Video
Quiz

Kabale und Liebe – Zusammenfassung

Du suchst eine übersichtliche Zusammenfassung von „Kabale und Liebe“? In unserem Beitrag und Video findest du eine Zusammenfassung nach Akten und Szenen.

Quiz zum Thema Kabale und Liebe - Zusammenfassung
5 Fragen beantworten
Inhaltsübersicht

Kabale und Liebe — Inhaltsangabe

„Kabale und Liebe“ ist ein Drama von Friedrich Schiller, das die tragische Liebesgeschichte zwischen Luise Miller und Ferdinand von Walter erzählt.
Luise stammt aus einer bürgerlichen Familie, während Ferdinand der Sohn eines mächtigen Präsidenten ist.

Ferdinands Vater will die Beziehung verhindern und zwingt seinen Sohn zu einer standesgemäßen Heirat mit Lady Milford. Gemeinsam mit seinem Sekretär Wurm spinnt er eine Intrige, die Luise unter Druck setzt. Ein gefälschter Liebesbrief zerstört schließlich das Vertrauen zwischen den Liebenden.

Am Ende eskaliert der Konflikt. Ferdinand glaubt an Luises Verrat und vergiftet sich und Luise. Beide sterben als Opfer einer Gesellschaft, in der Macht und Herkunft mehr zählen als Liebe und Moral.

Die wichtigsten Fakten zu „Kabale und Liebe“

Gut zu wissen: Das Wort „Kabale“ bedeutet so viel wie Intrige, Hinterlist oder gezielte Verschwörung.

Kabale und Liebe — Figurenkonstellation

Die Figuren in „Kabale und Liebe“ sind über persönliche Abhängigkeiten und gesellschaftliche Rollen miteinander verbunden. Hier siehst du die wichtigsten Personen in einer Figurenkonstellation: 

Die Grafik zeigt die Figurenkonstellation in Schillers „Kabale und Liebe“ mit der Liebesbeziehung zwischen Luise und Ferdinand sowie den gesellschaftlichen Gegensätzen zwischen Bürgertum und Adel. Dargestellt sind außerdem die Einflussnahme der Väter, die geplante Zwangsheirat Ferdinands mit Lady Milford und Wurms Intrige als Verehrer von Luise.
direkt ins Video springen
Kabale und Liebe – Figurenkonstellation

$%Tipp: Eine ausführliche Darstellung aller Figuren und ihrer Beziehungen findest du hier.

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Kabale und Liebe — Zusammenfassung nach Akten & Szenen

„Kabale und Liebe“ ist als Drama in fünf Akten aufgebaut und folgt somit dem klassischen Aufbau eines Dramas. Mit jedem Akt verschärft sich der Konflikt, bis er in einer tragischen Katastrophe endet.

Die Handlung spielt im 18. Jahrhundert in einem deutschen Fürstenstaat und erstreckt sich über einen kurzen Zeitraum von etwa einem Tag. Die Schauplätze wechseln vor allem zwischen dem bürgerlichen Haus der Familie Miller und den Räumen des adligen Hofes.

Wichtig: Zur besseren Übersicht haben wir bei der Zusammenfassung eigene Überschriften für Akte und Szenen ergänzt. Diese dienen nur der inhaltlichen Orientierung und kommen im Originaltext des Dramas nicht vor.

Akt 1 — Einführung und Ausgangssituation

Der erste Akt zeigt die Ausgangslage und bereitet den zentralen Konflikt des Dramas vor.

Zu Beginn spielt das Geschehen im Haus der Familie Miller, die dem Bürgertum angehört. Dort wird deutlich, dass Luise eine Beziehung zu Ferdinand von Walter hat, dem Sohn des Präsidenten. Diese Verbindung sorgt innerhalb der Familie für Spannungen. Während der Vater der Beziehung kritisch gegenübersteht, nimmt die Mutter eine deutlich offenere Haltung ein.

Später verlagert sich die Handlung an den Hof des Präsidenten. Dieser schenkt der Beziehung seines Sohnes keine große Bedeutung und verfolgt stattdessen eigene Pläne für dessen Zukunft. Er sieht eine Heirat mit Lady Milford vor. Sein Sekretär Wurm greift die Situation auf und möchte Ferdinands Gefühle genauer zu prüfen.

Akt 1, Szene 1 — Gespräch der Millers über die Beziehung

Die Szene spielt im Haus der Familie Miller. Der Stadtmusikant Miller und seine Frau unterhalten sich über ihre Tochter Luise und deren Beziehung zu Ferdinand, dem Sohn des Präsidenten.

Herr Miller spricht sich deutlich gegen diese Beziehung aus. Er befürchtet negative Folgen für den Ruf seiner Familie und kündigt an, den Präsidenten über die Beziehung informieren zu wollen.

Frau Miller widerspricht ihrem Mann. Sie verweist auf die Briefe, die Ferdinand an Luise geschrieben hat und betont seine Zuneigung. In der Beziehung sieht sie eine Möglichkeit, die gesellschaftliche Stellung ihrer Tochter zu verbessern.

Akt 1, Szene 2 — Wurms Besuch bei den Millers

Wurm, der Sekretär des Präsidenten, kommt zu Besuch, um Luise zu sehen. Herr Miller hatte ihm Luise zuvor als mögliche Ehefrau in Aussicht gestellt.

