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Alexander der Große gilt als einer der größten Eroberer, die die Geschichte je gesehen hat. Wer er war und welches Reich er beherrschte, erfährst du hier und im Video!

Inhaltsübersicht

Wer war Alexander der Große?

Das Bild ist ein Steckbrief von Alexander dem Großen mit den wichtigsten Informationen.
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Steckbrief Alexander der Große

Alexander III. von Makedonien — besser bekannt als „Alexander der Große“ — war einer der berühmtesten Könige und Anführer der Antike. Er regierte Makedonien, ein Land nordöstlich vom heutigen Griechenland. Mit Geschick schaffte er es, zahlreiche Schlachten zu gewinnen — und das trotz kleiner Armee! So konnte Alexander der Große sein Reich von Griechenland aus über Persien bis nach Indien vergrößern.

Den Beinamen „der Große“ erhielt er aber erst nach seinem Tod. Das soll zeigen, wie mächtig und erfolgreich er als Herrscher war — nicht seine Körpergröße.

War Alexander der Große Makedonier oder Grieche?

Von Geburt an war Alexander eigentlich Makedonier. Da er aber Griechisch sprach und die griechische Kultur überall in seinem riesigen Reich verbreitete, gilt er historisch auch als Grieche.

Was hat Alexander der Große erreicht?

Alexander der Große ging wegen seines großen Reiches in die Geschichte ein. Denn er eroberte innerhalb weniger Jahre eines der größten Reiche der Antike (ca. 5 Millionen km²). Mit einem 11 Jahre langen Feldzug vergrößerte er sein Herrschaftsgebiet von Makedonien bis an die Grenze Indiens.

💡 Bei einem Feldzug zieht ein König oder Anführer mit seiner ganzen Armee in ein fremdes Land, um durch Schlachten neue Gebiete zu erobern.

Das Bild zeigt eine Karte des Reiches von Alexander dem Großen.
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Das Reich von Alexander dem Großen

Sein Feldzug erstreckte sich über 32.000 km und über viele Ländergrenzen hinweg. Am Ende war sein Reich so groß wie die heutigen Länder Griechenland, Türkei, Syrien, Libanon, Israel, Jordanien, Ägypten, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan zusammen!

Durch die Eroberungen von Alexander dem Großen verbreitete sich die griechische Sprache, Kunst und Wissenschaft in weiten Teilen des Nahen Ostens und Asien. Er gilt deshalb als Begründer des Hellenismus. Das war eine Epoche, die für die nächsten 300 Jahre die Antike prägte. In dieser Zeit vermischte sich die griechische Kultur mit den Bräuchen der eroberten Länder.

Um sein riesiges Reich zusammenzuhalten, förderte Alexander diese Verbindung. Er trug persische Kleidung, übernahm persische Bräuche und veranstaltete die berühmte „Massenhochzeit von Susa“ (324 v. Chr.). Dabei wurden zahlreiche Makedonier mit persischen Frauen verheiratet. Er selbst heiratete drei persische Prinzessinnen.

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Das Leben von Alexander dem Großen

Schon von klein auf wurde der Grundstein gelegt, dass Alexander der Große ein bedeutendes Leben führen wird. 

Kindheit und Jugend

Alexander war der Sohn des makedonischen Königs Philipp II. und seiner Frau Olympia. Sein Vater hatte zuvor 339 v. Chr. Griechenland erobert.

Schon als kleiner Junge beteiligte er sich an Kriegen seines Vaters und war somit militärisch bestens ausgebildet. Auch in Bereichen wie Philosophie, Kunst und Mathematik erhielt Alexander als Kind die höchste Bildung. Zu seinen Lehrern gehörten die Besten seiner Zeit. Er wurde z. B. vom griechischen Philosophen Aristoteles in Logik, Naturwissenschaften und Heilkunde erzogen.

Nach der Ermordung seines Vaters wurde er mit gerade einmal 20 Jahren zum König von Makedonien gekrönt. Gleichzeitig wurde Alexander der Große Heerführer und Leiter des „Korinthischen Bundes“ — einem Zusammenschluss der griechischen Stadtstaaten, den Alexanders Vater gegründet hatte.

Alexanders Pferd Bukephalos

Alexanders treuer Gefährte, sein Pferd Bukephalos, galt als unzähmbar. Doch im Alter von nur 10 Jahren gelang es ihm, das Pferd zu reiten. Er erkannte nämlich, dass das Pferd Angst vor seinem eigenen Schatten hatte. Sein Vater sagte daraufhin zu ihm: „Geh, mein Sohn, suche dir ein eigenes Königreich, das deiner würdig ist. Makedonien ist nicht groß genug für dich“.

Feldzug und Eroberungen

Ein Jahr nach der Krönung zum König begann Alexander im Jahr 334 v. Chr. seinen 11 Jahre langen Feldzug mit dem ursprünglichen Ziel, die Westküste Kleinasiens zu erobern.

Der Feldherr und seine Truppen schlugen sich ins persische Reich vor, bis es 333 v. Chr. zur großen Schlacht bei Issos kam. Dort siegte er über die Armee des persischen Herrschers, die zahlenmäßig eigentlich überlegen war. 

