Fragst du dich, was es mit dem Deppenapostroph auf sich hat? Hier und im Video erfährst du, welche typischen Fehler häufig gemacht werden und wie du den Apostroph richtig setzt, um peinliche Rechtschreibpatzer zu vermeiden!
Inhaltsübersicht
Was ist ein Deppenapostroph?
Der Apostroph wird in der deutschen Sprache häufig verwendet, doch manchmal verirrt er sich an Stellen, wo er gar nichts zu suchen hat. Das Ergebnis: der berüchtigte Deppenapostroph. Besonders beliebt ist dieser Fehler bei Pluralformen, wie zum Beispiel „LKW’s“ statt korrekt „LKWs“ zu schreiben.
Doch warum ausgerechnet „Deppenapostroph“? Der Begriff ist scherzhaft gemeint und soll niemanden beleidigen. Es geht darum, auf einen häufigen Rechtschreibfehler hinzuweisen und gleichzeitig etwas Spaß in die Grammatik zu bringen. Die Bezeichnung „Deppenapostroph“ stammt daher ursprünglich aus der Umgangssprache, hat sich aber mittlerweile fest etabliert.
Übrigens: Der Fehler kommt wahrscheinlich aus dem Englischen, wo der Apostroph tatsächlich oft verwendet wird, wie zum Beispiel bei „Peter’s book“.
Deppenapostrophe bei Namen
Der Deppenapostroph taucht an vielen Stellen auf, wo er nicht hingehört. Einer der häufigsten Fälle ist der Genitiv bei Namen. Doch im Deutschen wird der Genitiv normalerweise ohne Apostroph gebildet.
- „Lauras Buch“ ✓
- „Laura’s Buch“ ✗
Achtung: Den Apostroph darfst du manchmal setzen, um Missverständnisse zu vermeiden. Dazu gehören Markennamen oder Namen, die ohne Apostroph für eine Verwechslung zwischen den Geschlechtern sorgen würden. Zum Beispiel: „Andrea’s Auto“ statt „Andreas Auto“.
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Deppenapostrophe bei Substantiven
Genau wie bei Namen muss auch kein Apostroph beim Genitiv von Substantiven gesetzt werden.
- „Heute ist Mamas Geburtstag.“ ✓
- „Heute ist Mama’s Geburtstag.“ ✗
Tipp: Der Genitiv wird durch Anhängen von „-s“ oder „-es“ gebildet, ohne dass du ein Apostroph dazwischenschieben musst.
Deppenapostrophe beim Plural
Viele Menschen neigen dazu, beim Plural von Nomen, Abkürzungen oder englischen Lehnwörtern ein Apostroph zu setzen.
Das führt zu Fehlern wie „DVD’s“ oder „Handy’s“. Doch auch diese Deppenapostrophe braucht es nicht.
Übrigens: Lehnwörtern sind Wörter, die an die englische Sprache angelehnt sind. Im Englischen gibt es sie aber nicht. Dazu gehören zum Beispiel Handy oder Trainer.
Deppenapostrophe bei zusammengesetzten Wörtern
Bei der Verschmelzung von Wörtern wird oft fälschlicherweise ein Apostroph eingefügt. Das passiert bei zusammengefügten Präpositionen wie „ans“, „ins“, „am“, „fürs“ oder „beim“.
Weniger etablierte Verschmelzungen schreibst du hingegen mit Apostroph. Wie zum Beispiel bei: „Ich fahre mit’m Auto.“
Tipp: Manche Wortverschmelzungen werden mit der Zeit in den Sprachgebrauch integriert. Dadurch ist es schwer, zu entscheiden, ob du ein Apostroph setzen musst. Als Eselsbrücke kannst du dich an Sprichwörtern orientieren wie z. B. „hinters Licht führen“ oder „untern Tisch fallen“. Hier braucht es nämlich kein Apostroph.
