Du ziehst aus. Endlich eigene Wohnung, eigene Regeln, eigene Freiheit. Klingt gut, oder? Aber mit dem Ausziehen von zu Hause kommen auch viele Dinge, die du plötzlich selbst erledigen musst. Kochen, putzen, Behördengänge, Finanzen, das alles landet auf einmal bei dir. Damit du nicht kalt erwischt wirst, zeigen wir dir 15 Dinge, auf die du dich vorbereiten solltest. Schau dir auch unser Video mit einer Checkliste für die erste Wohnung an!
Inhaltsübersicht
Was dich beim Ausziehen wirklich erwartet
Die erste eigene Wohnung ist aufregend. Aber viele unterschätzen, wie viel Arbeit dahintersteckt. Bisher haben andere viele Dinge für dich erledigt. Deine Eltern haben eingekauft, gekocht, geputzt und die Rechnungen bezahlt. Das fällt jetzt alles weg.
Das Gute: Du kannst dich vorbereiten. Wer weiß, was auf ihn zukommt, ist deutlich entspannter beim Einzug. Diese Liste zeigt dir die wichtigsten Dinge, die du beim Haushaltführen wirklich selbst in die Hand nehmen musst.
Kochen, plötzlich musst du selbst ran
Dreimal täglich kommt kein Essen mehr auf den Tisch. Du musst selbst kochen. Das klingt nach viel Aufwand, ist aber lernbar.
Starte mit einfachen Gerichten. Nudeln mit Soße, Pfannengerichte oder Suppen sind schnell gemacht und günstig. Koche am besten größere Mengen auf einmal und iss davon mehrere Tage. Das spart Zeit und Geld.
Lerne außerdem, wie lange Lebensmittel haltbar sind. Rohes Fleisch, Eier und Milchprodukte verderben schnell. Plane deine Mahlzeiten voraus, dann schmeißt du weniger weg.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Einkaufen, Vorräte, Preise und Planung
Einkaufen ohne Plan kostet mehr Geld und Zeit. Mit einem Einkaufszettel kaufst du nur, was du wirklich brauchst.
Schreib dir vor dem Einkauf auf, was du die Woche kochen möchtest. Dann leite daraus ab, was du brauchst. Vergleiche Preise zwischen verschiedenen Produkten. Eigenmarken vom Supermarkt sind oft genauso gut wie teure Markenprodukte.
Achte auch auf Sonderangebote bei Dingen, die du regelmäßig kaufst. Haltbare Produkte wie Nudeln, Reis oder Konserven kannst du auf Vorrat kaufen, wenn sie gerade günstig sind.
Wäsche waschen, mehr als nur Knopf drücken
Wäsche waschen klingt simpel. Ist es aber nicht ganz. Wer die falschen Einstellungen wählt, ruiniert seine Lieblingsklamotten.
Schau auf die Waschetiketten in deinen Klamotten. Dort steht, bei welcher Temperatur du waschen darfst. Dunkle und helle Wäsche gehören in getrennte Maschinen. Sonst färbt sich dein weißes T-Shirt rosa.
Wäsche nach dem Waschen möglichst schnell aufhängen. Bleibt sie lange nass in der Trommel, riecht sie muffig. Feinere Kleidungsstücke lieber auf einem Bügel trocknen statt im Trockner, sonst laufen sie ein.
Putzen, Wohnung sauber halten
In deiner eigenen Wohnung putzt du selbst. Und das regelmäßig, nicht nur, wenn Besuch kommt.
Mach dir einen einfachen Putzplan. Staubsaugen und Wischen einmal pro Woche, Bad und Küche gründlich alle zwei Wochen. So wird die Wohnung nie richtig dreckig und der Aufwand bleibt klein.
Kauf dir die wichtigsten Putzmittel gleich beim Einzug: Allzweckreiniger, WC-Reiniger, Spülmittel und ein Mikrofasertuch. Das reicht für den Anfang.
Müll trennen, Gelber Sack und Co.
In Deutschland wird Müll getrennt. Das ist Pflicht und kein Vorschlag. Wer falsch trennt, schadet der Umwelt und kann sogar Ärger mit dem Vermieter bekommen.
Die wichtigsten Tonnen: Restmüll für alles, was nicht recycelt werden kann. Gelber Sack oder gelbe Tonne für Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundmaterialien. Papiertonne für Papier und Karton. Biotonne für Lebensmittelreste und Kaffeesatz.