Im Gespräch macht Frau Miller wiederholt Bemerkungen über die Beziehung zwischen Luise und Ferdinand. Herr Miller versucht, diese Äußerungen zu unterbrechen und fordert seine Frau mehrfach auf zu schweigen.

Wurm erklärt, dass er Luise heiraten möchte und verweist auf seine sichere Stellung am Hof. Herr Miller weist ihn jedoch zurück und betont, dass er seine Tochter nicht zu einer Ehe zwingen werde.

Daraufhin verlässt Wurm das Haus verärgert. Herr Miller äußert anschließend die Befürchtung, dass Wurm die Beziehung zwischen Luise und Ferdinand am Hof bekannt machen könnte.

Akt 1, Szene 3 — Gespräch zwischen Luise und ihren Eltern

Luise Miller kehrt von der Kirche zurück und spricht mit ihren Eltern über ihre Situation. Luise erklärt, dass sie Ferdinand nicht vergessen kann und ständig an ihn denkt. Gleichzeitig äußert sie Zweifel und spricht von Schuldgefühlen, da sie die Beziehung als problematisch empfindet.

Herr Miller versucht erneut, seiner Tochter die Beziehung auszureden. Er warnt sie vor den Folgen und macht deutlich, dass er die Verbindung ablehnt. Luise widerspricht ihm und betont ihre Gefühle für Ferdinand. Am Ende der Szene wird angekündigt, dass Ferdinand zu Besuch kommt.

Akt 1, Szene 4 — Ferdinand besucht Luise

Ferdinand kommt zu Besuch, nachdem er angekündigt wurde. Zu Beginn reagiert Luise zurückhaltend, wendet sich Ferdinand dann aber zu. Ferdinand spricht offen über seine Gefühle und erklärt, dass er Luise liebt. Er erkundigt sich nach ihrem Zustand und bemerkt, dass sie verunsichert ist.

Luise macht sich Sorgen. Sie spricht über den Standesunterschied zwischen ihnen und über Ferdinands Vater. Außerdem erwähnt sie die Möglichkeit, dass sie sich trennen müssen.

Ferdinand widerspricht diesen Befürchtungen. Er versichert Luise, dass er zu ihr steht und sie heiraten möchte. Nach diesem Gespräch verlassen beide gemeinsam den Raum.

Akt 1, Szene 5 — Wurm erzählt alles

Wurm berichtet dem Präsidenten von der Beziehung zwischen Ferdinand und Luise. Dabei wird deutlich, dass Wurm selbst an Luise interessiert ist. Der Präsident reagiert zunächst gelassen und misst der Beziehung keine große Bedeutung bei.

Der Präsident erklärt, dass er für Ferdinand eine Heirat mit Lady Milford vorgesehen hat. Diese Verbindung soll aus seiner Sicht politische Vorteile bringen. Wurm äußert Zweifel daran, ob Ferdinand sich auf diesen Plan einlassen wird.

Daraufhin schlägt Wurm vor, Ferdinands Gefühle genauer zu prüfen. Der Präsident nimmt diesen Vorschlag auf und entscheidet, Ferdinand auf die geplante Hochzeit vorzubereiten.

Akt 1, Szene 6 — Auftrag an den Hofmarschall

Der Hofmarschall von Kalb betritt die Szene. Der Präsident beauftragt den Hofmarschall, Ferdinand bei Lady Milford anzumelden. Außerdem soll von Kalb in der Stadt verbreitet werden, dass eine Hochzeit zwischen Ferdinand und Lady Milford bevorsteht.

Der Hofmarschall sichert zu, den Auftrag auszuführen. Er erklärt, dass die Nachricht von der geplanten Heirat schnell bekannt gemacht werde. Nachdem der Hofmarschall den Raum verlassen hat, kündigt der Präsident an, dass Ferdinand hereingebeten werden soll.

Akt 1, Szene 7 — Der Präsident hat einen Plan

Der Präsident spricht Ferdinand auf die geplante Heirat mit Lady Milford an. Er macht deutlich, dass er diese Verbindung erwartet und sieht sie als notwendig für Ferdinands Zukunft an. Ferdinand reagiert ablehnend und erklärt, dass er Lady Milford nicht heiraten will.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs berichtet der Präsident von seinem politischen Werdegang. Er erklärt, dass er seinen Vorgänger aus dem Weg geräumt habe, um selbst Präsident zu werden. Ferdinand reagiert darauf mit Ablehnung. Er distanziert sich von den Handlungen seines Vaters und erklärt, dass er ein solches Vorgehen nicht akzeptieren könne.

Der Präsident bleibt bei seinen Plänen und fordert Ferdinand erneut auf, Lady Milford zu besuchen. Schließlich erklärt Ferdinand sich bereit, Lady Milford aufzusuchen.

Akt 2 — Zuspitzung des Konflikts

Der zweite Akt zeigt, wie sich der Konflikt weiter verschärft. Neben dem Haus der Familie Miller treten nun auch die Räume von Lady Milford in den Mittelpunkt. Dadurch wird die geplante Heirat Ferdinands konkret in die Handlung eingebunden.

Zu Beginn des Aktes wird Lady Milford eingeführt. Sie äußert sich zu ihrer Stellung am Hof und zur angekündigten Verbindung mit Ferdinand. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer direkten Begegnung zwischen ihr und Ferdinand, bei der deutlich wird, dass diese Ehe nicht auf gegenseitigem Einverständnis beruht.

