Du möchtest wissen, wann du „auf“ mit dem Akkusativ und wann mit dem Dativ verwenden musst? Hier und im Video erfährst du, wie du den typischen Fehler vermeidest.
Inhaltsübersicht
auf Akkusativ oder Dativ — einfach erklärt
Die Präposition „auf“ kannst du sowohl mit dem Akkusativ als auch mit dem Dativ verwenden. Was du benutzen musst, hängt davon ab, ob du eine Richtung oder eine Position beschreiben möchtest.
-
Position (Wo?): verwende den Dativ
→ „Das Buch liegt auf dem Tisch.“
-
Richtung (Wohin?): verwende den Akkusativ
→ „Ich lege das Buch auf den Tisch.“
Merke: Du benutzt den Dativ, wenn du eine Position beschreibst, und den Akkusativ, wenn du eine Richtung angibst. So nutzt du „auf“ immer richtig!
auf Akkusativ oder Dativ — Beispiele und Regeln
Die Präposition „auf“ gehört zu den Wechselpräpositionen. Das bedeutet, dass du sie in mehreren Fällen benutzen kannst.
Du kannst allerdings nicht frei wählen, welchen Fall du benutzt. Nach „auf“ steht entweder der Dativ oder der Akkusativ. Wie du zwischen den beiden unterscheidest, ist dabei ganz einfach:
Dativ — Position (Wo?)
Die Frage „Wo?“ beschreibt, an welcher Position sich etwas befindet. Du benutzt dann den Dativ.
Hier sind einige Beispiele:
| Beispiel | Erklärung |
|---|---|
| Das Buch liegt auf dem Tisch. | Wo liegt das Buch? → auf dem Tisch |
| Er sitzt auf dem Stuhl. | Wo sitzt er? → auf dem Stuhl |
| Die Vase steht auf dem Regal. | Wo steht die Vase? → auf dem Regal |
| Der Laptop steht auf dem Schreibtisch. | Wo steht der Laptop? → auf dem Schreibtisch |
Akkusativ — Richtung (Wohin?)
Die Frage „Wohin?“ beschreibt, in welche Richtung sich etwas bewegt. Du benutzt dann den Akkusativ.
Hier sind einige Beispiele:
| Beispiel | Erklärung |
|---|---|
| Ich lege das Buch auf den Tisch. | Wohin lege ich das Buch? → auf den Tisch |
| Sie stellt die Vase auf das Regal. | Wohin stellt sie die Vase? → auf das Regal |
| Er setzt sich auf den Stuhl. | Wohin setzt er sich? → auf den Stuhl |
| Er stellt den Laptop auf den Schreibtisch. | Wohin stellt er den Laptop? auf den Schreibtisch |
Verben mit der Präposition „auf“
Einige Verben werden immer mit der Präposition „auf“ verwendet, entweder mit dem Akkusativ oder dem Dativ.
Verben mit „auf“ + Akkusativ
Hier sind einige Verben, die du immer mit „auf“ und dem Akkusativ verwendest:
| Verb | Beispiel |
|---|---|
| sich freuen auf | Ich freue mich auf den Urlaub. |
| warten auf | Er wartet auf den Bus. |
| achten auf | Sie achtet auf die Details. |
| sich vorbereiten auf | Wir bereiten uns auf die Prüfung vor. |
| hinweisen auf | Der Lehrer weist auf den Fehler hin. |
| sich verlassen auf | Ich verlasse mich auf dich. |
| zählen auf | Wir zählen auf deine Hilfe. |
Verben mit „auf“ + Dativ
Hier siehst du einige Verben, die du immer mit „auf“ und dem Dativ verwenden musst:
| Verb | Beispiel |
|---|---|
| beruhen auf | Das Urteil beruht auf einem Missverständnis. |
| bestehen auf | Er besteht auf seinem Standpunkt. |
| beharren auf | Sie beharrt auf ihrem Recht. |
| basieren auf | Der Bericht basiert auf einer Untersuchung. |
| fußen auf | Das Konzept fußt auf einem soliden Fundament. |
Besondere Fälle und Ausnahmen
Es gibt aber auch besondere Fälle, in denen du die Präposition „auf“ anders benutzt.
