Adolf Hitler ist verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg und den Völkermord an den Juden. Aber wie wurde Hitler überhaupt zum Diktator? Das erfährst du in diesem Beitrag und in unserem Video!
Inhaltsübersicht
Wer war Adolf Hitler?
Adolf Hitler (1889-1945) war ein Politiker und Diktator. Von 1933 bis 1945 herrschte er über das deutsche Reich. Er war der Anführer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, kurz NSDAP.
Hitler ging in die Geschichte ein, weil er Deutschland zu einer Diktatur machte. Er ließ politische Gegner verfolgen und schaffte demokratische Rechte ab. Unter seiner Herrschaft kam es zum Holocaust, bei dem jüdische Menschen und viele andere Gruppen verfolgt und ermordet wurden.
Er wollte Deutschland zu einer Großmacht machen und große Teile Europas erobern. Mit dem Angriff auf Polen 1939 ist Hitler verantwortlich für den Zweiten Weltkrieg. Der Krieg und die nationalsozialistischen Verbrechen durch Hitler brachten mehrere Millionen Todesopfer.
Das Leben von Adolf Hitler
Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in Braunau am Inn geboren. Der Ort liegt heute in Österreich. Sein Vater Alois Hitler arbeitete als Zollbeamter und seine Mutter Klara war Haushilfe.
Hitler war kein guter Schüler und verließ die Realschule ohne Abschluss. Doch schon als junger Mann wollte er Künstler werden. Deshalb bewarb er sich zweimal an der Kunstakademie in Wien — aber ohne Erfolg.
Sein Vater starb als er 14 war und 4 Jahre später noch seine Mutter. Somit war er auf sich allein gestellt. Hitler zog nach Wien, doch er hatte wenig Geld und sogar zeitweise keine feste Wohnung. Durch den gelegentlichen Verkauf seiner Zeichnungen und Aquarelle verdiente er sich sein einziges Einkommen.
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Hitler im Ersten Weltkrieg
1913 zog er dann nach München, um sich der Wehrpflicht in Österreich zu entziehen. Als 1914 dann der Erste Weltkrieg begann, ging Hitler freiwillig zum Militär in Bayern.
Im Krieg war er Soldat an der Westfront und wurde 1916 verwundet. 1918 erlitt er bei einem Giftgasangriff eine Vergiftung und musste in ein Militärkrankenhaus gebracht werden.
Als der Krieg im November 1918 endete, war Hitler immer noch im Krankenhaus. Für seine Leistungen als Soldat wurde er dennoch zweifach mit dem Eisernen Kreuz geehrt. Das ist eine Kriegsauszeichnung, die für Tapferkeit, Freiheitsliebe und Ritterlichkeit steht.
Die deutsche Niederlage und das Ende des Kaiserreichs beeinflussten aber seine politische Haltung stark. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb Hitler zunächst beim Militär. Er hielt viele aggressive politische Reden, bei denen sein großes Talent dafür zu erkennen war.
Politische Anfänge und Putschversuch
1919 besuchte Hitler eine Versammlung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP). Wenig später trat er der Partei bei. 1920 wurde die Partei dann in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt. Hitler wurde schnell zu ihrem wichtigsten Redner und übernahm 1921 die Führung der Partei.
💡Die NSDAP vertrat eine fremdenfeindliche Ideologie, die sich vor allem gegen jüdische Menschen richtete. Sie lehnte die Demokratie ab und wollte einen autoritären Staat.
1923 versuchte Hitler zusammen mit seinen Unterstützern in München, die deutsche Regierung gewaltsam zu stürzen. Dieser Versuch wird als Hitler-Putsch bezeichnet. Aber der Putsch scheiterte und Hitler wurde verhaftet. Den darauffolgenden Gerichtsprozess nutzte Hitler, um sich als selbstloser Kämpfer für das deutsche Volk darzustellen — und nicht als Verbrecher. Das brachte ihm Ruhm und viele Anhänger. 1924 wurde er dennoch wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Er kam jedoch bereits nach einigen Monaten wegen guter Führung auf Bewährung wieder frei.
