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Präpositionen sind kleine Wörter, aber wichtige Wörter, die Beziehungen zwischen zwei Satzteilen ausdrücken. Hier und im Video erfährst du, welche Arten es gibt und wie du sie sicher anwendest.

Inhaltsübersicht

Was sind Präpositionen und wofür brauchst du sie?

Präpositionen sind kurze, unveränderliche Wörter. Auf Deutsch nennst du sie auch Verhältniswörter. Denn sie stehen meistens direkt vor einem Nomen oder Pronomen und zeigen, in welcher Beziehung zwei Satzteile zueinander stehen. Du unterscheidest folgende Präpositionen: 

  • Lokal (räumlich)
    → auf dem Tisch
  • Temporal (zeitlich)
    → nach der Vorlesung
  • Modal (Art und Weise)
    → mit dem Fahrrad 
  • Kausal (Grund/Ursache)
    → wegen des Regens 

Außerdem beeinflusst jede Präposition den Fall des darauffolgenden Nomens. Das heißt: Sie bestimmt, ob du Akkusativ, Dativ oder Genitiv verwendest.

➡️ Beispiel: Ich gehe mit dem Hund spazieren.
„mit“ bestimmt hier den Dativ (dem Hund) 

Arten von Präpositionen

Präpositionen lassen sich nach ihrer Bedeutung in vier verschiedene Arten einteilen. Im Folgenden schauen wir uns diese genauer an.

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Die vier Arten von Präpositionen im Überblick

Wichtig: Manche Präpositionen passen in mehrere Kategorien. „In“ kann zum Beispiel einen Ort beschreiben (in der Bibliothek) oder eine Zeitangabe machen (in drei Tagen).

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Lokale Präpositionen

Lokale Präpositionen zeigen, wo sich etwas befindet oder wohin sich etwas bewegt. Du erkennst sie, indem du mit „Wo?“ oder „Wohin?“ nach ihnen fragst. Hier sind die wichtigsten auf einen Blick:

Präposition Beispiel: Ort (wo?) Beispiel: Richtung (wohin?)
an Das Bild hängt an der Wand. Ich hänge das Bild an die Wand.
auf Die Tasche liegt auf dem Tisch. Sie legt die Tasche auf den Tisch. 
in Er sitzt in der Bibliothek. Er geht in die Bibliothek. 
unter Die Katze schläft unter dem Bett. Die Katze läuft unter das Bett. 
über Die Lampe hängt über dem Tisch. Sie hängt die Lampe über den Tisch. 
vor Das Fahrrad steht vor der Tür. Er stellt das Fahrrad vor die Tür.
hinter Der Park liegt hinter dem Gebäude. Sie geht hinter das Gebäude.
neben Das Café ist neben der Uni. Sie setzt sich neben die Fensterbank.
zwischen Das Heft liegt zwischen den Büchern. Er legt das Heft zwischen die Bücher. 

Daneben gibt es lokale Präpositionen, die keinen Ort, sondern nur eine Richtung oder einen Startpunkt ausdrücken:

  • aus → Startpunkt: Sie kommt aus dem Hörsaal.
  • von → Herkunft/Ausgangspunkt: Er kommt vom Campus.
  • nach → Richtung (ohne Artikel): Wir fahren nach München.
  • zu → Ziel (Person oder Institution): Sie geht zum Arzt.
  • durch → Bewegung durch etwas hindurch: Wir laufen durch den Park.
  • gegenüber → Position: Das Café liegt dem Bahnhof gegenüber.
Ortsnamen: nach, in, zu

Wenn du mit „nach“, „in“ oder „zu“ eine Richtungsangabe zu einem Ort machen möchtest, musst du aufpassen. Denn die Wahl der Präposition hängt davon ab, ob das Ziel einen Artikel hat und was für ein Ort gemeint ist.

  • nach → Städte und Länder ohne Artikel  (Sie fährt nach Berlin.)
  • in → Länder und Regionen mit Artikel (Wir fahren in die Schweiz.)
  • zu → Institutionen und Personen (Er geht zu der Uni.)

Dazu gibt es zwei Ausnahmen, die du dir merken solltest:

  • nach Hause → Richtung (Wohin?): Sie fährt nach Hause. 
  • zu Hause → Ort (Wo?): Er bleibt heute zu Hause. 

