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Mal gibt es einen 29. Februar und mal nicht — wer blickt da noch durch? Du, und zwar gleich! Denn hier und in diesem Video erfährst du, wann ein solches Schaltjahr ist und warum es das gibt.

Inhaltsübersicht

Was ist ein Schaltjahr?

Ein Schaltjahr ist ein Jahr mit 366 statt 365 Tagen im Kalenderjahr. Der zusätzliche Tag ist der 29. Februar. Er trägt den Namen „Schalttag“.

Warum ausgerechnet der Februar?

Der Februar war im alten römischen Kalender der letzte Monat des Jahres. Deshalb wurde damals beschlossen, den Schalttag dort einzuschieben. Prinzipiell wäre es aber egal, wo im Jahr der Schalttag hinzugefügt wird.

Übrigens: Im chinesischen Kalender gibt es kein Schaltjahr wie in unserem gregorianischen Kalender, sondern alle 2–3 Jahre einen zusätzlichen Monat. Denn der Mondkalender, der in China genutzt wird, hat nur 354 Tage.

Warum gibt es Schaltjahre?

Die Erde braucht für eine vollständige Runde um die Sonne nicht genau 365 Tage. Stattdessen sind es 365,24 Tage, also knapp 365 Tage und 6 Stunden. Weil im Kalender aber ja nur ganze Tage stehen, bleibt jedes Jahr ein Rest von etwa 6 Stunden übrig.

Diese 6 Stunden summieren sich:

  • Nach 4 Jahren: rund 24 Stunden, also ein ganzer Tag
  • Nach 100 Jahren: etwa 25 Tage Unterschied
  • Nach 400 Jahren: fast 100 Tage Abweichung

Deshalb fügen wir alle vier Jahre einen Schalttag ein. So holen wir die aufgesammelten Stunden wieder auf. Ohne diese Korrektur würde der Kalender langsam aus dem Takt geraten.

Die Jahreszeiten würden dann im Kalender wandern, sodass der Sommer irgendwann im Oktober und der Winter im Juli läge. Auch Erntedankfeste, religiöse Feiertage oder wichtige Orientierungspunkt für die Landwirtschaft würden dann nicht mehr zur Jahreszeit passen.

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Wann ist das nächste Schaltjahr?

Das nächste Schaltjahr ist im Jahr 2028.
Grundsätzlich gibt es folgende Regel, mit der du dir das nächste Schaltjahr ableiten kannst: Lässt sich die Jahreszahl durch

✅… 4 teilen: Schaltjahr (z. B. 2024, 2028)
❌… 100 teilen: kein Schaltjahr (z. B. 1900, 2100)
✅… 400 teilen: Schaltjahr (z. B. 2000)

Der Grund für diese Rechnung ist: Der Vierjahresrhythmus gleicht die angesammelten 6 Stunden pro Jahr aus, führt aber dazu, dass es zu viele Schalttage gibt. Die 100-Jahre-Ausnahme korrigiert diesen Überschuss, allerdings etwas zu stark. Also gleicht die 400-Jahre-Ausnahme auch das wieder aus.

Welche Schaltjahre hat das 21. Jahrhundert?

Im 21. Jahrhundert gibt es folgende Schaltjahre: 2000, 2004, 2008, 2012, 2016, 2020, 2024, 2028, 2032, 2036, 2040, 2044, 2048, 2052, 2056, 2060, 2064, 2068, 2072, 2076, 2080, 2084, 2088, 2092 und 2096. Das Jahr 2100 ist kein Schaltjahr, weil es durch 100 teilbar ist.

Was ist, wenn du am 29. Februar geboren bist?

Wenn du am 29. Februar Geburtstag hast, kannst du in Nicht-Schaltjahren beispielsweise am 28. Februar oder am 1. März feiern.

In einigen Ländern regelt das Gesetz den offiziellen Geburtstag für rechtliche Zwecke. In Deutschland gilt der 1. März als offizieller Geburtstag, wenn der 29. Februar im jeweiligen Jahr nicht existiert.

Verträge zum 29. Februar

Sind Verträge, Abos oder Fälligkeitstermine auf den 29. Februar datiert, verschiebt sich die Fälligkeit je nach Vertragsbedingung auf den 28. Februar oder den 1. März. Welches Datum gilt, hängt davon ab, wie der Vertrag formuliert ist. Deshalb lohnt es sich, in solchen Fällen nicht „29. Februar“ zu schreiben, sondern „Monatsende Februar“ oder „letzter Tag des Februars“. So gibt es keine Unklarheit.

Was ist eine Schaltsekunde?

Es gibt aber nicht nur das Schaltjahr, sondern auch die Schaltsekunde. Das ist eine zusätzliche Sekunde, die minimale Schwankungen in der Erdrotation ausgleicht. Denn manchmal dreht sich die Erde einen Tick schneller oder langsamer als sonst. Die Schaltsekunde sorgt dann dafür, dass unsere Uhren immer noch richtig gehen.

Das Besondere ist, dass Schaltsekunden keinen festen Rhythmus haben. Sie werden unregelmäßig eingefügt, wenn die Abweichung einen bestimmten Wert überschreitet. Das entscheiden internationale Zeitmessbehörden von Fall zu Fall.

Uhr umstellen

Die Uhren werden aber nicht nur immer mal wieder um eine Sekunde umgestellt, sondern auch zwei Mal im Jahr um eine Stunde. Wie die Zeitumstellung funktioniert und warum wir sie überhaupt brauchen, erfährst du in diesem Video!

Was ist ein Schaltjahr? — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wann ist ein Schaltjahr?
    Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn es im Kalender einen zusätzlichen Tag hat, also den 29. Februar. Meist passiert das alle vier Jahre, aber bei Jahreszahlen mit zwei Nullen gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel ist 2024 ein Schaltjahr, 1900 aber nicht, 2000 dagegen schon.
  • Warum gibt es Schaltjahre?
    Schaltjahre gibt es, weil die Erde für eine Runde um die Sonne nicht genau 365 Tage braucht, sondern etwa 365,24 Tage. Jedes Jahr bleiben dadurch ungefähr 6 Stunden „übrig“. Nach vier Jahren ist das fast ein ganzer Tag, deshalb wird ein zusätzlicher Tag in den Kalender eingefügt.
  • Warum war 1900 kein Schaltjahr, aber 2000 schon?
    1900 war kein Schaltjahr, aber 2000 schon, weil bei Jahreszahlen, die auf „00“ enden, eine Extra-Ausnahme gilt. Solche Jahre sind nur dann Schaltjahre, wenn ihre Jahreszahl sich in einem besonderen Rhythmus wieder „glatt“ ausgleichen lässt. Deshalb fällt 1900 raus, 2000 aber nicht.

Zeit verstehen

Das Schaltjahr gehört zum Thema Zeit und zeigt, wie unser Kalender aufgebaut ist. Wer sich mit Zeit beschäftigt, schaut auf Kalender, Monate, Tage und Regeln für unsere Zeitrechnung. Dabei wird klar, wie Menschen Zeit ordnen und warum feste Regeln im Alltag wichtig sind. Im Allgemeinwissensbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.