Parallel dazu kehrt die Handlung zur Familie Miller zurück. Dort verschärft sich die Lage für Luise und ihre Eltern. Ferdinand sucht erneut den Kontakt zu Luise, während der Einfluss des Präsidenten zunehmend spürbar wird. Schließlich greift der Präsident offen in das Geschehen ein und tritt selbst im Haus der Millers auf.

Akt 2, Szene 1 — Lady Milford gesteht ihre Liebe

Die Szene spielt in einem Raum im Haus von Lady Milford. Anwesend sind Lady Milford und ihre Kammerzofe Sophie. Beide warten auf das Erscheinen Ferdinands, dessen bevorstehende Hochzeit bereits bekannt gemacht wurde.

Lady Milford spricht mit Sophie über ihre Situation am Hof. Sie äußert Unzufriedenheit mit ihrer Rolle und beschreibt ihr Leben als von Abhängigkeiten geprägt. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass sie die Verbindung mit Ferdinand wünscht.

Im Verlauf des Gesprächs erklärt Lady Milford, dass sie selbst dazu beigetragen habe, die Gerüchte über eine baldige Hochzeit zu verbreiten. Sie berichtet außerdem, dass sie den Präsidenten und weitere Personen von der Sinnhaftigkeit dieser Verbindung überzeugt habe.

Akt 2, Szene 2 — Das Geschenk des Fürsten

Der Kammerdiener überbringt Lady Milford ein kostbares Schmuckstück als Geschenk des Fürsten. Lady Milford erkundigt sich nach dem Wert der Juwelen und nach deren Herkunft.

Der Kammerdiener berichtet, dass der Fürst 7000 Soldaten nach Amerika verkauft habe, um den Schmuck zu finanzieren. Dabei seien viele Männer gezwungen worden, in den Dienst zu gehen. Auch die eigenen Söhne des Kammerdieners seien betroffen.

Lady Milford zeigt sich erschüttert und lehnt es ab, den Schmuck zu behalten. Sie ordnet an, dass die Juwelen verkauft und der Erlös an Bedürftige verteilt werden soll. Kurz darauf wird die Ankunft Ferdinands angekündigt.

Akt 2, Szene 3 — Streitgespräch über Freiheit und Ehe

Ferdinand erscheint und stellt zu Beginn klar, dass er nur auf Anordnung seines Vaters gekommen ist. Er erklärt, dass er die geplante Ehe ablehnt. Außerdem äußert er Verwunderung darüber, dass Lady Milford eine Heirat akzeptiert, die nicht auf freier Entscheidung beruht. Er verweist dabei auf ihre englische Herkunft und bringt zum Ausdruck, dass er eine solche Haltung nicht mit den dortigen Vorstellungen von Freiheit verbindet.

Lady Milford reagiert darauf, indem sie Ferdinand ihren bisherigen Lebensweg schildert. Sie berichtet von ihrer Herkunft aus England und ihrer Rolle am Hof des Herzogs. Dabei macht sie deutlich, dass sie ihren Einfluss wiederholt genutzt hat, um auf politische Entscheidungen einzuwirken und für andere einzutreten.

Im weiteren Verlauf erklärt Lady Milford offen, dass sie Gefühle für Ferdinand entwickelt hat. Sie bezeichnet ihn als Ziel und Abschluss ihrer bisherigen Bemühungen. Ferdinand weist diese Erklärung zurück und sagt, dass seine Zuneigung allein Luise gilt. Trotz Ferdinands Ablehnung hält Lady Milford weiterhin an dem Wunsch fest, ihn zu heiraten.

Akt 2, Szene 4 — Unruhe im Haus der Millers

Herr Miller zeigt sich stark beunruhigt, da ein Diener des Präsidenten vor dem Haus erscheint. Er befürchtet, dass die Beziehung zwischen Luise und Ferdinand nun am Hof bekannt geworden ist.

Frau Miller versucht, ihn zu beruhigen, kann seine Sorge jedoch nicht mindern. Herr Miller wirft ihr vor, ihn zu spät über die Beziehung informiert zu haben. Luise ist ebenfalls verunsichert und weiß nicht, was auf ihre Familie zukommt.

Akt 2, Szene 5 — Ferdinands Auftreten bei den Millers

Ferdinand erscheint plötzlich im Haus der Familie Miller und fragt, ob sein Vater bereits dort gewesen sei. Herr Miller und Frau Miller reagieren erschrocken auf diese Frage. Luise zeigt sich beunruhigt.

Ferdinand wendet sich Luise zu, nimmt sie in den Arm und erklärt, dass niemand ihre Beziehung zerstören werde. Er äußert seinen Zorn über Lady Milford, über seinen Vater und über die angekündigte Hochzeit. Luise reagiert darauf mit Misstrauen. Sie äußert den Verdacht, Ferdinand habe sie getäuscht und werde sie nun verlassen. Daraufhin sucht sie die Nähe ihres Vaters.

Ferdinand versucht, die Situation zu klären. Er erklärt, dass er selbst Ziel einer Intrige geworden sei, und versichert Luise erneut seine Liebe. Außerdem kündigt er an, sich den Erwartungen seines Vaters entziehen zu wollen.

