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Du willst wissen, worum es in dem Roman „Die Welle“ von Morton Rhue geht? In diesem Beitrag und im Video zeigen wir dir eine Zusammenfassung nach Kapiteln!

Quiz zum Thema Die Welle - Zusammenfassung
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Inhaltsübersicht

Die Welle — Inhaltsangabe

Der Roman „Die Welle“ handelt vom Geschichtslehrer Ben Ross, der mit seiner Schulklasse ein soziales Experiment durchführt. Im Unterricht zum Thema Nationalsozialismus fragen die Schüler, wie es damals möglich war, dass so viele Menschen einer Diktatur folgten. Da Ben Ross darauf keine zufriedenstellende Antwort hat, will er seiner Klasse zeigen, wie schnell Menschen sich von einer autoritären Bewegung mitreißen lassen.

Er führt strenge Regeln ein und legt Wert auf Disziplin, Ordnung und Gemeinschaft. Die Schüler fühlen sich schnell als Teil einer besonderen Bewegung, die den Namen „Die Welle“ erhält. Anfangs sind viele begeistert, doch das Experiment entwickelt sich immer weiter. Schüler, die nicht mitmachen, werden ausgegrenzt oder bedroht. Als Ben Ross erkennt, dass das Experiment außer Kontrolle geraten ist, beendet er es in einer großen Versammlung.

Gut zu wissen: Die Handlung basiert auf einem echten Experiment, das 1967 an einer amerikanischen High School durchgeführt wurde.

Wichtige Fakten zum Roman „Die Welle“
  • Autor: Morton Rhue (bürgerlich Todd Strasser)
  • Erscheinungsjahr: 1981
  • Gattung: Jugendroman
  • Epoche: Gegenwartsliteratur
  • Hauptfiguren: Ben Ross, David Collins, Laurie Saunders, Robert Billings
  • Schauplatz: Amerikanische High School
  • Thema: Gruppenzwang, Manipulation, Nationalsozialismus
  • Verfilmung: 2008 als deutscher Kinofilm mit Jürgen Vogel, Frederick Lau, Max Riemelt und Jennifer Ulrich

Die Welle — Figurenkonstellation

Hier siehst du eine Figurenkonstellation zu den wichtigsten Charakteren im Roman:

Das Bild zeigt die Figurenkonstellation des Romans Die Welle und stellt die Beziehungen zwischen den zentralen Charakteren dar. Es verdeutlicht, wie Ben Ross als Geschichtslehrer im Mittelpunkt steht, von Laurie Saunders kritisch hinterfragt wird und wie David Collins sowie Robert Billings in emotionale und machtbezogene Abhängigkeiten geraten.
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Die Welle – Figurenkonstellation

Tipp: Wenn du mehr über die Figuren und deren Eigenschaften und Aufgaben im Roman erfahren möchtest, dann schau dir unseren Beitrag dazu an.

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Die Welle — Zusammenfassung nach Kapiteln

„Die Welle“ besteht aus insgesamt 17 Kapiteln. Die Grundlage für den Roman bildet eine wahre Begebenheit an einer amerikanischen Schule. Im Jahr 1967 führte der Geschichtslehrer Ron Jones in Palo Alto, Kalifornien, ein soziales Experiment durch, das er „The Third Wave“ nannte. Mit diesem Projekt wollte er seinen Schülern zeigen, wie die Entstehung des Nationalsozialismus möglich war und warum so viele Menschen einem autoritären System folgten.

Zu Beginn nahmen nur etwa 90 Schüler aus Jones Geschichtsklassen an dem Experiment teil. Innerhalb weniger Tage wuchs die Bewegung jedoch auf rund 200 Schüler an. Es entstanden feste Regeln, ein Gemeinschaftsgefühl und klare Strukturen. Wie im Roman musste Ron Jones das Experiment nach kurzer Zeit abbrechen und seine Schüler eindringlich vor der Manipulation durch solche Bewegungen warnen.

Sieh dir jetzt die Zusammenfassung Kapitel für Kapitel an!

Wichtig: Der Roman hat im Original keine Kapitelüberschriften. Damit du die Handlung besser nachvollziehen kannst, haben wir die Kapitel mit eigenen Überschriften versehen.