Temporale Präpositionen

Temporale Präpositionen zeigen, wann etwas passiert, wie lange etwas dauert oder ab wann etwas beginnt. Du erkennst sie, indem du mit „Wann?“  nach ihnen fragst. Hier sind die wichtigsten nach ihrer Funktion geordnet:

Funktion Präposition Beispiel
Zeitpunkt um Der Kurs beginnt um 10 Uhr.
Zeitpunkt an Am Montag habe ich eine Prüfung.
Zeitpunkt in In drei Tagen ist das Semester vorbei.
Beginn ab Ab Mai gibt es neue Kurse.
Beginn von Von 9 Uhr an ist die Bibliothek geöffnet. 
Beginn bis heute seit Ich studiere seit zwei Semestern hier. 
Ende bis  Die Abgabe ist bis Freitag. 
Dauer während Während der Prüfung ist es still. 

Modale Präpositionen

Modale Präpositionen zeigen, wie etwas passiert oder womit etwas gemacht wird. Sie beschreiben also die Art und Weise, das Mittel oder den Zweck einer Handlung. Du bestimmst so modale Präpositionen, indem du mit „Wie?“ oder „Womit?“ danach fragst. 

Präposition Bedeutung Beispiel
mit Mittel oder Begleitung Sie fährt mit dem Zug zur Uni.
ohne Ausschluss Er schreibt die Prüfung ohne Wörterbuch.
durch Mittel oder Weg Durch regelmäßiges Üben wird es leichter.
mithilfe Werkzeug oder Hilfsmittel Mithilfe einer App lerne ich Vokabeln.
aus Material oder Herkunft Die Tasche ist aus Leder.
für Bestimmung oder Zielgruppe Dieser Kurs ist für Anfänger.

Hinweis: durch“ und „mithilfe“ überschneiden sich oft in der Bedeutung. Der Unterschied ist folgender: „durch“ klingt etwas allgemeiner, „mithilfe“ betont ein konkretes Werkzeug oder eine konkrete Person. Im Alltag verwendest du deshalb häufig „durch“. In formellen Situationen, wo du beispielsweise etwas erklären möchtest, verwendest du eher „mithilfe“.

Kausale Präpositionen

Kausale Präpositionen geben an, warum etwas passiert oder wozu etwas dient. Du erkennst sie, indem du mit „Warum?“ nach ihnen fragst. 

Du kannst dir diese drei Bedeutungsunterschiede merken:

  • Grund → Du erklärst, warum etwas passiert.
  • Zweck → Du zeigst, wozu etwas passiert. 
  • Gegensatz → Du zeigst, dass etwas trotz eines Hindernisses passiert.

Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über die wichtigsten:

Präposition Bedeutung Beispiel
wegen Grund Wegen des Sturms fällt die Vorlesung aus.
aufgrund Grund (formeller) Aufgrund der Ergebnisse besteht sie den Kurs.
dank positiver Grund Dank ihrer Hilfe habe ich die Prüfung bestanden.
infolge Folge eines Grundes Infolge des Unfalls ist die Straße gesperrt.
trotz Gegensatz zum Erwarteten Trotz des Regens gehen wir spazieren. 
für Zweck oder Zielgruppe Sie lernt für die Prüfung. 
zwecks Zweck (formell) Zwecks einer Anmeldung schreibt er eine E-Mail. 
Verschmelzung von Präpositionen + Artikel

Im Alltag verschmelzen manche Präpositionen mit dem bestimmten Artikel zu einer kürzeren Form:

  • an + dem = am →  Er sitzt am Schreibtisch. (Dativ)
  • in + dem = im → Sie lernt im Park. (Dativ)
  • in + das = ins → Er geht ins Kino. (Akkusativ) 
  • bei + dem = beim → Sie ist beim Arzt. (Dativ)
  • von + dem = vom → Er kommt vom Bahnhof. (Dativ)
  • zu + dem = zum →  Sie fährt zum Supermarkt. (Dativ)
  • zu + der = zur → Er geht zur Uni. (Dativ)

Präpositionen und die 4 Fälle

Jede Präposition verlangt einen bestimmten Fall , der das Wort danach bestimmt. Dabei kannst du dir merken: Nach einer Präposition steht nie der Nominativ. Du verwendest also immer Akkusativ, Dativ oder Genitiv.

Im Folgenden schauen wir uns genauer an, welche Präpositionen welchen Fall verlangen.

Akkusativ

Maskuline Nomen verändern im Akkusativ den Artikel zu „den“. Neutrale und feminine Nomen sowie der Plural bleiben im Artikel unverändert. Das Nomen selbst bleibt in der Regel gleich.