Während seiner Haft arbeitete Hitler an seinem Buch „Mein Kampf“. Darin beschrieb er wichtige Teile seiner politischen Ansichten, wie seinen Antisemitismus und seine Vorstellungen von einer deutschen Eroberungspolitik.
Hitlers Weg zur Macht
Nach dem gescheiterten Putsch änderte Hitler seine Strategie. Er wollte nun auf legalem Weg politische Macht gewinnen — also durch Wahlen statt einem gewaltsamen Sturz der Regierung. Die Situation in Deutschland half der NSDAP, denn die Weimarer Republik hatte große Probleme. Dazu gehörten politische Streitigkeiten, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Krisen. Viele Menschen verloren das Vertrauen in die demokratischen Parteien.
Die NSDAP versprach einfache Lösungen, wie z. B. die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit oder Enstehung einer fairen Volksgemeinschaft. Sie machte bestimmte Gruppen für die Probleme Deutschlands verantwortlich. Besonders jüdische Menschen wurden von den Nationalsozialisten zum Feindbild erklärt. Mit modernen Propagandatechniken wie aussagekräftigen Bildern und einfachen Botschaften konnte Hitler die Wähler für sich gewinnen.
Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 wurde die NSDAP die stärkste Partei. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
Von der Demokratie zur Diktatur
Danach baute Hitler die Demokratie Schritt für Schritt ab. Nach dem Reichstagsbrand im Februar 1933 wurden wichtige Grundrechte eingeschränkt. Politische Gegner konnten nun verfolgt und verhaftet werden.
Im März 1933 beschloss der Reichstag das Ermächtigungsgesetz. Dadurch konnte Hitler Gesetze ohne Zustimmung des Reichstags erlassen. Damit verlor das Parlament einen großen Teil seiner Macht.
In den folgenden Monaten wurden andere Parteien komplett verboten oder aufgelöst. Gewerkschaften wurden zerschlagen und die Presse zensiert. Auch Polizei und Verwaltung wurden zunehmend von den Nationalsozialisten kontrolliert.
Im Juni 1934 ließ Hitler politische Gegner und auch Gegner innerhalb der eigenen Partei ermorden. Als Reichspräsident Paul von Hindenburg im August 1934 starb, vereinigte Hitler die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers. Er nannte sich nun selbst „Führer und Reichskanzler“. Deutschland war damit eine Diktatur.
Judenverfolgung und Holocaust
Der Antisemitismus und die sogenannte Rassenlehre war ein Teil des Nationalsozialismus. Bereits im Jahr 1933 schloss das Regime jüdische Menschen aus zahlreichen Berufen sowie dem öffentlichen Leben aus und rief zum Boykott jüdischer Geschäfte auf. Zwei Jahre später wurde diese Diskriminierung in den Nürnberger Gesetzen verankert. Sie machten jüdische Menschen gesetzlich zu Bürgern mit weniger Rechten.
Einen vorläufigen Höhepunkt erreichte die Gewalt in der Reichspogromnacht 1938: Nationalsozialisten zerstörten systematisch Synagogen und jüdische Geschäfte. Jüdische Menschen wurden misshandelt, verhaftet und getötet. Tausende Männer und Frauen wurden in Konzentrationslager verschleppt.
Als Deutschland 1939 Polen überfiel, gerieten Millionen jüdische Menschen unter deutsche Herrschaft. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 begannen deutsche Einsatzgruppen mit systematischen Massenmorden. Sie ermordeten vor allem jüdische Menschen, aber auch andere von den Nationalsozialisten verfolgte Gruppen. Dazu gehörten unter anderem Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen, politische Gegner und homosexuelle Menschen.
Im Januar 1942 trafen sich Vertreter verschiedener deutscher Behörden bei der Wannsee-Konferenz. Dort wurde die Zusammenarbeit bei der Umsetzung der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“ besprochen. In den folgenden Jahren wurden jüdische Menschen aus vielen Ländern Europas deportiert und in Ghettos, Konzentrationslager und Vernichtungslager gebracht und schließlich ermordet.
Der von den Nationalsozialisten organisierte und systematisch durchgeführte Völkermord wird als Holocaust bezeichnet. Dabei wurden etwa sechs Millionen jüdische Menschen ermordet.
