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In diesem Beitrag und im Video  erfährst du, wie der Wasserkreislauf funktioniert und welche Stationen Wasser immer wieder durchläuft.

Inhaltsübersicht

Was ist der Wasserkreislauf?

Das Wasser, das du heute Morgen getrunken hast, hat vor Millionen von Jahren vielleicht schon ein T-Rex geschlürft. Denn auf der Erde geht kein Tropfen verloren. Der Grund dafür ist der Wasserkreislauf. Er sorgt dafür, dass Wasser ständig zwischen Meer, Luft und Land unterwegs ist. Dabei durchläuft der Kreislauf immer wieder dieselben Schritte:

Ein Bild zeigt den Wasserkreislauf. Über offenem Gewässer verdunstet das Wasser und in der Höhe bilden sich Wolken. Die werden durch den Wind über das Land getragen. Durch Niederschlag gelangt das Wasser als Regen, Schnee oder Hagel auf die Erde. Dort versickert es ins Grundwasser oder gelangt in die Flüsse. Diese bringen das Wasser zurück ins Meer.
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Der Wasserkreislauf

☀️ Verdunstung: Die Wärme der Sonne verwandelt flüssiges Wasser in unsichtbaren Wasserdampf. Dieser steigt in die Luft.

☁️ Kondensation: Beim Abkühlen in der Höhe wird der Wasserdampf zu winzigen Tröpfchen oder Eiskristallen. Diese bilden zusammen Wolken.

🌧️ Niederschlag: Werden die Tröpfchen zu schwer, fällt Wasser als Regen, Schnee oder Hagel zur Erde.

🛶 Versickerung und Abfluss: Ein Teil des Wassers dringt in den Boden ein und gelangt zum Grundwasser. Ein anderer Teil fließt über Bäche und Flüsse direkt zurück ins Meer. Dann startet der Kreislauf wieder von vorne.

Du nennst den Wasserkreislauf auch geschlossen, da das Wasser dabei nie verschwindet. Es wechselt nur seinen Ort und seine Form (Aggregatzustand).

Aggregatzustände von Wasser

Während des Wasserkreislaufs kann das Wasser unterschiedliche Formen annehmen. Die nennst du auch Aggregatzustände. Im Meer ist das Wasser noch flüssig, doch durch die Verdunstung wird es gasförmig. Wenn es später als Schnee wieder zur Erde fällt, ist es sogar gefroren — also fest

Schritt 1: Verdunstung

Der Kreislauf beginnt mit dem Wasser in Seen und Meeren. Die Sonne erwärmt die Wasseroberflächen und verwandelt flüssiges Wasser in gasförmigen Wasserdampf — es wechselt also seinen Aggregatzustand. Den Wechsel von flüssig zu gasförmig nennst du auch Verdunstung.

Verdunstung findet an vielen Orten statt: 

  • auf dem offenen Gewässer, also im Meer, in Seen und Flüssen
  • in Pfützen und auf feuchtem Boden
  • aus Pflanzen, die durch ihre Blätter Wasser an die Luft abgeben (Transpiration)

Warme Luft nimmt dabei besonders viel Wasserdampf auf. Dieser steigt immer höher und bereitet so die nächsten Schritte des Kreislaufs vor.

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Schritt 2: Kondensation

Der Wasserdampf kühlt sich in großer Höhe wieder ab und kondensiert. Das bedeutet: Der gasförmige Wasserdampf verwandelt sich zurück in flüssige, winzige Wassertröpfchen oder bei großer Kälte sogar in feste Eiskristalle.

Diese Tröpfchen sind anfangs so winzig und leicht, dass sie in der Luft schweben und sich zu einer Wolke verbinden. Anders als viele denken, sind Wolken also kein Gas, sondern bestehen aus Wasser und Eis. Je mehr Tröpfchen sich in der Wolke sammeln, desto größer und schwerer wird sie.

Schritt 3: Niederschlag

Irgendwann werden die Wolken so schwer, dass sie nicht mehr in der Luft bleiben können. Dann kommt es zum Wolkenbruch: Das Wasser fällt als Niederschlag zur Erde.

Niederschlag gibt es in drei Formen.

  • Regen: Meistens fallen die Wassertröpfchen flüssig zur Erde.
  • Schnee: Bei sehr niedrigen Temperaturen gefrieren die Tröpfchen in der Wolke zu Eiskristallen und fallen dann als Schneeflocken herunter.
  • Hagel: Bei starken Gewittern werden die Eiskristalle hingegen in der Wolke immer wieder nach oben und unten gewirbelt. Dabei lagert sich immer mehr Wasser an ihnen an und gefriert sofort. So werden die feinen Eiskristalle zu harten Hagelkörnern, die erst herunterfallen, wenn sie zu schwer für den Wind werden.

Schritt 4: Versickerung und Abfluss

Wenn der Niederschlag auf den Boden trifft, teilt sich das Wasser auf zwei Wege auf:

  • Versickerung: Ein Teil des Wassers dringt in den Boden ein. Es sickert tief nach unten und sammelt sich dort als Grundwasser. Dieses Grundwasser fließt langsam weiter oder tritt an manchen Stellen als Quelle wieder an die Oberfläche.
  • Abfluss: Der andere Teil bleibt an der Oberfläche. Er sammelt sich in Bächen und Flüssen und gelangt schließlich wieder ins Meer.

An der Oberfläche kann das Wasser wieder verdunsten und der Kreislauf beginnt von vorne. 

So erkennst du den Wasserkreislauf im Alltag

Du kannst die Schritte des Wasserkreislaufs auch an vielen Stellen in deinem Alltag beobachten. Zum Beispiel hier:

Schritt Beispiel aus dem Alltag
Verdunstung Eine Pfütze verschwindet an einem sonnigen Tag. Die Wärme verwandelt das Wasser in Wasserdampf.
Kondensation An einer kalten Flasche bilden sich außen Tropfen. Die feuchte Luft um die Flasche kühlt ab und gibt Wasser ab.
Niederschlag Aus einer dunklen, großen Wolke fällt plötzlich Regen. Die Tröpfchen wurden zu schwer.
Abfluss und Versickerung Durch den Regen wird der Rasen ganz nass. Doch das Wasser sammelt sich dort nicht an — es versickert stattdessen im Boden.

Wetter verstehen

Der Wasserkreislauf gehört zum Wetter und zeigt, wie Wasser auf der Erde immer in Bewegung bleibt. Du ordnest in diesem Themenfeld Sonne, Wolken, Regen und Wind in der Natur ein. So verstehst du besser, wie Luft, Wasser und Temperatur zusammenhängen. Weitere Videos dazu findest du in unserem Erdkundebereich.

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