Präposition Bedeutungstyp Leitfrage Beispiel
durch lokal/modal wohin? /wodurch? Sie läuft durch den Park.
entlang lokal wohin? Er geht die Straße entlang.
für modal/kausal wozu? /für wen? Das ist für die Prüfung.
gegen lokal/modal wohin? /womit? Er lehnt das Fahrrad gegen die Wand.
ohne  modal wie? Sie schreibt ohne Notizen.
um lokal/temporal wo? /wann? Der Kurs beginnt um 9 Uhr. 

Dativ

Im Dativ verändert sich der Artikel bei allen Nomen („der“ → „dem“, „die“ → „der“, „das“ → „dem“). Im Plural kommt meist die Endung „-n“ zum Nomen hinzu.

Präposition Bedeutungstyp Leitfrage Beispiel
aus lokal/modal woher/woraus? Sie kommt aus dem Hörsaal.
außer modal wie? Außer ihr kennt das niemand.
bei lokal/temporal wo?/wann? Er ist beim Arzt.
gegenüber lokal wo? Das Café liegt dem Bahnhof gegenüber.
laut (formell) modal wie? Laut dem Bericht gibt es keine Fehler.
gemäß (formell) modal wie? Gemäß dem Vertrag gilt diese Regel.
mit modal wie/womit? Sie fährt mit dem Zug.
nach lokal/temporal wohin?/wann? Nach der Vorlesung gehe ich essen.
seit temporal seit wann? Ich studiere seit zwei Semestern hier.
von lokal/modal woher? Er kommt vom Campus.
zu lokal wohin? Sie fährt zur Uni.
zufolge (formell) kausal warum? Der Studie zufolge ist das belegt.

Genitiv

Maskuline und neutrale Nomen bekommen im Genitiv die Endung -s oder -es, der Artikel wechselt zu des. Bei femininen Nomen und im Plural bleibt das Nomen unverändert, der Artikel wird zu der.

Präposition Bedeutungstyp Leitfrage Beispiel
aufgrund kausal warum? Aufgrund der Ergebnisse besteht sie.
außerhalb lokal/temporal wo?/wann? Außerhalb des Campus gibt es Cafés. 
dank kausal warum? Dank ihrer Hilfe hat er bestanden.
innerhalb lokal/temporal wo?/wann? Innerhalb des Semesters lernst du viel. 
infolge kausal warum? Infolge des Sturms fiel der Kurs aus.
trotz kausal warum? Trotz des Regens geht sie spazieren.
während temporal wann? Während der Prüfung ist es still.
zwecks (formell) kausal warum? Wegen des Verkehrs kam er zu spät.
wegen kausal wozu? Zwecks einer Anmeldung schreibt er.

Ein besonderer Stolperstein ist wegen“: Im Alltag hörst du oft „wegen dem Regen“  — also mit Dativ. Das ist umgangssprachlich weit verbreitet. In Prüfungen und akademischen Texten gilt jedoch die Genitiv-Form als korrekt: „wegen des Regens“.

Was sind Wechselpräpositionen?

Im Deutschen gibt es neun Wechselpräpositionen: an, auf, in, unter, über, vor, hinter, neben, zwischen. Sie heißen Wechselpräpositionen, weil sie je nach Kontext entweder den Dativ oder den Akkusativ verlangen. Diese Regel hilft dir:

  • Wo? → Ort oder Zustand → Dativ
  • Wohin? → Richtung oder Bewegung → Akkusativ

➡️ Beispiele:

  • Das Buch liegt auf dem Tisch. → Dativ (Wo liegt das Buch?)
  • Ich lege das Buch auf den Tisch. → Akkusativ (Wohin lege ich das Buch?)
  • Er ist in der Bibliothek. → Dativ (Wo ist er?)
  • Er geht in die Bibliothek. → Akkusativ (Wohin geht er?)
  • Die Tasche hängt an der Wand. → Dativ (Wo hängt die Tasche?)
  • Sie hängt die Tasche an die Wand. → Akkusativ (Wohin hängt sie die Tasche?)

Verben & Adjektive mit Präpositionen

Manche Präpositionen gehören fest zu einem Verb oder Adjektiv . Du lernst sie am besten als feste Einheit — also nicht nur das Verb allein, sondern immer zusammen mit der Präposition und dem dazugehörigen Fall. Die Präposition bestimmt auch hier wieder den Fall.