Akt 2, Szene 6 — Auseinandersetzung im Haus der Millers

Der Präsident tritt ins Haus und richtet sich direkt an Luise. Er stellt ihr Fragen zu ihrer Beziehung mit Ferdinand und verlangt Auskunft über deren Beginn. Ferdinand versucht mehrfach, das Gespräch zu unterbrechen.

Luise beantwortet die Fragen ruhig. Der Präsident spricht dabei herablassend über sie und unterstellt, dass die Beziehung auf finanziellen Motiven beruhe. Ferdinand reagiert darauf heftig und greift zum Degen, steckt ihn jedoch wieder ein.

Herr Miller mischt sich ein und fordert den Präsidenten auf, respektvoll zu bleiben. Daraufhin ordnet der Präsident an, Herr und Frau Miller verhaften zu lassen. Außerdem verhindert er, dass Herr Miller sich an den Herzog wenden kann.

Akt 2, Szene 7 — Drohung und Machtmissbrauch

Die Gerichtsdiener erscheinen, um den Anweisungen des Präsidenten Folge zu leisten. Luise bricht zusammen und wird abgeführt. Ferdinand stellt sich den Dienern mit gezogenem Degen entgegen und versucht, Luise zu schützen. Auch Herr Miller greift ein, zieht sich jedoch zurück, als der Präsident ihm offen mit dem Tod droht.

Der Präsident lässt Luise wegführen und zeigt sich unbeeindruckt von Ferdinands Widerstand. Ferdinand richtet daraufhin mehrere Drohungen an seinen Vater. Er kündigt an, sich selbst bloßzustellen, seine Laufbahn aufzugeben oder Luise zu töten, um die Situation zu beenden.

Erst als Ferdinand andeutet, offenlegen zu können, auf welche Weise der Präsident zu seiner Macht gelangt ist, lenkt dieser ein. Luise wird freigelassen, und der Präsident verlässt das Haus.

Akt 3 — Zuspitzung und Wendepunkt

Der dritte Akt markiert den entscheidenden Wendepunkt des Dramas. Die Handlung verlagert sich zunächst an den Hof des Präsidenten und kehrt später in das Haus der Familie Miller zurück. In diesem Akt wird die geplante Intrige vollständig vorbereitet und umgesetzt.

Der Präsident und Wurm entwickeln einen konkreten Plan, um Ferdinand von Luise zu trennen. Dabei nutzen sie ihre Machtstellung gezielt aus und setzen Luise und ihre Familie unter Druck. Die Beziehung der beiden Liebenden gerät dadurch in eine neue Phase, in der Misstrauen und Zwang eine zentrale Rolle spielen.

Am Ende des Aktes ist die Intrige vollzogen. Die Voraussetzungen für die folgende Eskalation sind geschaffen, und die Handlung nimmt eine Richtung, die nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Akt 3, Szene 1 — Planung der Intrige (Kabale)

Der Präsident äußert Unzufriedenheit darüber, dass seine bisherigen Maßnahmen keinen dauerhaften Erfolg hatten. Die Beziehung zwischen Ferdinand und Luise besteht weiterhin.

Daraufhin entwickelt Wurm einen konkreten Plan. Er schlägt vor, Ferdinand durch einen gefälschten Liebesbrief zu täuschen. In diesem Brief soll Luise angeblich ihre Liebe zu einem anderen Mann erklären. Um Luise dazu zu zwingen, den Brief zu schreiben, sollen ihre Eltern verhaftet werden.

Der Plan sieht außerdem vor, Luise durch einen Eid zum Schweigen zu verpflichten, nachdem sie den Brief verfasst hat. Der Präsident erklärt sich mit diesem Vorgehen einverstanden und ordnet die notwendigen Schritte an.

Akt 3, Szene 2 — Einbindung des Hofmarschalls

Der Präsident teilt dem Hofmarschall mit, dass Ferdinand sich einer geplanten Heirat verweigere und stattdessen eine andere Frau liebe. Er macht deutlich, dass eine gescheiterte Verbindung politische Folgen haben könnte.

Im weiteren Gespräch erinnert der Präsident den Hofmarschall an dessen eigene Abhängigkeit. Er verweist darauf, dass von Kalb in frühere Vorgänge am Hof verwickelt war und daher selbst Nachteile zu befürchten habe.

Der Hofmarschall erklärt sich schließlich bereit, an dem Vorhaben mitzuwirken. Er stimmt zu, seinen Namen für den geplanten Brief zur Verfügung zu stellen und den Plan zu unterstützen.

Akt 3, Szene 3 — Umsetzung des Plans

Wurm berichtet, dass Herr und Frau Miller verhaftet worden sind. Die Festnahme sei unauffällig erfolgt, sodass kein öffentliches Aufsehen entstanden sei.

Anschließend übergibt Wurm dem Präsidenten den vorbereiteten Liebesbrief. Er erklärt, dass er den Text selbst verfasst habe. Der Präsident liest den Brief und zeigt sich zufrieden mit dessen Inhalt.

Daraufhin beschließen der Präsident und Wurm, mit dem Brief zu Luise zu gehen, um sie zur Unterschrift zu zwingen und den Plan weiter auszuführen.

Akt 3, Szene 4 — Gespräch zwischen Luise und Ferdinand

Die Szene spielt im Haus der Familie Miller. Luise erklärt Ferdinand, dass sie sich von ihm trennen möchte. Sie begründet dies mit den Folgen der Beziehung und äußert Sorge um ihre Familie. Außerdem spricht sie davon, dass die Unterschiede zwischen ihren Lebenswelten nicht zu überwinden seien.