Wann du ein Apostroph setzen musst
Ein Apostroph in der deutschen Sprache zu setzen, ist eigentlich ganz einfach — es gibt nur wenige Fälle, in denen du ihn brauchst. Hier sind die drei wichtigsten Situationen, die du dir merken solltest:
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Auslassung von Buchstaben:
Manchmal lässt du in Wörtern Buchstaben weg, und genau hier kommt der Apostroph ins Spiel. Ein Beispiel ist „Ich hab’ keine Lust.“ Der Apostroph zeigt, dass hier das „e“ bei „habe“ weggelassen wurde. Auch ganze Wortteile können dadurch ersetzt werden, wie zum Beispiel bei „Ku‘damm“ statt „Kurfürstendamm“.
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Genitiv von Namen mit Zischlaut-Endung:
Wenn ein Name auf einen Zischlaut wie s, ß, x oder z endet, setzt du ein Apostroph, um den Genitiv zu bilden. Wie zum Beispiel bei „Max’ Auto“ oder „Markus’ Buch“. Der Apostroph hilft dir, ein zusätzliches „s“ zu vermeiden und zeigt klar, dass es sich um den Besitz von Max oder Markus handelt.
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Adjektive aus Eigennamen:
Wenn du aus einem Eigennamen ein Adjektiv machst, kommt der Apostroph ebenfalls zum Einsatz. Ein gutes Beispiel dafür sind die Grimm’schen Märchen. Hier wird der Name Grimm durch den Apostroph und die Endung „-schen“ zu einem Adjektiv umgeformt.
Zeichensetzung
Doch nicht nur der Apostroph macht manchen zu schaffen. Auch andere Satzzeichen werden häufig falsch gesetzt. Wie du die Zeichensetzung richtig machst, erklären wir dir hier!
Deppenapostroph — häufigste Fragen
(ausklappen)
Deppenapostroph — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Wann setzt man ein Apostroph?Ein Apostroph steht im Deutschen vor allem dann, wenn Buchstaben oder Wortteile ausgelassen werden, bei Namen im Genitiv mit Endungen wie „s“, „ß“, „x“ oder „z“ und bei Adjektiven, die aus Eigennamen gebildet werden. Beispiele sind „hab’“, „Max’ Auto“ und „Grimm’schen Märchen“.
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Wann ist ein Apostroph bei Namen?Ein Apostroph bei Namen steht normalerweise nicht im Genitiv, also „Peters Buch“ und nicht „Peter’s Buch“. Ein Apostroph wird bei Namen am Wortende nur gesetzt, wenn der Name auf „s“, „ß“, „x“ oder „z“ endet, zum Beispiel „Max’ Auto“. Manchmal hilft „Andrea’s Auto“, Missverständnisse zu vermeiden.
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Wann ist ein Apostroph-s?Ein „’s“ ist im Deutschen in den meisten Fällen falsch, weil man weder Genitiv noch Plural damit bildet. Deshalb schreibt man „Laura(s) Buch“ ohne „’s“ und den Plural „DVDs“ statt „DVD’s“. „’s“ kommt höchstens in einzelnen Namen-Schreibweisen vor, wenn sonst eine Verwechslung entsteht, etwa „Andrea’s Auto“.
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Ist der Deppenapostroph erlaubt?Ein Deppenapostroph ist nicht erlaubt, weil er ein Rechtschreibfehler ist. Falsch sind zum Beispiel „Laura’s Buch“, „DVD’s“ oder „Mittwoch’s“, weil der Apostroph dort nichts auslässt und nichts klärt. Richtig ist ein Apostroph dagegen bei Auslassungen wie „hab’“.
Zeichensetzung verstehen
Der Deppenapostroph ist ein häufiger Fehler bei der Zeichensetzung im Deutschen. Du übst, Satzzeichen wie Komma, Punkt, Anführungszeichen und Doppelpunkt passend zu setzen. So erkennst du schneller, was ein Satz genau meint und wie du ihn klar und gut lesbar schreibst. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.