Verb/Adjektiv Präposition + Fall  Beispielsatz
warten auf + Akkusativ Sie wartet auf den Bus.
denken an + Akkusativ Er denkt oft an die Prüfung.
Lust haben auf + Akkusativ Ich habe keine Lust auf die Hausarbeit.
stolz sein auf + Akkusativ Sie ist stolz auf ihr Ergebnis.
Angst haben vor + Dativ Er hat Angst vor der mündlichen Prüfung.
abhängig sein von + Dativ Das Ergebnis ist von deiner Vorbereitung abhängig
Interesse haben an + Dativ Sie hat großes Interesse an dem Seminar.
einverstanden sein mit + Dativ  Ich bin mit dem Vorschlag einverstanden.
sich gewöhnen an + Akkusativ Sie gewöhnt sich langsam an den Stundenplan. 
sprechen über + Akkusativ Wir sprechen heute über die Ergebnisse.

Achtung Verwechselungsgefahr

Bei Präpositionen gibt es einige Verwechslungen, die immer wieder zu Fehlern führen. Die folgenden Punkte helfen dir, die häufigsten davon zu vermeiden.

Verwechslung von „seit“ und „vor“

„Seit“ zeigt einen Beginn in der Vergangenheit, der bis jetzt andauert. „Vor“ markiert dagegen einen abgeschlossenen Zeitpunkt in der Vergangenheit.

➡️ Beispiele: 

  • Ich wohne seit einem Jahr in Berlin. → Ich wohne noch dort.
  • Ich bin vor einem Jahr nach Berlin gezogen. → Die Handlung ist abgeschlossen.

Verwechslung der Präposition bei Verkehrsmitteln

Bei Fahrzeugen und Verkehrsmitteln steht immer „mit“– nicht „durch“ oder „per“.

➡️ Beispiel: 

  • Ich fahre mit dem Zug nach Berlin.
  • Ich fahre per Zug nach Berlin. 

✓  mit dem Zug, mit dem Bus, mit dem Fahrrad
per Zug (klingt sehr umgangssprachlich und ist in formellen Kontexten falsch)

Verwechslung von „aus“ und „von“

„Aus“ und „von“ können einen Ausgangspunkt beschreiben, aber mit unterschiedlichem Fokus:

➡️ Beispiele: 

  • aus → du verlässt einen geschlossenen Raum oder eine Gruppe: Sie kommt aus dem Hörsaal.
  • von → du verlässt einen Ort oder eine Person: Er kommt vom Campus.

Verwechslung von „bis“ und „bis zu“

Diese zwei Formen sehen ähnlich aus, bedeuten aber Unterschiedliches: Kannst du die Angabe durch eine konkrete Zahl oder Menge ersetzen? Dann brauchst du „bis zu“. Geht es um einen Ort oder Zeitpunkt, reicht „bis“.

➡️ Beispiele „bis“ — fester Endpunkt:

  • Der Zug fährt bis Berlin.
  • Die Bibliothek ist bis 22 Uhr geöffnet.
  • Gib die Hausarbeit bis Freitag ab.

➡️ Beispiele „bis zu“ — maximale Menge:

  • Das Seminar kostet bis zu 50 Euro.
  • An der Veranstaltung nehmen bis zu 30 Personen teil.
  • Du kannst bis zu drei Kurse pro Semester belegen.

Verwechslung der Stellung von „entlang“ und „gegenüber“

Zwei Präpositionen verhalten sich im Deutschen anders als die meisten anderen: „entlang“ und „gegenüber“. Diese Präpositionen stehen oft nach dem Nomen — nicht davor.

➡️ „entlang“ steht meistens nachgestellt und fordert dann den Akkusativ:

  • Wir laufen den Fluss entlang.
  • Sie radelt die Straße entlang.

Vorangestellt ist entlang ebenfalls möglich, klingt aber formeller. In diesem Fall steht es mit dem Genitiv: entlang des Flusses.

➡️ „gegenüber“ steht ebenfalls häufig nach dem Nomen und fordert immer den Dativ:

  • Das Café liegt dem Bahnhof gegenüber.
  • Sie sitzt mir gegenüber.

Tipp: Beide Varianten – vor oder nach dem Nomen – sind bei „gegenüber“ korrekt. Im Alltag ist es jedoch üblicher, es vor dem Nomen zu nennen: Das Café liegt gegenüber dem Bahnhof.

Adverbien

Präpositionen zeigen räumliche und zeitliche Beziehungen, aber wie drückst du diese ohne Präpositionen aus? Mit Adverbien! Sie beschreiben Orte, Zeiten und Umstände ohne ein zusätzliches Nomen. Welche Adverbien es gibt, erfährst du in unserem Beitrag dazu!

Zum Video: Adverbien
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Weitere Inhalte: Grammatik

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