Glas gehört in spezielle Container, die du in deiner Nähe findest. Sperrmüll wie alte Möbel musst du separat entsorgen. Frag deinen Vermieter oder schau auf der Website deiner Gemeinde nach.
Behörden und Ämter, lästige Pflichten
Wenn du umziehst, musst du dich ummelden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug passieren.
Geh dafür zum Einwohnermeldeamt in deiner neuen Stadt. Nimm deinen Personalausweis und eine Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter mit. Die brauchst du auf jeden Fall.
Denk auch daran, deine neue Adresse anderen mitzuteilen: Bank, Krankenkasse, Schule oder Uni, Online-Shops und Freunden. Ein einfacher Brief oder eine E-Mail reicht oft.
Finanzen, Miete, Strom und kein Taschengeld mehr
Mit der ersten eigenen Wohnung kommen echte Kosten. Miete, Strom, Internet, Lebensmittel, das summiert sich schnell.
Schreib dir auf, wie viel Geld du monatlich zur Verfügung hast. Dann liste alle festen Ausgaben auf. Was danach übrig bleibt, ist dein Budget für Lebensmittel, Freizeit und Unvorhergesehenes.
Plane immer einen kleinen Puffer ein. Unerwartete Ausgaben kommen immer. Eine kaputte Waschmaschine, eine Nachzahlung für Nebenkosten oder eine Arztrechnung kann sonst schnell zum Problem werden.
Bankgeschäfte, Überweisungen selbst erledigen
Miete zahlen, Rechnungen begleichen, Daueraufträge einrichten, das läuft alles über dein Bankkonto. Und das erledigst du jetzt selbst.
Richte für die Miete am besten einen Dauerauftrag ein. So wird sie automatisch jeden Monat überwiesen und du vergisst es nicht. Für andere Rechnungen kannst du auch Lastschriften einrichten.
Behalte deinen Kontostand im Blick. Die meisten Banken haben eine App, mit der das ganz einfach geht. So siehst du sofort, wenn du zu viel ausgibst.
Arzttermine, selbst kümmern statt Mama fragen
Krank werden ist nervig. Noch nerviger, wenn du nicht weißt, was du tun sollst. In der eigenen Wohnung rufst du selbst beim Arzt an und machst deinen Termin.
Such dir schon vor dem Einzug einen Hausarzt in deiner neuen Stadt. Nicht alle nehmen sofort neue Patienten auf. Es ist besser, das im Voraus zu klären, als mitten in einer Erkältung zu suchen.
Behalte auch deine Krankenversicherungskarte griffbereit. Wenn du noch über deine Eltern versichert bist, prüfe, bis wann das gilt. Mit dem Ende der Ausbildung oder dem 25. Geburtstag musst du dich oft selbst versichern.
Handwerker, kleine Reparaturen selbst lösen
In der eigenen Wohnung geht manchmal etwas kaputt. Nicht immer muss gleich ein Handwerker her.
Kleine Dinge wie einen tropfenden Wasserhahn abdichten, eine Glühbirne wechseln oder ein Bild aufhängen kannst du oft selbst erledigen. Im Internet findest du dazu viele verständliche Anleitungen.
Bei größeren Problemen wie Wasserrohrbrüchen oder Heizungsausfällen musst du sofort den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. Das ist deren Aufgabe, nicht deine.
Heizung und Nebenkosten verstehen
Heizung aufdrehen und fertig? So einfach ist es leider nicht ganz. Wer zu viel heizt, zahlt am Ende mehr.
Die Nebenkosten für Heizung und Wasser werden meist monatlich pauschal bezahlt. Am Ende des Jahres kommt dann eine Abrechnung. Hast du mehr verbraucht als bezahlt, musst du nachzahlen. Hast du weniger verbraucht, bekommst du Geld zurück.
Heize vernünftig und lüfte regelmäßig kurz und kräftig. Dauerkippen ist ineffizient und macht die Wohnung auf Dauer feucht. Feuchtigkeit führt zu Schimmel, und das ist ein echtes Problem.
Internet und Verträge, selbst abschließen
Ohne Internet geht heute kaum noch etwas. Aber einen Vertrag abzuschließen ist etwas, das viele zum ersten Mal machen.
Vergleiche verschiedene Anbieter, bevor du unterschreibst. Achte auf die Laufzeit des Vertrags. Viele Verträge laufen zwei Jahre. Kündige rechtzeitig, wenn du nicht verlängern möchtest, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch.
Das gilt auch für andere Verträge wie Handyverträge oder Streamingdienste. Behalte den Überblick darüber, was du monatlich zahlst und wann Verträge auslaufen.