Ferdinand reagiert ablehnend. Er erklärt, dass er seinen Vater umstimmen könne, und spricht von einer gemeinsamen Flucht. Er schildert konkrete Pläne für ein Leben außerhalb des Einflusses des Hofes. Luise zeigt sich zurückhaltend gegenüber diesen Plänen. Aufgrund ihres Verhaltens wird Ferdinand misstrauisch. Er unterstellt Luise, einen anderen Mann zu lieben, und verlässt das Haus.

Akt 3, Szene 5 — Luises Warten auf ihre Eltern

Luise ist allein und wartet auf die Rückkehr ihrer Eltern. Sie erinnert sich daran, dass Herr Miller angekündigt hatte, nur kurz fortzugehen. Da sie jedoch nicht zurückkehren, wird Luise zunehmend unruhig.

Während sie über den Verbleib ihrer Eltern nachdenkt, betritt Wurm unbemerkt den Raum. Luise nimmt seine Anwesenheit zunächst nicht wahr.

Akt 3, Szene 6 — Erpressung durch Wurm

Wurm gibt sich Luise gegenüber zu erkennen. Er teilt ihr mit, dass Herr Miller und Frau Miller verhaftet worden seien. Dabei erklärt er, dass Luises Mutter inhaftiert sei und ihrem Vater eine schwere Strafe drohe.

Wurm stellt Luise vor eine Bedingung. Er verlangt, dass sie einen Brief schreibt, in dem sie dem Hofmarschall von Kalb ihre Liebe erklärt. Zusätzlich muss Luise einen Eid ablegen, dass sie den Brief freiwillig verfasst habe. Im Gegenzug sollen ihre Eltern freigelassen werden.

Luise erklärt sich schließlich bereit, den Brief zu schreiben. Wurm macht ihr anschließend erneut einen Heiratsantrag, den sie ablehnt.

Akt 4 — Folgen der Intrige

Der vierte Akt zeigt die unmittelbaren Folgen der zuvor umgesetzten Intrige. Die Handlung beginnt erneut im Umfeld des Präsidenten und verlagert sich später zu Lady Milford. Der gefälschte Brief wirkt nun auf Ferdinand, ohne dass die Hintergründe aufgedeckt werden.

Ferdinand reagiert auf den Inhalt des Briefes und zieht daraus weitreichende Konsequenzen. Gespräche mit dem Hofmarschall und seinem Vater prägen den ersten Teil des Aktes. Parallel dazu kommt es zu einer Begegnung zwischen Luise und Lady Milford. Der Akt verzögert die endgültige Auflösung.

Akt 4, Szene 1 — Der gefälschte Brief

Die Handlung setzt im Haus des Präsidenten ein. Ferdinand befindet sich dort in Begleitung eines Kammerdieners. Ferdinand hält den Liebesbrief in den Händen, den Luise angeblich an den Hofmarschall von Kalb geschrieben hat. Er ist mit dem Inhalt des Briefes beschäftigt.

Ein Kammerdiener tritt hinzu und teilt Ferdinand mit, dass der Präsident ihn sprechen wolle. Ferdinand erkundigt sich daraufhin nach dem Aufenthaltsort des Hofmarschalls. Der Kammerdiener erklärt, dass dieser sich in der Nähe aufhalte. Ferdinand lässt den Hofmarschall zu sich rufen.

Akt 4, Szene 2 — Ferdinands Selbstgespräch

Ferdinand ist allein und liest den Liebesbrief erneut. In einem Monolog erinnert er sich an seine Beziehung zu Luise und an frühere Gespräche zwischen ihnen.

Er kommt zu dem Schluss, dass der Brief echt sein müsse, da er in Luises Handschrift verfasst ist. Außerdem verbindet er ihr Verhalten in den letzten Begegnungen mit dem Inhalt des Schreibens.

Am Ende der Szene richtet sich Ferdinands Denken gegen Luise. Er sieht sich von ihr getäuscht und beschäftigt sich mit dem Gedanken an Vergeltung.

Akt 4, Szene 3 — Begegnung mit dem Hofmarschall

Ferdinand konfrontiert den Hofmarschall mit dem Liebesbrief und verlangt eine Erklärung. Der Hofmarschall reagiert zunächst ausweichend und gibt vor, überrascht zu sein.

Als Ferdinand ihn zum Duell auffordert, gerät der Hofmarschall in Angst. Er versucht, der Situation zu entkommen und zeigt sich zunehmend nervös. Ferdinand hindert ihn daran, den Raum zu verlassen und setzt ihn weiter unter Druck.

Schließlich erklärt der Hofmarschall, dass er keine Beziehung zu Luise habe und sie kaum kenne. Ferdinand schenkt dieser Aussage jedoch keinen Glauben und lässt den Hofmarschall gehen.

Akt 4, Szene 4 — Ferdinands düsterer Monolog

Ferdinand setzt sein Selbstgespräch fort. Er hält an der Überzeugung fest, dass der Liebesbrief echt sei, und sieht den Hofmarschall weiterhin als Rivalen. Er spricht über seine Bindung an Luise und bezieht sich auf den gemeinsamen Liebesschwur.

