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Die Französische Revolution veränderte Frankreich und ganz Europa grundlegend – hier und im Video erfährst du, welche Ursachen zum Umbruch führten.

Inhaltsübersicht

Was war die Französische Revolution?

Die Französische Revolution (1789–1799) war die Zeit, in dem die Menschen in Frankreich ihren absolutistischen König stürzten, um selbst über ihr Land zu bestimmen. Der größte Erfolg dieser Bewegung war die Verkündung der Menschen- und Bürgerrechte. Dadurch wurden Frankreich zu einer der ersten modernen Demokratien Europas.

Ausgelöst wurde die Revolution durch verschiedene Faktoren wie das ungerechte Steuersystem. Während die arbeitende Bevölkerung hohe Steuern zahlte, lebten Adel im Luxus. Auch die Ideen der Aufklärung ermutigten die Bevölkerung, ihrer Vernunft zu folgen und nicht der Kirche oder dem König. 

Die Revolution verlief aber nicht geordnet. Sie war geprägt von vielen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das Ende der Revolution markierte Napoleon Bonaparte, der sich zum Kaiser krönte und Frankreich erneut in eine Alleinherrschaft führte. Dennoch blieb die Revolution ein Wegbereiter für die Demokratie in ganz Europa.

Liberté, Égalité, Fraternité

Der Spruch „Liberté, Égalité, Fraternité“ (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) war der Leitspruch der Französischen Revolution. Er ist heute noch fest in der französischen Verfassung verankert.

Ursachen der Französischen Revolution

Die Ursachen der Französischen Revolution lassen sich in vier Bereiche einteilen:

💵Wirtschaftliche Ursachen

  • Teure Kriege, hohe Staatsschulden und die kostspielige Hofhaltung des Königs brachten Frankreich an den Rand des Bankrotts.
  • Schlechte Ernten 1788/89 ließen die Brotpreise extrem steigen. In Stadt und Land kam es zu Unruhen.

🏛️Politische Ursachen

  • Der französische König Ludwig XVI. regierte als absoluter Herrscher ohne Mitsprache des Volkes.
  • Um die bevorstehende Staatspleite abzuwenden, wollte der König auch Adel und Kirche besteuern. Als diese das ablehnten, berief der König die Generalstände — also eine Versammlung von Kirche (1. Stand), Adel (2. Stand) und Volk (3. Stand) — ein.
  • Das Abstimmungssystem begünstigte Kirche und Adel und benachteiligte das Volk, was die Wut der Bevölkerung bestärkte. Jeder der drei Stände hatte genau eine Stimme. Klerus und Adel konnten somit gemeinsam immer zwei zu eins gegen den Dritten Stand gewinnen — obwohl dieser doppelt so viele Abgeordnete hatte.

🧑🏽Soziale Ursachen

  • Kirche und Adel besaßen große Teile des Landes, aber zahlten keine Steuern.
  • Dafür musste der dritte Stand sehr hohe Abgaben leisten. Die ganze Steuerlast lag auf ihnen. Zum dritten Stand zählten der Großteil der Bevölkerung (97%), wie zum Besipiel Bauern und Handwerker.
Stand Wer gehörte dazu? Steuern?
1. Stand Kirche (Geistliche, Priester, Bischöfe) Nein
2. Stand Adel (Grafen, Herzöge, Hofadel) Nein
3. Stand Alle anderen (Bauern, Handwerker, ca. 97 % der Bevölkerung) Ja

⛪Geistige Ursachen

  • Wohlhabende Bürger (wie Kaufleute und Bankiers) wurden durch den Handel wirtschaftlich immer einflussreicher. Mit dem Geld kam auch die Bildung und die Frage, warum sie zwar den Staat finanzierten, aber politisch nichts zu sagen hatten.
  • Die Ideen der Aufklärung verbreiteten sich durch den Zugang zu Bildung. Die Aufklärung setzte sich für persönliche Freiheit und Gleichheit aller Menschen ein. Das insiprierte die Bevölkerung und sie forderten, dass die Macht im Staat vom Volk ausgehen sollte (Volkssouveränität) — nicht von einem König.
  • Über Zeitschriften und Flugblätter verbreiteten sich diese revolutionären Gedanken rasant.

