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In diesem Beitrag und im Video erfährst du, warum das Kaspische Meer trotz seines Namens ein See ist und welche wirtschaftlichen und ökologischen Besonderheiten es hat.

Inhaltsübersicht

Was ist das Kaspische Meer?

Das Kaspische Meer ist mit rund 371.000 km² der größte See der Welt. Er liegt zwischen Osteuropa und Westasien.

An das Kaspische Meer grenzen fünf Länder: Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Iran und Aserbaidschan. Auch wenn es von Land umgeben ist, gibt es Verbindungen über Flüsse zu anderen Meeren, wie der Ostsee und dem Schwarzen Meer.

Ein Bild zeigt die Karte des Kaspischen Meeres mit seinen angrenzenden Ländern Russland, Kasachstan, Iran, Turkmenistan und Aserbaidschan.
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Kaspisches Meer

Am Kaspischen Meer wird viel wertvolles Erdöl und Gas gefördert. Allerdings schrumpft der riesige See rasant, weil zu wenig Wasser nachfließt und die starke Verschmutzung den seltenen Tieren dort schadet.

Warum ist das Kaspische Meer ein See, aber heißt Meer?

Es ist ein See, weil es komplett von Land umgeben ist und keine Verbindung zu den Weltmeeren hat.

Trotzdem wird es das „Kaspische Meer“ genannt, weil es sehr groß ist und das Wasser viel Salz beinhaltet. Außerdem dachten die Römer und andere antike Völker, dass es sich um einen offenen Ozean handle, als sie davor standen. Deswegen nannten sie es Meer

Kaspisches Meer: Steckbrief

Hier findest du alle wichtigen Daten zum Kaspischen Meer auf einen Blick:

Merkmal Information
Lage Zwischen Europa und Asien
angrenzende Länder Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Iran, Aserbaidschan
Fläche ca. 371.000 km²
Maximale Tiefe etwa 1.025 m
Hauptzufluss Wolga
Weitere Zuflüsse Kura, Ural
Salzgehalt etwa ein Drittel so salzig wie Ozeanwasser

Übrigens: Das Kaspische Meer ist so gigantisch, dass es allein rund 40 bis 44 Prozent des gesamten Seewassers der Erde ausmacht — also fast die Hälfte des weltweit in Seen gespeicherten Wassers!

Größe des Kaspischen Meeres im Vergleich

Die Fläche des Kaspischen Meeres ist mit 371.000 km² etwas größer als ganz Deutschland (357.022 km²). Seine tiefste Stelle ist etwa 1.025 m tief. Das entspricht fast der Höhe von drei Berliner Fernsehtürmen übereinander!

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Wie wird das Kaspische Meer wirtschaftlich genutzt?

Das Kaspische Meer ist für die angrenzenden Länder wirtschaftlich sehr wichtig. Es bietet besondere Ressourcen

🐠Fischerei und Kaviar

Im Kaspischen Meer leben viele Störe. Die Eier dieses Fisches nennst du Kaviar. Sie gelten weltweit als besondere Delikatesse und sind sehr teuer. Deshalb konnten die Fischer hier sehr viel Geld verdienen. 

🛢️Erdöl und Erdgas

Unter dem Kaspischen Meer liegen riesige Mengen Erdöl und Erdgas. Für die Länder dort ist dieser Rohstoff extrem wichtig, weil sie durch den Verkauf von Öl und Benzin an andere Staaten sehr viel Geld verdienen und so ihren Wohlstand sichern können.

Welche Umweltprobleme gibt es am Kaspischen Meer?

Wie fast die ganze Welt bleibt auch das Kaspische Meer nicht von den Folgen des Klimawandels verschont. Zwei Probleme sind besonders entscheidend: der Wasserspiegel und die Stör-Population.

Sinkender Wasserspiegel

Das Kaspische Meer weist eine geografische Besonderheit auf: Seine Oberfläche liegt ohnehin schon unter dem normalen Meeresspiegel der Ozeane — und trotzdem sinkt der Wasserspiegel seit Jahrzehnten unaufhaltsam weiter.

Dafür gibt es drei Hauptursachen

  • Steigende Temperaturen lassen mehr Wasser verdunsten. 
  • Die Wolga ist der wichtigste Zufluss des Kaspischen Meeres. Doch viele Menschen benutzen das Wasser für die Landwirtschaft, Industrie und als Trinkwasser für die Millionen anwohnenden Menschen. Deshalb kommt weniger Wasser im See an. 
  • Auch kleinere Zuflüsse wie Kura und Ural werden stärker genutzt. So liefern auch sie weniger Wasser. 

Die Folgen zeigen sich am deutlichsten an den Ufern: Flache Küstenbereiche trocknen aus und die Uferlinie verschiebt sich. Häfen, die früher direkt am Wasser lagen, stehen heute weit vom Ufer entfernt. 

Störe in Gefahr

Während der Stör früher in großer Zahl am Kaspischen Meer lebte, sind seine Bestände heute stark gefährdet.

Das liegt vor allem einer jahrelangen Überfischung und an verschmutztem Wasser, das den Lebensraum der Tiere beschädigt.

Um ein Aussterben zu verhindern, gibt es heute strenge Schutzmaßnahmen:

  • Fangverbote und Schonzeiten geben den verbleibenden Stören Zeit, sich zu erholen und wieder zu vermehren.
  • Aufzuchtprogramme ziehen junge Störe in geschützten Anlagen groß. Danach werden sie ins Wasser entlassen.

Diese Maßnahmen sind wichtig, weil der Stör nicht nur ein Teil des Ökosystems ist, sondern auch wichtig für die Wirtschaft

Mittelmeer

Das Kaspische Meer ist nicht das einzige Gewässer mit geografischen Besonderheiten. Auch das Mittelmeer hat eine faszinierende Geschichte und prägt ganze Regionen. Wie es entstanden ist und welche Rolle es spielt, erfährst du in unserem Beitrag dazu!

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