Dabei äußert Ferdinand den Wunsch, Luise für sich zu behalten, selbst wenn dies unter extremen Umständen geschehen müsste. Gleichzeitig bezeichnet er ihre Seele als verdorben und beschäftigt sich mit dem Gedanken, ihr und sich selbst das Leben zu nehmen. Am Ende der Szene betritt der Präsident den Raum.

Akt 4, Szene 5 — Die Lüge geht weiter

Ferdinand berichtet seinem Vater von dem Liebesbrief und erklärt, dass Luise ihn betrogen habe. Er äußert sich dabei ungewohnt zustimmend gegenüber den früheren Plänen seines Vaters und gibt an, dessen Vorgehen nun zu verstehen.

Der Präsident reagiert nach außen hin verständnisvoll, obwohl er genau diese Reaktion von Ferdinand hervorrufen wollte. Der Präsident erklärt, dass er Luise inzwischen für tugendhaft halte und einer Verbindung zwischen ihr und Ferdinand nicht mehr im Wege stehe. Gleichzeitig stellt er Fragen, die Ferdinands Zweifel weiter verstärken.

Ferdinand zeigt sich verunsichert. Er glaubt, dass Luise nicht nur ihn, sondern auch seinen Vater getäuscht habe, und verlässt daraufhin den Raum. Der Präsident folgt ihm.

Akt 4, Szene 6 — Vorbereitung der Begegnung mit Luise

Die Szene spielt im Haus von Lady Milford, die sich auf den Besuch von Luise vorbereitet. Sie weist Sophie an, ihre prächtigsten Kleider und ihren wertvollsten Schmuck bereitzulegen. Ziel ist es, Luise in einem besonders repräsentativen Rahmen zu empfangen.

Sophie äußert Zweifel an diesem Vorgehen und spricht Lady Milford auf ihre Haltung gegenüber Luise an. Lady Milford weist diese Einwände zurück und besteht auf ihrem Auftreten. Kurz darauf wird die Ankunft von Luise angekündigt. Lady Milford schickt Sophie aus dem Raum, um Luise allein zu empfangen.

Akt 4, Szene 7 — Gespräch zwischen Lady Milford und Luise

Lady Milford empfängt Luise in einem prunkvoll ausgestatteten Raum. Sie beginnt das Gespräch distanziert und mustert Luise ausführlich. Dabei macht sie abwertende Bemerkungen über Luises Auftreten und Herkunft.

Im Verlauf des Gesprächs bietet Lady Milford Luise eine Anstellung in ihrem Haushalt an, da Sophies Stelle bald frei werde. Luise lehnt dieses Angebot ab. Daraufhin weist Lady Milford darauf hin, dass Luise als Bürgerliche nur begrenzte Möglichkeiten habe.

Lady Milford spricht offen die Beziehung zwischen Luise und Ferdinand an und bietet ihr schließlich Geld an, wenn sie auf ihn verzichtet. Luise erklärt, dass sie freiwillig auf Ferdinand verzichte, kündigt ihren Selbstmord an und verlässt den Raum.

Akt 4, Szene 8 — Lady Milford allein

Lady Milford setzt sich mit dem vorangegangenen Gespräch auseinander. Sie erinnert sich an Luises Auftreten und an deren Verzicht auf Ferdinand. Dabei wird ihr bewusst, dass Luise trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung konsequent gehandelt hat.

Lady Milford fasst daraufhin einen Entschluss. Sie entscheidet, Ferdinand nicht zu heiraten und sich vom Hof zu lösen. Außerdem plant sie, das Land zu verlassen. Am Ende der Szene beginnt Lady Milford, einen Brief zu verfassen.

Akt 4, Szene 9 — Abschied von Lady Milford

Lady Milford beendet den zuvor begonnenen Brief. Als der Hofmarschall erscheint, übergibt sie ihm das Schreiben und beauftragt ihn, es dem Fürsten zu überbringen. In dem Brief erklärt sie, dass sie sich von ihm lossagt und das Land verlassen will.

Sophie berichtet, dass Luise das Haus aufgewühlt verlassen habe. Lady Milford weist Sophie an, Vorbereitungen für die Abreise zu treffen und ihre Sachen zusammenzupacken. Zum Abschluss verteilt Lady Milford ihren Schmuck an ihre Bediensteten und bereitet ihre Abreise vor.

Quiz zum Thema Kabale und Liebe - Zusammenfassung
5 Fragen beantworten

Akt 5 — Katastrophe und Auflösung

Der fünfte Akt bildet den Abschluss des Dramas. Die Handlung spielt vollständig im Haus der Familie Miller. Die zuvor entstandenen Missverständnisse bleiben zunächst bestehen und bestimmen die letzten Begegnungen der Figuren.

Luise und ihr Vater stehen im Mittelpunkt der ersten Szenen. Kurz darauf tritt Ferdinand erneut auf und konfrontiert Luise mit dem gefälschten Brief. Entscheidungen werden getroffen, ohne dass die Wahrheit offen ausgesprochen wird.

Im Verlauf des Aktes kommt es zur endgültigen Zuspitzung. Die Folgen der Intrige lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Am Ende wird die Wahrheit offenbart, doch sie kommt zu spät, um die Katastrophe zu verhindern.