Wichtig: All diese Ursachen zusammen nennst du das Scheitern des Ancien Régime, also der alten Ordnung aus Königsherrschaft und Ständegesellschaft. 

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Verlauf der Französische Revolution (1789–1799)

Hier siehst du die zehn wichtigsten Ereignisse der Revolution auf einen Blick: 

  Datum Ereignis Kurzbeschreibung
1 17.06.1789 Nationalversammlung Die Vertreter des Dritten Standes erklären sich zur Nationalversammlung.
2 20.06.1789 Ballhausschwur Die Nationalversammlung schwört, Frankreich eine Verfassung zu geben.
3 14.07.1789 Sturm auf die Bastille Pariser Bürger erstürmen das Staatsgefängnis. Es wird zum Symbol der Revolution.
4 26.08.1789 Menschen- und Bürgerrechte Die Nationalversammlung verabschiedet grundlegende Freiheits- und Gleichheitsrechte.
5 1791 Erste Verfassung Frankreich wird zur konstitutionellen Monarchie. Der König behält Macht, ist aber an Gesetze gebunden.
6 Sommer 1792 Sturm auf die Tuilerien Revolutionäre besetzen den Königspalast. Ludwig XVI. wird gefangen gesetzt.
7 21.01.1793 Hinrichtung Ludwigs XVI. Der König wird durch die Guillotine hingerichtet. Die Monarchie endet.
8 1793–1794 Schreckensherrschaft Robespierre und die Jakobiner regieren mit Gewalt. Tausende werden hingerichtet.
9 1795–1799 Direktorium Fünf Direktoren übernehmen die Regierung, scheitern aber an Krisen.
10 09.11.1799 Napoleons Staatsstreich Napoleon Bonaparte übernimmt durch einen Putsch die Macht und beendet die Revolutionszeit.

1. Vom Dritten Stand zur Nationalversammlung

Als Folge des ungerechten Stimmsystems erklärte sich der Dritte Stand am 17. Juni 1789 zur Nationalversammlung. Damit entstand die erste selbsternannte Volksvertretung Frankreichs – eine direkte Kampfansage an den König und die alte Ständeordnung.

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Die Nationalversammlung in Versailles

Schon bald schlossen sich auch zahlreiche Vertreter des Klerus und des Adels der Nationalversammlung an und stellten sich damit gegen den König. Gemeinsam verfolgten sie das Ziel, eine gerechtere Verfassung auszuarbeiten, die die Macht des Königs einschränken und allen Bürgern mehr Gleichberechtigung sichern sollte.

2. Ballhausschwur und Verfassungsziel 1789

König Ludwig XVI. versuchte die Bewegung zu stoppen und ließ am 20. Juni 1789 den Versammlungssaal der Nationalversammlung sperren. Die Abgeordneten zogen stattdessen in eine nahegelegene Ballsporthalle und leisteten dort einen gemeinsamen Eid. Sie versprachen, sich nicht aufzulösen, bevor Frankreich eine Verfassung hatte.

Dieser Eid hatte drei Folgen für die Machtverteilung:

  1. Von der Ständeversammlung zur Nationalvertretung: Mit dem Schwur erklärte sich die Nationalversammlung zur eigenständigen verfassungsgebenden Gewalt und war somit unabhängig vom König.
  2. Macht durch Regeln begrenzen: Der König sollte künftig nicht mehr nach eigenem Ermessen regieren, sondern nach festgeschriebenen Gesetzen und der Verfassug.
  3. Volkssouveränität statt Königswillkür: Die Abgeordneten entzogen dem König das Recht, allein über die politische Ordnung zu entscheiden.

3. Sturm auf die Bastille 1789

Doch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung war nicht nur politisch. Durch Missernten in den Vorjahren und den harten Winter 1788/1789 explodierten die Brotpreise. Dies führte zu einer extremen Hungersnot. Die Ernte 1788 war verheerend schlecht ausgefallen. Brot wurde dadurch immer teurer. Gleichzeitig ließ Ludwig XVI. Truppen rund um Paris aufmarschieren. Viele Pariser deuteten das als Zeichen, dass der König die Nationalversammlung gewaltsam auflösen wollte.