Kapitel 1 — Alltag an der Gordon High

Die Chefredakteurin der Schülerzeitung „Ente“, Laurie Saunders, sitzt alleine im Redaktionsbüro, weil ihre Mitschreiber keine Beiträge abliefern wollen. Auf dem Weg zum Unterricht trifft sie ihre beste Freundin Amy und unterhält sich mit ihr über die ersten Ereignisse des Schultags. Laurie beschwert sich darüber, dass die anderen Teilnehmer der Schülerzeitung ihre Aufgabe nicht ernst nehmen.

Im Geschichtsunterricht versucht Lehrer Ben Ross, den Projektor für den Unterrichtsfilm zu starten — zunächst ohne Erfolg. Ross bittet David Collins, den festen Freund von Laurie, um Hilfe. Während David ruhig reagiert und unterstützt, machen Mitschüler wie Brad abfällige Bemerkungen. Robert Billings, der Außenseiter der Klasse, bleibt still und zieht sich wie immer zurück. Ben Ross wirkt bemüht und engagiert, ist aber auch frustriert über die mangelnde Pünktlichkeit und die unordentlichen Hausaufgaben seiner Schüler.

Kapitel 2 — Wie konnte das passieren?

Im zweiten Kapitel zeigt Ben Ross seiner Geschichtsklasse einen dokumentarischen Film über den Nationalsozialismus, insbesondere über Konzentrationslager und die Verfolgung der Juden. Die Bilder und Informationen schockieren die Schüler zutiefst. Sie können kaum begreifen, wie viele Menschen damals von den Verbrechen wussten und trotzdem nicht handelten.

Nach dem Film entzündet sich im Unterricht eine lebhafte Diskussion. Die Schüler sind sich einig, dass ein ähnliches Regime heute nicht mehr möglich wäre, und behaupten überzeugt, dass sie sich niemals von einer Bewegung mitreißen lassen würden. Vor allem Laurie stellt viele Fragen und möchte verstehen, wie so etwas geschehen konnte, doch Ben Ross hat darauf keine befriedigenden Antworten parat. Seine Unfähigkeit, die Geschehnisse der Vergangenheit zu erklären, lässt ihn frustriert zurück und weckt in ihm den Wunsch, einen besseren Zugang zu dem Thema zu schaffen.

Nach dem Unterricht spricht Ben Ross mit Robert Billings. Ross ist enttäuscht über Roberts mangelnde Beteiligung und Leistung im Unterricht. Robert zeigt sich gleichgültig und erklärt, dass er sich ohnehin im Schatten seines überaus erfolgreichen Bruders sieht. Diese Begegnung verstärkt Ross’ Frustration darüber, wie wenig Engagement und Bewusstsein in seiner Klasse vorhanden sind.

Kapitel 3 — Zweifel in der Cafeteria

Nach dem Film über den Nationalsozialismus trifft sich Laurie mit ihrem Freund David Collins und weiteren Mitschülern in der Cafeteria. Laurie ist immer noch tief bewegt von den Bildern und stellt sich weiter die Frage, wie so etwas geschehen konnte. Sie zweifelt daran, dass man wirklich davor geschützt ist, sich einer gefährlichen Bewegung anzuschließen.

David hingegen zeigt sich weniger betroffen. Das Gespräch der Gruppe schweift dann aber von dem Film ab. Stattdessen rückt das anstehende Footballspiel in den Fokus. Brian und Brad, ebenfalls Mitglieder des Teams, machen sich Sorgen wegen ihres Trainingsrückstands.

Anschließend gehen Laurie und Amy gemeinsam zum Büro der Schülerzeitung. Dabei wird deutlich, dass unter ihrer Freundschaft eine unterschwellige Konkurrenz herrscht — vor allem um gute Noten, Aufmerksamkeit und gesellschaftlichen Status. Im Redaktionsteam werden Alex und Carl vorgestellt. Die beiden gelten als Witzbolde und nehmen ihre journalistischen Aufgaben nicht besonders ernst.

Kapitel 4 — Ben Ross hat einen Plan

Abends denkt Ben Ross zuhause immer noch über die Fragen seiner Schüler nach. Es lässt ihm keine Ruhe, dass er ihnen nicht erklären konnte, wie es im Nationalsozialismus zu solch extremem Mitläufertum kommen konnte. Deshalb beginnt er, sich intensiver mit der Geschichte des Dritten Reichs zu beschäftigen. Trotzdem findet er keine geeignete Antwort für die Frage der seiner Klasse.