Hitler und der Zweite Weltkrieg
Hitler wollte Deutschland zu einer Großmacht machen. Sein Ziel war es, immer mehr Gebiete zu erobern. Besonders wichtig war für ihn der sogenannte „Lebensraum im Osten“. Er wollte große Gebiete in Osteuropa erobern, vor allem in Polen und der Sowjetunion.
1938 ließ er Österreich anschließen und besetzte das Sudetenland. 1939 folgte die Besetzung weiterer Teile der Tschechoslowakei. Am 1. September 1939 gab Hitler den Befehl zum Überfall auf Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg in Europa.
Hitler wollte weitere Länder erobern und die Macht Deutschlands vergrößern. 1940 wurden unter anderem Dänemark, Norwegen, Belgien, die Niederlande und Frankreich angegriffen. Ein besonders wichtiges Ziel war die Sowjetunion. Hitler betrachtete die Menschen dort aufgrund seiner rassistischen Ideologie als minderwertig und wollte große Teile des Landes erobern. Am 22. Juni 1941 begann der deutsche Angriff auf die Sowjetunion.
Ab 1943 wurde die deutsche Armee aber immer weiter zurückgedrängt. 1944 landeten die Alliierten in der Normandie und rückten von Westen vor, während die sowjetische Armee von Osten vorrückte. Trotz großen Niederlagen wollte Hitler den Krieg immer weiterführen. Die Nationalsozialisten zwangen sogar sehr junge Menschen und ältere Männer zum Einsatz. Im Frühjahr 1945 war Deutschland aber militärisch besiegt.
Der Tod von Adolf Hitler
Als das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Niederlage Deutschlands bereits absehbar war, versteckte Hitler sich in einem Bunker in Berlin. Die sowjetischen Truppen waren bereits in die Stadt vorgedrungen.
Hitler wollte der Schande der Kapitulation entgehen. Am 30. April 1945 begingen Adolf Hitler und seine Frau Eva im Bunker Suizid.
Nach Hitlers Tod kapitulierte Deutschland am 8. Mai 1945 bedingungslos.
Adolf Hitler — häufigste Fragen
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Adolf Hitler — häufigste Fragen
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Was war das Ermächtigungsgesetz?Das Ermächtigungsgesetz war ein Gesetz von März 1933, das Hitler erlaubte, Gesetze ohne Zustimmung von Reichstag und Reichsrat zu erlassen. Außerdem machte es die Zustimmung des Reichspräsidenten dafür überflüssig. Dadurch wurde demokratische Kontrolle praktisch ausgeschaltet und Hitlers Diktatur rechtlich abgesichert.
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Was geschah in der Pogromnacht 1938?In der Pogromnacht am 9. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten viele Synagogen und jüdische Geschäfte. Außerdem wurden Juden verschleppt und teils ermordet. Die Gewalt richtete sich gezielt gegen jüdisches Leben und markierte eine starke Eskalation der Verfolgung bis hin zum späteren Massenmord.
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Was wurde bei der Wannsee-Konferenz beschlossen?Bei der Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 wurde die systematische Durchführung des jüdischen Völkermords beschlossen. Dabei ging es darum, die Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa zentral zu organisieren. Dieser Beschluss stand für die planmäßige Umsetzung des Holocaust durch staatliche Stellen.
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Warum änderte Alois Hitler seinen Nachnamen?Alois Hitler änderte seinen Nachnamen, weil aus dem Namen „Hiedler“ bei der Eintragung einer Namensänderung die Schreibvariante „Hitler“ wurde. Alois hieß ursprünglich Schicklgruber, weil er unehelich geboren wurde. Warum genau diese Schreibweise gewählt wurde, ist bis heute nicht bekannt.
Nationalsozialismus verstehen
Adolf Hitler gehört zur Geschichte des Nationalsozialismus und steht für Diktatur, Krieg und Holocaust. Wer sich mit dem Nationalsozialismus beschäftigt, ordnet wichtige Ereignisse, Personen und Jahre in einen geschichtlichen Zusammenhang ein. So wird klar, wie aus einer politischen Bewegung eine Diktatur wurde und wie sie das Leben von Millionen Menschen zerstörte. Im Geschichtsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.