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Du fragst dich, was Pronominaladverbien sind und wie du sie richtig verwendest? Hier und im Video  erklären wir dir ihre Bedeutung mit einfachen Beispielen!

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Inhaltsübersicht

Pronominaladverbien — einfach erklärt

Pronominaladverbien oder auch Präpositionaladverbien sind Wörter wie: daran, damit, darüber, hierbei, hiermit, woran, wodurch oder wovon.

Du benutzt sie, um Satzglieder zu ersetzen. Dadurch kannst du Wiederholungen vermeiden

Beispiele:

  • „Ich freue mich auf das Buch.“ → „Ich freue mich darauf.“
  • „Ich denke an den Urlaub.“ → „Ich denke daran.“
  • „Er spricht über das Problem.“ → „Er spricht darüber.“

Anstatt das Objekt zu wiederholen, kannst du es also mit einem Pronominaladverb ersetzen.

Bildung von Pronominaladverbien

Pronominaladverbien bildest du, indem du Adverbien wie „da-“, „hier-“ oder „wo-“ mit einer Präposition kombinierst. 

Beispiel: Das Pronominaladverb „damit“ setzt sich aus dem Adverb „da-“ und der Präposition „mit“ zusammen.

Achtung: Wenn die Präposition mit einem Vokal beginnt, musst du ein „r“ einfügen, wie bei „darüber“ (da- + über).

Hier hast du die Pronominaladverbien im Überblick:

Adverb + Präposition  = Pronominaladverb
da- an daran
da- auf darauf
da- nach danach
da- gegen dagegen
da- in  darin
hier- aus hieraus
hier- mit hiermit
hier- zu hierzu
wo-  nach wonach
wo- auf worauf
wo- an woran
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Verwendung von Pronominaladverbien

Du benutzt Pronominaladverbien, um auf zuvor erwähnte Sachverhalte, Begriffe oder Orte zu verweisen.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie du sie verwenden kannst:

  • Ersetzen von Sachen oder Begriffen: Pronominaladverbien können Dinge oder Begriffe ersetzen, die du bereits im Satz davor erwähnt hast. Das bedeutet, dass du anstelle einer Wiederholung des Wortes das Pronominaladverb verwendest.
     
    Beispiel: Die Prüfung war schwer. Ich denke oft daran.“
    → „daran“ ersetzt hier „die Prüfung“.

     
  • Ersetzen von Präpositionalgruppen: Eine Präpositionalgruppe besteht aus einer Präposition und dem dazugehörigen Nomen oder Pronomen. Pronominaladverbien können auch solche Gruppen ersetzen. 
      
    Beispiel: „Ich warte auf den Bus. Ich warte darauf.“
    → „darauf“ ersetzt die Präpositionalgruppe „auf den Bus“.

      
  • Bezug auf einen Satz: Pronominaladverbien können auf ganze Sätze oder Aussagen verweisen. Das bedeutet, dass sie eine vorherige Aussage oder einen gesamten Satz zusammenfassen.
     
    Beispiel: „Er hat das Konzert abgesagt. Darüber bin ich enttäuscht.“
    → „darüber“ verweist auf den gesamten vorhergehenden Satz, ohne ihn wiederholen zu müssen.
Pronominaladverbien — Ausnahmen

Pronominaladverbien sind nicht für Personen anwendbar. Stattdessen verwendest du die Präposition zusammen mit einem Pronomen. Zum Beispiel sagst du nicht „darüber“ wenn du über eine Person sprichst, sondern „über ihn/sie“.

Beispiele:

  • „Ich spreche mit ihm.“ statt „Ich spreche hiermit.“
  • „Sie kümmert sich um sie.“ statt „Sie kümmert sich darum.“
  • „Er spricht über sie.“ statt „Er spricht darüber.“

Übungen zu Pronominaladverbien

Damit du die Pronominaladverbien üben kannst, findest du hier einige Aufgaben.

Verbinde die Sätze mit einem Pronominaladverb.

  • „Ich denke an das Buch. — Ich denke _____.“ (daran)
  • „Ich warte auf den Anruf. — Ich warte _____.“ (darauf) 
  • „Ich freue mich auf die Ferien. — Ich freue mich _____.“ (darauf)
  • „Er interessiert sich für das Projekt. — Er interessiert sich _____.“ (dafür)
  • „Wir sprechen über das Problem. — Wir sprechen _____.“ (darüber)
  • „Sie denkt an ihre Zukunft. — Sie denkt _____.“ (daran)
  • „Er glaubt an seine Idee. — Er glaubt _____.“ (daran)

Relativpronomen

In der deutschen Grammatik gibt es aber noch mehr Pronomen. Schau dir als Nächstes unser Video zu den Relativpronomen an, um zu erfahren, was Relativpronomen sind und wie du sie richtig benutzt.

Zum Video: Relativpronomen
Zum Video: Relativpronomen

Pronominaladverbien — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Woher weiß man, welche Präposition zu einem Verb gehört, damit man das richtige Pronominaladverb bildet?
    Man findet die passende Präposition, indem man prüft, mit welcher Präposition das Verb normalerweise zusammen verwendet wird. Viele Verben haben eine feste Verbindung, die man beim Sprechen lernt oder im Wörterbuch nachschlägt. Zum Beispiel passt zu „sich freuen“ oft „auf“, daher wird „auf das Buch“ zu „darauf“.
  • Wann benutzt man „da-“, „hier-“ oder „wo-“ am Anfang eines Pronominaladverbs?
    Man benutzt „da-“, wenn man auf etwas bereits Genanntes verweist, „hier-“, wenn man auf etwas in der direkten Situation oder im aktuellen Textzusammenhang zeigt, und „wo-“, wenn man danach fragt. Zum Beispiel heißt es „Die Prüfung war schwer. Ich denke oft daran.“ und als Frage „Woran denkst du?“.
  • Wann fügt man bei Pronominaladverbien ein „r“ ein?
    Man fügt ein „r“ ein, wenn die Präposition mit einem Vokal beginnt. Dann spricht und schreibt man zum Beispiel „da“ + „über“ als „darüber“ und „wo“ + „auf“ als „worauf“. Beginnt die Präposition mit einem Konsonanten, bleibt das „r“ weg, wie bei „daran“.
  • Wo steht ein Pronominaladverb im Satz?
    Ein Pronominaladverb steht meistens dort im Satz, wo sonst die Präpositionalgruppe stehen würde, die es ersetzt. Konkret: „Ich warte auf den Bus.“ wird zu „Ich warte darauf.“ Zur Betonung kann man es auch an den Anfang stellen, zum Beispiel „Darauf warte ich schon lange.“

Grammatik verstehen

Pronominaladverbien sind ein Teil der deutschen Grammatik und gehören zu den Wortarten im Satz. Wer sich mit Grammatik beschäftigt, schaut genau darauf, welche Wörter welche Aufgabe haben und wie sie zusammenpassen. So erkennst du schneller, welche Satzteile zusammengehören und warum ein Satz richtig klingt. Weitere Videos dazu findest du in unserem Deutschbereich.

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