Seine Frau Christy, die ebenfalls Lehrerin ist, nimmt Bens Eifer eher gelassen. Sie glaubt nicht, dass es nötig ist, sich so hineinzusteigern. Doch für Ben steht fest: Er muss einen Weg finden, das Thema greifbarer zu machen.

Da kommt ihm eine Idee. Er möchte ein Experiment im Klassenzimmer durchführen, indem er eine autoritäre Bewegung nachstellt. So will er seinen Schülern zeigen, wie leicht sich Menschen Regeln oder Gruppenzwang unterordnen ohne es zu merken.

Kapitel 5 — Macht durch Disziplin

Am nächsten Schultag beginnt Ben Ross mit dem Experiment. Ohne es als solches zu kennzeichnen, führt er neue Verhaltensregeln im Unterricht ein. Unter dem Motto „Macht durch Disziplin“ verlangt er, dass die Schüler ihn mit „Mr. Ross“ ansprechen und sich nur melden dürfen, wenn sie vorher aufstehen.

Die neuen Regeln schaffen Struktur und die Schüler sind plötzlich viel aufmerksamer und motivierter. Sogar Außenseiter Robert Billings wirkt wie ausgewechselt. Er bemüht sich sichtbar, sich an alles zu halten und endlich dazuzugehören. Nur Brad zeigt sich skeptisch. Er hat wenig Lust, sich den neuen Regeln zu unterwerfen, bleibt aber zunächst still.

Ein spontanes Quiz über den Nationalsozialismus zeigt, wie schnell und begeistert die Schüler sich dem neuen System anpassen. Ben Ross spürt, dass das Experiment wirkt und lässt sich selbst vom Sog der Disziplin mitreißen.

Kapitel 6 — Macht durch Gemeinschaft

Am dritten Tag des Experiments betritt Ben Ross das Klassenzimmer und ist überrascht: Die Schüler sitzen bereits still und aufrecht — ganz so, wie er es am Vortag verlangt hatte. Er erkennt, wie stark die Regeln bereits verinnerlicht wurden, und beschließt, das Experiment fortzusetzen.

Er führt nun den zweiten Leitsatz ein: „Macht durch Gemeinschaft“. Die Schüler sollen sich nicht nur diszipliniert, sondern auch als Teil einer gemeinsamen Bewegung fühlen. Dafür entwickelt Ross mit der Klasse ein Symbol sowie einen gemeinsamen Gruß, bei dem die Hand wie eine Welle zur Schulter geführt wird.

Das Bild zeigt das Symbol der Identität "Die Welle". Das Symbol ist eine Welle umrandet von einem Kreis.
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Symbol der Welle

Die Schüler sind begeistert. Die neue Identität als „Die Welle“ schafft ein starkes Wir-Gefühl. Besonders Robert Billings sticht hervor. Er trägt plötzlich ordentliche Kleidung und wirkt zum ersten Mal selbstbewusst. Auch David Collins ist überzeugt von der Idee. Er möchte die Welle in seine Mannschaft tragen, um auch dort Disziplin und Zusammenhalt zu stärken.

Kapitel 7 — Erste Zweifel tauchen auf

Nach der Schule erzählen mehrere Schüler zu Hause von der Welle. Auch Laurie Saunders berichtet ihrer Mutter von dem neuen Gemeinschaftsgefühl im Unterricht. Während Laurie noch unsicher ist, was sie davon halten soll, reagiert ihre Mutter sehr kritisch. Sie erklärt, wie wichtig es ihr immer war, dass Laurie eigenständig denkt und sich nicht einfach einer Gruppe unterordnet. Lauries Vater sieht das Ganze gelassener. Er findet es sinnvoll, dass die Klasse durch die neuen Regeln mehr Disziplin und Zusammenhalt lernt.

Die Welle beginnt, den Alltag der Schüler zu verändern. David verzichtet darauf, wie üblich Lauries Vater zu besuchen und über Football zu sprechen. Stattdessen bleibt er zu Hause und bereitet sich auf den Unterricht vor.