Akt 5, Szene 1 — Luises Selbstmordgedanken

Herr Miller ist aus der Haft entlassen worden und kehrt nach Hause zurück. Dort trifft er Luise an, die allein im Zimmer sitzt. Luise hat einen Brief an Ferdinand geschrieben.

Herr Miller liest den Brief und erfährt, dass Luise an Selbstmord denkt. Er reagiert erschrocken und versucht, seine Tochter davon abzuhalten. Er erinnert sie an religiöse Gebote und an seine eigene Verzweiflung.

Luise erklärt, dass sie den Tod als einzigen Ausweg sieht. Herr Miller bietet ihr schließlich ein Messer an und fordert sie auf, ihn zu töten, um ihr eigenes Leben zu retten. Luise weigert sich. Am Ende der Szene beschließen Vater und Tochter, die Stadt gemeinsam zu verlassen.

Akt 5, Szene 2 — Konfrontation mit dem Liebesbrief

Ferdinand betritt das Haus und berichtet, dass Lady Milford das Land verlassen habe und einer Heirat mit Luise nun nichts mehr im Wege stehe. Herr Miller begegnet ihm misstrauisch.

Ferdinand legt den Liebesbrief vor, der angeblich von Luise an den Hofmarschall von Kalb geschrieben wurde, und fragt sie, ob sie diesen Brief verfasst habe. Herr Miller fordert Luise auf, die Frage zu bejahen.

Luise bestätigt daraufhin, dass der Brief von ihr stammt. Ferdinand zeigt sich enttäuscht und erklärt, dass Luise damit ihr wahres Verhalten offenbart habe. Zum Schluss bittet Ferdinand um ein Glas Limonade.

Akt 5, Szene 3 — Gespräch zwischen Ferdinand und Herr Miller

Luise hat den Raum verlassen, um die Limonade zu holen. Ferdinand erinnert sich an die erste Begegnung mit Luise. Er spricht darüber, wie er im Haus der Millers zum Flötenunterricht kam und dort Luise kennenlernte.

Herr Miller greift diese Erinnerung auf und bestätigt den Anlass der Begegnung. Er betont, dass Luise sein einziges Kind sei. Ferdinand weist darauf hin, dass ein Mensch alles verlieren könne, wenn er nur an einem einzigen Wesen hänge. Anschließend verlässt Herr Miller den Raum, um nach Luise zu sehen.

Akt 5, Szene 4 — Ferdinands Entschluss

Ferdinand denkt über das Gespräch mit Herrn Miller nach und setzt sich mit seiner eigenen Situation auseinander. Er spricht davon, dass er Luise verlieren werde, und bezieht seine Überlegungen auf die vorausgegangenen Ereignisse.

Im Verlauf seines Selbstgesprächs äußert Ferdinand den Plan, sich selbst und Luise zu töten. Er bezeichnet sich dabei als schuldig und spricht davon, einen Mord begehen zu wollen. Am Ende der Szene bleibt Ferdinand bei seinem Entschluss.

Akt 5, Szene 5 — Abschiedsgeste gegenüber Herr Miller

Herr Miller kehrt in den Raum zurück und teilt mit, dass Luise bald mit der Limonade zurückkehren werde. Ferdinand spricht mit ihm über die Möglichkeit, dass Luise sterben könne, und fordert ihn auf, sich künftig nicht ausschließlich an ihr festzuhalten.

Anschließend überreicht Ferdinand Herr Miller eine Geldbörse mit Goldstücken. Er erklärt, dass dies eine Entschädigung für die gemeinsame Zeit mit Luise sei und deutet an, dass er an einen Ort gehen werde, an dem er das Geld nicht mehr benötige.

Herr Miller nimmt das Geld schließlich an und erklärt, dass es vor allem Luise zugutekommen solle. Ferdinand fordert ihn daraufhin auf, künftig nicht mehr von Luise zu sprechen und den Musikunterricht einzustellen.

Akt 5, Szene 6 — Vergiftung der Limonade

Luise bringt die Limonade in den Raum. Ferdinand bittet Herr Miller, einen Brief zu seinem Vater zu bringen, da er selbst nicht erscheinen wolle. Herr Miller nimmt den Brief an und verlässt das Haus.

Luise zeigt sich unwohl bei dem Gedanken, mit Ferdinand allein zu bleiben, und äußert Angst. Ferdinand fordert sie auf, ihren Vater bis zur Tür zu begleiten. Während Luise kurz abwesend ist, vergiftet Ferdinand die Limonade. Anschließend kehrt Luise zurück, ohne von der Vergiftung zu wissen.

Akt 5, Szene 7 — Geständnis und Tod

Ferdinand fordert Luise auf, mit ihm von der Limonade zu trinken. Nachdem beide davon getrunken haben, zeigt Ferdinand erste Anzeichen der Vergiftung. Er spricht Luise auf ihre Beziehung an und verlangt von ihr die Wahrheit über den Liebesbrief.

Zunächst hält Luise an dem geleisteten Eid fest und gibt keine Erklärung ab. Als Ferdinand ihr jedoch offenbart, dass die Limonade vergiftet ist und beide sterben werden, bricht Luise ihr Schweigen.

Luise erklärt, dass der Liebesbrief erzwungen wurde und dass sie Ferdinand nie untreu war. Kurz darauf stirbt sie an den Folgen des Gifts. Ferdinand erkennt die Täuschung und bittet Luise um Vergebung.