Deswegen stürmte am 14. Juli 1789 eine wütende Menge zur Bastille, einem alten Festungsgefängnis mitten in Paris.

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Der Sturm auf die Bastille 1789

Der König zog die Truppen zurück. Er erkannte die Nationalgarde an und trug in Paris öffentlich die dreifarbige Kokarde (ein Abzeichen in blau, weiß, rot), das neue Symbol der Revolution. Die Machtverhältnisse hatten sich sichtbar verschoben

Übrigens: Heute gilt der 14. Juli in Frankreich als Nationalfeiertag. Er erinnert nicht nur an die Erstürmung eines Gefängnisses, sondern an den Moment, in dem das Volk die politische Bühne betrat.

4. Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

Nachdem die Nationalversammlung die tatsächliche Macht im Land übernommen hatte, wollte diese die neuen Verhältnisse sofort rechtlich absichern. Am 26. August 1789 verabschiedete die Nationalversammlung daher die Erklärung der Menschen– und Bürgerrechte. Als Inspiration diente die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776. 

Diese Rechte waren darin verankert: 

  • Freiheit
  • Gleichheit vor dem Gesetz
  • Eigentum
  • Sicherheit
  • Widerstandsrecht
  • Meinungsfreiheit
  • Religionsfreiheit

Wichtig: Diese Rechte galten zunächst nur für Männer. Frauen waren ausdrücklich ausgeschlossen. 1791 kam dann noch das Zensuswahlrecht hinzu. Dadurch waren nur Männer mit einem bestimmten Einkommen oder Steueraufkommen wahlberechtigt.

5. Konstitutionelle Monarchie 1791

Im nächsten Schritt ging es darum die Menschen und Bürgerrechte in einer Verfassung zu besiegeln. Durch diese Verfassung wurde Frankreich eine konstitutionelle Monarchie. Das bedeutet, der König blieb an der Macht, war aber an Gesetze gebunden. In Frankreich entstanden damit die drei Gewalten, die verhindern sollten, dass eine einzelne Person zu viel Macht hatte:

  • Legislative (gesetzgebende Gewalt): Die gewählte Nationalversammlung beschloss die Gesetze.
  • Exekutive (ausführende Gewalt): Der König und seine Minister setzten die Gesetze um.
  • Judikative (rechtsprechende Gewalt): Unabhängige Gerichte sprachen Recht.

Trotzdem behielt Ludwig XVI. das aufschiebende Vetorecht. Damit konnte er ein Gesetz der Nationalversammlung bis zu vier Jahre lang blockieren. Das führte zu einem Streit zwischen den Revolutionären:

  • Gemäßigte Reformer sahen die konstitutionelle Monarchie als ausreichend. 
  • Republikaner hingegen lehnten jeden Einfluss des Königs auf die Gesetzgebung ab. 

6. Krieg und Republikgründung 1792

Aufgrund der unterschiedlichen Ansichten zwischen den gemäßigten Reformern und den Republikanern, war die konstitutionelle Monarchie fragil und das Vertrauen in Ludwig XVI. erschüttert. Dazu kam, dass Frankreich ab 1792 einen Krieg gegen Österreich und Preußen führte: 

  • Frankreich wollte die Revolution gegen monarchische Mächte verteidigen. Viele Revolutionäre hofften außerdem, der Krieg würde den König zwingen, sich endlich klar zur Revolution zu bekennen.
  • Österreich und Preußen wollten die Revolution stoppen, bevor sie sich in Europa ausbreitete.

Die ersten Monate verliefen für Frankreich katastrophal. Feindliche Truppen rückten in Paris vor. Im August 1792 drohte der preußische Oberbefehlshaber sogar, Paris zu zerstören, sollte dem König etwas passieren.

Diese Drohung hatte die gegenteilige Wirkung. Am 10. August 1792 stürmten Aufständische den Tuilerien-Palast, also den Wohnsitz des Königs. Er floh anschließend in die Nationalversammlung und bat um Schutz. Diese ließ ihn jedoch festnehmen und suspendierte ihn von seinen Amtsgeschäften.