Auch Ben Ross ist stark in das Experiment eingebunden. Er vergisst sogar, das Abendessen für sich und seine Frau Christy zu machen. Daher macht sie sich Sorgen: Sie hat das Gefühl, dass das Projekt ihren Mann mehr und mehr in seinen Bann zieht und dass er die möglichen Folgen noch nicht richtig einschätzt.

Kapitel 8 — Die Welle wird ernst

Mittlerweile beginnt sich die Bewegung nicht nur in der Klasse von Ben Ross, sondern auch im Football-Team auszubreiten. In der Schule hängen bereits Plakate mit dem Wellensymbol, und immer mehr Schüler schließen sich der Bewegung an.

Ben Ross erkennt das Potenzial dieser Dynamik und geht einen Schritt weiter. Er verteilt Mitgliedskarten an die Schüler. Einige der Karten sind mit einem roten X markiert. Diese Schüler sollen als Helfer dienen und Verstöße gegen die Regeln der Welle melden. Robert Billings erhält eine solche Karte. Für ihn ist es ein bedeutender Moment, denn zum ersten Mal fühlt er sich gebraucht und anerkannt.

Ben betont, dass alle Mitglieder der Welle gleich seien und verbietet jegliche Form von Wettbewerb innerhalb der Gruppe. Gleichzeitig glaubt er, weiterhin die Kontrolle über das Experiment zu haben.

Laurie beginnt sich unwohl zu fühlen. In Gesprächen mit ihren Freunden äußert sie erste Zweifel an der Bewegung. Doch ihre Bedenken stoßen auf wenig Verständnis. Die anderen sind begeistert von der Welle und lassen keine Kritik zu. Auch Robert verteidigt die Bewegung mit Nachdruck, denn für ihn bedeutet sie Zugehörigkeit.

Kapitel 9 — Disziplin ersetzt Denken

Die Welle hat sich mittlerweile weit über Bens Klasse hinaus verbreitet. Immer mehr Schüler möchten Teil der Bewegung sein. Viele fragen gezielt, ob sie in den Geschichtsunterricht von Ben Ross wechseln dürfen. In der Schule ist eine neue Atmosphäre spürbar: Die Schüler wirken disziplinierter, aber auch angepasster

Auch Ben Ross bemerkt diese Veränderung. Seine Schüler antworten zwar schnell und korrekt auf Fragen, doch sie zeigen kaum noch eigene Gedanken. Die Energie, die das Experiment zunächst freigesetzt hat, verwandelt sich zunehmend in blinden Gehorsam.

In der Redaktion der Schülerzeitung hat sich niemand wie geplant um einen Artikel gekümmert. Laurie wird beauftragt, über die Welle zu schreiben. Sie fühlt sich dabei unwohl und merkt, wie sehr sich die Stimmung an der Schule verändert hat.

Zu Hause spricht Laurie erneut mit ihrer Mutter, die weiterhin sehr skeptisch ist. Als sie erfährt, wie stark sich auch Robert Billings verändert hat, wachsen ihre Bedenken. Laurie beginnt zu begreifen, dass die Welle mehr ist als nur ein harmloses Projekt.

Kapitel 10 — Die Schulleitung wird aufmerksam

Ben Ross wird vom Direktor der Schule, Mr. Owens, zu einem Gespräch gebeten. Schon auf dem Weg dorthin macht sich Ben Gedanken darüber, ob das Experiment vielleicht bald beendet werden muss. Auch er beginnt zu überlegen, ob die Welle bereits zu weit gegangen ist.

Im Gespräch äußert der Direktor vorsichtige Kritik. Ihn beunruhigen weniger die Begeisterung der Schüler als vielmehr die Grundsätze der Bewegung und der militärisch wirkende Gruß. Ben erklärt, dass die Welle für Disziplin und Engagement sorge und dass die Schüler viel motivierter seien als zuvor. Er versichert, dass er die Situation unter Kontrolle habe.

Trotzdem verlangt der Direktor, dass Ben das Experiment sofort beendet, sollte es zu Beschwerden oder Problemen kommen. Ben stimmt zu. Er verlässt das Gespräch erleichtert, fühlt sich aber zugleich stärker in der Verantwortung. Noch immer glaubt er, die Kontrolle zu behalten und das Experiment rechtzeitig stoppen zu können.

