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Was ein Zyklon ist und wie er entsteht, erfährst du hier im Beitrag und im Video dazu!

Inhaltsübersicht

Was ist ein Zyklon?  

Ein Zyklon ist ein tropischer Wirbelsturm. Er entsteht hauptsächlich über dem Indischen Ozean oder dem Südpazifik. In seltenen Fällen kommt er auch im Südatlantik vor. Dabei hat der Wirbelsturm eine Geschwindigkeit von mindestens 119 km/h und kann bis zu 300 km/h schnell sein.

Gut zu wissen: Tropische Wirbelstürme gibt es auch in anderen Meeresgebieten. Je nachdem wo sie entstehen, nennst du sie dann aber Hurrikan (nördlicher Atlantik und nordöstlicher Pazifik), Taifun (nordwestlicher Pazifik) oder Willy-Willies (Nordküste Australiens).

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Wo entstehen Zyklone?

Ein Zyklon entsteht in warmen Sommermonaten, indem das warme Meerwasser verdunstet. So bilden sich Gewitterwolken, die sich zu einem Wirbelsturm entwickeln. Er kann dabei einen Gesamtradius bis zu 1.000 Kilometer haben. Das Zentrum des Zyklons ist 20 bis 60 Kilometer breit und wird auch als Auge des Sturms bezeichnet. Es ist windstill und wolkenfrei, weshalb du es gut auf Satellitenbildern erkennst. 

Wütet ein Zyklon, kann das verheerende Folgen mit sich bringen. Insbesondere Küstenregionen sind von oft meterhohen Flutwellen und Verwüstungen betroffen.

Wie entsteht ein Zyklon?  

Für die Entstehung eines Zyklons muss das Wasser eine Temperatur von mindestens 26,5 °C haben. In tropischen Gebieten erhitzt die Sonne die oberen Wasserschichten des Ozeans besonders stark. Auch die Luft darüber erwärmt sich und steigt nach oben. Dabei nimmt sie so viel Feuchtigkeit auf, dass sich in der Luft Gewitterwolken bilden und es zu Niederschlägen kommt.

Durch die aufsteigende Luft verringert sich an der Wasseroberfläche der Luftdruck . Deshalb entsteht ein Tiefdruckgebiet . Als Folge strömt Luft von außen in das Tiefdruckgebiet ein, um den Druckunterschied auszugleichen.

Dabei bewegt sich die Luft aber nicht geradlinig auf das Tiefdruckgebiet zu, sondern wird in verschiedene Bewegungsrichtungen gelenkt. Das liegt an der Rotation unserer Erde. Sie wirkt mit einer ablenkenden Kraft auf die Luft. Diese Kraft nennst du auch Corioliskraft .

Auf der Nordhalbkugel lenkt sie die Luftmassen in ihrer Bewegungsrichtung nach rechts ab. Sie strömen deshalb in einer Kreisbahn gegen den Uhrzeigersinn um das Tiefdruckgebiet. Auf der Südhalbkugel sorgt die Corioliskraft für eine Drehung im Uhrzeigersinn.

Weil sich die Kreisbewegung bis in die Höhe fortsetzt, drehen sich auch die Wolken mit. So entstehen die typischen Wirbel, die du in Satellitenaufnahmen von Zyklonen siehst.

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Wie entsteht ein Zyklon? Die Anfangsphase

Die Luft, die ins Tiefdruckgebiet nachströmt, erwärmt sich ebenfalls. Das führt dazu, dass sie wieder aufsteigt, dabei Feuchtigkeit aufnimmt, kondensiert und das Tiefdruckgebiet verstärkt wird. Dadurch strömt noch mehr Luft nach, sodass der Zyklon immer mehr an Geschwindigkeit gewinnt.

Der Zyklon verstärkt sich dabei durch folgenden Kreislauf selbst:

Aufsteigende Luft → Wolkenbildung → Abregnen → nachströmende Luft

Im Zentrum des Tiefdruckgebiets, um das sich die Luftmassen drehen, ist es allerdings fast windstill. Diesen Bereich nennst du das Auge des Sturms. Dort sinkt kalte Luft ab, sodass sich die Wolken auflösen. Deswegen erkennst du auf Satellitenbildern das Auge des Sturms als einen meist wolkenlosen Kreis in der Mitte des Wirbelsturms.

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Wie entsteht ein Zyklon? Der ausgewachsene Wirbelsturm

Bewegt sich der Zyklon weiter ins Inland, löst er sich auf. Das liegt daran, dass ihm hier die warme, feuchte Luft fehlt, die den Wirbelsturm antreiben. 

Merke: Ein Zyklon und mehrere Zyklone bezeichnen tropische Wirbelstürme. Daneben gibt es noch die Begriffe „eine Zyklone“ und „mehrere Zyklonen“. Das sind dynamische Tiefdruckgebiete, die das Wetter beeinflussen.

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Zyklonen — Windstärke und Folgen

Um verschiedene Wirbelstürme einstufen zu können, werden sie in Windskalen eingeordnet. Um die Stärke von Zyklonen zu beschreiben, werden die Saffir-Simpson-Skala und die Beaufort-Skala verwendet. 

