Video

Wann verwendest du „Sinn machen“ und wann besser „Sinn ergeben“? Wir klären die Unterschiede hier und im Video.

Inhaltsübersicht

„Sinn machen“ vs. „Sinn ergeben“

Der Ausdruck „Sinn machen“ wird heutzutage häufig verwendet. Er leitet sich vom englischen „to make sense“ ab und wurde im Zuge der Globalisierung eingedeutscht. Obwohl „Sinn machen“ in der Alltagssprache zwar akzeptiert wird, gilt er offiziell als umgangssprachlich. Daher ist „Sinn ergeben grundsätzlich die bessere Wahl, besonders in formellen Texten.

➡️ Beispiele:

  • „Es macht Sinn, die Termine zusammenzulegen.“
  • „Es ergibt Sinn, die Termine zusammenzulegen.“

Wenn du die Wendung ganz umgehen willst, kannst du auch ein Synonym wie „sinnvoll sein“ verwenden: ➡️ „Es ist sinnvoll, die fehlenden Dokumente vor Ablauf der Frist einzureichen.“

„Sinn machen“ passend nutzen

Bei formellen Texten solltest du immer „Sinn ergeben“ verwenden. Im Alltag nutzen wir aber oft Umgangssprache — da ist der Ausdruck „Sinn machen“ ebenfalls in Ordnung. In der Tabelle siehst du, in welchen Situationen du welchen Ausdruck verwenden kannst.

„Sinn ergeben „Sinn machen

Schreiben an Behörden und offizielle Anfragen

„Der Antrag ergibt in diesem Zusammenhang Sinn.“

Informelle Gespräche mit Kollegen

Macht es Sinn, das auch noch schriftlich festzuhalten?“

Protokolle und Vereinsunterlagen

„Die Vereinigung mit dem Sprachförderverband ergibt aufgrund der gemeinsamen Mission Sinn.“

Interne Kurznachrichten im Team-Chat

„Es macht am meisten Sinn, die Ordner alphabetisch zu sortieren.“

Juristische oder akademische Texte

„Der Freispruch des Angeklagten ergibt Sinn.“

Lockere E-Mails unter Freunden oder Bekannten

„Es macht für mich keinen Sinn, schon den Zug um 10:30 Uhr zu buchen.“

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Formelle Alternativen zu „Sinn machen“

Es gibt einige Formulierungen, die du statt „Sinn machen“ nutzen kannst. Je nach Kontext können bestimmte Wendungen besser passen:

Alternative Beispiel
Sinn ergeben „Eine Verschiebung des Termins ergibt angesichts der niedrigen Teilnehmerzahl Sinn.“
sinnvoll sein „Es wäre sinnvoll, die Unterlagen vorab an alle Mitglieder zu verteilen.“
plausibel erscheinen „Die vorgeschlagene Vorgehensweise erscheint unter den gegebenen Umständen plausibel.“
zweckmäßig sein „Ein gemeinsames Konto wäre für die Vereinskasse zweckmäßig.“
nachvollziehbar sein „Die Entscheidung des Vorstands ist anhand der aktuellen Situation nachvollziehbar.“

„während dem“ oder „während des“?

Bei Präpositionen lauern ähnliche Fallen: Sagen wir „während dem“ oder „während des“? Was ist grammatikalisch korrekt? Die Antwort und praktische Beispiele findest du in unserem Video!

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