Kapitel 11 — Autorität statt Freundschaft

Laurie betritt das Redaktionsbüro der Schülerzeitung und findet dort einen anonymen Brief. Darin beschreibt ein Schüler seine Erlebnisse mit der Welle. Er berichtet, dass ältere Mitglieder versucht hätten, ihn zum Beitritt zu überreden. Als er sich weigerte, wurde er unter Druck gesetzt. Ihm wurde gedroht, dass er seine Freunde verlieren würde, wenn er sich der Bewegung nicht anschließe.

Laurie ist erschrocken über diese Entwicklung. Der Brief bestätigt ihr Gefühl, dass sich die Welle in eine gefährliche Richtung bewegt. Sie beginnt, sich innerlich von der Bewegung zu distanzieren.

In der Schule nimmt der Einfluss der Welle weiter zu. Überall hängen Plakate und Flyer. Eine große Versammlung wird angekündigt. Gleichzeitig bemerkt Laurie, dass sich immer mehr Schüler ungewohnt streng und kontrolliert verhalten.

Ben Ross fühlt sich zunehmend wohl in der Position des Anführers. Als Robert ihn darum bittet, sein persönlicher Leibwächter zu werden, erlaubt er es ihm ohne Zögern. Damit erreicht das Experiment eine neue Stufe und es wird immer schwerer zu steuern.

Kapitel 12 — Laurie stellt sich gegen die Welle

Laurie fühlt sich zunehmend unwohl. Sie hat das Gefühl, von ihren Mitschülern beobachtet zu werden und beginnt, sich regelrecht verfolgt zu fühlen. Der Druck, sich der Welle zu unterordnen, wächst. Laurie entscheidet sich, nicht an der angekündigten Schulversammlung teilzunehmen.

Ihr Freund David versteht ihre Haltung nicht. Die beiden geraten in einen Streit, in dem Laurie ihre wachsenden Zweifel an der Bewegung äußert. David aber verteidigt die Welle weiterhin und ist überzeugt, dass sie etwas Positives bewirkt. Schließlich trennt er sich von Laurie, was für sie ein weiterer Beweis dafür ist, wie sehr die Bewegung das Denken und Handeln der Menschen verändert.

Zur gleichen Zeit kommt es zu einer handfesten Auseinandersetzung in der Schule. Brian, ein überzeugter Wellen-Anhänger, schlägt auf einen Mitschüler ein, der kein Mitglied der Bewegung ist. Dabei ruft er laut die Grundsätze der Welle. Für David, der den Vorfall miterlebt, ist das ein erstes Warnsignal.

Laurie beschließt, zu handeln. Zusammen mit der Redaktion plant sie eine Sonderausgabe der Schülerzeitung, die sich offen gegen die Welle stellt. Die Welle hat begonnen, Freundschaften zu zerstören und Gewalt zu fördern. Laurie will nicht länger schweigen.

Kapitel 13 — Stimme gegen die Welle

Am Samstag geht Laurie zum Footballspiel, um dort mit Amy zu sprechen. Sie möchte mit ihr über die Prügelei in der Schule sprechen und sie davon überzeugen, dass die Welle gefährlich ist. Doch als Laurie auf die Tribüne möchte, stellt sich ihr Brad in den Weg. Er fordert sie auf, zuerst den Welle-Gruß zu machen. Laurie weigert sich, und erst als Brad nachgibt, darf sie passieren. Doch Laurie hat keine Lust mehr auf ein Gespräch mit Amy. Sie spürt, wie tief die Bewegung bereits in den Alltag der Schüler eingedrungen ist.

Am Sonntag erscheint die angekündigte Sonderausgabe der Schülerzeitung. Laurie, Alex und Carl haben die Beiträge zusammengestellt. In der Ausgabe finden sich Interviews mit Eltern und Lehrern, die sich besorgt über die Entwicklung der Welle äußern. Auch der anonyme Brief aus dem Redaktionsraum wird veröffentlicht. Besonders eindrücklich ist ein Artikel über die Prügelei zwischen Brian und einem Nicht-Mitglied.

