Du willst wissen, wie du für ein Produkt den Gewinnzuschlag berechnen kannst? Hier und im Video erklären wir dir alles, was du dazu wissen musst.
Inhaltsübersicht
Gewinnzuschlag berechnen einfach erklärt
Du brauchst den Gewinnzuschlag, um den Verkaufspreis eines Produktes zu bestimmen. Dafür rechnest du den Gewinnzuschlag zum Selbstkostenpreis dazu. Der Gewinnzuschlag, oder auch Gewinnaufschlag genannt, ist dabei entweder als Prozentzahl oder als absoluter Betrag angegeben.
Die Prozentzahl heißt Gewinnzuschlagssatz. Den Gewinnzuschlag als absoluten Betrag berechnest du dann mit folgender Formel:
Gewinnzuschlag = Selbstkosten • Gewinnzuschlagssatz
Für den Verkaufspreis rechnest du also zu den gesamten entstandenen Kosten (= Selbstkosten) eine bestimmte Gewinnspanne dazu:
Verkaufspreis = Selbstkosten + Gewinnzuschlag
Da jedes produzierende Unternehmen auf Gewinn ausgerichtet ist, muss der Gewinnzuschlag auch in der Verkaufspreiskalkulation berücksichtigt werden.
Trotzdem hat der Gewinnzuschlag nichts mit dem tatsächlich erarbeiteten Gewinn des Unternehmens zu tun. Der Unternehmensgewinn ist die Differenz zwischen Aufwand und Ertrag eines betrachteten Zeitraums. Wohingegen der Gewinnzuschlag dafür sorgt, dass das Unternehmen mit dem Verkauf eines Produktes keinen Verlust macht.
Gewinnaufschlag berechnen — Beispiel
Die Schuh GmbH hat einen neuen Laufschuh entwickelt. Seine Selbstkosten liegen bei 135€. Das Unternehmen will die Preise mit einem Gewinnzuschlagssatz von 22% berechnen. Wie hoch ist also der Nettoverkaufspreis des Laufschuhs?
Zuerst setzt du die Angaben in die Gewinnzuschlag Formel ein:
Gewinnzuschlag = Selbstkosten • Gewinnzuschlagssatz = 135€ • 22% = 29,70€
Den Gewinnaufschlag rechnest du nun zu den Selbstkosten hinzu, um den Nettoverkaufspreis zu erhalten:
Nettoverkaufspreis = Gewinnzuschlag + Selbstkosten = 29,70€ + 135€ = 164,70€
Die Schuh GmbH muss ihren Laufschuh also für 164,70€ netto verkaufen, damit sie ihre geplanten Gewinne erzielen.
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Gewinnaufschlag vs. Handelsspanne
Der Gewinnzuschlag und die Handelsspanne beschreiben das Gleiche, nur in zwei unterschiedlichen Unternehmensarten.
Der Gewinnzuschlag oder Gewinnaufschlag sind Begriffe für das produzierende Gewerbe. Sie beschreiben den Betrag, der auf die Selbstkosten dazugerechnet wird, um Gewinn zu erwirtschaften.
Die Handelsspanne ist das entsprechende Gegenstück für ein Handelsunternehmen. Sie entspricht der Differenz zwischen dem Bezugspreis und dem tatsächlichen Verkaufspreis.
Handelsspanne Beispiel
Das A&B Geschäft verkauft Kleider, die im Einkauf 80€ kosten. Für ein Stück verlangen sie am Ende 105€. Wie hoch ist die Handelsspanne?
Die Handelsspanne berechnest du, indem du den Einkaufspreis vom Verkaufspreis abziehst:
Handelsspanne = Verkaufspreis – Einkaufspreis = 105€ – 80€ = 25€
Die Handelsspanne bei den Kleidern liegt somit bei 25€. Das Handelsunternehmen hat also 25€ Gewinnspanne auf den Einkaufspreis draufgerechnet.
Handelsspanne
Prima! Jetzt weißt du, wie du mit dem Gewinnzuschlagssatz den Gewinnzuschlag berechnen kannst. Das Gegenstück im Handelsgewerbe ist die Handelsspanne. Willst du mehr darüber erfahren? Dann schau gleich in unser Video .
Gewinnzuschlag berechnen — häufigste Fragen
(ausklappen)
Gewinnzuschlag berechnen — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Auf welche Kosten bezieht sich der Gewinnzuschlagssatz?Der Gewinnzuschlagssatz bezieht sich auf die Selbstkosten eines Produkts. Gemeint sind damit die gesamten entstandenen Kosten, die das Produkt das Unternehmen wirklich gekostet hat. Auf diese Selbstkosten wird der Prozentsatz angewendet, um den Gewinnzuschlag als Geldbetrag zu berechnen.
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Wie berechnet man den Gewinnzuschlagssatz?Den Gewinnzuschlagssatz berechnet man, indem man den Gewinnzuschlag durch die Selbstkosten teilt und das Ergebnis als Prozentwert angibt. Konkret: Bei Selbstkosten von
und einem Gewinnzuschlag von
gilt
.
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Entspricht ein Aufschlag von 100 Prozent einer Gewinnspanne von 50 Prozent?Ein Aufschlag von 100 Prozent entspricht einer Gewinnspanne von 50 Prozent, wenn die Gewinnspanne auf den Verkaufspreis bezogen ist. Zum Beispiel: Kosten
, Aufschlag
bedeutet Verkaufspreis
. Der Gewinn beträgt dann
, und
.
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Bezieht man die Mehrwertsteuer in den Gewinnzuschlag ein oder erst beim Bruttopreis?Die Mehrwertsteuer bezieht man erst beim Bruttopreis ein, nicht in den Gewinnzuschlag. Den Gewinnzuschlag rechnet man auf die Selbstkosten, um den Nettoverkaufspreis zu erhalten. Auf diesen Nettoverkaufspreis wird danach die Mehrwertsteuer aufgeschlagen, damit der Bruttopreis entsteht.
Kalkulation verstehen
Der Gewinnzuschlag gehört zur Kalkulation und ist ein fester Teil bei der Preisbildung in Unternehmen. Wer sich mit Kalkulation beschäftigt, ordnet Kosten, Zuschläge und Preise in die richtige Reihenfolge ein. Dabei wird klar, wie aus einzelnen Rechenschritten ein sinnvoller Verkaufspreis entsteht. Im Wirtschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.