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Was sind Nomen und woran erkennst du sie? Wir zeigen dir hier und im Video die wichtigsten Merkmale und welche Arten es gibt.

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Inhaltsübersicht

Was sind Nomen?

Nomen sind eine Wortart. Mit ihnen kannst du Lebewesen, Dinge und Gefühle benennen.

➡️Beispiele:
Lebewesen: der Mann, die Blume, das Nashorn
Dinge: der Hut, die Schere, das Bild
Gefühle: der Neid, die Liebe, das Mitleid

Ein Bild zeigt fünf Kategorien von Nomen mit Beispielen. Sie können diverse Lebewesen bezeichnen, sowie Menschen - zum Beispiel das Baby, der Mann oder die Oma - oder auch Tiere - zum Beispiel der Hund, die Katze, das Reh. Sie können aber auch Bezeichnungen für Pflanzen sein - zum Beispiel der Baum, der Busch oder die Blume. Außerdem können Nomen Dinge wie die Tasse, der Tisch oder die Kamera bezeichnen. Sie können auch für Gefühle benutzt werden, wie die Freude, die Wut oder die Trauer.
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Kategorien von Nomen

Nomen haben 4 Eigenschaften:

  1. Du schreibst Nomen immer groß. (der Mann, die Blume, das Nashorn)
  2. Vor einem Nomen steht oft ein Begleiter (der Hut, die Schere, das Bild)
  3. Nomen haben ein sprachliches Geschlecht: weiblich (die Liebe), männlich (der Neid) oder sächlich (das Mitleid).
  4. Nomen können in der Einzahl oder Mehrzahl stehen. (das Ziel → die Ziele)

Tipp: Du kannst zu Nomen auch SubstantiveNamenwörter oder Hauptwörter sagen.

Konkrete und abstrakte Nomen

Nomen kannst du in zwei Arten einteilen: konkrete und abstrakte Nomen.

  • Konkrete Nomen bezeichnen Dinge, die du sehen oder berühren kannst.
    ➡️ das Holz, die Tür
  • Abstrakte Nomen bezeichnen Gefühle oder Eigenschaften. Die kannst du nicht anfassen.
    ➡️ die Freude, der Mut

1. Eigenschaft: Nomen schreibst du groß

Im Deutschen schreibst du jedes Nomen groß.

➡️Beispiel: Der Tiger schläft unter einem Baum.

Wichtig: Am Satzanfang musst du aufpassen. Denn hier schreibst du alle Wörter groß — auch, wenn sie keine Nomen sind.

➡️Beispiel: Wir spielen heute Fußball.

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2. Eigenschaft: Nomen haben einen Begleiter

Vor einem Nomen steht häufig ein Begleiter (Artikel). Es gibt zwei Arten davon:

➡️Beispiel: Der Hund meiner Freundin ist süß. Ich möchte auch einen Hund.

Wichtig: Manchmal steht vor einem Nomen auch ein Pronomen — zum Beispiel ein Possessivpronomen. Das zeigt dir, wem etwas gehört.

➡️Beispiel: Mein Fahrrad ist schneller als dein Fahrrad.

3. Eigenschaft: Nomen haben ein sprachliches Geschlecht

Jedes Nomen hat ein sprachliches Geschlecht. Es kann entweder männlich, weiblich oder sächlich sein. Das verrät dir der Artikel.

Geschlecht bestimmter Artikel unbestimmter Artikel
männlich

der

der Tisch

ein

ein Tisch

weiblich

die

die Pflanze

eine

eine Pflanze

sächlich

das

das Buch

ein

ein Buch

Wichtig: Du kannst das sprachliche Geschlecht oft nicht mit dem biologischen Geschlecht vergleichen! „Das Mädchen“ ist zum Beispiel grammatikalisch sächlich (das), obwohl es biologisch gesehen natürlich weiblich ist.

