Video

Eine Rezension schreiben — aber so, dass sie überzeugt? Hier und im Video lernst du, wie das geht!

Klasse 7
Klasse 8
Klasse 9
Inhaltsübersicht

Was ist eine Rezension?

Eine Rezension ist ein Text, in dem du deine Meinung zu einem Werk schreibst — zum Beispiel zu einem Buch, einem Film oder einem Theaterstück. Du beschreibst, worum es geht und erklärst, wie du das Werk findest. Das Besondere: Du begründest deine Meinung. Damit hilfst du anderen, das Werk besser einzuordnen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

➡️ Typisch für eine gute Rezension ist:

Sie informiert kurz über das Werk: Titel, Autor oder Regisseur, Erscheinungsjahr und Thema
Sie enthält deine persönliche Einschätzung — und die muss nachvollziehbar sein
Sie ist verständlich, klar und lebendig geschrieben

ÜbrigensRezensionen findest du in Zeitungen oder Online-Shops — also überall dort, wo Menschen ihre Meinung zu einem Werk oder Produkt teilen.

Rezension schreiben — Anleitung

Damit deine Rezension überzeugend ist, folgst du einem klaren Aufbau — Einleitung, Hauptteil und Schluss

  • Einleitung: Hier stellst du kurz vor, welches Werk du rezensierst
  • Hauptteil: Dann gibst du eine kurze Inhaltsübersicht, drückst deine eigene Meinung aus — und begründest sie
  • Schluss: Abschließend ziehst du ein Fazit und gibst eine Empfehlung ab

Schauen wir uns jetzt die einzelnen Teile einer Rezension genauer an — beginnend mit der Einleitung.

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

Einleitung einer Rezension gestalten

Der Anfang deiner Rezension muss zwei Dinge schaffen: Orientierung geben und Neugier wecken. Deine Leser sollen sofort wissen, worum es geht — und gleichzeitig Lust bekommen, weiterzulesen.

Tipp: Starte mit einer spannenden Frage oder einem kurzen Zitat aus dem Werk. So hebst du dich von anderen ab!

Dann kommen die wichtigsten Infos zum Werk — kurz und klar:

  • Titel
  • Autor oder Regisseur
  • Erscheinungsjahr
  • Verlag oder Produktionsfirma
  • Genre
  • Hauptthema
  • Seitenanzahl (bei Büchern)
  • Hauptdarsteller (bei Filmen oder Theaterstücken)
➡️ Beispiel:
Was passiert mit einem Menschen, wenn er auf einmal kein Mensch mehr ist? Diese Frage stellt Franz Kafka in seiner Erzählung „Die Verwandlung“. Das Buch erschien 1915 im Kurt Wolff Verlag und hat etwa 80 Seiten. Die Geschichte dreht sich um Gregor Samsa, der sich eines Morgens in ein riesiges Insekt verwandelt — und erlebt, wie sich seine Familie dadurch langsam von ihm abwendet.

Wichtig zu wissen: Deine Einleitung sollte nicht zu lang sein, aber alles enthalten, damit jeder deiner Meinung im Hauptteil folgen kann!

Hauptteil einer Rezension verfassen

Im Hauptteil zeigst du, wie gut du dich mit dem Werk auskennst — und was du darüber denkst. Damit dein Text gut lesbar bleibt, gehst du Schritt für Schritt vor.

1. Kurz zusammenfassen: Erzähle knapp, worum es geht. Achte darauf, den spannendsten Moment offenzulassen — so machst du deine Leser neugierig.

2. Figuren vorstellen: Stelle jetzt die wichtigsten Figuren vor — beispielsweise die Hauptrolle und wichtige Nebenfiguren. Erkläre kurz, wie sie sich verhalten und warum sie dir gefallen oder nicht gefallen haben.

3. Eigene Meinung begründen: Jetzt geht es ans Begründen. Schreibe dabei nicht nur, dass du das Buch oder den Film gut oder schlecht findest, sondern warum. So machst du deine Rezension überzeugend und nachvollziehbar.

Diese Fragen helfen dir dabei, eine klare Bewertung zu schreiben:

Spannung: Gab es überraschende Wendungen oder war alles vorhersehbar? Wolltest du unbedingt weiterlesen?
Figuren: Waren sie glaubwürdig? Haben sie sich im Laufe der Geschichte verändert? Hattest du Mitgefühl mit ihnen?
Sprache und Stil: Waren die Sätze verständlich oder kompliziert? Hat dir die Erzählweise gefallen?
Thema: Was war das zentrale Thema? Wurde es gut dargestellt? Hat es dich zum Nachdenken gebracht?

➡️ Beispiel:
In „Die Verwandlung“ hat mich vor allem die Figur Gregor Samsa beschäftigt. Er verwandelt sich plötzlich in ein Insekt. Aber das eigentlich Erschreckende ist, wie schnell sich seine Familie von ihm abwendet. Gerade der Vater wirkt hart und kalt, während die Schwester anfangs noch versucht, ihm zu helfen. Kafka schreibt in kurzen, nüchternen Sätzen — das verstärkt die bedrückende Stimmung. Obwohl das Thema total absurd ist, fühlt es sich erschreckend real an. Besonders stark fand ich die Szene, in der Gregor hinter der Tür sitzt und mithört, wie die Familie über ihn redet. Das hat mich richtig getroffen.