Verben mit festen Präpositionen: Einige Verben erfordern immer eine bestimmte Präposition.
| Verb | Beispiel | Erklärung |
|---|---|---|
| sich konzentrieren auf (Akkusativ) | Diese Aufgabe erfordert viel Konzentration auf den Inhalt. | Fokus auf den Inhalt. |
| sich verlassen auf (Akkusativ) | Ich verlasse mich auf dich. | Ich vertraue dir. |
| achten auf (Akkusativ) | Achte auf den Verkehr. | Sei vorsichtig im Verkehr. |
| zählen auf (Akkusativ) | Wir zählen auf deine Hilfe. | Wir verlassen uns auf deine Hilfe. |
Feste Wendungen: Bestimmte Präpositionen sind Teil von festen Ausdrücken.
| Ausdruck | Beispiel | Erklärung |
|---|---|---|
| auf dem Laufenden sein (Dativ) | Sie ist immer auf dem neuesten Stand. | Sie ist informiert über die neuesten Entwicklungen. |
| auf der sicheren Seite sein (Dativ) | Mit dieser Entscheidung bist du auf der sicheren Seite. | Du bist sicher, mit dieser Entscheidung. |
| auf dem Sprung sein (Dativ) | Ich bin gerade auf dem Sprung. | Ich bin in Eile. |
| auf dem Holzweg sein (Dativ) | Er ist auf dem Holzweg. | Er irrt sich. |
Von der Präposition zum präpositionalen Adverb
Manchmal wird die Präposition „auf“ in Kombination mit einem Adverb verwendet. Das nennst du „präpositionales Adverb“.
Es ersetzt eine Präposition und ein Nomen oder Pronomen, um Wiederholungen zu vermeiden und Sätze flüssiger zu gestalten.
| Präpositionaladverb | Beispiel | Erklärung |
|---|---|---|
| darauf | Er wartet darauf, dass der Bus kommt. | „darauf“ ersetzt „auf den Bus“. |
| worauf | Worauf wartest du? | „Worauf“ ersetzt „auf was“. |
Präpositionen
Jetzt weißt du, wie du die Präposition „auf“ im Dativ und im Akkusativ benutzen musst. Wenn du mehr über Präpositionen erfahren möchtest, schau dir hier unser Video dazu an!
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
auf Akkusativ oder Dativ — häufigste Fragen
(ausklappen)
auf Akkusativ oder Dativ — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Wann verwendet man Dativ und wann Akkusativ bei „wo“ bzw. „wohin“?Bei „auf“ verwendet man den Dativ, wenn die Frage „wo?“ passt, und den Akkusativ, wenn die Frage „wohin?“ passt. Bei einer Lage heißt es zum Beispiel: „Das Buch liegt auf dem Tisch.“ Bei einer Bewegung heißt es: „Ich lege das Buch auf den Tisch.“
-
Warum heißt es „warten auf den Bus“ mit Akkusativ, obwohl man sich nicht bewegt?„Warten auf“ steht mit Akkusativ, weil „warten“ diese Verbindung fest verlangt und der Fall hier nicht von Bewegung abhängt. Darum heißt es in dem Satz über das Warten auf ein Verkehrsmittel: „Er wartet auf den Bus.“ Diese Verbindung muss man sich wie eine feste Form merken.
-
Welche Verben stehen immer mit „auf“ und Dativ?Zu den Verben, die immer mit „auf“ und Dativ stehen, gehören „beruhen auf“, „bestehen auf“, „beharren auf“, „basieren auf“ und „fußen auf“. Zum Beispiel heißt es bei einer Begründung: „Der Bericht basiert auf einer Untersuchung.“ Hier bleibt der Dativ auch ohne Orts- oder Richtungsangabe.
-
Wann benutzt man „darauf“ oder „worauf“ statt „auf“ mit einem Nomen?„Darauf“ oder „worauf“ benutzt man, wenn „auf“ zusammen mit einem Nomen oder Pronomen nicht noch einmal wiederholt werden soll. In dem Satz über das Warten ersetzt „darauf“ die Wortgruppe „auf den Bus“: „Er wartet darauf, dass der Bus kommt.“ Als Frage passt: „Worauf wartest du?“
Präpositionen verstehen
„Auf“ mit Akkusativ oder Dativ gehört zum Themenfeld der Präpositionen im Deutschen. Wer sich mit Präpositionen beschäftigt, ordnet Wörter den passenden Fällen zu und achtet auf ihren Platz im Satz. So wird klar, wie Sätze aufgebaut sind und warum kleine Wörter die Bedeutung mitbestimmen. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.