  • Saffir-Simpson Skala: In dieser Skala werden tropische Wirbelstürme anhand ihrer Geschwindigkeiten in fünf Kategorien eingeteilt. Der Zyklon Gonu, der 2007 in Arabien wütete, wurde mit einer Geschwindigkeit bis zu 316 km/h in der höchsten Kategorie 5 eingestuft.
     
  • Beaufort-Skala: Diese Skala beschreibt die Geschwindigkeiten von Wind allgemein. Dabei gibt es 13 Stärkebereiche, die auf den beobachteten Folgen des Windes basieren. Da ein Zyklon eine Mindestgeschwindigkeit von 119 km/h hat, gehört er in dieser Skala in die höchste Stufe 12.

Die hohen Windstärken von Zyklonen können gefährliche Folgen haben. Nähert sich ein Zyklon dem Festland, löst er große Flutwellen von bis zu zehn Metern aus, die zu Überschwemmungen führen. Außerdem kann er mit seinen hohen Windgeschwindigkeiten große Verwüstungen an Küstenregionen anrichten.

Einer der stärksten Zyklonen war der Bhola-Zyklon, der im Jahr 1970 in Ostpakistan wütete. Mit einer Geschwindigkeit von 205 km/h tobte er über das Land und kostete 500.000 Menschen das Leben. Er gilt als einer der schwerwiegendsten Wirbelstürme, die jemals aufgezeichnet wurden.

Zyklon, Hurrikan und Taifun — Unterschiede

Zu den tropischen Wirbelstürmen gehören neben Zyklonen noch andere Arten, wie beispielsweise der Hurrikan . Grundsätzlich beschreibt er das gleiche Wetterphänomen wie ein Zyklon. Die zwei Wirbelstürme unterscheiden sich dabei nur in ihrem Entstehungsort.

Im Gegensatz zu einem Zyklon, der im Indischen Ozean oder dem Südpazifik entsteht, gibt es Hurrikane nur im nördlichen Atlantik und nordöstlichen Pazifik. Sie können die Küsten der USA, der Karibik und des Golfs von Mexiko betreffen.

Ähnlich ist es bei dem Taifun. So nennst du tropische Wirbelstürme, die über dem nordwestlichen Pazifik entstehen. Davon sind vor allem Länder im südwestlichen Asien betroffen, beispielsweise Japan, Taiwan und die Philippinen.

Orkan 

Zyklonen sind Wirbelstürme, die in tropischen Gebieten entstehen. Im Gegensatz dazu entwickeln sich andere Wirbelstürme in außertropischen Gebieten. Dazu gehört beispielsweise der Orkan. Was genau ein Orkan ist und wie er entsteht, erfährst du hier im Video!

Zum Video: Orkan
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Zyklon — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was heißt „Cyclone“ auf Deutsch?
    „Cyclone“ heißt auf Deutsch meist „Zyklon“ und meint einen tropischen Wirbelsturm. In manchen Zusammenhängen kann „Cyclone“ auch ganz allgemein „Wirbelsturm“ bedeuten, also nicht unbedingt nur die Bezeichnung für eine bestimmte Entstehungsregion.
  • Sind Zyklone und Taifune dasselbe?
    Zyklone und Taifune sind im Grunde dasselbe Wetterereignis, nämlich tropische Wirbelstürme. Der Unterschied liegt vor allem im Namen je nach Entstehungsgebiet: „Taifun“ sagt man für Stürme im nordwestlichen Pazifik, „Zyklon“ eher für den Indischen Ozean und den Südpazifik.
  • Warum entstehen Zyklone nicht direkt am Äquator?
    Zyklone entstehen nicht direkt am Äquator, weil dort die Corioliskraft (Ablenkung durch Erdrotation) zu schwach ist, um die Luft in eine stabile Drehbewegung zu bringen. Erst etwas nördlich oder südlich vom Äquator wird die Ablenkung groß genug, damit sich ein Wirbel aufbauen kann.
  • Was ist der Unterschied zwischen „ein Zyklon“ und „eine Zyklone“?
    „Ein Zyklon“ meint einen tropischen Wirbelsturm, also einen sehr starken Sturm über warmem Meer. „Eine Zyklone“ meint dagegen ein dynamisches Tiefdruckgebiet, das das Wetter beeinflusst und nicht automatisch ein tropischer Wirbelsturm ist. Die Pluralformen sind entsprechend „Zyklone“ und „Zyklonen“.

Wirbelstürme verstehen

Ein Zyklon ist ein tropischer Wirbelsturm und gehört zum Themenfeld der Wirbelstürme. Wer sich mit Wirbelstürmen beschäftigt, vergleicht ihre Entstehung, ihre Stärke und ihre Folgen in verschiedenen Regionen der Erde. Dabei wird klar, wie Meer, Luft und Wind zusammenwirken und warum solche Stürme so gefährlich sind. Weitere Videos dazu findest du in unserem Erdkundebereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.