Kapitel 14 — Die Stimmung kippt

Die Sonderausgabe der Schülerzeitung verbreitet sich schnell. Innerhalb kürzester Zeit ist sie komplett vergriffen. Viele Schüler lesen die Artikel mit Interesse, andere reagieren mit Wut und Unverständnis. Besonders die Mitglieder der Welle fühlen sich angegriffen. Die Kritik an der Bewegung ruft starke Emotionen hervor.

David, Amy, Brad und Robert sprechen auf dem Schulhof über die Veröffentlichung. Sie verstehen nicht, warum Laurie sich so offen gegen die Welle stellt. Robert geht sogar so weit, Laurie als Bedrohung zu bezeichnen. Schließlich überreden die anderen David, mit Laurie zu sprechen.

Auch Ben Ross hat die Sonderausgabe gelesen. Die Kritik an der Welle trifft ihn hart. Zum ersten Mal beginnt er, sich ernsthaft zu fragen, ob er einen Fehler gemacht hat. Der Footballtrainer Norm Schiller spricht ihn direkt an und macht deutlich, dass er das Experiment für gefährlich hält. Ben spürt, dass die Situation immer mehr aus dem Ruder läuft.

Kapitel 15 — Die Einsicht kommt

Nach dem Unterricht beginnt Ben Ross, über die Bewegung nachzudenken. Er recherchiert über die Hitlerjugend und erkennt immer deutlicher die Parallelen zur Welle. Die Struktur, das Verhalten der Mitglieder und die Abwertung von Außenseitern ähneln stark dem, was er eigentlich erklären wollte. Seine Frau Christy spricht offen mit ihm über ihre Sorgen. Sie erzählt, dass einige Schüler den Unterricht schwänzen und dass der Schulrat sich bereits eingeschaltet hat.

Auch der Direktor möchte erneut mit Ben sprechen. Es wird klar, dass die Welle nicht mehr nur ein Projekt ist, sondern eine Bewegung mit echten Folgen. Ben und Christy sind sich einig, dass das Experiment beendet werden muss. Doch Ben möchte, dass die Schüler selbst erkennen, wie weit sie gegangen sind. Er plant, ihnen das Ausmaß der Manipulation auf eine eindrucksvolle Weise vor Augen zu führen.

Währenddessen feiert Laurie mit der Redaktion den Erfolg der Sonderausgabe. Doch als sie zu ihrem Spind geht, entdeckt sie das Wort „Feindin“, das jemand dort hingeschrieben hat. Sie ist schockiert und läuft verängstigt zum Tennisplatz, wo sie auf David und Brian trifft. Es kommt zum Streit, bei dem David Laurie anschreit und sie im Affekt zu Boden stößt. In diesem Moment erkennt er, wie sehr ihn die Welle verändert hat.

Er hilft Laurie auf, entschuldigt sich und gemeinsam suchen sie Ben Ross auf. Sie bitten ihn, die Bewegung zu beenden. Ben verspricht, dass er das tun wird, bittet sie aber um Stillschweigen. Er hat bereits einen Plan.

Kapitel 16 — Die Versammlung wird vorbereitet

Der Direktor erlaubt Ben Ross, das Experiment noch einen Tag weiterzuführen. Ben will die Bewegung nicht einfach auflösen, sondern die Schüler dazu bringen, selbst zu erkennen, wie stark sie sich haben beeinflussen lassen. Dafür plant er eine große Schulversammlung, bei der sich alles entscheiden soll.

Um seine Idee umzusetzen, bittet Ben zwei Schüler um Hilfe, die nie Teil der Welle waren: Alex und Carl. Sie sollen bei der Organisation der Versammlung helfen und sicherstellen, dass alles nach Plan abläuft.

In der Klasse kündigt Ben an, dass die Welle bald an anderen Schulen eingeführt werden soll. Dafür werde es eine überregionale Jugendbewegung geben. Ein Führer, der Gründer der Welle, werde die Versammlung besuchen und die nächsten Schritte verkünden.

Die Schüler reagieren mit Begeisterung. Sie jubeln und fühlen sich als Teil von etwas Großem. Laurie und David sind geschockt. Sie glauben, Ben habe sein Versprechen gebrochen. Als sie ihn zur Rede stellen, bringt er sie zum Direktor, der seinen Plan bestätigt. Laurie und David sind enttäuscht und verzweifelt. Trotzdem beschließen sie, an der Versammlung teilzunehmen. Sie wollen sehen, wie weit das alles noch geht.