Die Monarchie war damit faktisch beendet. Im September 1792 trat der neu gewählte Nationalkonvent zusammen. Er ersetzte die bisherige Nationalversammlung und rief offiziell die Erste Französische Republik aus. Damit war Frankreich keine Monarchie mehr. 

7. Prozess und Hinrichtung 1793

Ludwig XVI. war nun kein König mehr, sondern ein Gefangener des Staates. Der Nationalkonvent musste entscheiden, was mit ihm geschehen sollte.

Die zentralen Anklagepunkte gegen Ludwig XVI. waren:

  • Verrat an der Nation durch heimliche Verhandlungen mit dem Ausland
  • Unterstützung der feindlichen Mächte Österreich und Preußen
  • Versuch der Flucht nach Varennes als Beweis seiner Ablehnung der Revolution

Im Dezember 1792 begann der Prozess im Nationalkonvent. Ludwig XVI. bestritt die Anklagen. Doch die Beweise, darunter Briefe und geheime Dokumente, sprachen gegen ihn.

Am 21. Januar 1793 wurde Ludwig XVI. auf dem heutigen Place de la Concorde in Paris durch die Guillotine hingerichtet

8. Schreckensherrschaft 1793–1794

Die Hinrichtung des Königs hatte die innenpolitische Lage radikalisiert. Außen bedrohten feindliche Armeen Frankreich, innen wuchsen Aufstände und Versorgungskrisen. Der Nationalkonvent reagierte mit einer Politik der Ausnahme. Das heißt, er setzte Rechte teilweise außer Kraft und regierte mit Gewalt und Kontrolle.

Im Sommer 1793 übernahmen die Jakobiner die Führung im Nationalkonvent. Die Jakobiner waren eine politische Gruppe, die eine radikale Durchsetzung der Revolution verlangte. Ihr bekanntester Vertreter war Maximilien de Robespierre

Um ihre Ansichten zu verwirklichen, erschafften sie ein System staatlicher Gewalt:

  • Wohlfahrtsausschuss: Ein kleines Gremium, das die eigentliche Regierungsgewalt übernahm. Robespierre dominierte es ab Sommer 1793.
  • Revolutionsgerichte: Sondergerichte, die vermeintliche „Feinde der Revolution“ schnell und ohne reguläres Verfahren verurteilten.
  • Terrorgesetze: Das „Gesetz der Verdächtigen“ von September 1793 ermöglichte die Verhaftung jeder Person, die als politisch unzuverlässig galt.

Zwischen Herbst 1793 und Sommer 1794 wurden dadurch in Frankreich ca. 17.000 Menschen offiziell hingerichtet. Betroffen waren neben Adligen und Geistlichen auch Revolutionäre, die Robespierre als Konkurrenz sah. Diese Phase trägt deshalb den Namen Schreckensherrschaft.

Ab Sommer 1794 fürchteten viele Abgeordnete, als nächstes verhaftet zu werden. Am 27. Juli 1794 ließen sie Robespierre daher verhaften. Einen Tag später wurde er mit der Guillotine hingerichtet. Damit endete die Schreckensherrschaft. 

9. Direktorium 1795–1799

Mit dem Ende der Schreckensherrschaft stand Frankreich vor der Frage, wie das Land nun regiert werden sollte. Die Antwort lieferte die Verfassung von 1795. Sie schuf das sogenannte Direktorium:

  • Fünf Direktoren — meist einflussreiche Politiker aus dem Bürgertum — übernahmen gemeinsam die Regierungsgewalt.
  • Ein Zweikammerparlament war für die Gesetzgebung zuständig.

Ziel war es, einen stabilen Mittelweg zwischen dem Terror der Jakobiner und einer Rückkehr zur Monarchie zu finden. Doch die Stabilität blieb aus. Das Direktorium geriet von mehreren Seiten unter Druck:

  • Wirtschaftlich herrschte weiterhin Chaos. Die Inflation war hoch und die Versorgung der Bevölkerung blieb schwierig.
  • Innenpolitisch gab es ständige Umsturzversuche. Sowohl ehemalige Jakobiner als auch Royalisten, also Anhänger der Monarchie, versuchten die Regierung zu stürzen.
  • Militärisch kämpfte Frankreich weiter in Europa. Das Militär gewann dabei immer mehr Einfluss auf die Politik.

