsatz können synonym sein. Auch Absatz und Absatzmenge werden in der Literatur häufig gleichbedeutend verwendet. Generell kannst du dir merken, dass Absatz sich häufig auf eine Stückzahl bezieht und Umsatz und Gewinn auf einen Geldbetrag.
Marketing
Super, jetzt weißt du alles über den Absatz in der Wirtschaft. Du hast gelernt, dass das Marketing dabei eine wichtige Rolle spielt. Du willst wissen, was das genau ist? Dann schau dir unser Video dazu an!
Absatz Wirtschaft — häufigste Fragen
(ausklappen)
Absatz Wirtschaft — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Was sind Absatzzahlen?Absatzzahlen sind Kennzahlen, die zeigen, wie viele Produkte ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verkauft hat. Meist meint man damit die verkaufte Stückzahl, also die Absatzmenge. Manchmal werden Absatzzahlen auch als Geldbetrag angegeben, wenn damit der Umsatz gemeint ist.
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Was sind Absatzmärkte?Absatzmärkte sind die Märkte, auf denen ein Unternehmen seine Produkte an Kunden verkauft. Ein Absatzmarkt (Markt zum Verkaufen) kann zum Beispiel eine Region, ein Land oder auch ein bestimmter Verkaufskanal wie ein Online-Shop oder der Einzelhandel sein. Dort entscheidet sich, ob und wie gut sich das Produkt verkauft.
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Ist Absatz gleich Verkauf?Absatz ist nicht nur der Moment des Verkaufs, sondern umfasst alle Aktivitäten, die dazu führen, dass ein Produkt am Markt gekauft wird. Dazu gehören zum Beispiel Marketing, die Planung des Sortiments und der Vertrieb. Der Verkauf ist dabei das Ergebnis, wenn der Kunde das Produkt tatsächlich kauft.
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Was ist der Unterschied zwischen Absatzmenge und Umsatz?Die Absatzmenge ist die Anzahl der verkauften Stücke eines Produkts, während der Umsatz der Geldbetrag aus diesen Verkäufen ist. Konkret: Verkauft man 2000 Stück zu je 100 €, beträgt die Absatzmenge 2000 Stück und der Umsatz 200.000 €. Der Gewinn entsteht erst, wenn man die Kosten abzieht.
Absatz verstehen
Der Absatz gehört zu den Grundbegriffen der Wirtschaft und beschreibt den Weg eines Produkts zum Kunden. Wer sich mit Absatz beschäftigt, ordnet Verkaufsprozesse in den Ablauf eines Unternehmens ein. So wird klar, wie Verkauf, Preis und Markt zusammenhängen und warum Unternehmen nur mit ausreichend Absatz Einnahmen erzielen. Im Wirtschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.