Akt 5, Szene 8 — Aufdeckung der Intrige

Der Präsident erscheint mit Wurm und weiteren Begleitern. Er hat einen Brief von Ferdinand bei sich, in dem dessen Handlungen beschrieben sind. Zu diesem Zeitpunkt ist Luise bereits tot.

Ferdinand beschuldigt seinen Vater, für den Tod von Luise verantwortlich zu sein. Der Präsident versucht, die Schuld vollständig auf Wurm zu schieben. Wurm widerspricht und droht damit, belastende Informationen über den Präsidenten öffentlich zu machen.

Daraufhin werden sowohl Wurm als auch der Präsident von den Gerichtsdienern abgeführt. Herr Miller gibt Ferdinand die Geldbörse zurück. Ferdinand weist ihn an, das Geld dennoch zu behalten. Am Ende stirbt Ferdinand ebenfalls an den Folgen des Gifts, nachdem er seinem Vater die Hand gereicht hat.

Kabale und Liebe — Sprache und Stil

„Kabale und Liebe“ ist ein typisches Werk der Epoche Sturm und Drang — denn es übt Kritik an den starren Regeln der absolutistischen Ständegesellschaft. Das Drama zeigt, wie Liebe und persönliche Freiheit an gesellschaftlichen Zwängen und Intrigen scheitern können.

Ein zentrales Thema ist der Konflikt zwischen Adel und Bürgertum. Das siehst du an den Figuren, die die Gegensätze deutlich widerspiegeln: Der Präsident und Lady Milford repräsentieren die privilegierte Oberschicht. Der Präsident verfolgt machtpolitische Ziele und will Ferdinand mit Lady Milford verheiraten. Miller, der Vater von Luise, steht dagegen für die Werte des Bürgertums: Ehrlichkeit und Bescheidenheit. Seine Sprache ist direkt, umgangssprachlich und oft voller Wut gegenüber dem Adel.

Lady Milford nimmt eine besondere Rolle ein. Obwohl sie selbst Teil des Adels ist, vertritt sie bürgerliche Werte. Als sie im 2. Akt ein blutiges Geschenk aus Kolonien erhält, lehnt sie es entschieden ab. Damit zeigt sie, dass sie nicht blind den Regeln des Adels folgt. Sie glaubt an wahre Liebe — etwas, das im Adel damals selten war, wo meist strategisch geheiratet wurde.

Die impulsive Sprache der Figuren ist ein wichtiges Stilmittel, um die Emotionen und Ideale des Sturm und Drang auszudrücken. Besonders Ferdinand spricht oft leidenschaftlich und übertrieben. Er verwendet viele Hyperbeln (starke Übertreibungen) und impulsive Ausrufe, die seine Zerrissenheit zwischen Liebe und Eifersucht deutlich machen. Auch Denkpausen in den Dialogen verstärken die inneren Konflikte der Charaktere.

Selbst der Titel des Werks, „Kabale und Liebe“, zeigt den Gegensatz zwischen Adel und Bürgertum: „Kabale“ steht für Intrigen und die Welt des Adels, „Liebe“ für die ehrlichen Gefühle des Bürgertums.

Mit „Kabale und Liebe“ wollte Schiller die Ungerechtigkeit seiner Zeit aufzeigen. Das Werk macht deutlich, dass persönliches Glück in einer Welt, die von Macht und Intrigen bestimmt wird, kaum möglich ist. Es ist eine deutliche Kritik an der Gesellschaft und ein Plädoyer für die Überwindung der starren Ständeordnung.

Kabale und Liebe — zeitgeschichtliche Einordnung

Politische Veränderungen der Zeit, in der Schiller „Kabale und Liebe“ schrieb, beinhalten den Zusammenschluss vieler kleiner Staaten zum Deutschen Reich. Dadurch gab es zentralere Verwaltungen durch Leute aus dem Bürgertum. Deshalb stiegen auch der Nationalstolz und die Vaterlandsliebe.

Das Drama entstand in der Epoche des Sturm und Drang, die etwa von 1765 bis 1790 andauerte. Die Gedanken der Stürmer und Dränger sind vor allem in Ferdinand offensichtlich. Sie wollten damals mehr nach ihren Gefühlen handeln und sich aus den Zwängen der Ständegesellschaft befreien. Immer mehr Autoren übten Kritik am Adel und dessen Herrschaft über das Bürgertum aus. Stattdessen wollten sie selbstbestimmt leben. Du kannst die Zeit als Gegenbewegung zur Aufklärung sehen. In der Aufklärung waren viele Werte bereits vorgegeben.

Kabale und Liebe — Interpretation

Jetzt weißt du das Wichtigste über „Kabale und Liebe“. Um eine richtig gute Interpretation schreiben zu können, brauchst du aber noch mehr Ansätze. Die findest du in unserem Video!

Zum Video: Kabale und Liebe - Interpretation
Zum Video: Kabale und Liebe – Interpretation

Thema präsentiert von unserem Werbepartner

Hallo, leider nutzt du einen AdBlocker.

Auf Studyflix bieten wir dir kostenlos hochwertige Bildung an. Dies können wir nur durch die Unterstützung unserer Werbepartner tun.

Schalte bitte deinen Adblocker für Studyflix aus oder füge uns zu deinen Ausnahmen hinzu. Das tut dir nicht weh und hilft uns weiter.

Danke!
Dein Studyflix-Team

Bitte .