Nachbarn, das Zusammenleben regeln
In einem Mehrfamilienhaus lebst du nicht allein. Deine Nachbarn hören dich und du hörst sie. Ein gutes Verhältnis macht das Leben leichter.
Stell dich kurz vor, wenn du einziehst. Das muss kein langes Gespräch sein. Ein freundliches Hallo und dein Name reichen. Halte dich an die Hausordnung. Ruhezeiten, Treppenreinigung und Müllregeln stehen dort meistens drin.
Bei Problemen mit Nachbarn ist ein ruhiges Gespräch fast immer besser, als sofort den Vermieter einzuschalten. Oft gibt es einfache Lösungen, wenn man miteinander redet.
Lebensmittel richtig lagern, kein Schimmel, kein Verderb
Lebensmittel richtig zu lagern spart Geld und schützt deine Gesundheit. Falsches Lagern führt schnell zu Schimmel oder verdorbenen Lebensmitteln.
Nicht alles gehört in den Kühlschrank. Tomaten, Bananen und Brot verlieren im Kühlschrank ihren Geschmack. Kartoffeln und Zwiebeln lagern am besten kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank.
Reste immer abgedeckt aufbewahren. Offene Konserven in einen anderen Behälter umfüllen. Und schau regelmäßig, was bald aufgebraucht werden muss, damit nichts im Müll landet.
Heimweh und Einsamkeit, der emotionale Teil
Ausziehen ist nicht nur eine praktische Sache. Es ist auch emotional. Viele fühlen sich am Anfang einsam oder vermissen ihre Familie.
Das ist völlig normal. Eine neue Stadt, neue Menschen, kein vertrautes Umfeld, das braucht Zeit. Gib dir diese Zeit. Ruf regelmäßig zu Hause an. Das hilft, ohne dass du das Gefühl hast, du machst einen Rückschritt.
Suche aktiv nach Anschluss. Vereine, Kurse oder Veranstaltungen in deiner Stadt sind gute Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Je mehr du dich einbringst, desto schneller fühlt sich die neue Stadt wie zu Hause an. Auf Allgemeinwissen für Schüler findest du übrigens viele weitere hilfreiche Tipps für den Alltag als junger Erwachsener.
Gut vorbereitet ins erste eigene Zuhause
Ausziehen von zu Hause ist eine große Veränderung. Aber du musst das alles nicht sofort perfekt können. Jeder lernt mit der Zeit, wie er seinen Haushalt führt, mit Geld umgeht und den Alltag organisiert.
Fang mit den Basics an. Kochen, einkaufen, Wäsche waschen und die Finanzen im Blick behalten sind die wichtigsten Punkte. Der Rest kommt nach und nach. Und wenn du mal nicht weiterweißt, hilft Fragen immer. Eltern, Freunde oder das Internet haben fast immer eine Antwort.
Mit der richtigen Vorbereitung wird deine erste eigene Wohnung nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein echtes Abenteuer. Schau auch mal auf Studyflix vorbei, wenn du praktische Erklärungen und Tipps für den Alltag suchst.
Wie hilft dir Studyflix im Alltag und beim Lernen?
Studyflix begleitet dich durch Schule, Ausbildung, Studium und Alltag. Bei uns findest du tausende kurze Lernvideos und verständliche Erklärungen zu wichtigen Schulthemen, aber auch Antworten auf Fragen, die dir außerhalb des Unterrichts begegnen. So kannst du mit Studyflix für die nächste Prüfung lernen und gleichzeitig Wissen entdecken, das dir im Alltag weiterhilft.
Bei Studyflix findest du unter anderem:
- Lernvideos und Erklärungen zu wichtigen Themen aus Schule, Ausbildung und Studium
- Praktische Tipps, Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den Alltag
- Wissenswertes rund um Geld, Freizeit, Freundschaft und das Erwachsenwerden
- Erklärungen zu aktuellen Begriffen, Trends und digitalen Themen
- Übungen und Quizzes, mit denen du dein Wissen testen kannst
Egal, ob du für eine Prüfung lernst, etwas für den Alltag wissen möchtest oder dir eine Frage einfach schon immer gestellt hast, bei Studyflix bekommst du die wichtigsten Informationen schnell und verständlich erklärt.
Entdecke jetzt noch mehr hilfreiche Erklärungen, Lernvideos und Alltagstipps auf Studyflix. Unsere Inhalte sind kostenlos verfügbar und mit der Studyflix App hast du sie auch unterwegs immer dabei.