Kapitel 17 — Das Ende der Welle

Am Tag der großen Versammlung strömen hunderte Schüler in die Aula. Sie tragen das Symbol der Welle, rufen die Leitsätze und warten gespannt auf den angekündigten Führer. Die Stimmung ist angespannt, die Erwartung groß. Laurie und David versuchen, in die Aula zu gelangen, doch die Türen sind verschlossen. Erst als ein Schüler hinausgeworfen wird, gelingt es ihnen, einzutreten.

Auf ein Zeichen von Ben Ross hin wird es plötzlich still. Die Schüler blicken erwartungsvoll auf die Bühne. Doch es erscheint niemand. Stattdessen lässt Ross ein Bild von Adolf Hitler auf der Leinwand erscheinen. Er erklärt, dass dies der Führer sei, auf den sie gewartet haben. Für einen Moment herrscht völliges Schweigen.

Ben macht den Schülern deutlich, was wirklich passiert ist. Sie haben sich täuschen und manipulieren lassen, genauso wie viele Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus. Er zeigt ihnen, wie schnell aus Disziplin und Gemeinschaft blinder Gehorsam werden kann. Auch er selbst gibt zu, sich von der Dynamik des Experiments mitreißen lassen zu haben.

Die Schüler verlassen tief betroffen die Aula. Nur Robert Billings bleibt zurück. Er sitzt weinend in der Ecke, weil er fürchtet, wieder ein Außenseiter zu sein. Ben setzt sich zu ihm und versucht, ihn zu trösten.

Gut zu wissen: Im Film endet die Geschichte deutlich drastischer als im Roman. Robert (heißt dort Tim) erschießt sich selbst, der Lehrer wird verhaftet und die übrigen Schüler bleiben schwer traumatisiert zurück.

Die Welle — Interpretation

Der Roman „Die Welle“ zeigt, dass eine Manipulation von Menschen wie in einer Diktatur heute noch möglich ist. Durch Disziplin und feste Regeln wie den einheitlichen Gruß entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Dieses Gefühl, Teil einer Bewegung zu sein, macht Menschen zu Mitläufern. Die Schüler im Roman hinterfragen die Regeln nicht, sondern folgen blind der Bewegung.

Die Grundsätze von Disziplin, Gemeinschaft und Handeln beeinflussen nicht nur das Verhalten der Schüler im Unterricht, sondern verändern auch Freundschaften außerhalb des Klassenzimmers. Die Leitsätze schaffen so eine Ideologie, die von den Schülern verinnerlicht wird. Was zählt, ist nicht die persönliche, freie Meinung, sondern das Wohl der Gemeinschaft. Diese Stellung der Gruppe über den Bedürfnissen des Einzelnen spiegelt die antidemokratische Struktur des nationalsozialistischen Systems wieder. 

Das zeigt sich auch im Namen der Bewegung und Titel des Romans. Als Symbol der Bewegung wählt Ben Ross die Welle. Eine Welle ist kraftvoll und rollt einem bestimmten Ziel entgegen, das von der Gruppe entschieden wird. Der Einzelne hingegen ist untergeordnet, denn eine Welle ist nur stark durch Zusammenhalt. Das Gefühl von Einheit und gemeinsamem Handeln steht also im Zentrum des Symbols. Durch eine wachsende Zahl von Anhängern gewinnt die Welle an Schwung und türmt sich immer weiter auf. Einzelne Kritiker, die sich der Bewegung in den Weg stellen, werden so sinnbildlich überrollt.

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Gegenwartsliteratur

„Die Welle“ zählt zur Gegenwartsliteratur. Die Gegenwartsliteratur dient als Sammelbegriffe für alle literarischen Werke, die seit der Wiedervereinigung 1990 entstanden sind. Charakteristisch für diese Texte ist, dass sie gesellschaftliche Entwicklungen hinterfragen und aktuelle Themen aufgreifen — wie etwa Gruppenzwang und politische Manipulation.

Welche weiteren Merkmale die Gegenwartsliteratur auszeichnen und welche Themen sie sonst noch behandelt, erfährst du hier.

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