Sprachliches Geschlecht — Typische Endungen

Welchen Artikel du brauchst, zeigt dir auch oft die Endung des Nomens. Denn bestimmte Wortendungen zeigen dir das sprachliche Geschlecht:

 weibliche Endungen männliche Endungen sächliche Endungen
-ei (die Bäckerei) -ant (der Praktikant) -chen (das Mädchen)
-enz (die Intelligenz) -ent (der Student) -lein (das Büchlein)
-heit (die Schönheit) -ich (der Pfirsich) -ment (das Dokument)
-ie (die Allergie) -ling (der Neuling) -tum (das Christentum)
-ik (die Physik) -ismus (der Rassismus)  
-in (die Schülerin) -ist (der Polizist)  
-ion (die Aktion) -or (der Doktor)  
-ität (die Aktivität)    
-keit (die Leichtigkeit)    
-schaft (die Mannschaft)    
-ung (die Begabung)    
-ur (die Natur)    

4. Eigenschaft: Nomen gibt es in der Mehrzahl

Ein Nomen hat meistens eine Form in der Einzahl (Singular) und in der Mehrzahl (Plural).

Die Mehrzahl bildest du ganz unterschiedlich. Es gibt aber fünf häufige Muster:

Muster Einzahl Mehrzahl
Endung -e der Tisch die Tische
Endung -er das Kind die Kinder
Endung -n oder -en die Blume die Blumen
Endung -s das Auto die Autos
keine Veränderung der Lehrer die Lehrer

Bei manchen Nomen verändert sich zusätzlich ein Vokal im Wort. Aus a, o oder u wird dann ä, ö oder ü

➡️Beispiel: der Mann → die Männer

Hinweis: Es gibt keine Regel, die immer passt. Du musst die richtige Mehrzahl-Endung also auswendig lernen.

Artikel in der Mehrzahl

Bei den bestimmten Artikeln nutzt du in der Mehrzahl nur die — ganz egal, ob der Artikel in der Einzahl der, die oder das ist.

➡️ der Tisch → die Tische
➡️ die Pflanze → die Pflanzen
➡️ das Buch → die Bücher

Bei unbestimmten Artikeln fällt der Artikel weg.

➡️ Ich sehe eine Katze. → Ich sehe Katzen.

Die vier Fälle bei Nomen

In einem Satz können Nomen verschiedene Rollen haben. Damit du weißt, welche Rolle ein Nomen hat, gibt es vier Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.  Jeder Fall hat eine eigene Frage.

1. Nominativ — Wer oder was?
Steht ein Nomen im Nominativ, ist es das Subjekt im Satz.
➡️Beispiel:  Der Hund läuft. → Wer läuft?

2. Genitiv — Wessen?
Im Genitiv zeigt das Nomen, wem etwas gehört.
➡️Beispiel: Das Haus des Mannes ist groß. → Wessen Haus?

3. Dativ — Wem?
Im Dativ ist das Nomen das indirekte Objekt. Es ist also von einer Handlung betroffen.
➡️Beispiel: Ich helfe dem Kind. → Wem helfe ich?

4. Akkusativ — Wen oder was?
Steht das Nomen im Akkusativ, ist es das direkte Objekt — also das, worauf sich die Handlung richtet.
➡️Beispiel: Ich sehe die Katze. → Wen sehe ich?

Wichtig: Der Artikel vor einem Nomen sieht anders aus, je nachdem, in welchem Fall das Nomen steht. Das siehst du zum Beispiel im Genitiv. „Der Mann“ wird hier zu „des Mannes“. Der Fachbegriff dafür ist deklinieren.

Zusammengesetzte Nomen

Du kannst sogar aus zwei oder mehreren Wörtern ein neues Nomen zusammensetzen. So ein zusammengesetztes Nomen kannst du auf drei Weisen bilden:

  1. Nomen + Nomen
    ➡️ das Haus + die Tür = die Haustür
  2. Adjektiv + Nomen
    ➡️alt + das Papier = das Altpapier
  3. Verb + Nomen
    ➡️klettern + der Wald = der Kletterwald

Was du bei zusammengesetzten Nomen noch beachten musst, erfährst du in unserem Beitrag dazu!

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