Nachdem Alexander die Perser bei Issos das erste Mal besiegt hatte, stieß er vor bis nach Ägypten. Die dortigen Bewohner empfingen den makedonische König mit Freude. Er wurde als Gottkönig verehrt und sogar zum Pharao gekrönt. In Ägypten errichtete er außerdem die Stadt Alexandria, die auch heute noch seinen Namen trägt.

Weil der Krieg gegen Persien noch nicht beendet war, trafen die Truppen in der Schlacht von Gaugamela 331 v. Chr. erneut aufeinander. Diesmal wurden die Perser endgültig besiegt. Alexander hatte das persische Reich in nur drei Jahren und mit gerade einmal 40.000 Mann erobert. Daraufhin ließ er sich zum König von Asien ausrufen.

Zuletzt drang Alexander bis nach Indien vor. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Soldaten aber mit ihren Kräften am Ende, denn auf ihrem Weg hatten sie mit schweren Wetterbedingungen, knappen Ressourcen und Krankheit zu kämpfen.  Deshalb zwangen die Soldaten Alexander 325 v. Chr. dazu, den Eroberungsfeldzug zu beenden und wieder in die Heimat zurückzukehren.

Gordischer Knoten

Auf seinem Feldzug kam Alexander nach Gordion (in der heutigen Türkei). Dort stand der alte Streitwagen des Königs Gordios. Am Wagen gab es den gordischen Knoten – ein Seil, das die Holzstange (Deichsel) und das Tragegestell (Zugjoch) so fest miteinander verband, dass niemand es aufknoten konnte. 

Ein Orakel prophezeite: Wer den Knoten lösen kann, wird Herrscher über Asien. Alexander soll es geschafft haben, indem er den Knoten mit dem Schwert zerschlug. Und er wurde tatsächlich Herrscher von Asien!

💡 Deshalb sagt man noch heute „den gordischen Knoten durchschlagen“, wenn jemand ein schwieriges Problem schnell und clever löst!

Tod

Nach seiner Rückkehr hatte der begabte Heerführer bereits weitere Feldzüge gegen Arabien bis nach Gibraltar geplant. Diese Pläne konnte er aber nicht mehr umsetzen. Denn Alexander starb 323 v. Chr. im Alter von nur 33 Jahren in Babylon. Woran, das ist nicht ganz sicher. Vermutlich wurde er vergiftet oder erkrankte an Fieber oder Typhus, einer schweren Infektion durch Bakterien. Seine Generäle kämpften nach Alexanders Tod um die Nachfolge und teilten das Reich unter sich in 3 Teile auf.

Begraben wurde Alexander der Große in einem prächtigen Grab in Alexandria, welches heute aber nicht mehr auffindbar ist. Das Wissen darüber scheint bereits vor über 1500 Jahren verloren gegangen zu sein.

Alexander der Große — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wer waren die Diadochen?
    Die Diadochen waren die wichtigsten Nachfolger (Feldherren und Statthalter) Alexanders des Großen, die nach seinem Tod die Macht in seinem Reich übernahmen und gegeneinander um Gebiete kämpften. Dazu gehörten vor allem seine Generäle, zum Beispiel Ptolemaios, Seleukos, Antigonos, Lysimachos und Kassander.
  • Warum zerfiel das Reich Alexanders des Großen nach seinem Tod so schnell?
    Das Reich Alexanders des Großen zerfiel nach seinem Tod schnell, weil es keinen klaren erwachsenen Nachfolger gab und seine Generäle eigene Macht wollten. Dadurch entstanden Machtkämpfe zwischen den Führern, die sich nicht auf eine zentrale Herrschaft einigen konnten; außerdem war das Gebiet riesig und nur durch Alexanders persönliche Autorität zusammengehalten. In den Diadochenkriegen teilten die Sieger das Reich schließlich in mehrere Staaten auf.
  • Welche Schattenseiten hatte Alexander der Große?
    Alexander der Große hatte Schattenseiten, weil er Macht oft mit harter Gewalt durchsetzte und Gegner rücksichtslos ausschaltete. Nach der Ermordung seines Vaters ließ er mögliche Thronrivalen hinrichten. Aufstände in griechischen Städten ließ er blutig niederschlagen und Einwohner töten oder versklaven.
  • War Alexander der Große ein Held?
    Alexander der Große ist nicht eindeutig ein Held, weil seine militärischen Erfolge mit Eroberungskrieg und großer Gewalt verbunden waren. Man kann ihn für Strategie und die Ausbreitung griechischer Kultur bewundern. Gleichzeitig ließ er Gegner töten und Städte brutal unterwerfen, weshalb viele ihn kritisch beurteilen.

Antike verstehen

Alexander der Große gehört zur Antike und ist eine wichtige Person der alten Geschichte. Wer sich mit der Antike beschäftigt, ordnet Reiche, Herrscher und wichtige Ereignisse in Zeit und Raum ein. So wird klar, wie Macht, Kriege und kultureller Austausch ganze Regionen verändert haben. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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