Wann verwendest du das Perfekt und wie bildest du es? Alles rund um die Zeitform und warum sie auch „vollendete Gegenwart“ heißt, erklären wir dir hier und im Video!
Inhaltsübersicht
Wann verwendest du die Zeitform Perfekt?
Du nutzt das Perfekt, wenn ein abgeschlossenes Ereignis in der Vergangenheit Auswirkungen auf die Gegenwart hat.
➡️ Beispiel: Ich habe die Küche aufgeräumt. → Die Küche ist jetzt sauber.
Außerdem verwendest du das Perfekt für Ereignisse, die in der Zukunft abgeschlossen sein werden.
➡️ Beispiel: Bis nächste Woche hat er seine Hausaufgaben erledigt.
Wichtig: Das Perfekt kommt vor allem in der Alltagssprache zum Einsatz. Beim Schreiben benutzt du eher die Vergangenheitsform Präteritum. (→ Ich räumte die Küche auf.)
Wie bildest du das Perfekt?
Das Perfekt besteht immer aus zwei Teilen:
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Die Hilfsverben „haben“ und „sein“
Der erste Baustein des Perfekts ist ein Hilfsverb — entweder eine Form von „haben“ oder „sein“. Welches von beiden du verwenden musst, hängt vom Vollverb ab.
Das Hilfsverb „sein“
Du verwendest „sein“ in 2 Fällen:
1. bei Bewegungsverben: Das sind Verben, die eine Fortbewegung von einem Ort zu einem anderen beschreiben.
➡️ Beispiele: laufen, gehen, schwimmen, fahren
2. bei Verben der Zustandsänderung: Das sind Verben, die eine Veränderung von einem Zustand in einen anderen beschreiben.
➡️ Beispiele: sterben, wachsen, verblühen
Das Hilfsverb „haben“
In allen anderen Fällen benutzt du „haben“.
Du verwendest es also bei allen Verben, die keine Bewegung oder Zustandsänderung ausdrücken.
➡️ Beispiele: machen, lernen, arbeiten, schreiben
Die Hilfsverben „haben“ und „sein“ konjugieren
Um das Perfekt richtig zu bilden, musst du das Hilfsverb „haben“ oder „sein“ konjugieren. Du passt es also an die Person an, über die du sprichst. Wie das funktioniert, siehst du hier:
| ich | du | er/sie/es | wir | ihr | sie | |
| haben | habe | hast | hat | haben | habt | haben |
| sein | bin | bist | ist | sind | seid | sind |
➡️ Beispiele:
Ich bin einkaufen gegangen.
Er hat das Spiel gekauft.
Das Partizip II richtig bilden
Der zweite Baustein des Perfekts ist das Partizip II. Wie du das Partizip II bildest, hängt davon ab, ob das Vollverb im Satz ein regelmäßiges oder unregelmäßiges Verb ist. Bei den unregelmäßigen Verben unterscheidest du nochmal zwischen starken und gemischten Verben.
| Regelmäßige Verben | Starke Verben | Gemischte Verben |
| Verben, die du nach einem festen Muster konjugierst. | Verben, bei denen du den Stammvokal im Präteritum und Partizip II änderst. | Verben, bei denen du den Stammvokal im Präteritum änderst, das Partizip II aber wie ein regelmäßiges Verb bildest. |
|
Partizip II: ge + Verbstamm + (e)t |
Partizip II: ge + (veränderter) Verbstamm + en |
Partizip II: ge + veränderter |
| zeigen → gezeigt lieben → geliebt |
singen → gesungen laufen → gelaufen |
denken → gedacht wissen → gewusst |
Das Partizip II steht im Satz immer am Ende.
➡️ Beispiele:
Ich habe gestern einen Kuchen gebacken.
Wir sind zum Boot geschwommen.
Besonderheiten beim Partizip II
Bei der Bildung des Partizip II im Perfekt gibt es einige Besonderheiten, die du beachten solltest.
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Verben mit trennbarem Verbzusatz:
Manche Verben haben eine Vorsilbe, die du beim Konjugieren vom Verb abtrennst. Bei der Bildung des Partizip II fügst du ein –ge– zwischen den Verbstamm und die Vorsilbe ein.
➡️ Beispiel: vorziehen → vorgezogen
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Verben mit nicht-trennbarem Verbzusatz: Bei Verben mit Vorsilben wie be-, ent-, er-, ver-, zer- lässt du das ge- im Partizip II weg.
➡️ Beispiel: beantworten → beantwortet
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Verben mit der Endung -ieren: Bei Verben, die auf -ieren enden, lässt du das ge- ebenfalls weg. Zusätzlich tauschst du die Endung -en mit einem -t aus.
➡️ Beispiel: probieren → probiert
Plusquamperfekt
Im Deutschen gibt es eine Zeitform, die eng mit dem Perfekt verwandt ist: das Plusquamperfekt. Alles Wichtige zum Plusquamperfekt erfährst du hier!
Perfekt (Zeitform) — häufigste Fragen
(ausklappen)
Perfekt (Zeitform) — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Was bedeutet Perfekt?Das Perfekt ist eine Zeitform, mit der man ausdrückt, dass etwas schon passiert und abgeschlossen ist. Oft zeigt das Perfekt dabei auch, dass das Vergangene noch eine Wirkung in der Gegenwart hat, zum Beispiel weil ein Ergebnis jetzt sichtbar ist.
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Welche Zeitform ist das Perfekt?Das Perfekt ist eine Vergangenheitsform, weil es von etwas erzählt, das schon abgeschlossen ist. Man benutzt es besonders häufig in der gesprochenen Alltagssprache, wenn man über vergangene Ereignisse spricht, die für jetzt noch wichtig sind.
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Wie erkennt man die Zeitform Perfekt?Die Zeitform Perfekt erkennt man daran, dass im Satz zwei Verbteile stehen: eine Form von „haben“ oder „sein“ und am Satzende das Partizip II. Ein typisches Beispiel ist „Ich habe die Küche aufgeräumt.“ mit „habe“ und „aufgeräumt“.
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Wie nennt man das Perfekt noch?Das Perfekt nennt man auch „vollendete Gegenwart“. Dieser Name passt, weil mit dem Perfekt etwas als abgeschlossen dargestellt wird, aber der Bezug zur Gegenwart mitgemeint ist, zum Beispiel weil das Ergebnis jetzt gilt.
Zeitformen verstehen
Das Perfekt ist eine Zeitform und gehört zur Grammatik im Deutschen. Du schaust dir an, wie sich verschiedene Zeitformen im Alltag und beim Schreiben unterscheiden und wie sie in Sätzen wirken. So erkennst du besser, welche Zeit zu deiner Aussage passt und wie du deine Sätze klar aufbaust. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.