Tipp: Wenn du ein Buch rezensieren willst, mache dir während du liest Notizen — so hast du beim Schreiben gleich alle wichtigen Eindrücke parat!

Schluss einer Rezension schreiben

Im Schluss bringst du deine Gedanken auf den Punkt. Du fasst deinen Gesamteindruck zusammen und entscheidest, ob du das Werk weiterempfiehlst — und wenn ja, für wen es besonders passend ist.

Du kannst dich an diesen Fragen orientieren:

✓  Was hat dich am meisten überzeugt oder gestört?
✓  Wem würdest du das Werk empfehlen — und warum?
✓  Gibt es ein ähnliches Buch oder einen ähnlichen Film, den du im Vergleich spannend findest?

➡️ Beispiel:
„Die Verwandlung“ hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Geschichte ist kurz, aber sehr intensiv — vor allem, weil sie so viel über Familie, Ausgrenzung und das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören, erzählt. Ich würde das Buch allen empfehlen, die sich für psychologische Themen interessieren und kein Problem damit haben, wenn nicht alles erklärt wird. Wer schon mal etwas von George Orwell oder Albert Camus gelesen hat, wird auch mit Kafka etwas anfangen können.

Wichtig: Bleib dabei persönlich, aber klar. Denk daran, was dir beim Lesen oder Schauen am stärksten in Erinnerung geblieben ist — genau das gehört in dein Fazit.

Damit deine Rezension lebendig und individuell wird, helfen dir diese fünf Tipps:  Schreibe in der Gegenwart: Deine Rezension wirkt direkter, wenn du im Präsens schreibst  Rhetorische Mittel nutzen: Stilmittel wie Ironie, Übertreibung oder ein Vergleich machen deinen Text lebendiger Interessante Überschrift wählen: Vermeide langweilige Titel wie „Rezension zu ...“. Eine kreative Überschrift weckt Neugier Zitate einbauen: Kurze Zitate zeigen den Stil des Werks und geben deinen Lesern einen echten Eindruck Begründe deine Meinung: Schreib nicht nur, was du denkst -- sondern immer auch, warum
direkt ins Video springen
Praktische Tipps für Rezensionen

Damit deine Rezension lebendig und individuell wird, helfen dir diese fünf Tipps:

Schreibe in der Gegenwart: Deine Rezension wirkt direkter, wenn du im Präsens schreibst
Rhetorische Mittel nutzen: Stilmittel wie Ironie, Übertreibung oder ein Vergleich machen deinen Text lebendiger
Interessante Überschrift wählen: Vermeide langweilige Titel wie „Rezension zu …“. Eine kreative Überschrift weckt Neugier
Zitate einbauen: Kurze Zitate zeigen den Stil des Werks und geben deinen Lesern einen echten Eindruck
Begründe deine Meinung: Schreib nicht nur, was du denkst — sondern immer auch, warum

Rhetorische Mittel

Eine gelungene Rezension lebt nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Stil. Welche rhetorischen Mittel dir dabei helfen, erfährst du hier!

Zum Video: Rhetorische Mittel
Zum Video: Rhetorische Mittel

Rezension schreiben — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Unterschied zwischen einer Bewertung und einer Rezension?
    Eine Bewertung sagt vor allem, wie gut oder schlecht man ein Werk findet, oft sehr kurz. Eine Rezension geht weiter: Man informiert kurz über das Werk, beschreibt knapp, worum es geht, und begründet die eigene Meinung so, dass andere sie nachvollziehen können.
  • Wie schreibt man eine Buchrezension?
    Eine Buchrezension schreibt man mit Einleitung, Hauptteil und Schluss. In der Einleitung nennt man die wichtigsten Daten zum Buch, im Hauptteil fasst man den Inhalt kurz zusammen und erklärt mit Gründen die eigene Meinung. Im Schluss folgt ein Fazit mit Empfehlung, für wen das Buch passt.
  • Wie schreibt man eine Rezension?
    Eine Rezension schreibt man, indem man ein Werk zuerst kurz vorstellt und knapp erklärt, worum es geht. Danach bewertet man es mit einer eigenen Meinung und begründet diese, zum Beispiel mit Spannung, Figuren oder Sprache und Stil. Am Ende formuliert man ein Fazit und gibt eine Empfehlung.
  • Was darf man nicht in Rezensionen schreiben?
    In Rezensionen sollte man nicht nur eine lange Inhaltsangabe schreiben und die Bewertung dabei vergessen. Unpassend sind außerdem unbegründete Urteile wie „war langweilig“ ohne Gründe und beleidigende Aussagen über Autor, Schauspieler oder andere Beteiligte. Den spannendsten Moment sollte man nicht komplett verraten.

Textsorten verstehen

Eine Rezension ist eine wichtige Textsorte im Deutschunterricht und gehört zu den bewertenden Texten. Du vergleichst verschiedene Textsorten und achtest auf ihren typischen Aufbau, ihre Sprache und ihre Wirkung. So erkennst du besser, wie du Informationen und eigene Meinung klar trennst und überzeugend formulierst. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.