10. Napoleons Staatsstreich 1799

Das Direktorium hatte sich von Krise zu Krise gerettet und dabei immer stärker auf das Militär gestützt. Genau das nutzte Napoleon Bonaparte für sich aus. Am 9. November 1799 putschte er und stürzte die Regierung.

Der Staatsstreich lief dabei so ab:

  • Napoleon ließ sich vom Direktorium selbst den Auftrag geben, die Sicherheit der Republik zu schützen.
  • Er verlegte die Räte aus Paris in ein Schloss vor den Toren der Stadt.
  • Dort löste er das Parlament unter Einsatz seiner Soldaten auf.
  • Drei Konsuln übernahmen die Regierungsgewalt, darunter Napoleon selbst.

Damit war die Revolution beendet, weil die politische Macht nun in den Händen einer einzigen Person lag. 

Napoleon behielt viele Errungenschaften der Revolution bei, darunter die Gleichheit vor dem Gesetz und das moderne Rechtssystem. Er schuf jedoch keinen demokratischen Staat, sondern eine autoritäre Regierung mit revolutionärem Anstrich. 1804 krönte er sich zum Kaiser der Franzosen.

Französische Revolution — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was sind die Hauptideen der Französischen Revolution?
    Die Hauptideen der Französischen Revolution waren Freiheit, Gleichheit und politische Mitbestimmung des Volkes. Dahinter stand die Volkssouveränität (Macht geht vom Volk aus) statt Alleinherrschaft des Königs. Außerdem sollten alle Bürger vor dem Gesetz gleiche Rechte haben und Privilegien von Adel und Klerus enden.
  • Was passierte 1789 in der Französischen Revolution?
    1789 begann die Französische Revolution damit, dass Vertreter des Dritten Standes sich am 17. Juni zur Nationalversammlung erklärten. Am 20. Juni folgte der Ballhausschwur, Frankreich eine Verfassung zu geben. Am 14. Juli stürmten Pariser die Bastille. Am 26. August beschloss die Nationalversammlung die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“.
  • Was ist der Unterschied zwischen der konstitutionellen Monarchie und der Republik in der Französischen Revolution?
    Der Unterschied zwischen konstitutioneller Monarchie und Republik in der Französischen Revolution liegt vor allem in der Rolle des Königs. In der konstitutionellen Monarchie (ab 1791) blieb Ludwig XVI. im Amt, war aber an die Verfassung und die Gewaltenteilung gebunden und hatte ein aufschiebendes Vetorecht. In der Republik (ab 1792) wurde die Monarchie abgeschafft und es gab keinen König mehr.
  • Warum wurde Ludwig XVI. hingerichtet?
    Ludwig XVI. wurde hingerichtet, weil der Nationalkonvent ihn als Verräter an der Nation bewertete. Ihm wurde vorgeworfen, heimlich mit dem Ausland verhandelt und Österreich und Preußen unterstützt zu haben. Auch seine Flucht nach Varennes galt als Beweis, dass er die Revolution ablehnte. Am 21. Januar 1793 wurde er mit der Guillotine hingerichtet.

Wie es nach der Revolution weiterging

Nach seiner Machtübernahme verbreitete Napoleon die Errungenschaften der Revolution durch seine Feldzüge in ganz Europa. Mit dem Code Civil schuf er ein modernes Rechtssystem, das Gleichheit vor dem Gesetz und Freiheit garantierte.

Gleichzeitig führte Napoleon fast ununterbrochen Krieg. Er eroberte weite Teile Europas, löste das Heilige Römische Reich Deutscher Nation auf und ordnete Europa völlig neu. 1815 wurde Napoleon aber in der Schlacht bei Waterloo endgültig besiegt und verbannt.

Fürsten versuchten daraufhin beim Wiener Kongress die alte Ordnung wiederherzustellen. Doch der Geist der Revolution war nicht mehr aufzuhalten. Die Ideen von Freiheit und Bürgerrechten blieben in den Köpfen der Menschen und legten die Basis für die Entstehung moderner Demokratien in Europa.

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