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Novalis war bekannt für seine Visionen, mystischen Ideen und seine Verbindung von Philosophie und Poesie. In unserem Beitrag und im Video erfährst du alles zu Novalis und seinen Werken.

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Inhaltsübersicht

Wer war Novalis?

Bild zeigt einen Steckbrief zu Novalis: geboren am 2. Mai 1772 in Oberwiederstedt, gestorben am 25. März 1801 in Weißenfels, Herkunft Deutschland, Beruf Dichter, Schriftsteller und Philosoph. Bekannt ist er für seine Gedichte, den Roman „Heinrich von Ofterdingen“, die „Hymnen an die Nacht“ und seine Bedeutung für die deutsche Romantik. Novalis hieß eigentlich Georg Philipp Friedrich von Hardenberg. Sein Künstlername „Novalis“ bedeutet „Neuland bestellend“. Seine Werke verbinden Natur, Liebe, Religion und Fantasie miteinander.
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Steckbrief Novalis

Novalis war ein deutscher Dichter und Philosoph, der von 1772 bis 1801 lebte. Sein eigentlicher Name war Georg Philipp Friedrich von Hardenberg. Er gehört zu den wichtigsten Vertretern der Frühromantik.

In seinen Texten verband er Literatur mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Gedanken. Novalis beschäftigte sich besonders mit Natur, Liebe, Sehnsucht, Religion und Tod. Diese Themen spiegeln sich auch in der Blauen Blume wider, ein bekanntes Symbol in Novalis’ Roman Roman „Heinrich von Ofterdingen“.

Das Leben von Novalis

Novalis wurde am 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt im heutigen Sachsen-Anhalt geboren. Er stammte aus einer adligen Familie und war das zweite von elf Kindern. Sein Vater arbeitete später als Direktor mehrerer Salinen.

Seine Familie zog später nach Weißenfels. Novalis erhielt eine umfassende Bildung und interessierte sich schon früh für Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften.

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Studium und erste Kontakte

Ab 1790 studierte Novalis Rechtswissenschaften in Jena, später auch in Leipzig und Wittenberg. Während dieser Zeit kam er mit bedeutenden Denkern und Schriftstellern in Kontakt.

In Jena begegnete er unter anderem Friedrich Schiller. Später beschäftigte er sich intensiv mit den Ideen des Philosophen Johann Gottlieb Fichte, die sein eigenes Denken beeinflussten.

Nach seinem Jurastudium begann Novalis eine Tätigkeit in der Verwaltung. 1794 arbeitete er bei einem Kreisamt in Tennstedt.

Seine große Liebe: Sophie von Kühn

In dieser Zeit lernte Novalis Sophie von Kühn kennen. Die beiden verlobten sich 1795. Sophie war damals erst 13 Jahre alt.

Nur zwei Jahre später starb sie im Alter von 15 Jahren. Ihr Tod traf Novalis schwer und beeinflusste auch sein Schreiben. Themen wie Liebe, Tod, Nacht und Sehnsucht spielten danach eine besonders große Rolle in seinen Werken.

Bergbau und Beruf

Novalis war nicht nur Schriftsteller. Ab 1796 arbeitete er bei der Salinenverwaltung in Weißenfels. Um sich dafür weiterzubilden, studierte er später an der Bergakademie Freiberg unter anderem Geologie, Chemie und Bergbaukunde.

Dadurch beschäftigte er sich intensiv mit der Natur und naturwissenschaftlichen Fragen. Diese Kenntnisse tauchen auch in seinen literarischen und philosophischen Texten immer wieder auf.

1798 veröffentlichte er erstmals Texte unter dem Namen Novalis. Das Pseudonym geht auf einen alten Beinamen seiner Familie zurück.

Novalis’ Tod

Um 1800 erkrankte Novalis schwer. Er starb am 25. März 1801 in Weißenfels und wurde nur 28 Jahre alt. Als Todesursache wird meist eine schwere Lungenerkrankung genannt.

Viele seiner Texte blieben deshalb unvollendet und wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht. Dazu gehören auch die Romane „Heinrich von Ofterdingen“ und „Die Lehrlinge zu Sais“.

