Welche Relativpronomen gibt es im Deutschen?
Relativpronomen sind Wörter wie „der“, „die“, „das“, „welcher“ oder „was“, die Haupt- und Nebensätze miteinander verbinden. Sie beziehen sich auf ein Bezugswort im Hauptsatz und leiten einen Relativsatz ein. Im Deutschen gibt es verschiedene Relativpronomen, die je nach Genus, Numerus und Kasus des Bezugsworts verwendet werden. Diese Wörter helfen dir dabei, elegante und präzise Sätze zu formulieren.
Inhaltsübersicht
Was sind Relativpronomen und wofür brauchst du sie?
Relativpronomen sind Verbindungswörter, die einen Hauptsatz mit einem Nebensatz verknüpfen und dabei zusätzliche Informationen über ein Substantiv liefern. Sie machen deine Sätze flüssiger und vermeiden unnötige Wiederholungen.
Ohne Relativpronomen würdest du oft mehrere kurze Sätze hintereinander schreiben müssen. Zum Beispiel: „Der Schüler war fleißig. Der Schüler hat die Prüfung bestanden.“ Mit einem Relativpronomen wird daraus: „Der Schüler, der fleißig war, hat die Prüfung bestanden.“
Relativpronomen erfüllen zwei wichtige Funktionen: Sie vermeiden Wortwiederholungen und schaffen logische Verbindungen zwischen Satzteilen. Dadurch werden deine Texte nicht nur kürzer, sondern auch eleganter und leichter verständlich.
Welche Relativpronomen gibt es im Deutschen?
Im Deutschen gibt es vier Hauptgruppen von Relativpronomen: der/die/das, welcher/welche/welches, wer/was und die Relativadverbien wo/wohin/woher. Jede Gruppe hat ihre spezifischen Anwendungsbereiche und Deklinationsformen.
Die häufigsten Relativpronomen sind die Formen von „der/die/das“:
- Nominativ: der, die, das, die (Plural)
- Akkusativ: den, die, das, die (Plural)
- Dativ: dem, der, dem, denen (Plural)
- Genitiv: dessen, deren, dessen, deren (Plural)
Die Formen von „welcher/welche/welches“ werden seltener verwendet und haben dieselben Endungen wie die bestimmten Artikel; nur im Genitiv gibt es keine Formen.
Die Pronomen „wer“ und „was“ verwendest du bei verallgemeinernden Aussagen ohne konkretes Bezugswort. Die Relativadverbien „wo“, „wohin“ und „woher“ beziehen sich auf Ortsangaben.
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Wie erkennst du, welches Relativpronomen du verwenden musst?
Die Wahl des richtigen Relativpronomens hängt von drei Faktoren ab: dem Genus und Numerus des Bezugsworts sowie der Funktion des Relativpronomens im Relativsatz. Das Bezugswort bestimmt Geschlecht und Zahl, der Relativsatz bestimmt den Kasus.
Gehe dabei so vor:
- Finde das Bezugswort im Hauptsatz.
- Bestimme dessen Genus (maskulin, feminin, neutrum) und Numerus (Singular, Plural).
- Überlege, welche Funktion das Relativpronomen im Nebensatz hat (Subjekt, Objekt etc.).
- Wähle die passende Form aus der Tabelle.
Ein einfacher Trick: Ersetze das Relativpronomen gedanklich durch das Bezugswort und prüfe, ob der Satz grammatisch korrekt ist. „Der Mann, den ich sehe“ → „Ich sehe den Mann“ (Akkusativ stimmt).
Was ist der Unterschied zwischen „der/die/das“ und „welcher/welche/welches“?
Beide Relativpronomen-Gruppen sind grundsätzlich austauschbar, aber „der/die/das“ wird deutlich häufiger verwendet und klingt natürlicher. „Welcher/welche/welches“ wirkt oft förmlicher und wird hauptsächlich zur stilistischen Variation eingesetzt.
In der gesprochenen Sprache und in informellen Texten bevorzugst du fast immer die Formen von „der/die/das“. Sie sind kürzer, gebräuchlicher und fließen besser im Sprachrhythmus.
Die „welcher“-Formen verwendest du vor allem dann, wenn du Wiederholungen vermeiden möchtest. Wenn im Hauptsatz bereits „der/die/das“ steht, kannst du im Relativsatz „welcher/welche/welches“ verwenden: „Der Artikel, welcher gestern erschien …“
Beachte jedoch: Im Genitiv gibt es keine Formen von „welcher“, daher musst du immer „dessen“ oder „deren“ verwenden. Für den Schulalltag reicht es völlig aus, wenn du dich auf die „der/die/das“-Formen konzentrierst.
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