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Du möchtest wissen, was der Marxismus ist und was Karl Marx damit zu tun hat? Hier und im Video erfährst du es!

Inhaltsübersicht

Marxismus einfach erklärt

Der Marxismus ist ein Sammelbegriff für verschiedene Theorieansätze und beschreibt, wie eine Gesellschaft und ihre Wirtschaft aussehen soll. Er basiert auf den Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels. Sie forderten eine Gesellschaft ohne Klassenunterschiede, in der jeder die gleichen Voraussetzungen hat. 

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Karl Marx – der Begründer des Marxismus

Ihre Theorie war die Antwort auf den im 19. Jahrhundert vorherrschenden Kapitalismus. Den lehnten sie ab, da er für große soziale Ungleichheiten in der Gesellschaft sorgte. Denn im Kapitalismus schufteten die Arbeiter hart für wenig Geld, während die Unternehmer den Gewinn aus der mühsamen Arbeit bekamen.

Übrigens: Der Begriff „Marxismus“ wurde nie von Karl Marx verwendet. Er entstand erst später. Marx nannte seine Theorie den wissenschaftlichen Sozialismus“ und veröffentlichte sie in seinem Werk: dem „Kommunistischen Manifest“.

Hintergründe des Marxismus

Doch wie kamen Marx und Engels auf die Idee des Marxismus? Im frühen 19. Jahrhundert änderte sich das Leben der Menschen durch die Industrialisierung.  Durch die Einführung von Maschinen verloren viele Menschen ihre Arbeit oder waren gezwungen für wenig Geld in den Fabriken zu arbeiten. Es entstand eine arme Arbeiterschicht, Marx nannte sie das Proletariat.

Demgegenüber standen die Unternehmer und Fabrikbesitzer (Kapitalisten), die von der Industrialisierung profitierten und immer reicher wurden. Sie beuteten die Arbeiter aus und sorgten so dafür, dass sich die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter vergrößerte.

An dieser Stelle kam Karl Marx ins Spiel. Der studierte Rechtswissenschaftler kritisierte die Umstände in der Gesellschaft und entwickelte als Antwort darauf den Marxismus. Dabei rief er das Proletariat zur Revolution auf.

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Die zentralen Aussagen des Marxismus

Der Marxismus ist nicht nur eine wissenschaftliche Theorie, sondern viel mehr auch eine politische Anleitung für die Bevölkerung. 

Unter dem Leitspruch „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ forderte Karl Marx‘ Theorie einen Umsturz in der Gesellschaft. Für ihn war ein Kampf zwischen den Klassen unausweichlich. Sein Ziel war es, dass sich die Arbeiterklasse erhebt und eine Revolution startet, bei der sie die Kapitalisten enteignet.

Das Eigentum sollte dann unter allen Menschen aufgeteilt werden. Marx nannte das die „Diktatur des Proletariats“. Insgesamt sollte es kein Privateigentum an Produktionsmitteln, also Fabriken, Maschinen oder Rohstoffen mehr geben. Diese sollten stattdessen von der gesamten Gesellschaft kontrolliert werden. So würde die Ausbeutung der Arbeiter verhindert werden. 

Umsetzung in der Politik

Es gab in der Vergangenheit mehrere Versuche, den Marxismus umzusetzen. Immer wieder versuchten Politiker, den Marxismus an ihre Länder anzupassen. So zum Beispiel auch Wladimir Lenin in der Sowjetunion.

Er entwickelte den Marxismus-Leninismus, um Marx Theorie umsetzen zu können. Dabei hatte nicht die ganze Gesellschaft die Kontrolle über das Eigentum, sondern nur eine zentrale kommunistische Partei. Die handelte aber letztlich nur in ihrem eigenen Interesse.

Auch andere Staaten unter sowjetischer Führung, wie etwa die DDR, wollten den Marxismus umsetzen. Doch auch hier gab es weiterhin Ungleichheit und Armut in der Gesellschaft.

Insgesamt wurde der Marxismus in vielen Staaten genutzt, um autoritäre Regierungen und Diktaturen zu rechtfertigen, die viel Leid über ihre Bevölkerung brachten. Beispiele dafür sind Nordkorea, Kuba oder Venezuela.

Kritik am Marxismus

Die Kritiker des Marxismus bemängeln an Karl Marx Theorie unter anderem folgendes:

✗ Der Marxismus setzt eine Revolution voraus, in der das alte System komplett abgeschafft wird und die Menschen enteignet werden. Die Diktatur des Proletariats ist somit nicht ohne Gewalt möglich. 

 Zur Umsetzung ist eine zentralisierte Regierung notwendig. Das heißt, es gibt nur eine kleine Gruppe von Regierenden, die die gesamte Macht im Staat haben. Daher ist das System anfällig für Korruption und Machtmissbrauch

 Die Abschaffung von privatem Eigentum sorgt dafür, dass es keine Anreize für den Einzelnen gibt, hart zu arbeiten und neue Technologien zu entwickeln. 

Kommunismus

Karl Marx und Friedrich Engels gelten als Begründer des Kommunismus, der Grundlage der Marxismus-Definition. Doch was genau ist der Kommunismus nochmal? Finde es hier heraus!

Zum Video: Kommunismus
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Marxismus — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wer war Karl Marx?
    Karl Marx war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Gesellschaftskritiker des 19. Jahrhunderts, dessen Ideen den Marxismus prägen. Zusammen mit Friedrich Engels entwickelte er eine Theorie, die den Kapitalismus wegen sozialer Ungleichheit kritisiert. Karl Marx forderte eine Revolution der Arbeiterklasse mit dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft.
  • Was ist ein Marxist?
    „Marxist“ nennt man eine Person, die die Ideen des Marxismus unterstützt oder sich daran orientiert. Dazu gehört meist die Kritik am Kapitalismus und die Vorstellung, dass Klassenunterschiede überwunden werden sollen. Oft verbindet man damit auch die Forderung, dass die Arbeiterklasse politische Macht übernimmt.
  • Was bedeutet marxistisch?
    „marxistisch“ bedeutet, dass eine Idee, Aussage oder Politik auf den Gedanken des Marxismus beruht. Gemeint ist typischerweise eine Sicht, die den Kapitalismus als Ursache von Ausbeutung und sozialer Ungleichheit versteht. Außerdem kann „marxistisch“ für Forderungen stehen, Produktionsmittel gemeinschaftlich zu kontrollieren statt privat zu besitzen.
  • Sind Marxismus und Kommunismus das Gleiche?
    Marxismus und Kommunismus sind nicht das Gleiche, auch wenn sie eng zusammenhängen. Marxismus bezeichnet vor allem die Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels darüber, wie Gesellschaft und Wirtschaft ohne Klassen aussehen sollen. Kommunismus ist die politische Idee einer solchen klassenlosen Gesellschaft, auf die diese Theorie zielt.

Ideologien verstehen

Der Marxismus ist eine politische Ideologie und gehört zu den prägenden Ideen der Neuzeit. Wer sich mit Ideologien beschäftigt, ordnet politische Vorstellungen ein und vergleicht ihre Ziele, Menschenbilder und Folgen für Staat und Gesellschaft. So wird klar, warum Ideen wie Freiheit, Gleichheit oder Ordnung in der Geschichte sehr unterschiedlich gedeutet werden. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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