Du hast etwas vom Siebenjährigen Krieg gehört und möchtest gerne wissen, was das ist? Das erfährst du in diesem Beitrag und in unserem Video !
Inhaltsübersicht
Was war der Siebenjährige Krieg?
Der Siebenjährige Krieg war ein bedeutender Konflikt, der von 1756 bis 1763 ausgetragen wurde. Beteiligt waren die fünf europäischen Großmächte Preußen, Russland, Frankreich, Österreich und Großbritannien. Sie alle kämpften überwiegend in Europa. Ziel für alle Staaten war die Vergrößerung ihrer Gebiete.
Die Konflikte fanden aber nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika, Indien und Afrika statt. Dort bekämpften sich die englischen und französischen Kolonien. Es handelt sich beim Siebenjährigen Krieg also um einen globalen Konflikt mit weitreichenden Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen.
Insgesamt starben aufgrund des Krieges über 500.000 Menschen.
Ursachen des Siebenjährigen Kriegs
Die Ursachen des Siebenjährigen Krieges sind vielschichtig. Es gab vorherige Konflikte und Auseinandersetzungen der Staaten, aber auch ein generelles Bestreben nach Macht. Dieses Machtstreben zeigte sich in unterschiedlichen Formen:
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Allianzen
Frankreich verbündete sich mit Österreich, Russland und Sachsen, um seine Position in Europa zu stärken. Im Gegenzug bildeten Großbritannien und Preußen eine Allianz. -
Angestrebte Expansion
Die europäischen Großmächte strebten nach einer Erweiterung ihres Einflusses und ihrer Macht in der Welt. Der Siebenjährige Krieg bot die perfekte Gelegenheit, dieses Ziel zu verfolgen. Grund dafür war die Globalisierung des Krieges. -
Kolonialer Wettbewerb
Ein bedeutender Auslöser für den Krieg war der Wettbewerb um Kolonien und Handelsinteressen in Nordamerika, Indien und Afrika. Großbritannien und Frankreich waren besonders in Nordamerika aktiv und kämpften um die internationale Vorherrschaft.
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Was geschah während des Siebenjährigen Kriegs?
Auf der einen Seite stand das Königreich Preußen, zusammen mit Großbritannien. Auf der anderen Seite hingegen positionierten sich Frankreich, Österreich und Russland.
Durch die Machtbestrebungen aller europäischen Großmächte, intensivierten sich die Spannungen zwischen den Ländern. Der Konflikt gipfelte schließlich im Jahr 1756 mit dem Siebenjährigen Krieg. Zu Beginn des Jahres schloss sich die österreichische Kaiserin Maria Theresia mit Frankreich, Sachsen und Russland zusammen. Preußen erfuhr von der Koalition und marschierte daraufhin im August in Sachsen ein. Der Siebenjährige Krieg begann.
England schloss sich kurz darauf Preußen an. Sie erhofften sich, durch das Bündnis neue Gebiete zu erhalten. Preußen schaffte es Anfang des Jahres 1757, Sachsen zu besetzen und sah das als ersten territorialen Sieg gegen Österreich.
Die drei anderen Großmächte schafften es aber anschließend, eine Offensive auf Preußen zu starten. So rächten sie sich an Friedrich dem Großen, dem König von Preußen. Von allen Seiten kesselten Frankreich, Österreich und Russland Preußen ein. Nur das eroberte Sachsen konnten die Preußen weiterhin verteidigen. Der Druck auf Preußen stieg immer weiter. Viele ihrer Soldaten waren bereits gefallen und der Rest sehr geschwächt. Friedrich der Große hatte keine Chance mehr und war kurz davor, sich geschlagen zu geben.
Doch auf der Gegenseite brach plötzlich Streit aus. Die beiden Bündnispartner Österreich und Russland waren sich aufgrund der hohen Verluste von Soldaten nicht einig, wie der Krieg nun weitergehen sollte. Die kurze Pause nutzte Preußen, um neue Kräfte zu mobilisieren und den Krieg weiterzuführen.
Gut zu wissen: Die kurze Kriegspause, die zu den neuen Kräften Preußens führte, wird heute auch „Mirakel des Hauses Brandenburg“ genannt.