Novalis und die Romantik

Novalis kannst du der Frühromantik zuordnen, also der ersten Phase der Romantik. Sie entwickelte sich ungefähr zwischen 1795 und 1804. Typisch für diese Epoche war die Vorstellung, dass sich die Welt nicht allein mit Vernunft erklären lässt. Deshalb spielen in Novalis’ Werken folgende Aspekte eine wichtige Rolle:

❤️ Gefühle
✨ Fantasie
🌿 Natur
💭Träume
🪄 Geheimnisvolle 

Er interessierte sich besonders für die Frage, wie der Mensch über die sichtbare Wirklichkeit hinausdenken und einen tieferen Sinn im Leben entdecken kann.

Romantisierung

Ein wichtiger Gedanke bei Novalis ist die Romantisierung. Damit meinte er, dass etwas Alltägliches auf eine neue und besondere Weise betrachtet wird. Gewöhnliche Dinge sollen dadurch geheimnisvoller, bedeutungsvoller oder außergewöhnlicher erscheinen.

Die Romantisierung verändert also nicht die Wirklichkeit selbst, sondern den Blick auf sie. Ein einfacher Wald kann zum Beispiel nicht nur aus Bäumen bestehen, sondern als geheimnisvoller Ort erscheinen, der Erinnerungen, Gefühle oder Vorstellungen auslöst. Für Novalis war die Dichtung eine Möglichkeit, solche verborgenen Bedeutungen sichtbar zu machen.

Die Blaue Blume

Ein besonders bekanntes romantisches Motiv bei Novalis ist die Blaue Blume. Sie taucht in seinem Roman „Heinrich von Ofterdingen“ auf. Dort träumt die Hauptfigur Heinrich zu Beginn von einer geheimnisvollen blauen Blume, die eine starke Anziehung auf ihn ausübt.

Die Blaue Blume steht vor allem für Sehnsucht und das Streben nach etwas Unerreichbarem. Sie zeigt, dass Novalis nach etwas sucht, das über sein bisheriges Leben hinausgeht. Dabei geht es nicht um ein konkretes Ziel, sondern um eine innere Suche nach Erfüllung und Orientierung.

Gerade weil die Bedeutung der Blume nicht vollständig festgelegt ist, wurde sie zu einem der bekanntesten Symbole der Romantik.

Werke von Novalis

Novalis schrieb Gedichte, philosophische Texte und Romane. Viele seiner Werke blieben wegen seines frühen Todes unvollendet oder wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören:

  • „Hymnen an die Nacht“ (1800): In diesem Gedichtzyklus setzt sich Novalis mit Nacht, Tod und Vergänglichkeit auseinander. Dabei verarbeitet er auch seine Trauer über den Tod seiner Verlobten Sophie von Kühn. 
  • „Heinrich von Ofterdingen“ (1802): Der unvollendete Roman erzählt von Heinrichs Entwicklung zum Dichter. Auf seiner Reise sammelt er verschiedene Erfahrungen und versucht herauszufinden, welche Bedeutung Poesie und Liebe für sein Leben haben. 
  • „Die Lehrlinge zu Sais“ (1802): In diesem ebenfalls unvollendeten Roman beschäftigt sich Novalis mit der Frage, wie der Mensch die Natur erkennen und verstehen kann. Dabei treffen unterschiedliche Vorstellungen von Wissen, Wissenschaft und Natur aufeinander.
  • „Geistliche Lieder“: In diesen Gedichten stehen Glaube und Religion im Mittelpunkt. Sie zeigen, dass das Christentum und die Vorstellung einer Verbindung zwischen dem Menschen und einer höheren Welt einen wichtigen Teil von Novalis’ Denken bildeten.

Literatur verstehen

Novalis gehört zur Frühromantik und ist ein wichtiger Autor der deutschen Literatur. Wer sich mit Literatur beschäftigt, ordnet Autoren, Werke, Motive und Epochen in größere Zusammenhänge ein. So wird klar, wie Texte Gefühle, Ideen und Symbole nutzen und warum sie für eine bestimmte Zeit typisch sind. Im Allgemeinwissensbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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