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In diesem Beitrag erfährst du, was ein Kommentar ist, an welchen Merkmalen du ihn erkennst und wie er aufgebaut ist.

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Inhaltsübersicht

Was ist ein Kommentar?

Ein Kommentar ist ein meinungsbetonter, argumentativer Text zu einem aktuellen Thema oder Ereignis. Im Mittelpunkt steht immer deine eigene klare Position —  auch These genannt.

Bei einem Kommentar ordnest du Fakten ein, bewertest sie und ziehst Schlussfolgerungen. Du stützt deine Wertungen dabei auf überprüfbare Quellen wie Zitate oder Statistiken. 

Das Ziel eines Kommentars ist es, deine Leserschaft zur Meinungsbildung anzuregen. Häufig endet er mit einer direkten Aufforderung an die Leser.

Was sind die Merkmale eines Kommentars?

Ein Kommentar erkennst du immer an folgenden typischen Merkmalen:

Überschrift: Die Überschrift eines Kommentars soll das Thema nennen, Interesse wecken und darf dabei ruhig provokativ oder zugespitzt formuliert sein. 
➡️Jugendliche werden krank von sozialen Medien – und die Politik schaut zu!

These und Argumentation: Das auffälligste Merkmal ist eine klare, zugespitzte These, die die Position des Autors deutlich macht. Danach folgen Argumente, die logisch aufeinander aufbauen und sich auf Belege wie Fakten, Zitate oder Statistiken stützen. 
➡️Soziale Medien belasten viele Jugendliche psychisch, weil sie ständigem Vergleich ausgesetzt sind. 

Subjektive, aber sachbezogene Perspektive: Der Autor schreibt anders als bei Nachrichten, die immer neutral gehalten werden, aus seiner eigenen Sicht. Dabei bleibt er aber sachbezogen und begründet seine Haltung nachvollziehbar.
➡️ Meiner Meinung nach dürfen wir dieses Problem nicht länger verharmlosen.

Gegenargumente: Typisch für einen Kommentar ist auch, dass der Autor naheliegende Gegenargumente kurz aufgreift und entkräftet, um die eigene These zu stärken.
➡️Natürlich können soziale Medien verbinden und informieren, aber ihr schädlicher Einfluss auf junge Menschen wird oft unterschätzt.

Appellativer Charakter: Am Ende steht oft eine direkte Aufforderung (Appell) an den Leser. Der Autor fordert ihn zu einer Reaktion auf oder mahnt eine Veränderung an.
➡️Wir dürfen nicht mehr wegschauen!

Übrigens: Ein Kommentar ist in der Regel kurz und fokussiert. Er bleibt von Anfang bis Ende auf seine These ausgerichtet.

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Welche sprachlichen Mittel hat ein Kommentar?

Die Sprache in einem Kommentar ist emotional und wertend. Häufig ist sie direkt an dich als Leser gerichtet, um dich aktiv mit einzubeziehen. Typisch ist zum Beispiel die direkte Ansprache:
Stell dir vor, du verlierst deinen Job von heute auf morgen.

Kommentare setzen außerdem gezielt sprachliche Stilmittel ein. Die verstärken die Wirkung der Argumente und machen die Position des Autors deutlicher.

Hier siehst du die wichtigsten Stilmittel eines Kommentars im Überblick:

  • Rhetorische Frage: Eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird. Sie regt zum Nachdenken an und unterstreicht die These.
    ➡️Wie lange wollen wir Jugendliche noch ungeschützt sozialen Medien aussetzen?
     
  • Ironie und Sarkasmus: Der Autor sagt das Gegenteil von dem, was er meint. So überspitzt er eine Fehlentwicklung.
    ➡️Natürlich ist es eine großartige Idee, Kinder stundenlang am Handy zu lassen.
     
  • Metapher und Vergleich: Ein Bild oder ein Vergleich macht einen abstrakten Sachverhalt greifbar. 
    ➡️Die Politik steckt den Kopf in den Sand.
     
  • Hyperbel: Eine bewusste Übertreibung, die Nachdruck verleiht.
    ➡️Jugendliche verbringen jede freie Minute am Handy.
     
  • Antithese: Zwei gegensätzliche Aussagen stehen direkt nebeneinander. Das macht Widersprüche sichtbar.
    ➡️Soziale Medien versprechen Nähe, schaffen aber oft Distanz.
     
  • Anapher und Parallelismus: Sätze beginnen mit denselben Wörtern oder folgen demselben Aufbau. Das erzeugt Rhythmus und Nachdruck.
    ➡️Wir brauchen mehr Aufklärung. Wir brauchen mehr Medienkompetenz. Wir brauchen endlich klare Regeln.

Wie ist ein Kommentar aufgebaut?

Am Anfang des Kommentars steht die zugespitzte und provokative Überschrift. Danach folgt der Text einem klaren Muster.

1. Einleitung: Der Autor nennt kurz den aktuellen Anlass oder die zugrunde liegende Meldung. Direkt danach setzt er seine These. Die Leserschaft weiß also von Beginn an, welche Position vertreten wird.

2. Hauptteil: Hier beginnt der Autor mit seiner Argumentation. Die Argumente bauen logisch aufeinander auf und werden jeweils durch Belege gestützt und Gegenargumente werden entkräftet. 

3. Schluss: Der Autor fasst seine Position noch einmal zusammen. Danach folgt häufig ein Appell, also ein Aufruf an die Leserschaft.

Wie erkennst du Kommentare in Medien?

Kommentare sind in Zeitungen und auf Nachrichtenwebseiten klar gekennzeichnet. Sie erscheinen in Rubriken wie „Meinung“ oder „Kommentar“. Dazu steht der Name des Autors deutlich sichtbar, oft mit Foto. So unterscheiden sich Kommentare auf einen Blick von rein informativen Texten. Hier erfährst du mehr über journalistische Textsorten!

Kommentar schreiben

Du kennst jetzt die Merkmale und den Aufbau eines Kommentars. Aber wie setzt du dieses Wissen praktisch um? In unserem Video zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du selbst einen überzeugenden Kommentar schreibst.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.