Ende des Siebenjährigen Krieges
Preußen schaffte es, bis 1762 durchzuhalten. Als dann im Januar 1762 die russische Zarin Elisabeth verstarb, fand der Krieg langsam ein Ende. Der neue russische Machthaber wollte nicht länger Krieg führen und die zerstrittenen Parteien Russland und Preußen trafen sich zu Friedensverhandlungen.
Russland schied so aus dem Krieg aus und nachdem einige Gebiete von preußischer Seite zurückerobert wurden, kam es im Jahr 1763 zu einem endgültigen Kriegsende.
Ein globaler Konflikt
In den kolonialisierten Gebieten führten England, Frankreich und ihre verbündeten Kolonien Schlachten um Macht und Ressourcen. Besonders bekannt war der Franzosen- und Indianerkrieg. Nicht nur in den Kolonien, auch auf der See kämpften England und Frankreich um das Recht des Seewegs. Viele Schlachten konnte Großbritannien für sich entscheiden.
1763 trafen sich die Kriegsparteien zu Friedensverhandlungen. Im „Frieden von Paris“ wurde ein Vertrag über die territorialen Veränderungen der Kriegsparteien festgehalten. In Europa gab es keine spürbaren Veränderungen, doch die Schlachten im internationalen Raum hatten riesige Auswirkungen. So gewann England in den Kolonialkriegen viele französische Gebiete in Nordamerika.
Was geschah nach dem Siebenjährigen Krieg?
In der Pariser Friedensverhandlung erhielt England einen Großteil des amerikanischen Kontinents von Frankreich. Auch Kolonien in Indien und Afrika musste Frankreich an England abgeben. Für die Briten war das ein riesiger Sieg und verlieh ihnen große internationale Macht.
Auf der europäischen Ebene hingegen erhielt Preußen große Anerkennung. Sie bekamen zwar keine neuen Landstücke zugesprochen, konnten sich aber durch den Sieg als eine Großmacht Europas behaupten.
Friedrich der Große
Dank des Siebenjährigen Krieges konnte sich Preußen als europäische Großmacht beweisen. Angeführt wurden die Preußen von Friedrich dem II. Er wurde auch Friedrich der Große genannt. Woher er den Titel hat und was er während seiner Zeit als preußischer Anführer erreicht hat, erfährst du in unserem Beitrag!
Siebenjähriger Krieg — häufigste Fragen
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Siebenjähriger Krieg — häufigste Fragen
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Welche Ursachen führten zum Siebenjährigen Krieg?Die Ursachen des Siebenjährigen Krieges lagen vor allem in Macht- und Gebietsinteressen der Großmächte. Außerdem spielten feste Bündnisse eine Rolle, weil sich Preußen mit Großbritannien und Frankreich mit Österreich, Russland und Sachsen zusammenschlossen. Ein dritter Auslöser war der Streit um Kolonien und Handel, besonders zwischen Großbritannien und Frankreich.
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Wer hat den Siebenjährigen Krieg gewonnen?Einen eindeutigen Sieger des Siebenjährigen Krieges gibt es nur, wenn man auf die Ergebnisse schaut: Großbritannien gewann besonders in den Kolonien, weil es viele französische Gebiete eroberte. Preußen gilt in Europa ebenfalls als Gewinner, weil es durchhielt und danach als Großmacht anerkannt wurde.
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Wer hat den Siebenjährigen Krieg verloren?Als Verlierer des Siebenjährigen Krieges gilt vor allem Frankreich, weil Frankreich in den Kolonialkriegen viele Gebiete an Großbritannien verlor. Österreich und Russland erreichten ihr Ziel, Preußen entscheidend zu schlagen, am Ende nicht, weil Russland 1762 aus dem Krieg ausschied und Friedensverhandlungen begann.
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Was wurde im Frieden von Paris 1763 beschlossen?Im Frieden von Paris 1763 beschlossen die Kriegsparteien vor allem territoriale Veränderungen in den Kolonien. Großbritannien erhielt viele französische Gebiete in Nordamerika und bekam außerdem Kolonien in Indien und Afrika zugesprochen. In Europa gab es laut Vereinbarungen keine spürbaren Gebietsveränderungen.
Kriege verstehen
Der Siebenjährige Krieg gehört zur Geschichte großer Kriege zwischen Staaten und Großmächten. Wer sich mit Kriegen beschäftigt, ordnet Ursachen, Bündnisse und Folgen verschiedener Konflikte ein. So wird klar, wie Macht, Gebiete und Interessen Kriege auslösen und verändern können. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.