Im Französischen gibt es einige Zeichen, die es im Deutschen nicht gibt und die auf den ersten Blick ungewohnt wirken können. Hier und im Video erfährst du, welche Akzente es gibt und welche Wirkung sie haben.
Inhaltsübersicht
Welche französischen Akzente gibt es?
Im Französischen gibt es drei verschiedene Akzente (frz.: accents) — den Accent aigu, den Accent grave und den Accent circonflexe. Du findest sie ausschließlich auf den Vokalen (a, e, i, o, u).
Sie können entweder die Aussprache eines Wortes verändern oder zwei ähnliche Wörter voneinander unterscheiden. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über die drei accents:
| Akzent (accent) | Vorkommen | Beispiele |
| Accent aigu | é | métro, musée |
| Accent grave | à, è, ù | mère, après |
| Accent circonflexe | â, ê, î, ô, û | forêt, dû |
❗Neben den accents gibt es zwei weitere Sonderzeichen, die du dir ungedingt merken solltest: das cédille (ç) und das tréma (ë/ï/ü). Auch sie verändern die Ausprache von Wörtern.
Wie das bei ihnen und bei den accents genau funktioniert, erfährst du im Folgenden.
Was ist der accent aigu?
Der accent aigu ist der häufigste Akzent im Französischen. Du erkennst ihn an seinem Strich, der von unten links nach oben rechts verläuft. Er steht ausschließlich auf dem Vokal e und verändert dabei dessen Aussprache.
Denn meistens sprichst du das e im Französichen aus wie ein ö. Der accent aigu sorgt dafür, dass du das é als langes e, wie zum Beispiel im deutschen Wort „Schnee“ aussprichst.
➡️Beispiele:
- café [kafe]
- école [ekol]
- éléphant [elefan]
- téléphone [telefon]
- vélo [welo]
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Der accent grave auf dem e
Mit dem accent grave sprichst du das è als ä, wie zum im Wort „Bär“.
➡️Beispiele:
- père [pähr]
- très [trä]
- après [aprä]
- près [prä]
- crème [kräm]
- problème [probläm]
Der accent grave auf dem a und u
Auf den Vokalen a und u ändert der accent grave die Aussprache dagegen nicht. Er sorgt aber für eine andere Bedeutung des Wortes. Besonders wichtig sind diese beiden Paare:
| Wortpaar | Ohne Akzent | Mit Akzent |
| a / à |
a = „hat“ (3. Person Singular von avoir) Il a un chien. |
à = „an“, „in“, „zu“ (Präposition) Je vais à Paris. |
| ou / où |
ou = „oder“ Tu veux du lait ou du jus ? |
où = „wo“ Où habites-tu ? |
| la / là |
la = „die“ (Artikel) oder „sie“ (Pronomen) La voiture est rouge. |
là = „dort“, „da“ Le livre est là. |
| ça / çà |
ça = „das“ Ça va bien ? |
çà = „hier“, „dort“ Çà et là. („Hier und da.“) |
Es gibt auch einige Wörter, bei denen der accent grave einfach zur festen Schreibweise gehört. Er verändert hier weder die Bedeutung noch die Aussprache.
➡️Beispiele dafür sind:
- déjà [descha]
- voilà [wualla]
- delà [dela]
-
en deçà [ang dössa]
Was ist der accent circonflexe?
Der accent circonflexe sieht aus wie ein kleines Dach oder ein Hut über dem Vokal. Deshalb nennst du ihn im Französsichen auch chapeau (Hut). Er kann auf allen fünf Vokalen stehen (â, ê, î, ô, û).
Auch seine Wirkung ist je nach Vokal unterschiedlich:
| Buchstabe | Besonderheit | Beispiel |
| ê | Es klingt wie ein deutsches ä (ähnlich wie beim accent grave). | être, fête, tête |
| ê, î, ô, û | Die Aussprache ändert sich meist nicht. Der Akzent zeigt oft an, dass früher ein s im Wort stand. |
fenêtre (früher fenestre) |
| â, û | Sie können gleich klingende Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung unterscheiden. |
sur („auf“) – sûr („sicher“) mur („Mauer“) – mûr („reif“) cote („Kurs“) – côté („Seite“) |
Sonderzeichen: Cédille
Die cédille (ç) ist kein Akzent auf einem Vokal, sondern ein kleiner Haken unter dem Konsonanten c. Diese Schreibweise zeigt dir, dass du das c wie ein s aussprichst. Ohne cédille klingt das c wie ein k.
➡️Beispiele:
- garçon [garson]
- façon [fasson]
- français [frangsä]
- ça [sa]
- reçu [rössü]
Hinweis: Vor e und i brauchst du keine cédille, denn dort klingt c ohnehin wie s.
➡️merci, cinema, cerise, cent
Sonderzeichen: Tréma
Das tréma (ë, ï, ü) sieht aus wie zwei kleine Punkte über einem Vokal. Es trennt zwei benachbarte Vokale voneinander, sodass du sie einzeln aussprichst. Ohne tréma würden diese Vokale zu einem einzigen Laut verschmelzen.
➡️Beispiele:
- Noël [no-ell]
- naïf [na-ief]
- maïs [ma-iss]
- égoïste [ego-ist]
- aigüe [egü]
Accent Französisch — häufigste Fragen
(ausklappen)
Accent Französisch — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Wie nennt man den Strich über dem „e“ im Französischen?Den Strich über dem „e“ nennt man im Französischen einen Accent, genauer entweder Accent aigu („é“, von links unten nach rechts oben) oder Accent grave („è“, von links oben nach rechts unten). Welche Bezeichnung passt, erkennt man an der Richtung des Strichs.
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Wie spricht man é aus?„é“ spricht man wie ein deutsches langes „e“ aus, ungefähr wie in „Schnee“. Der Accent aigu steht im Französischen nur über dem „e“ und zeigt an, dass dieses „e“ deutlich und hell klingt, nicht wie ein „ö“.
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Wann schreibt man é oder è?Man schreibt „é“, wenn das Wort ein „e“ wie ein deutsches langes „e“ (wie in „Schnee“) hat, und „è“, wenn das „e“ eher wie ein deutsches „ä“ klingt. Zum Beispiel schreibt man „é“ in „école“ oder „café“ und „è“ in „père“ oder „très“.
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Wie schreibt man „a“ mit Akzent?„a“ mit Akzent schreibt man im Französischen als „à“ mit Accent grave (`). Der Accent grave verändert bei „à“ die Aussprache nicht, sondern hilft beim Unterscheiden von Wörtern, zum Beispiel „a“ (Form von „avoir“) und „à“ (Präposition wie „in/um/bei“).
Französische Schreibzeichen verstehen
Akzente im Französischen gehören zu den französischen Schreibzeichen und sind wichtig für Aussprache und Bedeutung. Wer sich mit französischen Schreibzeichen beschäftigt, lernt Zeichen auf Vokalen und Konsonanten sicher zu unterscheiden. So wird klar, wann ein Zeichen den Laut ändert und wann es nur Wörter mit anderer Bedeutung trennt. Im Fremdsprachenbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.